Produktbild: Reservoir Bitches

Reservoir Bitches Roman in Storys. Nominiert für den International Booker Prize

5

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.03.2025

Verlag

CulturBooks Verlag

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

20,7/13/2,3 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Perras de Reserva

Übersetzt von

Johanna Malcher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95988-245-3

Beschreibung

Rezension

»Dieses harte und faszinierende Buch beschreibt auf wahrhaftige und schonungslose Weise die vielschichtige Wirklichkeit junger Frauen in Mexiko.« (El País)

»Dahlia de la Cerda scheut sich nicht, die raue Schattenseite Mexikos zu porträtieren, aber sie würzt ihre gallige Gesellschaftskritik mit einer großen Prise schwarzen Humor« (The Big Issue).

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.03.2025

Verlag

CulturBooks Verlag

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

20,7/13/2,3 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Schwarz / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Perras de Reserva

Übersetzt von

Johanna Malcher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95988-245-3

Herstelleradresse

CulturBooks Verlag
Gärtnerstraße 122
20253 Hamburg
DE

Email: info@culturbooks.de

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  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    25.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mexikanische Einblicke In…

    Mexikanische Einblicke In „Reservoir Bitches“ blickt Dahlia de la Cerda auf Mexiko, auf den dortigen Machismo und auf die Frauen von Mexiko. Es sind Erzählungen, andererseits wieder sind es keine Erzählungen, denn diese Erzählungen greifen teilweise ineinander ein. Charaktere kehren wieder, verbinden manche Erzählungen und machen dadurch die Erzählungen romanhafter, die Erzählungen verdichten sich in Richtung eines Episodenromans. Durch diese Verbindungen innerhalb der Erzählungen verdichtet sich für mich auch die Handlung, alles wird irgendwie noch intensiver. Wenn man dies so sagen kann, denn thematisch ist das Beschriebene schon intensiv genug. Es geht um weibliches Leben, weibliches Erleben in einem vom Patriarchat förmlich verschlungenen Land. Es geht um die Frauen eines Landes, in dem Frauenrechte neu geschrieben werden müssen. Es geht um ein Land, in dem sich Frauen formieren und um ihre Rechte kämpfen, es geht um ein Land, in dem gerade eine feministische Revolte stattfindet. In dieses Bild passt das Buch der mexikanischen Autorin perfekt. Außerdem ist Dahlia de la Cerda Mitbegründerin der feministischen Organisation Morras Help Morras. Übrigens eine Organisation von vielen. In dem großen Land Mexiko ist das keine Überraschung, denn die Frauen des Landes werden nicht nur in der Hauptstadt, sondern in fast allen Bundesstaaten des Landes aufbegehren. Das Patriarchat, der Machismo, die organisierte Kriminalität, die in vielerlei Hinsicht in die Strukturen des Landes eingesickert ist, sind natürlich an ihrem Machterhalt, an ihrem weiter bestehenden Geldfluss interessiert. Inwieweit die Kirchen des Landes an einem Bestehen der bisherigen Ordnung festhalten, kann ich nicht sagen. Allerdings verbinde ich hier meine Vermutungen. Denn Konservative und Kirchen sind ja oft miteinander verbunden. Allerdings gewinnen Frauen in Mexiko an Macht, besetzen Stellen in der Politik, in der Öffentlichkeit, bringen Veränderungen, gewinnen Stimmen. Weibliche Stimmen. Denn wir sind die Hälfte der Bevölkerung. In Mexiko. Und auch an allen anderen Orten der Welt. Das sollte das Patriarchat nie vergessen. Dies vergisst es auch nicht. Denn es ist an seinem Machterhalt interessiert und versucht natürlich Neuerungen zu be- und verhindern. In Mexiko und auch sonst überall. Was „Reservoir Bitches“ so intensiv macht, ist die geschilderte Gewalt an den weiblichen Charakteren. „Reservoir Bitches“ ist traurig, ist düster. Dennoch ist es auch voller Hoffnung. Denn die Frauen in den Erzählungen erscheinen wehrhafter, als man dies in einem Land des Machismo vermuten könnte. Wie auch das Beschriebene in einer jungen Sprache geschrieben ist, die die 1985 geborene Dahlia de la Cerda wunderbar benutzt und damit auch die Veränderung im Zeitgeist in Mexiko darlegt. „Reservoir Bitches“ ist kein einfach zu lesendes Buch. Es ist kein sonniges Buch. Aber es ist ein wichtiges Buch. Denn Information und Blicke über den Tellerrand hinaus waren ja noch nie Fehler. Und das Wissen um das weibliche Aufbegehren in vielen Teilen der Welt ist eine gute Information. Das Wissen um die Taten des Patriarchats ist ebenso essentiell. Denn diese rückwärtsgewandten Kräfte formieren sich ja momentan in vielen Teilen der Erde, sie vernetzen sich, wollen eine Umstrukturierung, wollen die Macht bei sich wissen und damit auch das Geld. Gilead is coming. Das sollten wir wissen. Denn wie weit sind die Frauen der Erde von mexikanischen Verhältnissen entfernt? Eine Frage, die weh tut. Ich weiß. Aber wie weit ist die Frage von der Realität entfernt, wenn auch bei uns eine Partei so viele Stimmen bekommt, die ganz offen Frauenrechte beschneiden will und unseren Platz am Herd und in der Mutterschaft sieht. Nicht etwa im Job. Nein. Und solche Sichten in Zeiten, in denen es immer mehr an einer arbeitenden Bevölkerung fehlt. Da fragt frau sich schon, was soll das? Gilead winkt da fröhlich um die Ecke. Lest „Reservoir Bitches“, es ist richtig gut. Es ist spannend geschrieben und es ist voller Kraft. Es ist voller Information! Informationen, die berühren, die unsagbar wütend machen, aber ebenso sind es auch Informationen, die wach rütteln, die wach rütteln können. Wenn mensch es zulässt.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mexikanische Einblicke

