Nur die Hühner waren Zeuge!
Ein herrlich witziger Krimispaß.
Der Mord einer alten Dame an ihrer eigenen Schwester erschüttert die beschauliche Waldsiedlung. Niemand will bemerkt haben, was hinter dem hohen Tor, das die Schwestern von der Außenwelt abschnitt, vor sich ging. Wirklich niemand? Nicht ganz: Vier Hühner haben sogar eine ganze Menge gesehen. Und eins von ihnen will reden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
4/5
04.03.2025
eBook (ePUB)
witzig
Ein völlig verrückter Krimi.
Aber gut.
Bis kurz vor dem Ende weiß man nicht, welche der Schwestern nun tot ist.
Die Passagen mit den Hühnern, die ja alles gesehen haben, sind großartig.
Was mir nicht so gut gefiel, war der Dialekt.
Schwer zu lesen und zu begreifen für Hamburger
Das ist auch der Grund warum es nur 4 Sterne gibt.
Dieses Buch hat mich gut unterhalten
Christiane
aus Bremen
5/5
13.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Schwarzhumorig, Lesenswert, Unterhaltsam!
In Frühlingslaune bin ich auf dem Büchermarkt unterwegs, da fällt mein Blick auf das humorvolle Cover. Ein Huhn mit Sonnenbrille lässt mich schmunzeln. Der Titel Chicken Impossible, ein Krimi aus dem Hühnerstall lässt mich herzhaft lachen. Keine Frage, das Buch muss ich lesen. Die Autorin Anne C. Voorhoeve kenne ich aus einem anderen Genre, doch davon lasse ich mich nicht abhalten. So bin ich gespannt, was die ca. 320 Seiten aus dem Verlag emons: für eine Geschichte beinhalten und beginne gespannt zu lesen.
In einer beschaulichen Waldsiedlung ermordet eine alte Dame ihre Schwester. Niemand hat etwas geahnt und niemand hat ihr das zugetraut. Die Schwestern sind so unterschiedlich, wie Tag und Nacht. Hilde und Helene. Die Autorin lässt lange offen, wer jetzt eigentlich wen umgebracht hat. Für mich ist das von Anfang an glasklar, denn ich lese gerne Ingrid Noll und habe bereits nach ein paar Seiten den richtigen Riecher. Langweilig ist es mir beim Lesen nicht, denn die Autorin erzählt ihren Kriminalroman aus der Sicht der Hühner. Und das ist für mich das Highlight dieser Geschichte.
Wenn Sie Euch einen Namen geben, dann habt ihr gewonnen. So lautet die Aussage von Mama-Huhn an ihre Küken. Ganz so einfach ist es im Leben eines Huhnes dann doch nicht und so lerne ich viel über Hühner. Über Amrocks und Sundheimer. Beide Rassen habe ich gegoogelt, damit ich mir ein besseres Bild der Vierer-Bande machen kann. Sie heißen Amy, Rocky, Susi und Heidi. Und sie sind einfach liebenswert.
Ausführlich beschreibt Anne C. Voorhoeve die Vorgeschichte des Mordes. Wir lesen, wie die Schwestern groß werden und wie sie versuchen, miteinander oder nebeneinander im Elternhaus zu leben. Langeweile hat keine Chance. Jeder Satz ist wichtig, jeder Satz ist spannend. Ehe ich mich versehe ist der Kriminalroman gelesen und ich wünsche mir einfach mehr davon. Am Ende löst sie ihren Krimi sauber auf und lässt keine Fragen offen.
Mit „Chicken Impossible, ein Krimi aus dem Hühnerstall“ hat die Autorin eine Krimikomödie auf den Büchermarkt gebracht, die zum Gackern komisch und herrlich kriminell ist. Wer Hühner mag und Sinn für schwarzen Humor hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
Bewertung
aus Bad Säckingen
5/5
31.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Hühner sind die besseren Menschen
Was für eine grandiose Idee und wie viel Spannung kann die Autorin mit nur wenigen Zutaten erzeugen, fantastisch!
