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Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte Leutnant Julija Mykytenkos Kampf für die Ukraine

3

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3,1 cm

Gewicht

426 g

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

How Good It Is I have No Fear of Dying

Übersetzt von

Thomas Wollermann + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50282-4

Beschreibung

Rezension

»Lara Marlowe hat fünf Monate lang intensive Gespräche mit der Offizierin geführt. Das daraus entstandene Buch erzählt von Julijas Alltag als Frau im Krieg, vom Leben an der Front und vom Verlust geliebter Menschen. Und von der schwersten Herausforderung: die Hoffnung nicht zu verlieren.« Susanne Heim, Rbb, 24. Februar 2025 Susanne Heim rbb 20250224

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Tropen

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

20,5/12,6/3,1 cm

Gewicht

426 g

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

How Good It Is I have No Fear of Dying

Übersetzt von

  • Thomas Wollermann
  • Ulrike Becker
  • Sven Dörper

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50282-4

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • SimoneF

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    sehr bewegend und lesenwert

    „Ein Glück dass ich den Tod nicht fürchte“ ist entstanden aus Gesprächen, die die erfahrende Journalistin Lara Marlowe mit der inzwischen 29-jährigen Julija Mykytenko geführt hat. Julija Mykytenko meldete sich 2016 nach Ihrem Bachelor in Sprachwissenschaften freiwillig zur ukrainischen Armee und ist inzwischen als Oberleutnant Kommandeurin einer Drohneneinheit. 2018 starb ihr Mann im Kampf, der ebenfalls als Soldat im Donbass in Einsatz war, 2020 entzündete sich in Vater selbst auf dem Maidan. Lara Marlowe tritt im Buch selbst vollständig in den Hintergrund und überlässt Julija Mykytenko das Wort. Diese berichtet eindrucksvoll von ihren Beweggründen, in die Armee einzutreten und für die Unabhängigkeit der Ukraine unter Einsatz ihres Lebens zu kämpfen. Ihre Schilderungen vermitteln ein eindrückliches Bild vom Einsatz an der Front, den die ukrainischen Soldaten und Soldatinnen mit den begrenzten Mitteln, die Ihnen zur Verfügung stehen, führen. Julija Mykytenko zeigt auf, wie der Mangel an Ausrüstung, Munition, gepanzerten Fahrzeugen, Drohnen, Waffen- und Abwehrsystemen den Kampf gegen die russische Invasoren erschweren. Auch für strukturelle Probleme der ukrainischen Armee findet sie deutliche Worte, ebenso klar kritisiert sie Teile von Wolodymyr Selenskyis Politik und Kriegsführung. Julija Mykytenko engagiert sich zudem in verschiedenen Organisationen für die Gleichberechtigung von Frauen in der ukrainischen Armee und sammelt Sachspenden für die Soldaten sowie Geld für die Beschaffung von Ausrüstung und Drohnen. In weiteren Kapiteln des Buches erzählt Julija Mykytenko von ihrer Kindheit und Jugend und dem Beginn ihres politischen Engagements auf dem Maidan 2014 als junge Studentin. Da die einzelnen Kapitel immer wieder zeitlich in den Jahren zwischen 2014 und 2024 hin- und herspringen, ist es manchmal nicht ganz einfach, die Geschehnisse gedanklich in die richtige Reihenfolge zu bringen. Hier hätte ich eine stärker chronologische Erzählweise bevorzugt. Julija Mykytenkos Mut und ihr unbeirrbarer Einsatz für Freiheit und Unabhängigkeit hat mich sehr beeindruckt. Ein bewegendes, wichtiges und sehr empfehlenswertes Buch!

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    24.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Hat mich sehr berührt!

