Nur um Haaresbreite ist Athen 480 vor Christus einer Katastrophe entgangen - dank der todesmutigen Krieger aus Sparta, die den Pass bei den Thermophylen lange genug gehalten hatten, um die Stadt zu evakuieren. Doch die persische Übermacht unter dem Großkönig Xerxes I. ist nach wie vor entschlossen, Griechenland endgültig in die Knie zu zwingen. Und der griechische Feldherr Themistokles wird zwar vom Volk verehrt - der Adel begegnet ihm jedoch immer wieder mit Misstrauen und Ablehnung. Mit nur 300 griechischen Schiffen stellt Themistokles sich schließlich in der Meerenge von Salamis den 1.200 Kriegsschiffen der Perser entgegen ...
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4.0/5.0
Bewertung
5/5
01.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Attika. Die Verteidiger Athens
Erneut gelingt es Conn Iggulden Geschichte lebendig zu machen! Ging es im ersten Band um die Schlacht bei Marathon, widmet sich der zweite Teil der Seeschlacht in der Meerenge von Salamis, in der die Verteidiger Athens einer Übermacht von persischen Kriegsschiffen gegenüberstanden. Spannend und gut lesbar geschrieben. Für Fans historischer Romane!
Michael Sterzik
aus Wallenhorst
5/5
22.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Eine griechische Tragödie
Die alten Griechen – die Wiege der Demokratie, gleichbedeutend mit dem Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Gewissenhafte und ambitionierte Ziele, die bis in unsere heutige Epoche ihren Weg gefunden haben, allerdings mal mehr – mal weniger gut umgesetzt. Der Streubereich dieser Wahrheit ist weit ausgebreitet.
Das persische Reich unter dem Großkönig Xerxes versuchte Griechenland mit brutaler Waffengewalt zu erobern. Eine Schneise der Verwüstung flutete mit den Truppen durch das Festland und die vielen Inseln. Es galt das Gebot der Abschreckung und dem Willen unter allen Umständen Griechenland ins Reich der Perser zu holen.
Griechenland war nicht unbedingt als „Nation“ geeint, die politischen Interessen und auch die militärische Stärke waren oftmals sehr unterschiedlich. Und gemäß ihrem moralischen Kompass, aber auch in ihrer Souveränität wurden Vorurteile gegenüber anderen Stämmen erstmal in die zweite Reihe geschickt. Es galt, die Invasoren abzuwehren. Der Preis war hoch und der Dank an die Menschen, die einen großen Anteil an dem Erfolg und der späteren Blütezeit Griechenlands war, verräterisch gering. Doch dazu später mehr.
Nur um Haaresbreite ist Athen 480 vor Christus einer Katastrophe entgangen – dank der Todesmutigen. Krieger aus Sparta, die den Pass bei den Thermopylen lange genug gehalten hatten, um die Stadt zu evakuieren.
Doch die persische Übermacht unter dem Großkönig Xerxes I. ist nach wie vor entschlossen, Griechenland endgültig in die Knie zu zwingen. Und der griechische Feldherr Themistokles wird zwar vom Volk verehrt – der Adel begegnet ihm jedoch immer wieder mit Misstrauen und Ablehnung. Mit nur 300 griechischen Schiffen stellt Themistokles sich schließlich in der Meerenge von Salamis den 1.200 Kriegsschiffen der Perser entgegen …(Verlagsinfo)
Conn Iggulden ist ein Meister der Erzählkunst und auch hier zeigt sich sein schriftstellerisches Talent von seiner besten, auch qualitativen Seite. Historisch gesehen und die Quellenlage ist nicht einfach, ist der vorliegende Roman gut aufgebaut. „Die Verteidiger Athens“ ist bisweilen eine griechische Tragödie. Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt – die Griechische, wie auch die persische Perspektive hat ihre Berechtigung. Und wer meint – hier wird nur gekämpft, getötet und gestorben – hat sich geirrt, denn der Autor lässt auch viel Politische Konfrontation und Diskussion zu. Conn Iggulden erklärt und nicht die griechische Philosophie, doch beschreibt er sehr genau das politische System und die schwierigen Bündnisse mit Sparta, die der Lebensart der übrigen Griechen eher distanziert begegnet.