Die beiden Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Helene, von Hildegard nur „He,Lene“ gerufen, hat wenig Geld, aber dafür einen liebenswerten Charakter. Die borstige Hildegard hingegen ist wohlhabend, aber hat keine Freunde. Trotzdem wohnen sie im Alter in einem Haus und eine hat die andere getötet. Aber wer war die Täterin und wer das Opfer? Das bleibt bis kurz vor Schluss offen und damit spannend.
Kommentiert und beobachtet wird das ganze Drama von vier Hühnern und macht richtig Spaß.
Rocky, das Oberhuhn, hat von ihrer Mutter gelernt, wie eine Hackordnung funktioniert und bei den Hühnern klappt das auch fabelhaft, wenn es bei uns Menschen doch auch nur so einfach wäre. Sogar wie unterschiedliche Rassen friedlich zusammenleben beweisen Rocky, Amy, Heidi und Susi uns Menschen sehr eindrucksvoll. In ihrer Herde hat jedes Huhn seinen Platz und jedes hat seinen Wert. Die eine ist schlau, die andere stark, eine kann führen und eine ist sehr geduldig, aber erst der Zusammenhalt macht sie zu einer „Supertruppe“.
Von diesen Chicks können wir eine Menge lernen und für dieses sehr besondere Lesevergnügen vergebe ich gerne 5 Sterne. Bitte mehr davon.
Renas Wortwelt
5/5
21.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Zwei Schwestern und vier Hühner – Familie ist lebensgefährlich
Dass dies der erste Krimi für Erwachsene ist, den diese Autorin veröffentlicht, mag man kaum glauben. So genial ist der Mix aus tierischem Spaß und emotionalem Familienzwist, so perfekt die Balance zwischen Humor und Drama, zwischen ironischem Witz und höchster Spannung.
Dabei kommt der Roman in einem ganz harmlosen Gewand daher, meint man, eine lustige Geschichte aus der Sicht tierischer Ermittler zu lesen, wie man sie beispielsweise von Leonie Swann oder anderen kennt. Doch dieser Roman ist anders.
Es gibt zwar sehr wohl etliche Kapitel aus der Sicht von Rocky, einem zu Höherem berufenen Amrock-Huhn, das nicht nur die neue Hühnersippe als Oberhuhn anführen soll, sondern auch die Menschen, bei denen die vier Hühner nun leben werden, akribisch beobachtet. Bei diesen Menschen handelt es sich um die Schwestern Helene und Hilde, beide über 70. Hilde, die Ältere, ist verwitwet und gegen deren Willen bei Helene eingezogen. Diese hatte beider Mutter bis zu deren Tod gepflegt und lebte nun weiter im gemeinsamen Haus. Bislang in herrlichem Frieden.
Das änderte sich jedoch schlagartig mit Hildes Einzug. Nicht nur, dass Hilde strikt gegen die Hühnerhaltung war und ohnehin ständig gegen alles stänkert, was Helene wichtig ist. Nicht nur, dass sie in der Garage Unmengen an Vorräten lagert, als müsse sie mehrere Kompanien versorgen, Hilde ist auch noch enorm nachtragend. Seit der Kindheit, eigentlich seit deren Geburt, ist sie nämlich auf Helene eifersüchtig und lässt es an keiner Schikane fehlen.
Lange begreift Helene nicht, was abläuft, doch als sie irgendwann dahinterkommt, eskaliert das Ganze, wird das Drama zum Schauplatz eines Mordes.
Dass es am Ende zu einem Mord unter den Schwestern kommt, ist von Beginn des Romans an bekannt. Doch wer von den Beiden wen tötet, das bleibt die ganze Zeit offen und genau daraus zieht der Roman eine ungemeine Spannung. Dazu kommt die unglaublich gute Erzählweise, die geschickt platzierten richtigen und falschen Hinweise. Sowie die sehr einfühlsam und mit Verständnis für beide Seiten geschilderten Szenen aus der Kindheit der Schwestern, die die ganzen Missverständnisse zeigen, die schuld sind am völlig zerstörten Verhältnis zwischen den beiden Frauen.
