Produktbild: Nullzone

Nullzone

3

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Elster & Salis Verlag GmbH

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

19,7/13/3,3 cm

Gewicht

465 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9505435-7-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2025

Verlag

Elster & Salis Verlag GmbH

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

19,7/13/3,3 cm

Gewicht

465 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9505435-7-5

Herstelleradresse

Elster & Salis Wien
Kärntner Ring 12/2b
1010 Wien
AT
al@elstersalis.com

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  • Bewertung

    aus Luzern

    5/5

    05.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbarer Roman über drei unterschiedliche Leben und ein Hochhaus

    Isabella Straubs Roman Nullzone ist ein kluges, vielschichtiges und zugleich sehr unterhaltsames Porträt des Lebens in einer modernen Großstadt – genauer gesagt in Wien. Mit einem feinen Gespür für Sprache und Charaktere erzählt Straub die ineinander verwobenen Geschichten von drei sehr unterschiedlichen Menschen: Gabor, ein Zukunftsforscher, der ironischerweise mit seiner eigenen Zukunft hadert; Elfi, eine bodenständige Hausmeisterin mit bewegter Vergangenheit; und Rashid, ein junger Paketzusteller mit großen Plänen. Zentraler Schauplatz des Romans ist der „Kratzer“ – ein in die Jahre gekommenes Hochhaus mit Sozialwohnungen, das durch ein benachbartes Luxusprojekt, die titelgebende „Nullzone“, bedroht wird. Der Kratzer steht sinnbildlich für das, was oft übersehen wird: Menschen in prekären Verhältnissen, soziale Ungleichheit und der leise, aber stetige Druck der Gentrifizierung. Die drei Hauptfiguren könnten kaum verschiedener sein, doch ihre Wege kreuzen sich auf oft absurde, manchmal traurige, oft sehr komische Weise. Ich habe mich beim Lesen nicht nur von der Tiefe der Figuren mitreißen lassen, sondern an einigen Stellen auch köstlich amüsiert. Straub bringt ernste Themen wie soziale Ausgrenzung, Einsamkeit und Migration auf den Tisch – aber mit einer Leichtigkeit, einem Witz und einer Menschlichkeit, die den Roman nie schwer machen. Nullzone regt zum Nachdenken an, bleibt dabei aber unterhaltsam und überraschend lebensnah. Ein literarisches Highlight für alle, die sich für aktuelle gesellschaftliche Fragen interessieren und dabei nicht auf sprachliche Raffinesse und feinen Humor verzichten möchten.

  • Nicole Kleber

    aus Eisenberg

    5/5

    19.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5+/5 Sterne

    Elfie ist Hausmeisterin im „Kratzer", dem Hochhaus mit den vielen Sozialwohnungen. Sie verbringt ihre Tage damit Waschmünzen auszugeben, die Mülltrennung zu überwachen und gelegentlich müssen die Ratten im Keller bekämpft werden. Außerdem gibt es da noch eine große Dose mit Tablettenblistern, die ihr helfen ihre Vergangenheit in Schach zu halten. Rachid wohnt mit seiner Mutter und einem Bruder im „Kratzer", ist Paketbote und hat Träume. Mit seiner Ex würde er gerne eine Familie gründen und den täglichen Zustellkampf im Angestelltenverhältnis will er so schnell wie möglich beenden: „Empfänger nicht angetrroffen Paket nicht angenommen Zustellversuch erfolglos Empfänger verzogen Na, was sollen wir nehmen? Ene mene muh." Eine Selbständigkeit als Drohnenzusteller schwebt ihm da vor. Gabor ist Zukunftsforscher mit zu viel viszeralem Fett und weiteren beunruhigenden Untersuchungswerten. Doch nicht nur das beschert ihm eine Krise, auch der hohe Kredit für die neue Wohnung aus dem 3D-Drucker sorgt für schlaflose Nächte. Außerdem will er auch gar nicht weg aus der schönen Altbauwohnung, aber seine Frau Sonja will unbedingt in einer dieser gedruckten Waben wohnen. Als sich in der Nullzone nach dem Aushub für die Tiefgarage des futuristischen Wohnprojekts der Boden unter dem Kratzer senkt, das Hochhaus in Schieflage gerät und der Abriss droht, ist ganz schön was los, senkt und hebt sich auch in Elfies, Gabors und Rachids Leben und dem einiger sensationeller Nebenfiguren, eine ganze Menge … Diese Einzelschicksale verwebt Isabella Straub sehr geschickt und mit viel Liebe für ihre Figuren zu einer – trotz der wirklich nicht schönen Angelegenheiten - Satire, die genau hinschaut, die an der Oberfläche kratzt. Aus Alltagsbeobachtungen wird eine kluge Sozialstudie in der die Themen Stadtentwicklung, Gentrifizierung und Immobilienspekulation, Lebensentwurf/traum und real life Arbeits- und Wohnsituation verhandelt werden. Isabella Straub bringt das Leben im 21. Jahrhundert so großartig auf den Punkt, dass bitterliches Weinen angesagt wäre, das Lachen zum Glück aber überwiegt. Weil: großartiger Humor und perfekte Figurenzeichnung! Wer das nicht liest, verpasst wirklich was. Ein 5+/5 Sterne Read und eine allergrößte #Leseempfehlung!

