Produktbild: Sarrazins Correctness
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Sarrazins Correctness Ideologie und Tradition der Menschen- und Bevölkerungskorrekturen

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2014

Verlag

Unrast Verlag

Seitenzahl

178

Maße (L/B/H)

21,1/14,1/1,7 cm

Gewicht

206 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000066835

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Sehr gut

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2014

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Unrast Verlag

Seitenzahl

178

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21,1/14,1/1,7 cm

Gewicht

206 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000066835

Herstelleradresse

Unrast Verlag e.V.
Fuggerstr. 13a, DE-48165 Münster
Kontakt@Unrast-Verlag.de

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  • BK

    2/5

    28.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Das Buch beschreibt ein Gefühl – und verkauft es als Erklärung.

    Es will ein aufklärerisches Buch sein – tatsächlich ist es eher ein moralischer Kompass als ein analytisches Instrument. Der Begriff, den das Buch stark macht, bleibt auffallend unscharf. Er dehnt sich mühelos über Armut, Bildungsunterschiede und soziale Vorurteile aus und verliert dabei genau das, was ein guter Begriff leisten müsste: Trennschärfe. Am Ende erklärt „Klassismus“ sehr viel – und damit erstaunlich wenig. Kemper verschiebt die Perspektive weg von ökonomischen Zusammenhängen hin zu Fragen der Wahrnehmung und Anerkennung. Ungleichheit erscheint weniger als Ergebnis von Märkten, Entscheidungen und Leistung, sondern vor allem als Folge von Abwertung und Diskriminierung. Das mag sensibilisieren, ersetzt aber keine Analyse. Wer die Mechanik von Wohlstand nicht verstehen will, wird ihn auch nicht erklären können. Auffällig ist zudem die Nähe zu einem Denken, das Unterschiede schnell moralisch deutet. Erfolg gerät unter Rechtfertigungsdruck, Aufstieg erscheint verdächtig, und die offene Gesellschaft wird vor allem als Bühne von Ungleichheit beschrieben. Was fehlt, ist die andere Seite: Initiative, Risiko, Unternehmertum – kurz, all das, was soziale Mobilität überhaupt erst ermöglicht. So bleibt das Buch in einer eigentümlichen Schwebe. Es fordert Aufmerksamkeit für Benachteiligung, liefert aber kaum tragfähige Antworten darauf, wie sie überwunden werden kann. Statt politischer Ökonomie bietet es moralische Sensibilisierung, statt Lösungen vor allem Begriffe. Am Ende steht ein Text, der gut gemeint ist, aber analytisch zu weich bleibt. Er beschreibt ein Gefühl – und verkauft es als Erklärung.

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