Produktbild: Kumari

Kumari Roman

14

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Septime Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

19,9/13/2,2 cm

Gewicht

336 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99120-059-8

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Septime Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

19,9/13/2,2 cm

Gewicht

336 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99120-059-8

Herstelleradresse

Septime Verlag e.U.
Johannagasse 15-17/18
1050 Wien
AT

Email: office@septime-verlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    23.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kindgöttin

    Nepal, 2001. es sind die Dasain-Festtage und das Land ist im Umbruch, die Maoisten finden immer mehr Zuspruch, der König ist nervös. Auch sein Sohn sympathisiert mit den Rebellen und sehnt sich nach einem Umbruch. Eine junge Rebellin findet den Weg nach Kathmandu und leider auch ihren Tod. All das beobachtet Kumari von ihrem Thron aus mit ihrem dritten Auge, bis schließlich das Unausweichliche eintritt, die Göttin verlässt sie und sie wird wieder zu einem normalen Menschen. Ich bin nachhaltig beeindruckt von diesem Roman. Er ist sehr nüchtern geschrieben und doch haben mich die beiden letzten Abschnitte in ihren Bann gezogen. Ich war im Jahr 2001 noch sehr jung und habe mich im verlauf des Romans im Internet recherchiert. Das Dasain-Fest kannte ich etwas, aber dass die Opferungen so grausam sind… und dass das alles von einem Kind begutachtet wird, das war mir neu. Für mich absolut unvorstellbar. Den Schreibstil fand ich stellenweise sehr anstrengend, aber hat voll und ganz zum Roman gepasst. Man muss sich tatsächlich recht konzentrieren und es ist keine Lektüre für zwischendurch.

  • Bewertung

    5/5

    05.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Echte Geschichte spannend verpackt!

    Ach Nepal und König.. da war doch mal was oder ? Das schöne Cover hat mein Interesse geweckt und bereits der Klappentext hat mir deutlich gemacht, wie wenig man doch über diese Welt weiß. Ich wollte unbedingt mehr erfahren über die Religionen, Lebensumstände und Herrschaften-und wurde nicht enttäuscht! Die Kumari ist eine Göttin in einem Mädchenkörper, solange bis sie blutet. Selbst der König muss jährlich seinen Segen bei ihr einholen. Im Jahr 2001 kam aber alles anders.. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kumari beschrieben, da sie alle im Auge behalten kann und somit auch alles weiß. Dabei wechselt die Perspektive vom Tempel zum Palast bis raus in die Ferne. Dort kämpft sich die 15 Jährige Rupa Rana, eine Maoistin, als Rebellin ihren Weg voran bis nach Kathmandu zum Palast. Außerdem hat Kumari den Kronprinz Dipendra im Blick. Dieser ist die meiste Zeit gar nicht im Lande, sondern reist viel umher, feiert und nimmt es auch sonst nicht so mit Traditionen und adeligen Pflichten. Auch er sympatisiert mit kommunistischen Ideologien.. Zuletzt erzählt die Göttin noch von Erlebnissen aus dem Tempel, von Riten, Religionen oder Bräuchen. Alles zusammen ist diese wahre Geschichte sehr gut ausgeschmückt mit den Ideen des Autors. Meiner Meinung nach sollte man sich Zeit nehmen und in Ruhe lesen. Ich habe versucht mir die Riten und Namen gut einzuprägen und zu merken. Es ist sehr spannend, nicht zuletzt weil es (für uns Europäer?) So unbekannt ist. Ein sehr interessantes Buch über viel Unbekanntes und sehr lehrreich. Verpackt in eine spannende Geschichte über Monarchie und Religion. Ich möchte nun unbedingt mehr lernen über Nepal

