Die ersten Christen lebten radikal anders als die Menschen ihrer Zeit. Trotz Verfolgung setzten ihre Werte einen nachhaltigen Wandel im römischen Reich in Gang. Ein Buch über den Glauben, die Standhaftigkeit und die revolutionäre Kraft der ersten Kirche.
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Wie haben die ersten Christen denn überhaupt gelebt? Wer nach der abenteuerlichen Apostelgeschichte mehr darüber wissen möchte, dem sei dieses Buch von Roland Werner empfohlen.
Wer wissen möchte, wie radikal anders, unaufhaltbar und revolutionär die ersten Christen damals gelebt haben, etwas, von dem die heutige Kirche so weit entfernt ist wie die Erde von der Sonne, dem sei dieses Buch empfohlen. Dann werden auch diese Begriffe, die heute so negativ belastend sind durch die werte Medienlandschaft wieder ins richtige Licht gerückt.
Roland Werner führt uns in diesem Buch in die Welt der ersten Christen, zeigt uns auf, wie radikal anders die Gläubigen damals lebten, sie waren noch auf dem Weg und lehnten alles ab, was der damalige Zeitgeist ihnen einzureden versuchte, wie die Verehrung der Götter oder des Kaisers, sie verweigerten sich die grausamen Veranstaltungen der Gladiatoren anzuschauen und zeichneten sich ganz besonders durch ihre für damalige Verhältnisse revolutionären sozialen Verantwortung für die Schwächsten aus. Immer wieder wird betont, dass jeder Mensch ob geboren oder ungeboren ein Ebenbild Gottes ist. Die Gemeinschaft der ersten Christen brach auch mit den damals gesellschaftlich anerkannten Normen, denn bei ihnen waren Männer, Frauen und Sklaven gleichberechtigt.
Sie führten einen Lebensstil, der einen hohen Preis hatte, denn sie ernteten dafür Verachtung, Verfolgung und erheblichen Widerstand. Etwas, dem sich bibeltreue Jesusnachfolger noch heute erfahren. Menschen, die für Jesus brennen, so wie die ersten Christen und nicht lau sind. Mich faszinierten während des Lesens ihr Mut, ihre Unbeirrtheit trotz Verfolgung. Sie haben ihre Werte nicht verraten und somit veränderten sie das Römische Reich über die Zeit von innen heraus.
Roland Werner geht der Strahlkraft der ersten Christen in seinem Buch nach und teilt es in drei Abschnitte ein. Als erstes beschreibt er das Fundament und wir können von sehr interessanten archäologischen und literarischen Zeugnissen lesen. Hier lesen wir auch Berichte von Nichtchristen, die den Wahrheitsgehalt der Bibel bezeugten.
Im zweiten Abschnitt geht es um die Faszination und die Herrschenden waren schon von den ersten Christen fasziniert, das lesen wir in vielen Zeugnissen, die die acht Säulen beschreiben, wie die Kraft der Botschaft, die Kraft der Gemeinschaft, die Kraft der Umkehr, die Kraft der Orientierung, die Kraft der Wahrheit, die Kraft des Zeugnisses, die Kraft der Barmherzigkeit und die Kraft der Hoffnung. Sehr bewegende Berichte, die es lohnt zu lesen.
Im dritten und letzten Abschnitt geht es um die Folgerungen für uns heute und der Autor bemüht das in den letzten Jahren so abgenutzte Wort *andemie und da kam mir spontan der Gedanke, dass wir Christen heute sehr viel von der Strahlkraft der damaligen Jesusnachfolger verloren haben, denn so mutig wie sich die Menschen damals umeinander gekümmert haben in ihren Gemeinden, das konnte ich in den letzten Jahren nicht feststellen. Vielleicht wäre das Lesen dieses Buches sehr hilfreich um in kommenden vorausgesagten *andemien eine wirkliche Strahlkraft zu entwickeln, sich wieder ganz auf Jesus zu konzentrieren und nicht dem Zeitgeist zu folgen.
Sehr lesenswert!
Die Strahlkraft der ersten Christen
Bewertung aus Attenhofen am 31.08.2025
Bewertungsnummer: 2582362
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zweitausend Jahre – so lange schon folgen Menschen Jesus nach. Im Laufe dieser langen Zeit haben sich viele Glaubensinhalte und Traditionen etabliert. Doch wie war es bei den allerersten Christen: Haben sie ihren Glauben genauso gelebt wie wir? Diese Frage ist auch für uns wichtig, denn die ersten Nachfolger Jesu waren näher an der Quelle unseres Glaubens. Sie haben selbst noch ihren Herrn gekannt.
