Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Expeditionen ins unbekannte Afrika Wussten Sie, dass es in Mosambik die leckersten Krabben gibt, in Burkina Faso das größte Filmfestival Afrikas und in Nigeria die besten Scrabble-Spieler der Welt? Nein? Jeder hat ein Bild von Afrika, die meisten, ohne je da gewesen zu sein. Selten ist es positiv. Was aber wäre, wenn Afrika in Wirklichkeit ganz anders ist? Bernd Dörries bereist den Kontinent und trifft auf Menschen, denen selten das Lachen vergeht. Es gibt nicht wenige, die Afrika für ein einziges Land halten, mit denselben Menschen, denselben Problemen, der Kontinent der drei K: Kriege, Korruption und Katastrophen. Aber: Ist Afrika wirklich so, oder wollen wir es nur so sehen? Bernd Dörries beschreibt mit Humor und subjektivem Blick 33 Länder südlich der Sahara. Er findet Alltag und Aufbruch, Stagnation und Hoffnung. Er reist ins abgeschottete Äquatorialguinea, das nur selten Visa vergibt, und bekommt in Äthiopien erklärt, warum das Land nach Ansicht seiner Einwohner das beste Afrikas ist.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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„Zu jedem Land gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte: Historisches oder Skurriles, dazu die Zahl der chinesischen Restaurants, … es wird immer etwas fehlen, Putsche oder Revolution bleiben unerwähnt. Dafür beschreibt das Buch hoffentlich einiges, was sonst fehlt, wenn wir über Afrika reden: Freude und Normalität, Gastfreundschaft und die Kunst der Improvisation. Es wird nicht immer gelacht, aber erstaunlich oft.“
Eine Hommage an einen Kontinent, der uns über die Medien als „Entwicklungsland“ vermittelt wird. Der Autor Bernd Dörries zeigt in seinem Buch „Der lachende Kontinent“ (erschienen bei Terra Mater), dass es ein Land abseits von Krieg, Hunger und Gefahren gibt und wir unseren Blick nur darauf lenken müssen.
Der Autor und Journalist Bernd Dörries hat auf seinen Reisen durch 34 afrikanische Länder einen faszinierenden Kontinent entdeckt, der abseits der Klischees einiges zu bieten hat. Diesen Einblick zeigt er uns mit Länderporträts von Angola bis Uganda. Dabei durfte ich viel Neues und Interessantes entdecken, was ich so nicht erwartet hätte.
Anfangs findet man bei jedem Porträt eine Landkarte mit der Positionierung des jeweiligen Landes, damit man sich auch orientieren kann. Ein kurzer Steckbrief gibt einen Überblick über Einwohnerzahl, Wirtschaftswachstum, Unabhängigkeit (seit wann), Anzahl der chinesischen Restaurants, Nationalgericht, was man gesehen haben sollte, was man wissen muss und worüber das Land redet.
Die hier zu findenden Informationen sind durchaus interessant, doch die Geschichten, die der Autor über das jeweilige Land zu erzählen weiß, sind umso faszinierender, da man davon nur sehr selten hört oder diese wohl auch zu wenig wahrnimmt.
Beispielsweise ist die größte Kirche der Welt die Basilika Notre-Dame-de-la-Paix und steht an der Elfenbeinküste oder hat The Gambia eine etwas eigenwillige Auffassung von einer „Kehrmaschine“. Außerdem gilt Nigeria als erfolgreichste Scrabblenation der Welt und das größte Filmfestival des Kontinents wird in Burkina Faso abgehalten. Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Österreicher das größte Schigebiet Afrikas in Lesotho baut.
Die Begeisterung des Autors für diesen Kontinent ist spürbar, doch er lässt auch die negativen Details nicht zur Gänze aus: Korruption, Krankheiten, Not, Dürre, der chinesische Einfluss, den bitteren Nachgeschmack der Kolonialisierung.
Diese Reise durch Afrika hat mir nicht nur die Augen geöffnet für Ungewöhnliches, Einzigartiges, Besonderes – es hat mir gezeigt, dass es lohnt, die Perspektive zu verändern, um einen anderen Blickwinkel auf einen beeindruckenden Kontinent zu bekommen. 5 Sterne und eine Leseempfehlung für diese Tour.