  • Rosi

    aus Neuendettelsau

    5/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Leber einer Kindgöttin

    MEINE MEINUNG Das Buch beginnt im Oktober 2001 in Kathmandu, in Nepal. Man liest hier von der Kindgöttin, die hoch verehrt wird und zu der viele Gläubige pilgern um ihren Segen zu erhalten. Sie wird im zarten Alter von 2-4 Jahren ins Amt gehoben und es müssen sehr viele Anforderungen erfüllt werden. Sie wird dann von den Eltern genommen und kommt in den Tempel, erst wenn sie ihre erste Menstruation bekommt, darf sie den Tempel wieder verlassen. Dann bekommt sie eine hohe Rente um die versäumte Schulbildung eventuell nachzuholen. Es findet das wichtigste Fest der Nepalesen statt; das Dasain Fest. Zu diesem hohen Fest kehrt der Kronprinz Dispendra nach einem Jahr Abwesenheit in die Heimat zurück. Dieses Fest will er zu Hause feiert, so wie es sich gehört. Doch der Kronprinz hat sich inzwischen verändert. Er hat die Lehren von Mao Tsetung kennengelernt und er ist diesen nicht abgeneigt. Inzwischen waren auch in Nepal Maoisten unterwegs, denn sie wollten den König sterben sehen. Der König fürchtet um die Thronfolge, weil sein Sohn so selten da ist. Was der Vater bisher nicht weiß, auch Dispendra trägt das verbotene Rote Buch von Mao Tsetung bei sich. Dieses Buch offenbart uns sehr viel von dem Brauchtum um genau diese Kumari, die Kindgöttin. Was man hier liest, hinterlässt bei mir ein seltsames Gefühl. Das Kind wird aus der Familie geholt und wächst ohne seine Eltern auf. Da fragt man sich, was aus diesem Kind wird, wenn es keine Göttin mehr ist. Es kennt doch die Eltern überhaupt nicht und hat keinerlei Bezug, eine schwierige Situation. Aber das sind die Bräuche, die in fernen Ländern noch sehr extrem ausgelebt werden. Der Autor hat dieses Buch so verfasst, das wir alles aus der Sicht der Göttin erzählt bekommen. Sie erzählt uns auch von ihren seherischen Fähigkeiten, die sie Dank der Götter hat. Denn sie stellt ja nur ihren Körper für die Götter zur Verfügung. Sie wird behütet und vor allem Unheil ferngehalten, denn sie darf nicht bluten. Sobald sie menstruiert, wird sie wieder zum normalen Mädchen und darf gehen. Der Autor hat hier sehr viel recherchiert, aber auch viel mit seinen Worten ausgeschmückt. Das Gesamtwerk ist dann für uns eine interessante und auch spannende Geschichte, in der man sieht, wie unterschiedlich eine Monarchie gesehen wird. Ich habe diese Geschichte genossen und habe sie gerne gelesen, denn sie enthält ja auch einen großen Teil an wahrem und das war für mich doch auch sehr lehrreich. Es hat mich emotional schon sehr ergriffen, als das Mädchen plötzlich keine Kumari mehr war und plötzlich so alleine dastand ohne zu wissen wohin sie nun sollte. Das stimmt einen beim lesen schon etwas traurig und hinterlässt einen sehr nachdenklich. Ich vergebe für dieses wundervolle Buch dann auch die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Dieses Buch ist wirklich sehr interessant und wer mehr über Nepal und seine Bräuche lesen möchte, der sollte sich dieses Buch unbedingt besorgen.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    03.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nepalesischer Geschichtsunterr…

    Nepalesischer Geschichtsunterricht in einem packenden Roman rund um die Kindgöttin Kumari! Ein wunderbares Leseerlebnis! Was wissen wir alles über Nepal? Geschichte, Religion, Politik? Sehnsuchtsort für viele Menschen am Fuße des Daches der Welt. Das Land stand 2001vor einem Bürgerkrieg. Maoisten wollten die Herrschaft des Königshauses stürzen. Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass am 1. Juni 2001 der Kronprinz Dipendra sein Land von der Monarchie befreien wollte und metzelte neun Mitglieder des Königshaues, darunter Vater und Mutter, dahin und richtete sich selbst. Soweit der historisch-politische Hintergrund. Warum es so kam, und was vielleicht dahinter steckte, erzählt uns der Autor in einem sehr spannenden, und hervorragend recherchierten Roman. Die titelgebende Kumari ist die wiedergeborene Schutzgöttin Taleju. Sie sieht alles, hört alles, weiß alles. Als Kleinkind, wenn die 32 Merkmale passen, vom Hohepriester aus der Bevölkerung Kathmandus ausgesucht, hat das Mädchen dieses Amt bis zu ihrer ersten Regelblutung inne. Mehr oder weniger eingesperrt, verdammt jeden Tag die Rituale auszuüben, ohne Schulbildung, wird sie danach mit einer kleinen Rente abgespeist und aus dem Tempel geworfen (pervers in meinen Augen). Aber sie beklagt sich nicht. Sie erzählt uns, was sie sieht. Über sich selber und die nepalesische Götterwelt, über das Herrscherhaus, über Dipendra und seine Beweggründe. Und über Rupa Rana – eine fünfzehnjährige Rebellin, glühende Maoistin. Sie und ihre Mitstreiter*innen wollen Nepal umkrempeln. Sie wollen, der Lehre von Mao Tse Tung folgend, das Land dem Volk geben. All das spielt sich rund um das Dasain-Fest ab. Es ist ein äußerst blutiges Opferfest (TW: es bedarf eines guten Magens bei der Lektüre). Denn Blut bestimmt nicht nur das Schicksal der Kumari … Der Roman liest sich spannend vom Anfang bis zum Ende wie ein historischer Schinken epochalen Ausmaßes. Philip Krömer versteht es hier perfekt, die harten Fakten mit Fiktion zu vermischen. Er lässt ein ziemlich umfassendes Bild über Nepal entstehen – und das mit wenigen Worten auf gerade mal 220 Seiten. Man erkennt auf unterhaltsame Weise, wie und warum Religion (oder Mythologie) und Staat derart eng miteinander verschränkt sind. Das Buch regt stark zum Nachdenken an. Auf der einen Seit der religiöse Wahnsinn, auf der anderen Seite die bedingungslose Aufgabe des Individuums im Maoismus, und nebenbei das Festhalten an feudalen Strukturen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Unterdrückung. Und genau die „Macht“ ist Triebfeder für jedes Handeln, ohne Rücksicht auf den Einzelnen. Jede*r ist nur ein Zahnrad im Getriebe des Machterhalts, egal in welcher Maschinerie sich diese Räder drehen. Im Falle der Kumari ist es ein unschuldiges Mädchen, welches die Rituale des Blutes aufrechterhalten muss, sowie ein armes Mädchen aus der Provinz, das für ein größeres Etwas eingespannt wird. Für mich war die Geschichte komplettes Neuland – und umso tiefer bin ich zwischen die Zeilen gefallen. Gerne gebe ich eine ganz große Leseempfehlung für diesen tief schürfenden und nachdenklich machenden Roman, gespickt mit spannender Fiktion und harten Tatsachen. Herrlich erzählt, ohne viele Ausschweifungen. Chapeau!