Genau diese Elemente in der Handlung sind es dem Roman Substanz vermitteln und langweilig sind diese überhaupt nicht. Persönliche Fehden, abwechselnde Sympathien und Antipathien bei den Protagonisten zeigen die menschliche Fehlbarkeit mit ihren Erfolgen und Verlusten. Ja, es wird auch emotional und das auch nicht nur untergeordnet.
Eindimensional ist die Geschichte allemal – Gut und böse sind hier national eingeteilt. Die Perser werden einstimmig als erbarmungslos, machtbesessen und mordend dargestellt – vielleicht war es auch so. Doch auch in wenigen Parts werden die Ängste des Großkönigs thematisiert, der letztlich flieht und den Befehlt an einen General weitergibt. Auf dessen Schultern lastet dann auch das Versagen der Perser. Leider wird im späteren Teil nicht viel über die weitere Eroberungspolitik von Xerxes zu lesen sein.
Die Geschichte wird von Siegern geschrieben, allerdings mit einem bitteren Nachgeschmack. Ganz stark widmet sich Conn Iggulden der Schicksale von Politikern und späteren Feldherrn, die alles und viele dafür gaben, dass Griechenland die Invasion der Perser abwehren konnte. Demokratie hin und oder her, aber auch vor mehreren tausenden von Jahren gab es Neid, Missgunst und Eifersucht – es gab manipulative Spielchen, um Menschen zu diskreditieren und persönlich fertigzumachen. Unabhängig davon, welche Erfolge diese Männer auf den Schlachtfeldern erzielten – und unabhängig von deren persönlichen Einsatz und Verlusten. Diese Emotionalität, die der Autor hier sehr intensiv beschreibt, ist großartig.
Die Abwechslung innerhalb der Handlung, zwischen den Schlachten, den politischen Auseinandersetzungen und der Lebensart der verschiedenen Stämme ist spannend und hervorragend umgesetzt. Diese Reihe ist also mit dem zweiten Band auch als abgeschlossen zu betrachten.
Fazit
Eine griechische Tragödie – ein Schlachtengemälde – ein Drama in mehreren Akten. Spannende Auseinandersetzung mit dieser Epoche und dem alten Griechenland – neu interpretiert und absolut lesenswert.
Michael Sterzik
Bewertung
aus Hürtgenwald
5/5
15.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Sehr gelungene Fortsetzung
Con Iggulden ist ein Meister seines Faches. Ich lese seine Romane wirklich sehr gerne. Sie sind stets spannend und kurzweilig geschrieben und orientieren sich an den historischen Tatsachen.
Der vorliegende Band ist der zweite Teil über den Kampf der griechischen Stadtstaaten Athen und Sparta, nebst deren Verbündeten gegen die Perser unter dem Großkönig Xerxes und seinem Heerführer Mardonis. Die Anführer der Athener müssen zu mancher List greifen, um zunächst mit ihrer zahlenmäßig unterlegenen Flotte ihre, auf die Insel Salamis evakuierte Zivilbevölkerung zu schützen und die persische Flotte abzuwehren, während ihre Stadt in Flammen steht.
Als das gelungen ist gilt es, die Spartaner zum Eingreifen zu bewegen, um das riesige, 200000 Mann starke, persische Landheer zu besiegen. Auch hier muss nach etlichen Verhandlungen zu einer List gegriffen werden, da die griechischen Stadtstaaten nur aus der Not heraus kooperieren und sich ansonsten eher feindlich gesinnt sind. Auch dies wird in der Darstellung sehr schön herausgearbeitet. Ich habe den Roman vor kurzem erst erworben und ihn im Uralub am Gardasee in einer Woche ausgelesen. Ich gebe eine klare Kaufempfehlung für Personen, die gerne historische Romane lesen.
schorzi
1/5
22.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Der Schreibstil des Autors…
Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und dafür gibt es einen Punkt. Der Inhalt des Buches ist so grausam zusammen getüftelt das es einem schlecht wird. Der beste Spion und sein Kumpel sind total verblödet und meistern mit Ihrer Dummheit das ganze Buch. Nur ein Beispiel, mitten im Lager des Feindes streiten die sich in einer Fremden Sprache, und den Auftrag den sie hatten wird immer wieder durch Geistlosigkeit und sinnlosen Taten unterbrochen und trotzdem sind sie allen Feinden immer und überall überlegen.
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