Produktbild: Als sei alles leicht

Als sei alles leicht Roman

2

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.01.2025

Verlag

Mikrotext

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

19,1/11,5/1,5 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948631-58-1

Beschreibung

Rezension

„Die Frauen sind nicht nur den Naturgewalten, sondern auch männlicher Gewalt ausgeliefert, von der sie zwischen den Fronten hin- und hergetrieben werden. Ein beklemmender Text auf gerade einmal 120 Seiten, den Conrad auf Basis der Erzählungen ihrer Mutter geschrieben hat, wie sie im Nachwort berichtet.“
SWR-Bestenliste

„Die sprachliche Eleganz, mit der Conrad die emotionalen Höhen und Tiefen ihrer Figuren einfängt, macht den Roman zu einem literarischen Erlebnis.“
Sibylle Kranich, Badische Neueste Nachrichten

„Der Roman beschreibt die Erfolgsstrategien von Propaganda, die Loslösung von ihr und die Möglichkeit, die Realität anzuerkennen. Vor dem Hintergrund des weltweit erstarkenden Nationalismus kommt er genau zur richtigen Zeit.“
Lucy Müller-Heuser, Berliner Morgenpost

„Als sei alles leicht ist ein kurzer Roman wie eine Skizze, mit wenigen Strichen entstehen auf wenigen Seiten ganze Nachkriegsschicksale vor dem Lesenden, die für das Leben vieler Frauen in dieser Zeit stehen dürften.“
Katharina Herrmann, Kulturgeschwätz

„Eine vielschichtige Erzählung aus den Perspektiven der Frauen, die einen nicht kalt lässt. Dabei wird die Schuldfrage sensibel thematisiert, ohne das Mitgefühl für die Protagonistinnen zu verlieren.“
Henrike Lehmann, ekz Bibliotheksservice

„Ich bin völlig überwältigt… dieses Buch ist einfach unglaublich poetisch, tiefgehend, hart und einfühlsam geschrieben. Puh. Ich habe es in einem Rutsch verschlungen. … Es ist eine Geschichte von Überleben, von mutigem Durchhalten und dem Überwinden von inneren und äußeren Dämonen. Trotz all der Dunkelheit bleibt das Buch auch eine Geschichte der Hoffnung, der Selbstbefreiung und Stärke.“
Antonia von Wissel, Lesefin

„Das Herausragende an Elfi Conrads Roman ist ihre Art des Erzählens. Jede der Frauen hat ihre eigene Perspektive auf das Geschehen und für jede hat sie einen eigenen Ton gefunden.“
Stephanie von Oppen, Lesart / Deutschlandfunk Kultur

„Ein gegenwärtiges Buch, dicht und meisterhaft erzählt.“
Denis Scheck, WDR 3 Mosaik

„Elfi Conrads klare, schlichte Sätze treffen den Ton der Erfahrungsberichte Überlebender, leise, aber voller Kraft, und berühren tief. Die Perspektive verschiebt sich, kommt den Figuren ganz nah und greift dann wieder vor, erinnert uns daran, dass wir Beobachtende aus der Zukunft sind. Es ist wichtiger denn je, dass wir uns vergegenwärtigen, wie einfach Nationen in den Faschismus abrutschen. Aber auch, dass er überwunden werden kann.“
Elisabeth Dietz, Bücher-Magazin

„Elfi Conrad braucht nur wenige, kurze Sätze, um eine vergessen geglaubte Welt zurück in die Gegenwart zu holen."
Anne Rabe

„Elfi Conrad zeigt uns auch in ihrem zweiten Roman wieder komplexe Frauenfiguren in all ihren unterschiedlichen Facetten und lotet dabei ganz unerschrocken die Grenzen zwischen Schuld und Schwäche, Hilflosigkeit und Selbstermächtigung aus. Was für ein Gewinn für die deutschsprachige Literaturlandschaft!"
Magda Birkmann

„Wie durch ein Fernglas blickt Elfi Conrad auf die Vergangenheit und zeigt uns die Kerben und das vernarbte Gewebe dessen, was wir unsere Geschichte nennen."
Renatus Deckert

„Sie hat es also schon wieder getan, der Geschichte die Haut vom Leib gezogen. Elfi Conrad zeigt uns, was wir verschweigen, wenn wir Zahlen nennen und Fakten. Zeigt uns, wie all das Gestern in uns noch immer zuckt und lebt und mit uns ringt."
Sarah Raich


Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.01.2025

Verlag

Mikrotext

Seitenzahl

120

Maße (L/B/H)

19,1/11,5/1,5 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948631-58-1

Herstelleradresse

Mikrotext
Thiemannstraße 1
12059 Berlin
DE

Email: info@mikrotext.de

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Fluchtgeschichte

Johanna aus München am 09.02.2025

Bewertungsnummer: 2407829

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Fluchtgeschichte. 115 Seiten, die unter die Haut gehen. Ein Weg, den auch meine Mutter 1945 gegangen ist: von Polen über die Tschechei nach Bayern. Zu Fuß, mit dem Zug. Die Angst vor den Russen, den Bomben und den Männern. Der Tausch von Zigaretten gegen Essen. Die Abwehr der Einheimischen gegen die „Flüchtlinge“ bei der Ankunft. Es geht um drei Frauen und ein Baby. Elfi Conrad erzählt aus wechselnder Perspektive von der gemeinsamen Flucht von Mutter Margarete, Tochter Katharina, Tochter Ursula und deren neugeborenem Baby Dora. Ja, sogar aus der von Dora: „Die Geräusche des Zuges, die Kälte im offenen Viehwagen – ihre Mutter wird den Güterwagen des Zuges so nennen, wenn sie ihr später immer wieder von der Flucht erzählt.“ Die Geschichte beginnt im letzten Kriegswinter. Die Frauen haben ihr Haus in Niederschlesien verlassen müssen und sind in der Tschechei in einem Flüchtlingslager gelandet. Es herrschen Gewalt, Schmutz, Gestank, Enge, Krankheiten. Die Frauen haben Angst vor den sexuellen Übergriffen der tschechischen Bewacher. Und natürlich ist da gleichzeitig die Sehnsucht nach Wärme, Liebe, einem Zuhause. Der Fanatismus, mit dem Ursula ihren Führer angebetet hat, schlägt in Wut und Trauer um. Was muss sie preisgeben, um Fahrkarten für einen Zug über die deutsche Grenze zu bekommen? Wie viel Würde und körperliche Unversehrtheit muss sie verlieren, um ihr Baby, ihre Schwester, ihre Mutter am Leben zu erhalten? Die Ängste, Zumutungen, Übergriffe sind auch in Deutschland dann nicht zu Ende. „Die Dörfer hinter Waidhaus quellen über vor Gestrandeten aus dem Osten. Das Wort „Flüchtling“ hat einen bösen Klang. Es klingt nach „Untermensch, Asozialer, Fremdrassiger“. Wörter, die plötzlich grausam wirken. Jetzt sind sie die Ausgestoßenen und die anderen die, die nichts mit ihnen zu tun haben wollen. Die sich als die Besseren dünken. Weil sie noch ihren Besitz haben, sei er auch noch so klein.“ Im Frühjahr 1945 erleben sie noch einen Bombenangriff auf Würzburg, bevor sie zu einer entfernten Verwandten in den Harz gelangen. Dass alle vier überleben, wird schnell klar. Doch darum geht es nicht. Conrad zeichnet eindrückliche Frauenfiguren, denen man ihre körperlichen und seelischen Qualen abnimmt. Sie stützt sich dabei auf die Erinnerungen ihrer Mutter. Der kleine Roman ist nicht rührselig, sondern anrührend. Knapp und treffend. „Als ob alles leicht sei. Als ob es den Krieg nicht gäbe. Als ob es den Hunger nicht gäbe. Als ob es die Kälte nicht gäbe und das ewige Frieren. Als ob es die Angst nicht gäbe.“ Sehr empfehlenswert. Die Fortsetzung der Geschichte: Elfi Conrads Roman „Schneeflocken wie Feuer“. Andere sehr lange nachhallende Geschichten rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gibt es in den Romanen von Ralf Rothmann.