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    03.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nepalesischer Geschichtsunterricht in einem packenden Roman rund um die Kindgöttin Kumari! Ein wunderbares Leseerlebnis!

    Was wissen wir alles über Nepal? Geschichte, Religion, Politik? Sehnsuchtsort für viele Menschen am Fuße des Daches der Welt. Das Land stand 2001vor einem Bürgerkrieg. Maoisten wollten die Herrschaft des Königshauses stürzen. Ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass am 1. Juni 2001 der Kronprinz Dipendra sein Land von der Monarchie befreien wollte und metzelte neun Mitglieder des Königshaues, darunter Vater und Mutter, dahin und richtete sich selbst. Soweit der historisch-politische Hintergrund. Warum es so kam, und was vielleicht dahinter steckte, erzählt uns der Autor in einem sehr spannenden, und hervorragend recherchierten Roman. Die titelgebende Kumari ist die wiedergeborene Schutzgöttin Taleju. Sie sieht alles, hört alles, weiß alles. Als Kleinkind, wenn die 32 Merkmale passen, vom Hohepriester aus der Bevölkerung Kathmandus ausgesucht, hat das Mädchen dieses Amt bis zu ihrer ersten Regelblutung inne. Mehr oder weniger eingesperrt, verdammt jeden Tag die Rituale auszuüben, ohne Schulbildung, wird sie danach mit einer kleinen Rente abgespeist und aus dem Tempel geworfen (pervers in meinen Augen). Aber sie beklagt sich nicht. Sie erzählt uns, was sie sieht. Über sich selber und die nepalesische Götterwelt, über das Herrscherhaus, über Dipendra und seine Beweggründe. Und über Rupa Rana – eine fünfzehnjährige Rebellin, glühende Maoistin. Sie und ihre Mitstreiter*innen wollen Nepal umkrempeln. Sie wollen, der Lehre von Mao Tse Tung folgend, das Land dem Volk geben. All das spielt sich rund um das Dasain-Fest ab. Es ist ein äußerst blutiges Opferfest (TW: es bedarf eines guten Magens bei der Lektüre). Denn Blut bestimmt nicht nur das Schicksal der Kumari … Der Roman liest sich spannend vom Anfang bis zum Ende wie ein historischer Schinken epochalen Ausmaßes. Philip Krömer versteht es hier perfekt, die harten Fakten mit Fiktion zu vermischen. Er lässt ein ziemlich umfassendes Bild über Nepal entstehen – und das mit wenigen Worten auf gerade mal 220 Seiten. Man erkennt auf unterhaltsame Weise, wie und warum Religion (oder Mythologie) und Staat derart eng miteinander verschränkt sind. Das Buch regt stark zum Nachdenken an. Auf der einen Seit der religiöse Wahnsinn, auf der anderen Seite die bedingungslose Aufgabe des Individuums im Maoismus, und nebenbei das Festhalten an feudalen Strukturen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Unterdrückung. Und genau die „Macht“ ist Triebfeder für jedes Handeln, ohne Rücksicht auf den Einzelnen. Jede*r ist nur ein Zahnrad im Getriebe des Machterhalts, egal in welcher Maschinerie sich diese Räder drehen. Im Falle der Kumari ist es ein unschuldiges Mädchen, welches die Rituale des Blutes aufrechterhalten muss, sowie ein armes Mädchen aus der Provinz, das für ein größeres Etwas eingespannt wird. Für mich war die Geschichte komplettes Neuland – und umso tiefer bin ich zwischen die Zeilen gefallen. Gerne gebe ich eine ganz große Leseempfehlung für diesen tief schürfenden und nachdenklich machenden Roman, gespickt mit spannender Fiktion und harten Tatsachen. Herrlich erzählt, ohne viele Ausschweifungen. Chapeau!

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