    In „Reservoir Bitches“ blickt Dahlia de la Cerda auf Mexiko, auf den dortigen Machismo und auf die Frauen von Mexiko. Es sind Erzählungen, andererseits wieder sind es keine Erzählungen, denn diese Erzählungen greifen teilweise ineinander ein. Charaktere kehren wieder, verbinden manche Erzählungen und machen dadurch die Erzählungen romanhafter, die Erzählungen verdichten sich in Richtung eines Episodenromans. Durch diese Verbindungen innerhalb der Erzählungen verdichtet sich für mich auch die Handlung, alles wird irgendwie noch intensiver. Wenn man dies so sagen kann, denn thematisch ist das Beschriebene schon intensiv genug. Es geht um weibliches Leben, weibliches Erleben in einem vom Patriarchat förmlich verschlungenen Land. Es geht um die Frauen eines Landes, in dem Frauenrechte neu geschrieben werden müssen. Es geht um ein Land, in dem sich Frauen formieren und um ihre Rechte kämpfen, es geht um ein Land, in dem gerade eine feministische Revolte stattfindet. In dieses Bild passt das Buch der mexikanischen Autorin perfekt. Außerdem ist Dahlia de la Cerda Mitbegründerin der feministischen Organisation Morras Help Morras. Übrigens eine Organisation von vielen. In dem großen Land Mexiko ist das keine Überraschung, denn die Frauen des Landes werden nicht nur in der Hauptstadt, sondern in fast allen Bundesstaaten des Landes aufbegehren. Das Patriarchat, der Machismo, die organisierte Kriminalität, die in vielerlei Hinsicht in die Strukturen des Landes eingesickert ist, sind natürlich an ihrem Machterhalt, an ihrem weiter bestehenden Geldfluss interessiert. Inwieweit die Kirchen des Landes an einem Bestehen der bisherigen Ordnung festhalten, kann ich nicht sagen. Allerdings verbinde ich hier meine Vermutungen. Denn Konservative und Kirchen sind ja oft miteinander verbunden.  Allerdings gewinnen Frauen in Mexiko an Macht, besetzen Stellen in der Politik, in der Öffentlichkeit, bringen Veränderungen, gewinnen Stimmen. Weibliche Stimmen. Denn wir sind die Hälfte der Bevölkerung. In Mexiko. Und auch an allen anderen Orten der Welt. Das sollte das Patriarchat nie vergessen. Dies vergisst es auch nicht. Denn es ist an seinem Machterhalt interessiert und versucht natürlich Neuerungen zu be- und verhindern. In Mexiko und auch sonst überall. Was „Reservoir Bitches“ so intensiv macht, ist die geschilderte Gewalt an den weiblichen Charakteren. „Reservoir Bitches“ ist traurig, ist düster. Dennoch ist es auch voller Hoffnung. Denn die Frauen in den Erzählungen erscheinen wehrhafter, als man dies in einem Land des Machismo vermuten könnte. Wie auch das Beschriebene in einer jungen Sprache geschrieben ist, die die 1985 geborene Dahlia de la Cerda wunderbar benutzt und damit auch die Veränderung im Zeitgeist in Mexiko darlegt.  „Reservoir Bitches“ ist kein einfach zu lesendes Buch. Es ist kein sonniges Buch. Aber es ist ein wichtiges Buch. Denn Information und Blicke über den Tellerrand hinaus waren ja noch nie Fehler. Und das Wissen um das weibliche Aufbegehren in vielen Teilen der Welt ist eine gute Information. Das Wissen um die Taten des Patriarchats ist ebenso essentiell. Denn diese rückwärtsgewandten Kräfte formieren sich ja momentan in vielen Teilen der Erde, sie vernetzen sich, wollen eine Umstrukturierung, wollen die Macht bei sich wissen und damit auch das Geld. Gilead is coming. Das sollten wir wissen. Denn wie weit sind die Frauen der Erde von mexikanischen Verhältnissen entfernt? Eine Frage, die weh tut. Ich weiß. Aber wie weit ist die Frage von der Realität entfernt, wenn auch bei uns eine Partei so viele Stimmen bekommt, die ganz offen Frauenrechte beschneiden will und unseren Platz am Herd und in der Mutterschaft sieht. Nicht etwa im Job. Nein. Und solche Sichten in Zeiten, in denen es immer mehr an einer arbeitenden Bevölkerung fehlt. Da fragt frau sich schon, was soll das? Gilead winkt da fröhlich um die Ecke. Lest „Reservoir Bitches“, es ist richtig gut. Es ist spannend geschrieben und es ist voller Kraft. Es ist voller Information! Informationen, die berühren, die unsagbar wütend machen, aber ebenso sind es auch Informationen, die wach rütteln, die wach rütteln können. Wenn mensch es zulässt. 