Ein völlig neuer und faszinierender Blickwinkel
Igelmanu66 aus Mülheim am 10.11.2019
Bewertungsnummer: 1264902
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
»An Schlangen hatte ich gedacht, an große gefährliche Tiere und kleine sehr giftige. Ich hatte mir die Kriminalitätsstatistiken angeschaut und nach Stadtteilen gesucht, in denen möglichst wenig Menschen umgebracht wurden… Ich habe mich Afrika letztlich so genähert, wie viele andere auch, mit Respekt, manchmal auch mit Angst.«
Seit über zwei Jahren lebt Bernd Dörries in Südafrika, als Berichterstatter für die Süddeutsche Zeitung über Subsahara-Afrika. Dabei handelt es sich um 49 Staaten, deren Namen wir meist unmittelbar mit Kriegen, Korruption, Hungersnöten und wilden Tieren verbinden.
Dörries reist kreuz und quer über den Kontinent und stellt dabei immer wieder fest, dass Afrika sehr viel mehr ist als eine Katastrophenregion, dass es dort auch das gibt, was wir als Normalität bezeichnen und dass dort sehr gern und oft gelacht wird.
34 Staaten hat er bereits besucht und stellt sie in diesem Buch vor. Zu jedem Staat gibt es einen Erlebnisbericht mit interessanten Infos. Zu Beginn jedes Kapitels ist die Position des Staates auf einer Afrika-Karte eingezeichnet, dazu gibt es Grundinfos zu beispielsweise Einwohnerzahl und Wirtschaftswachstum, zum Nationalgericht, den Top-Sehenswürdigkeiten und zur Anzahl chinesischer Restaurants, weil man daran erkennen kann, wie aktiv China im jeweiligen Staat ist.
Da auch mir gewöhnlich zuerst die im ersten Absatz genannten Dinge durch den Kopf schießen, wenn ich an Afrika denke, machte ich mich sehr neugierig und gespannt daran, meine Bildungslücken zu füllen.
Alphabetisch geordnet werden die Staaten vorgestellt. Der Anfang überzeugt mich allerdings noch nicht. Da lese ich von wenigen Superreichen, von zurückliegenden Kriegen und Korruption, von einem Staat, gegen den Nordkorea offen erscheint. Aber dann Äthiopien! Habe ich bislang nur mit Hungersnöten verbunden, jetzt lese ich von Weinanbaugebieten, die beachtliche Weine hervorbringen. Ich beginne zu staunen. Und lese weiter.
Von Botswana, in dem es kaum Korruption gibt und die Krankenversicherung umsonst ist, in dem viel in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit investiert wird und von wo aus der Bevölkerung normalerweise keiner weg will.
Vom Filmfestival in Burkina Faso und der größten Kirche der Welt an der Elfenbeinküste.
Von Liberia, das zwar auf eine Vergangenheit mit Kindersoldaten und Ebola zurückblickt, aber auch ein Surfgebiet hat, das zu den besten der Welt zählt.
„Die größte Gefahr an diesem Ort wäre, dass man nicht mehr wegwill, wenn man ihn einmal gesehen hat.“
Von Nigeria, der erfolgreichsten Scrabblenation der Welt. Und vielen weiteren überraschenden Dingen, auf die ich ohne dieses Buch vermutlich nicht gekommen wäre.
Natürlich ist längst nicht alles gut. Es gibt Not, Korruption und vieles, was nicht richtig läuft. Aber eben nicht nur, es gibt auch anderes und man täte Afrika unrecht, es auf die negativen Punkte zu reduzieren. Der Autor jedenfalls, das merkt man deutlich, fühlt sich dort wohl und meist auch sicher, er staunt und freut sich über beeindruckende Erlebnisse, in der Natur und mit den Menschen. Freunden empfiehlt er, die Urlaubsreise doch mal nach Addis Abeba oder Kinshasa zu machen und generell ist ihm wichtig, die Meinung über Afrika in den Köpfen der Menschen zu erweitern. Bei mir ist ihm das gelungen.
Fazit: Ein völlig neuer und faszinierender Blickwinkel auf einen Kontinent, den die meisten Europäer nur als trostlos bezeichnen und höchstens zum Zweck einer Safari aufsuchen würden.
»Als ich an der Tankstelle bezahlen will, weigert sich die Kassiererin, meine Karte zu nehmen und guckt mich streng an. Ich merke gerade noch, dass ich mich nicht nach ihrem Befinden erkundigt habe: »How are you?«, sage ich also. Sie lächelt, ohne ein Schwätzchen kommt man hier nicht davon. In solchen Momenten ist es einfach ein großartiges Land.«
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