    Slawa Ukrajini - – Herojam Slawa Heute jährt sich der 24. Februar, jener Tag, an dem Russland 2022 die Ukraine überfallen hat, zum dritten Mal. Daher ist es eine passende Gelegenheit, dieses sehr interessante Buch von Lara Marlow vorzustellen. Die Autorin erzählt die bewegende Geschichte von Leutnant Julija Mykytenko, der knapp 30-jährigen Kommandeurin einer Drohneneinheit an der Front. Seit Beginn des Krieges kämpft sie im Donbas und befehligt die »Hellish Hornets«. Aus einer Reihe von langen Gesprächen via Video-Konferenzen entstand dieses Porträt. Wer ist diese junge Frau, die täglich wie alle anderen Soldaten ihr Leben aufs Spiel setzt? Julija Mykytenko, wird 1995 in Kiew geboren und studiert Sprachwissenschaften. Bereits während der Maidan Revolution ist sie Mitglied des Frauenkommandos und setzt sich für gewaltfreien Widerstand ein. Im Jahr 2016 tritt sie in die ukrainischen Armee ein und kämpft, nach zahlreichen Schwierigkeiten gemeinsam mit ihrem Ehemann gegen russische Truppen. Als sie bei einem russischen Bombardement ihr Ehemann getötet wird, fällt sie in eine Depression. Sie engagiert sich in einer Gruppe, die Kriegsveteranen betreut, um ihnen die Rückkehr ins zivile Leben zu erleichtern. Als am 24. Februar 2022 abermals russische Truppen in der Ukraine einmarschieren, meldet sie sich freiwillig. Seitdem kämpft sie für die Freiheit ihres Landes. Julija Mykytenko erzählt in elf Kapiteln von ihrem Alltag als Frau im Krieg. Sie erzählt von fehlender oder unpassender Ausrüstung, Splitterschutzwesten, die nur für Männer konzipiert sind und kaum einer Soldatin passen. Deshalb sterben zahlreiche Soldatinnen, weil ihnen die nicht passenden Schutzwesten keinen Schutz bieten. Sie erzählt von der Zermürbung langer Wochen in den Schützengräben, dem Umgang mit den schwierigen hygienischen Verhältnissen und der Kälte im Winter. Julija Mykytenko spricht darüber, dass nicht alle mit Wolodymyr Selenskyj als Präsident einverstanden sind. Als sich ihr Vater aus Protest am 11. Oktober 2020 selbst anzündet und am 14. Oktober, dem Tag der Verteidigerinnen und Verteidiger, stirbt, antwortet der Präsident nicht auf ihr Schreiben. Sie erzählt auch, dass es an manchen Tagen sehr schwer ist, nicht die Hoffnung zu verlieren. däUnd auch von ihrer schwersten Herausforderung: die Hoffnung nicht zu verlieren. Wir erleben hautnah mit, wenn sie sich, um ihre Einheit zu schützen, mit ihrem dilettantisch agierenden Vorgesetzten anlegt. Wie sie einige ihrer Männer verliert. Unermüdlich organisiert sie Crowdfunding-Kampagnen, um neue Drohnen sowie Ausrüstung kaufen zu können, denn nicht alles wird vom Staat zur Verfügung gestellt. Dieses Buch hat mich tief berührt. Es ist ein außergewöhnliches Zeugnis von Mut und Courage sowie eine Hommage an das ukrainische Volk, das sich gegen einen übermächtigen Aggressor stellt. Leider sieht es aktuell so aus, als ob Trump der Ukraine die Unterstützung durch die USA und die NATO entzieht, weil er sich in seinem eigenen verqueren Weltbild, das sich nur wenig von dem Putins unterscheidet, verschanzt. Der Titel stammt übrigens aus dem Gedicht „Glück“ von Wassyl Stus von 2017: Ein Glück, dass ich den Tod nicht fürchte und mich nicht frage, welches Kreuz ich trage.

  • Eskalina

    aus Hannover

    5/5

    22.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Im Osten nichts Neues?

    Zu gerne schiebt man das Thema Krieg von sich weg. Je näher er in den letzten Jahren geographisch und medial gerückt ist, umso gesünder fühlt es sich an, das Thema nicht so nah an sich herankommen zu lassen. Doch in dem wir die Augen verschließen, stecken wir den Kopf in den Sand. Die dunklen Wolken über Europa kann man und sollte man nicht ignorieren. Die Menschen in meinem Umfeld, die den letzten Weltkrieg noch erlebt/überlebt haben, werden immer weniger und sie sprechen zum großen Teil nur sehr ungern über ihre Erinnerungen. In einer Zeit in der Kriege nur vom gemütlichen Sofa in der Tagesschau wahrgenommen werden, wollte ich wissen, was Krieg für die Menschen bedeutet, die ihn ganz aktuell erleben müssen. Wie fühlt es sich an, täglich sogar direkt an der Front zu sein? Aus diesem Grund habe ich das Buch über Julija Mykytenko gelesen. Julija ist Soldatin durch und durch. Nach ihrer Zeit im Frauenkommando während der Maidan-Revolution versuchte sie im normalen Leben wieder Fuß zu fassen. Sie merkte schnell, dass ihr das nicht gelang. Als 2022 die russische Invasion begann, meldete sie sich umgehend freiwillig in den Kriegsdienst zurück. Sie berichtet von den politischen Entwicklungen im Land, von der Kriegserklärung durch Putin und widerlegt seine Darstellung, dass er der Friedensbringer sei. Von ihr erfahren wir den Alltag an der Front, wie man welche Waffen und welche Drohnen einsetzt, was es bedeutet, Kameraden zu verlieren, Verpflegung zu organisieren, mit krassen hygienischen Verhältnissen klarzukommen und durch zerstörte Dörfer und Städte zu gehen, in denen früher Freunde und Familie ein ganz normales Leben geführt haben. Der Ton ist sachlich und die Schilderung der Zustände an der Front ist militärisch geprägt. Julija scheint die Emotionen denen zu überlassen, die ihre Geschichte lesen. Das Buch ist sehr informativ und lässt sich sehr gut lesen, auch wenn viele erschütternde und verstörende Erlebnisse berichtet werden, so zeigt es doch auch sehr viel über die Menschlichkeit in Zeiten des Krieges auf. Ich kann nicht sagen, dass ich das Buch „gern“ gelesen habe, da es die Schrecken dieses Konfliktes deutlich aufzeigt, doch ich finde, es ist ein wichtiges Buch, das viele Dinge erklärt, die man nicht in den Medien erfährt. Dem Vergleich mit dem Buch „Im Westen nichts Neues“ kann ich nur zustimmen. Mein Fazit: Sehr lesenswert…

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