  • Wilde_buchjagd

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Frausein als Ausnahmezustand.«

    »Mexiko ist ein frauenfressendes Monster. Mexiko ist eine Wüste aus Knochenstaub. Mexiko ist ein Friedhof aus rosa Kreuzen. Mexiko ist ein Land, das Frauen hasst.« Die feinen Schnitte waren kaum zu sehen, doch nach und nach fühlte ich das Brennen, das Blut, den Schmerz, der mich in einer Badewanne voller Grausamkeiten langsam umschloss. Wut, Fassungslosigkeit, Trauer. Wieso ist so etwas ein Teil unserer Realität? »Wenn ich gewusst hätte, wie gefährlich es ist, in diesem Scheißland eine Frau zu sein.« »Reservoir Bitches« beginnt als eine Kurzgeschichtensammlung, die anfangs noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, da sie sich eher wie ein Actionfilm und einem Klischee von Mexiko mit seinen Drogenbanden und -bossen liest. Ich brauchte etwas, zwei, drei Geschichten. Doch dann wurde immer deutlicher, dass sich hinter der flapsig-rohen Sprache, der rasant-verspielten Handlungen und den verbundenen Frauen in den Stories ein Gesamtbild einer skrupellosen Gesellschaft voller weiblicher Chancenlosigkeit und Ungerechtigkeiten verbirgt. Es sind starke und skrupellose Frauen, die alles tun, um zu überleben, denen aber auch alles passiert. Unterschiedlichste Frauen, die in ihrem Schmerz vereint sind und durch einen Alltag waten müssen, der grausam ist, besonders für Frauen, und dieser Fakt schwingt immer mit, in den Protagonist:innen, den Nebenfiguren, Nebensätzen. Wahrscheinlich ist Dahlia de la Cerda deshalb so skrupellos. Skrupellos in einer Realität voller besch*** Männer, in der Frauen kleingehalten, misshandelt, getötet werden, sich häufig nicht wehren können, aber trotzdem nicht aufgeben. Frauen, die in einem Land leben, in dem alle dreieinhalb Stunden eine Frau ermordet wird. 7 Morde an Frauen am Tag! Femizide, die in Mexiko scheinbar mehr Alltag, als Ausnahme sind. Cerda setzt die Lupe an, lüftet Nebel und öffnet Vorhänge hinter denen sich die Gewalt an Frauen im mexikanischen Alltag verbergen. Sie blickt den misshandelten, unsichtbaren, nach Hoffnung suchenden Frauen in die Augen, sieht sie und schaut nicht weg, wie so viele andere. Sie gibt den Frauen eine Stimme, schafft Heldinnen aber läuft auch selbst gegen die Wand der Realität, die für Frauen keine helfende Tür bereithält. . »So ist das halt als Frau, antwortete er stumpf.« . Ein bemerkenswertes Buch, das sich schnell, wild, laut, frech, jung und roh ließt und mit jeder Seite an Stärke gewinnt. Ein Buch, das wie ein Tinnitus nachhallt, euch nicht mehr loslassen wird. Ein Buch wie ein längst überfälliger Schlag unter die Gürtellinie, ein Vogelschiss auf den Kopf des Patriarchats und ein flimmender, ehrlicher und rückhaltloser Einblick in eine frauenfeindliche Lebensrealität, die mir so noch nicht bewusst war. . »Frausein als Ausnahmezustand.« _____ »Reservior Bitches« von Dahlia de la Cerda. Aus dem Mexikanischen von Johanna Malcher, culturbooks.

