Paris, 1780er Jahre: Die junge Auftragsmörderin Germaine ist wenig begeistert, als sie auf eine Mission geschickt wird. Ausgerechnet mit dem Schlitzohr und Magier Miłosz Lepiński, den sie eigentlich nie wieder sehen wollte. Auf dem Schloss von Germaines Vater, das in der Bretagne liegt, sollen die beiden ein magisch begabtes Kind beschützen. Ein gefährliches Unterfangen, denn Magie wird in Frankreich verfolgt. Zwischen flackerndem Kaminfeuer und kargen Bauernhütten kommen die beiden einander langsam näher. Doch die Schicksale der Auftragsmörderin und des Magiers sind enger miteinander verknüpft als gedacht – und Miłosz spielt nicht mit offenen Karten ...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Es begab sich vor langer Zeit, etwa um das Jahr 1780 herum. Da lebten in der Hauptstadt des französischen Reiches zwei Menschen, die einander spinnefeind waren. Zum einen der Junker Miłosz Lepiński, der die Profession eines Magiers unterhielt. Diese musste er im Untergrund ausüben, denn diejenigen, die der Magie mächtig waren, wurden von der französischen Polizei dazumal, der Maréchaussée, sträflich verfolgt. Miłosz war ein Vicomte aus den polnischen Königslanden.
Zum anderen war da die Maid Germaine de Saint-Nazaire. Auch sie war von adeligem Geblüt, eine Comtesse gar. Sie zählte gerade einmal 23 Lenze, hatte aber schon viele arme Seelen auf dem Gewissen. Das lag an ihrem gar unüblichen Broterwerb - sie wurde bezahlt, um Menschen ins Jenseits zu befördern. Die beiden Leute hatten gar schon viel erlebt in ihrem jungen Leben, doch nun mussten sie miteinander eine Reise antreten, die ihrer beiden Dasein für immer verändern sollte. Diese wunderschöne winterliche Mär erzählt euch die ehrenwerte Schriftgelehrte Jennifer Pfalzgraf in ihrem Buche “Das verwinterte Herz”.
Und ich erzähle euch jetzt, wie ich diese “Mär” so fand. Zuallererst muss ich sagen, dass in diesem kurzen Werk von 218 Seiten, das die Autorin als “Dark Fantasy Novelle” bezeichnet, kein Wort zu viel oder zu wenig ist. Eine eingängige Prosa, die das Wichtige erzählt, das Unwichtige ausspart und trotzdem nicht mit einem detaillierten Setting und einer einnehmenden winterlichen Atmosphäre geizt. “En point” könnte man passend zum französischen Handlungsort wahrheitsgemäß sagen. Neben der wirklich märchenhaften Liebesgeschichte, die den roten Faden der Erzählung bildet, lebt diese von ihren beiden hervorragend ausgearbeiteten Protagonist*innen Germaine und Miłosz. Ich habe selten “lebensechtere” Charaktere kennenlernen dürfen, die sich beim Lesen förmlich materialisieren und lebendig werden. Ich habe das Geplänkel und den gewitzten Schlagabtausch der beiden sehr genossen. Ebenso das Gefühl, wie langsam aber sicher die Liebe zwischen den Seiten emporsteigt wie der winterliche Morgennebel über dem Meer bei Nantes, dem letzten Schauplatz der Novelle. Der metaphorische Überbau und die literarischen Querverweise überzeugen auf ganzer Linie. Ich bin wirklich beeindruckt, wie viel schriftstellerische Könnerschaft im Selfpublishing möglich ist. Schön und wichtig finde ich auch die Content Notes/Triggerwarnungen am Ende des Buches. Ich habe dennoch zwei kleine Kritikpunkte: Erstens hätte ich mir gewünscht, dass das Buch tatsächlich noch länger gewesen wäre. Das Ende huschte etwas zu schnell herbei und ich hätte Germaine und Miłosz gerne noch viel ausführlicher begleitet. Ich weiß aber auch, dass die Autorin das Buch bewusst als Novelle konzipiert hat, um sich von Fantasy-Epen abzuheben und aus rein pragmatischen Gründen des Büchermachens und des Vertriebs.
Zweitens fand ich es nicht allzu "dark". Ich hätte es vielleicht eher als eine “Historical Fantasy Novelle” statt “Dark Fantasy” bezeichnet. Die Autorin erklärt es aber damit, dass in Dark Fantasy eben Dinge vorkommen, die sensible Leser*innen abschrecken könnten wie z.B. Gewalt, Mord/Tod oder die Verfolgung von Andersdenkenden. Deshalb auch die Content Notes.
Allen Leser*innen, die “aus ihrem Herzen keine Mördergrube machen”, sei dieses magische, warmherzige, aber stellenweise auch düstere Werk - trotz seiner Kürze und dem meiner Meinung nach nicht ganz so dunklen Dark - wärmstens an selbiges gelegt.
Ein modernes und düsteres Fantasy-Abenteuer!
Bewertung aus Berlin am 03.01.2025
Bewertungsnummer: 2377642
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Das verwinterte Herz“ von Jennifer Pfalzgraf ist ein modernes Fantasy-Abenteuer, das mit seinem tollen Cover sofort ins Auge fällt. Der Klappentext weckt die Neugier und verspricht eine spannende Geschichte.
Die Autorin verbindet märchenhafte Elemente mit einer modernen Sprache, einschließlich der Verwendung von Gender-Sternchen. Das mag anfangs ungewohnt sein, fügt sich aber letztlich stimmig in die Erzählung ein.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen Germaine, eine junge Auftragskillerin, und der Magier Milosz. Ihre vielschichtige Beziehung ist gleichermaßen von Anziehung und Misstrauen geprägt. Diese Dynamik sorgt für anhaltende Spannung, während die Protagonist*innen aufeinander angewiesen sind, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Am Zielort angekommen, überrascht die Geschichte mit einer unerwarteten Wendung.
Die Geschichte war so packend, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe!
Die Autorin hat eine düstere und winterkalte Atmosphäre erschaffen, und verknüpft gekonnt mittelalterliche Fantasy-Elemente mit Feminismus.
Das Buch hätte für mich gerne etwas länger sein dürfen, um noch tiefer in die Handlung und die Charaktere einzutauchen. Gerade gegen Ende fühlte sich die Entwicklung etwas zu schnell an – aber das ist reine Geschmackssache.
Insgesamt ist „Das verwinterte Herz“ ein fesselndes und absolut empfehlenswertes Leseerlebnis, das Fantasy-Fans begeistern wird!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.