Das Buch „Faszination frühe Christen“ ist faszinierend! Zuerst geht es um die Fundamente. Was zeichnete die ersten Christen aus und woher wissen wir nach so langer Zeit überhaupt etwas über sie? Vor allem die zweite Frage wird ausführlich beantwortet. Überraschend viele zuverlässige Quellen aus den ersten Jahrhunderten nach Christus belegen die Ausstrahlung dieser Gott hingegebenen Menschen. Dieser Teil ist gerade auch für apologetische Diskussionen eine wertvolle Hilfe, da gezeigt wird, dass viele nichtchristliche Quellen die biblische Botschaft bestätigen.
Der Hauptteil des Buches steht unter dem Stichwort „Faszination“. Anhand von acht Begriffen wird ein Bild der ersten Christen skizziert. Der Autor zeigt, was für ihr Leben kennzeichnend war, welche Werte ihnen wichtig waren und wie sie mit Angriffen aus ihrer Umwelt umgegangen sind. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend und recht weit entfernt von dem, was Christen heute auszeichnet. Zwischen den acht Stichworten steht jeweils ein kurzes „Fokus“-Kapitel. Hier geht es um besondere Vorbilder des Glaubens oder um theologische Fragen, wie die Rolle der Frau oder das Martyrium.
Ein kurzer dritter Teil schließt dieses wertvolle Buch ab. Hier geht es um Schlussfolgerungen des Gesagten für unser Leben heute. Was können wir von diesen ersten Christen lernen? Die Antworten sind eher kurz gehalten, aber Schlüsse lassen sich bereits aus dem Hauptteil ziehen. Interessant sind auch die Gedanken über das Zusammenspiel von Heidenchristen und Judenchristen und die Frage, wie es zur späteren Judenfeindlichkeit gekommen ist.
Trotz vieler Quellenangaben lässt sich dieses Buch gut lesen. Es ist etwas anspruchsvoll, aber weil der Inhalt so fesselnd ist, lohnt sich die Gedankenkraft. Es ermutigt Leser unsere heutige Glaubenspraxis zu hinterfragen und zu überlegen, wie ein Leben in der Nachfolge Jesu aussehen sollte und wie Gemeinde gelebt werden kann.
Fazit: Ein besonders wertvolles Buch für Menschen, die sich für die Geschichte des Christentums und die Glaubenspraxis der ersten Christen interessieren. Sehr empfehlenswert!
Meinung aus der Buchhandlung
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Damit sind die ersten Christen nach den Aposteln gemeint. Was hat sie bewegt? Wie haben sie ihren Glauben gelebt und was war ihnen wichtig? Diese Fragen werden in dem Buch unter den drei Kategorien: Fundamente, Faszination und Folgerungen erläutert.
Roland Werner beschreibt detailliert die Herausforderungen und die Unsicherheiten. Aber trotz diesen Umständen hatten sie eine Strahlkraft, die uns heute nur beeindrucken kann. In der Verfolgung und dem Unrecht, haben sie den Glauben mutig weitergegeben und gelebt. Sie waren so einflussreich, dass sie im römischen Reich gesehen wurden. Diese kleine Gruppe, die rasant wuchs wurde bemerkt und bekämpft, weil sie so stark wurden.
In Fundamente erklärt Werner die Quellen und ihre Zuverlässigkeit. In Faszination, dem größten Teil des Buches, zeigt er die Praxis, wie sie ihren Glauben gelebt haben: Diakonie, Märtyrertod und die enge Gemeinschaft untereinander. Dazu gibt es einzelne Personen im Fokus und wie sie gelebt, was sie bewirkt und woraus sie Kraft geschöpft haben. Im letzten Teil wird er praktisch und zeigt, was wir von den Christen lernen können. Dieser Teil ist kurz gehalten und ermutigt in Schlagworten wie Communitas, Caritas und Veritas ein lebendiges christliches Leben heute.
Mir hat das Buch gut gefallen und die Hintergründe und Informationen waren sehr interessant. Es lässt sich gut lesen und eignet sich zum intensiven studieren der frühen Christen. Besonders gefallen haben mir die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels im Teil Faszination, die lebensnah und praktisch sind.
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