Die Sommerferien haben begonnen: In einem beschaulichen Ferienort am Meer bauen Isabel und ihre Schwester Meg mit den Kindern Sandburgen, streiten sich um Liegestühle und essen Eis in der Sonne. Doch dann legt sich ein Schatten über die Idylle: Isabels und Megs ältere Halbschwester Mildred, notorisch neurotisch und wieder einmal in einer Krise, ist in ein nahe gelegenes Cottage zurückgekehrt. Als die Schwestern an diesem Ort zusammenkommen, erinnern sie unweigerlich ein prägendes Ereignis, das sich den Weg in die Gegenwart zu bahnen droht: Vor ziemlich genau 15 Jahren wurde Mildreds Ex-Mann, der sagenumwobene Onkel Paul, wegen versuchten Mordes an seiner ersten Frau verhaftet.
Kehrt Paul nun nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis zurück, um sich an denen zu rächen, die ihn einst verraten haben? Oder lassen sich die drei von ihren Nerven übermannen? War da nicht ein Klopfen zu hören? Und wem, um Himmels willen, gehören diese Fußspuren? Meisterhaft erschafft Celia Fremlin in diesem Spannungsklassiker eine Atmosphäre, die auch im Sommer für Gänsehautmomente sorgt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
24.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zeitlose Lektüre, der besten Art!
**** Mein Eindruck ****
Dieses Buch zeigt einmal mehr, was Sprache leisten kann: anregend, gewitzt, britisch – mit einem besonderen Ausdrucksvermögen und der Fähigkeit, kreative, ausformulierte Sätze zu gestalten. Genau das überträgt sich auf den Inhalt: Die Sprache erweckt die Geschichte nicht nur zum Leben, sondern lässt eine Vielzahl an Bildern entstehen. Der Spannungsroman ist fundiert und gut durchdacht. Schon allein wegen der Sprache eine lohnenswerte Lektüre – mit ihr aber ein echtes Meisterwerk! Wer England liebt und Krimis mit Atmosphäre schätzt, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Die drei Schwestern sind herrlich eigenwillig, bringen viel Witz und Charme in die Handlung und machen das Geschehen lebendig und unterhaltsam. Ihr Zusammenspiel wirkt authentisch und sorgt für viele Schmunzler. Onkel Paul hingegen bringt die nötige Spannung ins Spiel. Wird er sich rächen? Genau das gilt es herauszufinden – und es lohnt sich!
**** Empfehlung? ****
Wer richtig gute Lektüre ohne Schnickschnack sucht, sollte dieses Buch – und am besten gleich alle anderen der Autorin – lesen. Mich hat sie bislang durchweg überzeugt. Das ist zeitlose, kluge und unterhaltsame Literatur vom Feinsten!
MarcoL
aus Füssen
5/5
25.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geniale Charaktere, ein…
Geniale Charaktere, ein chaotischer Urlaub und die Schatten der Vergangenheit. Superber beinahe-Krimi Onkel Paul! Onkel Paul? Immer wieder Onkel Paul. Er zieht die Handlung durch diesen äußerst unterhaltsam wie spannenden Roman, obwohl er physisch gar nicht vorkommt. Er bleibt ein Geist, ein Mythos. Er ist ein wegen versuchten Mordes Verurteilter, dessen fünfzehnjährige Haftzeit gerade abläuft und Meg samt ihren Schwestern als den Urlaub Schreckgespinst vergällt. Dabei könnte es so schön sein. Megs Halbschwester Mildred (die Ex-Frau von Onkel Paul) leidet an zarter (Untertreibung) Hysterie und Überheblichkeit, nur das Beste ist gut genug für sie, alle anderen Menschen in ihrem Umfeld nur ihre Lakaien. Aber sie hat Angst und ruft Meg zur Hilfe in einen beschaulichen Badeort an der See. Dort steht auch ein ziemlich abgeschiedenes Cottage, in dem vor besagter Zeit alles geschah, und Mildred, die es sich zunächst nicht nehmen lässt, dort alleine zu residieren und in der Nacht glaubt, Schritte zu vernehmen, benötigt im ausgebuchten Ferienort dann doch ein Hotelzimmer. Meg organisiert. Meg kommt in den Ort, zieht in den Ferienwohnwagen ihrer Schwester Isabel, zusammen mit deren Kindern. Das Chaos ist vorprogrammiert, denn Isabel ist leichtgläubig, eingeschüchtert und möchte es allen und jedem nur recht machen. Auch sie hat Angst, angestachelt durch Mildred. Einzig Meg scheint Herrin der Lage zu sein, denn jedes ungeklärte Phänomen lässt sich schnell, einfach und logisch aufklären. Aber Mildred (man könnte sie manchmal hinter den Mond und noch weiter schießen) schafft es immer wieder für Unruhe. Als dann noch Megs Freund Freddy, eine etwas dubiose Gestalt, und Isabels undurchsichtiger Ehemann auftauchen und nach belieben verschwinden, kommt keinesfalls Ruhe in die illustre Gesellschaft. Ganz im Gegenteil. Könnte vielleicht einer der beiden Onkel Paul sein? Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit, wer weiß da schon, wie sich ein Mann verändert … Tja, und immer wieder das Cottage – knappe drei Meilen vom Ort entfernt, dunkel, kein Strom, ein überwucherter Vorgarten … ein Brunnenschacht … viel Regen … perfekt für … Der Roman entartet zwar zeitweise wie ein hektischer Klamauk aus Hollywoods Glanzzeiten, aber die Anspannung, das was-wäre-wenn eines möglichen drohenden Unheils begleitet einen von Anfang bis zum Ende. Die Szenen sind sehr gekonnt gesetzt, man bleibt als Leser immer einen kleinen Informationsschritt im Rückstand. Die Charakterbildung der Protagonist*innen ist ohne Frage mehr als genial gelungen. Das ist ganz große Erzählkunst und man kann sich während der Lektüre ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen der Autorin sehr gut vorstellen. Sehr gerne gelesen, und daher gibt es eine riesengroße Leseempfehlung für diesen wunderbaren Krimi der etwas anderen Art.
