Reine Sprache? Privatbriefe als Quellen des Französischen im 17. Jahrhundert
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
22.09.2025
Abbildungen
33 b/w and 17 col. ill., 53 b/w tbl.
Verlag
De GruyterSeitenzahl
450
Maße (L/B/H)
23,8/17,7/3,7 cm
Gewicht
1349 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-116106-8
Oft wird Sprachgeschichte nur auf Basis der Zeugnisse jener Bevölkerungsgruppen geschrieben, die über politische und literarische Macht verfügen. Für das 17. Jahrhundert in Frankreich sind das die höfisch-literarischen Kreise, deren Schriften bis heute bekannt und infolgedessen leicht erschließbar sind. Da jene Kreise auch die Sprachpurismusdebatte austragen, entsprechen ihre Werke fast gänzlich der zeitgleich kodifizierten Sprachnorm.
Diese Studie berücksichtigt erstmals weitere, von anderen sozialen Gruppen produzierte und als konzeptionell mündlich einzuordnende Quellen: Sie untersucht die Sprache handschriftlicher, privater Briefe aus unterschiedlichen Archiven, die nie zuvor linguistisch erschlossen worden sind. Zusätzlich zieht sie Musterbriefe aus Briefstellern heran.
Fokussiert werden insbesondere die Merkmale, die in den sprachnormierenden Werken jener Epoche – in Grammatiken,
Remarques
usw. – Erwähnung finden. So wird ermittelt, inwieweit Sprachtheorie und Sprachpraxis übereinstimmen. Zudem wird der Einfluss außersprachlicher Faktoren, etwa des Bildungsgrades der Schreibenden, erörtert.
Die Studie leistet damit einen Beitrag für eine differenziertere Darstellung der sprachlichen Realität im Frankreich des 17. Jahrhunderts.
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