Produktbild: Cave 72

Cave 72 Preisgekröntes Debüt aus dem Kongo — Roman

Aus der Reihe Lenos Babel
2

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2025

Herausgeber

Christiane Kayser

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

212

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,2 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1

Originaltitel

Cave 72. Roman

Übersetzt von

Christiane Kayser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03925-043-1

Beschreibung

Rezension

"Ein amüsantes, bissiges Fresko des heutigen Kongo." (Télérama)
"Fann Attikis Sprache ist urwüchsig, intelligent, lyrisch. Er schöpft mit Vergnügen aus der Satire. Große Kunst." (Le Figaro)
"Fann Atiiki zeichnet ein eher grelles Panorama der politischen Verhältnisse in der Republik Kongo. ... Er porträtiert ein durch und durch korruptes, patriarchal geprägtes politisches System, das nur um den eigenen Erhalt kreist und die Zukunft des Landes gefährdet. Durch seinen bitter-galligen Humor verleiht der Autor seiner Kritik zusätzliche Schärfe." (Dina Netz, Deutschlandfunk)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2025

Herausgeber

Christiane Kayser

Verlag

Lenos Verlag

Seitenzahl

212

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,2 cm

Gewicht

291 g

Farbe

Schwarz / Hellbraun

Auflage

1

Originaltitel

Cave 72. Roman

Übersetzt von

Christiane Kayser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03925-043-1

EU-Ansprechpartner

Prolit Verlagsauslieferung
Siemensstraße 16
35463 Fernwald
DE
gpsr@prolit.de

Herstelleradresse

Lenos Verlag
Spalentorweg 12
4051 Basel
CH
lenos@lenos.ch

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  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus 21109 Hamburg

    4/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kongolesische Ranküne oder Rien ne va plus

    Die Republik Kongo mit ihrer Hauptstadt Brazzaville war französisches Territorium und ist die kleine Schwester der Demokratischen Republik Kongo und die wir mit dem Conrad’schen Herz der Finsternis, mit König Leopold, Patrice Lumumba, Mobutu und Kabila und unerschöpflichen Bodenschätzen und entsprechenden kapitalistischen Verknüpfungen verbinden. Afrika ist ein großer Kontinent: alt, weise, voller Mythen, arm und reich, aber auch jung, dynamisch und kreativ. Das beweist auch das Romandebüt von Fann Attiki, der im Jahr 2021 seinen ersten Roman, eben Cave 72, der gleich mehrere Preise erhielt, präsentierte. Der Roman ist in sieben Kapitel gegliedert und diese wiederum in einzelne Tage mit genauen Uhrzeiten und Orten. So hat man das Gefühl, ganz konkret im Geschehen involviert zu sein. Absolute Hauptperson ist der absolute Herrscher, der Allgegenwärtige Führer, wenn auch nur nebulös zwischen den Zeilen auftauchend. Die Mitspieler im manipulativen Reigen sind der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Monsieur le Conseiller, der Generaldirektor der Territorialen Sicherheit, Colonel Ortega. Und kleine Marionetten wie Jonas und Philippo. Und natürlich Arland Akoly, Ex-Minister, ein großer Frauenverführer und Lebensgenießer, der seinem jüngeren Bruder Black mic-mac von Herzen zugetan ist. Dessen überraschender, nicht geplanter Tod, also ein Kollateralschaden, zeigt die Maschinerie der Intrigen und Gerüchte auf. Aber die wichtigsten Figuren in diesem „Defilee“ sind Mâ Douala, genannt Maman National, Besitzerin der Kneipenbude Cave 72 in der Avenue d’Asia. Ihre Lieblingsgäste sind die vier jungen scharfsinnigen Intellektuellen Didi, Ferdinand, Verdass und Stephan. Verbunden durch Freundschaft, Weltanschauung und ihre Abneigung gegenüber den Autoritäten eines korrupten patriarchalischen Systems. Sie hatten keinen gesellschaftlichen Erfolg, keine einflussreichen Gönner, waren aber nicht bereit, sich der modernen Sklaverei zu ergeben. Black mic-mac, von ihnen der Große genannt, wollte mit ihnen eine Produktionsfirma für Film, Musik, Theater gründen. Attiki beschreibt ein Verwirrspiel von Verdächtigungen und Gerüchten, liebedienerischem Gehorsam, Ehrgeiz und Angst vor dem Verlust von Position und Pfründen, plastisch und lebendig und mit komödienhaften Einsprengseln. Und voller Spannung verfolg man, wie sich das intrigante Knäuel in der dampfenden Gerüchteküche bis zu einem last not least konsequenten, wenn auch unerwartetem Ende auflöst. Ein raffinierter Dompteuer ist und bleibt Sieger über seine Kreaturen. Nicht nur in Afrika.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus Hamburg