Fluchtgeschichte

Johanna aus München am 09.02.2025
Bewertungsnummer: 2407829
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Fluchtgeschichte. 115 Seiten, die unter die Haut gehen. Ein Weg, den auch meine Mutter 1945 gegangen ist: von Polen über die Tschechei nach Bayern. Zu Fuß, mit dem Zug. Die Angst vor den Russen, den Bomben und den Männern. Der Tausch von Zigaretten gegen Essen. Die Abwehr der Einheimischen gegen die „Flüchtlinge“ bei der Ankunft. Es geht um drei Frauen und ein Baby. Elfi Conrad erzählt aus wechselnder Perspektive von der gemeinsamen Flucht von Mutter Margarete, Tochter Katharina, Tochter Ursula und deren neugeborenem Baby Dora. Ja, sogar aus der von Dora: „Die Geräusche des Zuges, die Kälte im offenen Viehwagen – ihre Mutter wird den Güterwagen des Zuges so nennen, wenn sie ihr später immer wieder von der Flucht erzählt.“ Die Geschichte beginnt im letzten Kriegswinter. Die Frauen haben ihr Haus in Niederschlesien verlassen müssen und sind in der Tschechei in einem Flüchtlingslager gelandet. Es herrschen Gewalt, Schmutz, Gestank, Enge, Krankheiten. Die Frauen haben Angst vor den sexuellen Übergriffen der tschechischen Bewacher. Und natürlich ist da gleichzeitig die Sehnsucht nach Wärme, Liebe, einem Zuhause. Der Fanatismus, mit dem Ursula ihren Führer angebetet hat, schlägt in Wut und Trauer um. Was muss sie preisgeben, um Fahrkarten für einen Zug über die deutsche Grenze zu bekommen? Wie viel Würde und körperliche Unversehrtheit muss sie verlieren, um ihr Baby, ihre Schwester, ihre Mutter am Leben zu erhalten? Die Ängste, Zumutungen, Übergriffe sind auch in Deutschland dann nicht zu Ende. „Die Dörfer hinter Waidhaus quellen über vor Gestrandeten aus dem Osten. Das Wort „Flüchtling“ hat einen bösen Klang. Es klingt nach „Untermensch, Asozialer, Fremdrassiger“. Wörter, die plötzlich grausam wirken. Jetzt sind sie die Ausgestoßenen und die anderen die, die nichts mit ihnen zu tun haben wollen. Die sich als die Besseren dünken. Weil sie noch ihren Besitz haben, sei er auch noch so klein.“ Im Frühjahr 1945 erleben sie noch einen Bombenangriff auf Würzburg, bevor sie zu einer entfernten Verwandten in den Harz gelangen. Dass alle vier überleben, wird schnell klar. Doch darum geht es nicht. Conrad zeichnet eindrückliche Frauenfiguren, denen man ihre körperlichen und seelischen Qualen abnimmt. Sie stützt sich dabei auf die Erinnerungen ihrer Mutter. Der kleine Roman ist nicht rührselig, sondern anrührend. Knapp und treffend. „Als ob alles leicht sei. Als ob es den Krieg nicht gäbe. Als ob es den Hunger nicht gäbe. Als ob es die Kälte nicht gäbe und das ewige Frieren. Als ob es die Angst nicht gäbe.“ Sehr empfehlenswert. Die Fortsetzung der Geschichte: Elfi Conrads Roman „Schneeflocken wie Feuer“. Andere sehr lange nachhallende Geschichten rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland gibt es in den Romanen von Ralf Rothmann.

Erinnerungskultur wie sie sein sollte!

Bewertung am 29.01.2025

Bewertungsnummer: 2398531

Bewertet: eBook (ePUB)

Konnte nicht aufhören zu lesen, nachdem ich angefangen hatte. Endlich haben die Gefühle, die ich bei meiner Großmutter als Kind erspüren konnte, erklärende Worte und Bilder bekommen. Leider hatte meine Großmutter keine Worte finden können, so dass ich nur winzige Bruchstücke ihrer Flucht-Geschichte kenne; wohl aber ihre lange noch anhaltenden Ängste und ihre Sehnsucht nach Heimat spüren konnte. Die Geschichte und die Bilder, die in diesem Buch vermittelt werden, waren mir eine erkenntnisreiche Hilfe.

Erinnerungskultur wie sie sein sollte!

Bewertung am 29.01.2025
Bewertungsnummer: 2398531
Bewertet: eBook (ePUB)

Konnte nicht aufhören zu lesen, nachdem ich angefangen hatte. Endlich haben die Gefühle, die ich bei meiner Großmutter als Kind erspüren konnte, erklärende Worte und Bilder bekommen. Leider hatte meine Großmutter keine Worte finden können, so dass ich nur winzige Bruchstücke ihrer Flucht-Geschichte kenne; wohl aber ihre lange noch anhaltenden Ängste und ihre Sehnsucht nach Heimat spüren konnte. Die Geschichte und die Bilder, die in diesem Buch vermittelt werden, waren mir eine erkenntnisreiche Hilfe.

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