Auch die fein geschliffenen Charaktere machen die Lektüre zu einem großen Vergnügen. Keiner ist nur gut oder nur böse, auch die liebe Helene hat ihre Abgründe. Und dann natürlich die vier Hühner, als da sind die bereits erwähnte Rocky und ihre Schwester Amy, beide aus der amerikanischen Rasse der Amrocks sowie Susi und Heidi, zwei Sundheimer Hühner, badischer Herkunft. Letzteres schlägt sich dem herrlich kolportierten Dialekt nieder.
Geradezu genial die Szenen, in welchen die Hühner mit der Waschbärfamilie verhandeln, damit sie von diesen Jägern nicht gefressen werden. Oder wie sie den Fuchs übertölpeln. Und natürlich wie die vier Hühner schließlich dazu beitragen, dass Helene die größte Schandtat Hildes entdeckt.
Dieser Roman ist so spannend, so unterhaltsam und gleichzeitig berührend und ernsthaft, dass ich ihn nicht aus der Hand legen konnte, sondern ihn binnen weniger Stunden ausgelesen habe. Einzig der Schluss, ganz am Ende, der hat mich ein wenig enttäuscht, das hätte es nicht gebraucht. Aber davon abgesehen ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen. Und ich hoffe sehr auf weitere Bücher aus der Feder von Anne C. Voorhoeve.
Anne C. Voorhoeve - Chicken impossible
emons, Februar 2025
Taschenbuch, 320 Seiten, 14,00 €
Lesezeichenfee
aus Münsterland
5/5
11.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Badisch – nicht schwäbisch!…
Badisch – nicht schwäbisch! Eine tragische Komödie Helene und Hilde sind Schwestern. Ihre Kindheit gestaltete sich nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben. Zum Schluss ihres Lebens wohnen sie zusammen und eine bringt die andere um. Wer wen umgebracht hat, erfährt man erst zum Schluss. Der cozy crime wurde aus der Sicht von Helene, von Hilde und von den Hühnern geschrieben. Dazu gibt es noch Zeitungsausschnitte. Die Idee die Sundheimer Hühner Heidi und Susi im badischen Dialekt reden zu lassen, fand ich sehr humorvoll. Das lockerte das ganze etwas auf. Die Amrockhühner sind irgendwie so ähnlich wie die Schwestern. Rocky ist das Oberhuhn und Amy ihre Schwester. Die Geschichte ist sehr liebevoll geschrieben und wenn man es als Roman sieht, ist das ganze auch ok. Aber als Krimi ist es doch ein wenig langatmig und –weilig. Das ist etwas schade. Man muss schon echt bei der Stange bleiben und schauen, dass man weiterliest. Mein – Lesezeichenfees – Fazit: Da ich nicht ganz davon überzeugt bin, gebe ich 4 Sterne. Wer unterhaltsame, witzige, liebevoll geschriebene Romane mag, und Krimis eher im Hintergrund gut findet, für den ist das ein tolles Buch.
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4/5
30.04.2025
eBook (ePUB)
Dieses Cover…
…entlockte mir so ein Grinsen, dass ich es einfach lesen musste. Ja, auch die Tatsache, dass ich Hühner Liebe tat sein Übriges ;-)
Jedoch entpuppte sich der Krimi eher als Roman.
Roggy, Amrock, das Oberhuhn (aus Ermangelung eines Hahn) erzählt die Geschichte von den Schwestern Helene und Hilde aus Hühnersicht. Ein Nebenerzähler streut Fakten aus der Vergangenheit der Schwestern ein.
Dialekte, eine starke vierköpfige Hühnertruppe und eine „nicht leicht verdaulichen Schwesterngeschichte“ erwartet Sie hier.
Eine ganz besondere Gefühlsmischung wird Sie beim Lesen treffen.
In diesem Sinne und mit fedrigen Lesegrüßen
Ihre Heike Fischer
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