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Gleißendes Licht

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.01.2023

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2,7 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000234579

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

Ein bewegender Roman... oftmals poetisch-visionär, dann wieder eher derb, aber immer voller Kraft und Fantasie. ("sueddeutsche.de")
Eins der bemerkenswertesten literarischen Debüts der letzten Zeit. ("RBB Kulturradio")
Marc Sinan hat einen verletzlichen, berührenden Debütroman vorgelegt. ("Die Presse")
Aus einzelnen Sequenzen historischer Begebenheiten, erinnerter Erzählungen, geträumter Erkenntnisse und berichteter Vorfälle, die sich zusammenfügen, baut Sinan seinen Roman auf. Er verdeutlicht, wie eng das individuelle Schicksal mit historischen Geschehnissen verwoben ist und wie tief verstrickt der Einzelne sein kann, auch wenn er die Zeit gar nicht erlebt hat. ("Der Standard")
«Gleißendes Licht» feiert die Kraft der Sprache und ihre Verwandtschaft mit der Musik. Und Marc Sinan feiert mit «Gleißendes Licht» die leise Kraft der Frauen, die er durch seine Figuren auf besondere Weise würdigt. ("wdr.de")
Diese Kombination von experimenteller und politischer Ästehetik macht den Komponisten Marc Sinan auch zu einem besonderen Schriftsteller. ("Deutschlandfunk Kultur")
Man kann nur staunen, wie variantenreich die literarische Klaviatur des Musikers Marc Sinan ist, wie er Kapitel kombiniert, Tonarten wechselt, wie er unterschiedlich klingende Motive durch diese Geschichte zieht, bis der Eindruck eines großen, polyphonen Oratoriums entsteht. «Gleißendes Licht» ist ein großer Künstlerroman, eine deutsch-türkischeFamilienaufstellung und eine Heilslehre über die Frage, wie innerer Friedentrotz eines langen Kampfes möglich wird. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Sehr interessant und packend und fantasievoll geschrieben. ("HR 2 Kultur")
Der Musiker Marc Sinan erzählt mit seinem Romandebüt in kühnen Arrangements ein Stück türkischer Geschichte. ("tip Berlin")
Ein poetisches, ein kraftvolles, empfindsames Buch. ("ZEIT für Literatur - Podcast der ZEIT")

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Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.01.2023

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,8/13,3/2,7 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000234579

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  • Bories vom Berg

    aus München

    2/5

    15.06.2026

    Gebrauchtbuch (Gebundene Ausgabe)