MarcoL
aus Füssen
5/5
25.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geniale Charaktere, ein chaotischer Urlaub und die Schatten der Vergangenheit. Superber beinahe-Krimi
Onkel Paul! Onkel Paul? Immer wieder Onkel Paul. Er zieht die Handlung durch diesen äußerst unterhaltsam wie spannenden Roman, obwohl er physisch gar nicht vorkommt. Er bleibt ein Geist, ein Mythos. Er ist ein wegen versuchten Mordes Verurteilter, dessen fünfzehnjährige Haftzeit gerade abläuft und Meg samt ihren Schwestern als den Urlaub Schreckgespinst vergällt.
Dabei könnte es so schön sein. Megs Halbschwester Mildred (die Ex-Frau von Onkel Paul) leidet an zarter (Untertreibung) Hysterie und Überheblichkeit, nur das Beste ist gut genug für sie, alle anderen Menschen in ihrem Umfeld nur ihre Lakaien. Aber sie hat Angst und ruft Meg zur Hilfe in einen beschaulichen Badeort an der See. Dort steht auch ein ziemlich abgeschiedenes Cottage, in dem vor besagter Zeit alles geschah, und Mildred, die es sich zunächst nicht nehmen lässt, dort alleine zu residieren und in der Nacht glaubt, Schritte zu vernehmen, benötigt im ausgebuchten Ferienort dann doch ein Hotelzimmer. Meg organisiert. Meg kommt in den Ort, zieht in den Ferienwohnwagen ihrer Schwester Isabel, zusammen mit deren Kindern. Das Chaos ist vorprogrammiert, denn Isabel ist leichtgläubig, eingeschüchtert und möchte es allen und jedem nur recht machen. Auch sie hat Angst, angestachelt durch Mildred.
Einzig Meg scheint Herrin der Lage zu sein, denn jedes ungeklärte Phänomen lässt sich schnell, einfach und logisch aufklären. Aber Mildred (man könnte sie manchmal hinter den Mond und noch weiter schießen) schafft es immer wieder für Unruhe. Als dann noch Megs Freund Freddy, eine etwas dubiose Gestalt, und Isabels undurchsichtiger Ehemann auftauchen und nach belieben verschwinden, kommt keinesfalls Ruhe in die illustre Gesellschaft. Ganz im Gegenteil. Könnte vielleicht einer der beiden Onkel Paul sein? Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit, wer weiß da schon, wie sich ein Mann verändert …
Tja, und immer wieder das Cottage – knappe drei Meilen vom Ort entfernt, dunkel, kein Strom, ein überwucherter Vorgarten … ein Brunnenschacht … viel Regen … perfekt für …
Der Roman entartet zwar zeitweise wie ein hektischer Klamauk aus Hollywoods Glanzzeiten, aber die Anspannung, das was-wäre-wenn eines möglichen drohenden Unheils begleitet einen von Anfang bis zum Ende.
Die Szenen sind sehr gekonnt gesetzt, man bleibt als Leser immer einen kleinen Informationsschritt im Rückstand. Die Charakterbildung der Protagonist*innen ist ohne Frage mehr als genial gelungen.
Das ist ganz große Erzählkunst und man kann sich während der Lektüre ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen der Autorin sehr gut vorstellen.
Sehr gerne gelesen, und daher gibt es eine riesengroße Leseempfehlung für diesen wunderbaren Krimi der etwas anderen Art.
Bewertung
aus Alpthal
4/5
04.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
eine aktuelle Jane Austen
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen weil die Autorin Celia heisst und weil ich dem Dumont Verlag, spätestens nach „Hallo Du Schöne“ vertraue, dass in seiner Auswahl, immer Platz für etwas besonderes ist.
Ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht.
Wie soll man dieses Buch beschreiben? Ist es ein Krimi, ist es ein Thriller oder hat es eine Autorin aus der Zeit von Jane Austin mittels einer Zeitmaschine zu uns geschafft?
Alles was ich dazu sagen kann ist, ich habe es sehr genossen von Celia Fremlin in eine Geschichte entführt zu werden die ohne Zeitangaben auskommt und in keine Schublade passt. Es gibt zwar bereits Autos aber noch kein Handy, die Männer sind galant und doch unbeständig, die Frauen selbständig und wollen doch gerettet werden.
Das Besondere aber ist die Sprache. Die Autorin schafft es nicht nur das zentrale Thema, Unsicherheit oder Zwiespalt wunderbar im Ausdruck ihrer Charaktere und auch in der ganzen Erzählsprache aufzunehmen sondern sie hat es auch geschafft der Geschichte am Ende eine Wendung zu geben die einem den Mund offen stehen lässt.
Ein ganz wunderbares Leseerlebnis.
Leider merkt man an hand des Schreibstils das dieses Buch schon 1959 erschienen ist. Nicht alle Bücher können Klassiker werden..................................................................................
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