  • helena

    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aktueller Einblick in die…

    Aktueller Einblick in die Lebenswelt mexikanischer Frauen In den 13 Kurzgeschichten stehen, oft junge, Frauen im Mittelpunkt. Arbeitsplätze sind rar und die Drogenkartelle (der 5.größte Arbeitgeber in Mexiko!) versprechen mehr Geld, was dringend zum Überleben gebraucht wird. Eine der Frauen ist die Tochter eines Drogenbosses, andere sind die Töchter hochrangiger Politiker, eine Frau versucht ihr Glück in einer Näherei an der Grenze zur USA, eine Frau kämpft mit ihrer Schwangerschaft. Man taucht in die jeweiligen Lebenswelten ein und ist nah dran an den Frauen. Alle kommen mit Gewalt, mit männlicher Gewalt in Berührung, nicht alle überleben es. Daneben erfährt man so einiges von der mexikanischen Kultur, über Tänze und Musik (es gibt am Ende eine Playlist), über Mythen und Legenden, über typisches Essen, Mode und vieles mehr. Manche der sehr aktuellen und heftigen Geschichten sind miteinander verbunden, einige stehen für sich allein. Es liest sich spannend, emotional, tragisch, dramatisch, aber auch nüchtern und pointiert. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, da sie sehr dynamisch und nah an den Menschen ist. Jede der Geschichten mich wirklich tief beeindruckt, begeistert, berührt und erschüttert. Ich war traurig, als das Buch zu Ende war. Ich kannte nicht viel über Mexiko, aber nach der Lektüre wurde ich angeregt, mehr über Mexiko zu erfahren, über die Kultur, über die aktuelle politische und soziale Situation. Ich wollte wissen, wie relevant die Dinge sind, über die die Autorin schreibt. Das tatsächliche und ungeheure Ausmaß der Femizide, der Drogenkriege, der Korruption sowie der Armut erschreckte mich dann sehr. Die Autorin selbst hat eine Freundin verloren und besonders die letzte Geschichte "Die Knochensammlerin" berührte mich überaus. "Mexiko ist ein frauenfressendes Monster. Mexiko ist eine Wüste aus Knochenstaub. Mexiko ist ein Friedhof aus rosa Kreuzen. Mexiko ist ein Land, das Frauen hasst." "...der Prozentsatz ungeklärter Frauenmorde ist in Mexiko extrem hoch. Um genau zu sein, liegt er bei 98 Prozent." Unbedingt lesen!

  • helena

    aus Potsdam

    5/5

    25.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aktueller Einblick in die Lebenswelt mexikanischer Frauen

    In den 13 Kurzgeschichten stehen, oft junge, Frauen im Mittelpunkt. Arbeitsplätze sind rar und die Drogenkartelle (der 5.größte Arbeitgeber in Mexiko!) versprechen mehr Geld, was dringend zum Überleben gebraucht wird. Eine der Frauen ist die Tochter eines Drogenbosses, andere sind die Töchter hochrangiger Politiker, eine Frau versucht ihr Glück in einer Näherei an der Grenze zur USA, eine Frau kämpft mit ihrer Schwangerschaft. Man taucht in die jeweiligen Lebenswelten ein und ist nah dran an den Frauen. Alle kommen mit Gewalt, mit männlicher Gewalt in Berührung, nicht alle überleben es. Daneben erfährt man so einiges von der mexikanischen Kultur, über Tänze und Musik (es gibt am Ende eine Playlist), über Mythen und Legenden, über typisches Essen, Mode und vieles mehr. Manche der sehr aktuellen und heftigen Geschichten sind miteinander verbunden, einige stehen für sich allein. Es liest sich spannend, emotional, tragisch, dramatisch, aber auch nüchtern und pointiert. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, da sie sehr dynamisch und nah an den Menschen ist. Jede der Geschichten mich wirklich tief beeindruckt, begeistert, berührt und erschüttert. Ich war traurig, als das Buch zu Ende war. Ich kannte nicht viel über Mexiko, aber nach der Lektüre wurde ich angeregt, mehr über Mexiko zu erfahren, über die Kultur, über die aktuelle politische und soziale Situation. Ich wollte wissen, wie relevant die Dinge sind, über die die Autorin schreibt. Das tatsächliche und ungeheure Ausmaß der Femizide, der Drogenkriege, der Korruption sowie der Armut erschreckte mich dann sehr. Die Autorin selbst hat eine Freundin verloren und besonders die letzte Geschichte "Die Knochensammlerin" berührte mich überaus. "Mexiko ist ein frauenfressendes Monster. Mexiko ist eine Wüste aus Knochenstaub. Mexiko ist ein Friedhof aus rosa Kreuzen. Mexiko ist ein Land, das Frauen hasst." "...der Prozentsatz ungeklärter Frauenmorde ist in Mexiko extrem hoch. Um genau zu sein, liegt er bei 98 Prozent." Unbedingt lesen!

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