Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
28.03.2025
Herausgeber
Klaus Farin + weitereVerlag
HirnkostSeitenzahl
232
Maße (L/B/H)
19,8/12,8/2,5 cm
Gewicht
384 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-9885704-5-1
Einst stand Karl May für Freiheit, Pazifismus und Antikolonialismus. May erweckte in Millionen jugendlicher Leser:innen Bewunderung und Respekt für die indigenen Völker und Kulturen Nordamerikas. Winnetou, der edle Häuptling der Apachen, ist eine der positivsten Figuren der Weltliteratur.
Und heute soll derselbe Winnetou die Verherrlichung kolonialistischer Fremdbestimmung und Identitätsdiebstahl symbolisieren? Im Sommer 2022 lösten zwei Kinderbücher und ein Kinofilm eine heftige Diskussion mit mehr als 100.000 Medienbeiträgen – darunter 3.200 Artikel in Tageszeitungen und Magazinen – aus.
Dieser Band untersucht das literarische Werk Karl Mays und dessen Bedeutung unter der Perspektive von kultureller Aneignung, Auswanderung und europäischem Kolonialismus.
Darüber hinaus enthält er Beiträge von Christian Feest über das „Indianer“-Bild in Europa, Andreas Brenne über das „Indianer“-Bild bei Karl May, Johannes Zeilinger zum historischen Hintergrund und der kolonialen Debatte seiner Afrika-Romane, Gunnar Sperveslage über „Kara Ben Nemsi in Mekka. Koloniales Denken in Karl Mays Orientzyklus“. Einführung und Nachwort von Klaus Farin und Gabriele Haefs.
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