  • Johanna

    aus München

    5/5

    24.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Zum Lesen und Lachen

    Witzig, manchmal aberwitzig. Amüsant und menschenfreundlich. Auch die merkwürdigsten Gestalten kriegen noch ein Sympathiepunkterl mit. Im Mittelpunkt steht ein schiefer Wiener Wohnturm mit vielen Sozialwohnungen, der Kratzer. Der Boden hat sich gesenkt, weil nebendran die Tiefgarage für das futuristische Luxusbauprojekt der Nullzone ausgehoben wird. Das alte Hochhaus soll der teuren neuen Waben-Immobilie aus dem 3D-Drucker weichen. Außer der Baugrube und dem Wohnturm gibt es in dem Stadtentwicklungsgebiet nur noch einen Supermarkt (inklusive Sozialmarkt für die Kratzer-Bewohner) – sehr zukunftweisend. Dort wird jeden Tag billiges Gemüse in ein künstliches Feld gesteckt. Zum Selberpflücken für das gute Gefühl. So natürlich wie die KI-Wohnwaben mit „Empathic Technology“, die das „Narrativ des Wohnens neu [schreiben]“! Erzählt wird das mitunter hochkomische Trauerspiel aus drei Perspektiven: Da ist zunächst der Zukunftsforscher und Fernsehphilosoph Gabor. Dem attestiert die Ärztin zu viel viszerales Fett und noch andere beunruhigende Werte. Er gerät nicht nur wegen seiner schwindenden Lebenserwartung in eine heftige Krise. Seine Frau will partout die schöne Altbauwohnung in der Stadt aufgeben und in eine Wabe in der Nullzone ziehen. Er, ein Übriggebliebener aus dem letzten Jahrhundert und Liebhaber der Vergangenheit in der Zukunft (Futur II), eigentlich gar nicht. Nulllinie in der Nullzone? Lieber wegbeamen zur Zen-Meditation. Die Hausmeisterin im Hochhaus, Elfi, lebt in der Gegenwart. Müll, Rattenbeseitigung, Waschmünzenverwaltung, nächtliche Ruhestörungen. Die Vergangenheit will sie mit Tabletten fern von sich zu halten. Und die Zukunft, die Räumung ihrer Wohnung, den Abriss des Kratzers versucht sie gegen jede Wahrscheinlichkeit zu verhindern. Der dritte Protagonist, Rachid, widerwillig wieder in Mutters Wohnung im Kratzer eingezogen, ist routinierter Paketzusteller: „EMPFÄNGER NICHT ANGETROFFEN PAKET NICHT ANGENOMMEN ZUSTELLVERSUCH ERFOLGLOS EMPFÄNGER VERZOGEN ‚Na, was sollen wir nehmen? Ene mene muh.‘“ Er träumt von einer Zukunft als Drohnenzustellunternehmer und von einer Kleinfamilie mit seiner Ex. Alle drei Protagonisten sind gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft. Verbunden in der Nullzone. Isabella Straub hat den dreien eine Stimme gegeben, jedem eine eigene. Die von Rachid ist manchmal zum Schreien komisch (wobei ich mir nicht sicher bin, ob ein Angehöriger der Generation Z sie nicht doch ein wenig cringe finden würde). An der Oberfläche ein satirischer Roman über Stadtentwicklung, Gentrifizierung und den falschen Schein der Geschäftswelt mitsamt ihren „Teebeutel-Sinnsprüchen“, unten drunter aber ein Buch über Lebensträume, über die Frage, wie man leben soll, wenn man den Witwenexpress zum Friedhof nicht als wiederkehrenden Höhepunkt seines Alltags ansehen will. Zum Lesen und Lachen. (Als gebundenes Buch gelesen.)

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