    4/5

    28.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kongolesische Ranküne oder…

    Kongolesische Ranküne oder Rien ne va plus Die Republik Kongo mit ihrer Hauptstadt Brazzaville war französisches Territorium und ist die kleine Schwester der Demokratischen Republik Kongo und die wir mit dem Conrad’schen Herz der Finsternis, mit König Leopold, Patrice Lumumba, Mobutu und Kabila und unerschöpflichen Bodenschätzen und entsprechenden kapitalistischen Verknüpfungen verbinden. Afrika ist ein großer Kontinent: alt, weise, voller Mythen, arm und reich, aber auch jung, dynamisch und kreativ. Das beweist auch das Romandebüt von Fann Attiki, der im Jahr 2021 seinen ersten Roman, eben Cave 72, der gleich mehrere Preise erhielt, präsentierte. Der Roman ist in sieben Kapitel gegliedert und diese wiederum in einzelne Tage mit genauen Uhrzeiten und Orten. So hat man das Gefühl, ganz konkret im Geschehen involviert zu sein. Absolute Hauptperson ist der absolute Herrscher, der Allgegenwärtige Führer, wenn auch nur nebulös zwischen den Zeilen auftauchend. Die Mitspieler im manipulativen Reigen sind der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Monsieur le Conseiller, der Generaldirektor der Territorialen Sicherheit, Colonel Ortega. Und kleine Marionetten wie Jonas und Philippo. Und natürlich Arland Akoly, Ex-Minister, ein großer Frauenverführer und Lebensgenießer, der seinem jüngeren Bruder Black mic-mac von Herzen zugetan ist. Dessen überraschender, nicht geplanter Tod, also ein Kollateralschaden, zeigt die Maschinerie der Intrigen und Gerüchte auf. Aber die wichtigsten Figuren in diesem „Defilee“ sind Mâ Douala, genannt Maman National, Besitzerin der Kneipenbude Cave 72 in der Avenue d’Asia. Ihre Lieblingsgäste sind die vier jungen scharfsinnigen Intellektuellen Didi, Ferdinand, Verdass und Stephan. Verbunden durch Freundschaft, Weltanschauung und ihre Abneigung gegenüber den Autoritäten eines korrupten patriarchalischen Systems. Sie hatten keinen gesellschaftlichen Erfolg, keine einflussreichen Gönner, waren aber nicht bereit, sich der modernen Sklaverei zu ergeben. Black mic-mac, von ihnen der Große genannt, wollte mit ihnen eine Produktionsfirma für Film, Musik, Theater gründen. Attiki beschreibt ein Verwirrspiel von Verdächtigungen und Gerüchten, liebedienerischem Gehorsam, Ehrgeiz und Angst vor dem Verlust von Position und Pfründen, plastisch und lebendig und mit komödienhaften Einsprengseln. Und voller Spannung verfolg man, wie sich das intrigante Knäuel in der dampfenden Gerüchteküche bis zu einem last not least konsequenten, wenn auch unerwartetem Ende auflöst. Ein raffinierter Dompteuer ist und bleibt Sieger über seine Kreaturen. Nicht nur in Afrika.

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