    Recherche ohne Ergebnis

    Marc Sinan, der Musiker und Komponist mit türkisch-armenischen Wurzeln, hat mit «Gleißendes Licht» einen Debütroman vorgelegt, der den Völkermord an den Armeniern thematisiert. Als Thema ein Tabu in der Türkei, hartnäckig geleugnet bis zum heutigen Tage auch vom derzeitigen Präsidenten Erdoğan, ist dieser erste Genozid des Zwanzigsten Jahrhunderts jedoch vielfach belegte Tatsache, die bis heute nachwirkt. Mit diesem autobiografisch inspirierten Roman liegt nun erneut ein Werk vor, das dieses mehr als hundertjährige Trauma literarisch aufgreift. «Die Wahrheit ist kein Kristall, den man in die Tasche stecken kann, sondern eine unendliche Flüssigkeit, in die man hinein fällt», lautet denn auch ein vorangestelltes Zitat von Robert Musil. Gleich am Anfang wird berichtet, wie im Jahre 1915 der kräftige türkische Hilfssoldat Hüseyin allein ein Boot mit einigen Soldaten und vierzehn armenischen Kindern von Ordu aus auf das Schwarze Meer hinausrudert. Irgendwann soll er stoppen, und dann hört er einen tiefen Schlag und das Aufklatschen eines Körpers auf das Wasser, - das wiederholt sich vierzehn Mal hintereinander, eine kaltblütige Exekution. Hüseyin verdrängt dieses alptraumartige Erlebnis, heiratet später eine armenische Waise und lebt recht gut vom Export von Haselnusskernen, bis ihm kriegsbedingte Import-Beschränkungen das Geschäft verdorben haben. Er verlegte sich auf die Herstellung von Tran, den er aus dem Fang von Delphinen und Schweinswalen gewinnt. Aber auch darauf lag ein Fluch, seine Frau Anneanne, die Oma des Erzählers, wollte ihn davon abbringen, es sei eine Sünde, diese Tiere zu jagen. Und auch hier ging es bald bergab, schon nach zwei Jahren war er wieder ruiniert. In einem weiteren Handlungsstrang wird unter der Überschrift «München 1986 bis 1992» von Kaan erzählt, zweiter Protagonist des Romans und in vielem Alter Ego des Autors, der Enkel von Hüseyin. Er hat als Gitarist ein Stipendium bekommen und reist nun zu ersten Mal in seinem Leben nach Istanbul. Bis dato war Kaans Münchner Leben in einem Reihenhaus völlig unspektakulär gewesen, sei Vater war Ingenieur bei Siemens, seine Mutter technische Zeichnerin in der gleichen Abteilung. Nur, Kaans Mutter, hatte binnen eines Jahres fließend Deutsch sprechen gelernt und ihren eher unspektakulären, aber gut aussehenden Mann geheiratet, weil sie wusste, dass er kein Macho ist und immer loyal zu ihr stehen würde. Das Leben von Opa Hüseyin und seinem Enkel Kaan könnte unterschiedlicher nicht sein, gleichwohl aber wurden die traumatischen Erlebnisse von 1915 auf rätselhafte Weise über Jahrzehnte und zwei Generationen hinweg bis in die Jetztzeit weitergereicht. Der inzwischen vierzigjährige Kaan trägt unermüdlich Indizien dafür zusammen, wobei die Handlung in weiten Sprüngen die Zeit vom Bosporus bis nach New York, vom Schwarzen Meer bis nach dem München der 1980er Jahre durcheilt. «Schreib endlich die Geschichte auf«, sagt der Großvater, «Schreibe, damit du sie vergessen kannst. Denn nur im Vergessen besteht die Chance zu überleben». Es ist eine latent in Kaan schlummernde Aggressivität, die ihn letztendlich zum Schreiben veranlasst, außerdem seine ständige Selbstüberforderung als Musiker, aber auch eine geradezu toxische Liebesunfähigkeit. Der Leser wird Zeuge eines Schreibprozesses, bei dem der Autor mit der detektivischen Kleinarbeit seines Protagonisten wirkungsvoll einen Spannungsbogen aufbaut. Leider bleibt sein Held aber bis zum Schluss als Figur unsympathisch, die in vielen Zeit- und Orts-Sprüngen fraktionell erzählte Geschichte ist zudem schwer durchschaubar und wirft mancherlei Fragen auf, die sie nicht beantwortet. Wie andere, thematisch vergleichbare Romane (Alex Schulman – Verbrenn all meine Briefe) bleibt auch dieser hier die Antwort schuldig, wie sich ein kühn behauptetes, generationen-übergreifendes Weiterreichen von Schuld denn psychologisch erklären lasse, - Marc Sinans wortreiche Recherche bleibt jedenfalls ohne Ergebnis!

  • Bewertung

    aus Burghausen

    5/5

    24.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reise in die Vergangenheit

    Ich habe mich noch nie richtig intensiv mit dem Völkermord an den Armeniern beschäftigt. So war dieses Buch eine wagemutige und spannende Reise für mich. Kaan reist nach Istanbul, da seine Oma gestorben ist. Er wird auf die Familiengeschichte gestossen, die lange verschütter war. In Rückblenden wird das Leben erzählt und beide Gefühle Rache aber auch Vergebung darüber werden in Kaan erweckt. Das Buch ist wahrscheinlich auch teilweise die Geschichte der Familie des Autors und deren Erfahrungen. Der Schreibstil ist auch nicht unbedingt leicht. Toll sind die Gedanken, Lieder, die Gedichte. Viel für mich zum Nachdenken. Auf dieses Buch muss man sich einlassen können. Es ist mal etwas ganz anderes, aber für mich etwas Besonderes. Ich kann die Beweggründe und die Geschichte der Armenier jetzt viel besser verstehen. Ein großartiges, aber kein leichtes Buch.

  • kleserchen

    5/5

    22.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig, wichtig und mysteriös

    Der Debütroman von Marc Sinan hat mich wirklich umgehauen. Sprachlich wunderbar und besonders, bildhafte Szenen und nahbare Figuren (die trotzdem allesamt ihr Geheimnis behalten). Die inneren Kämpfe des Protagonisten werden schleichend spürbar, ohne konkret benannt werden zu müssen, und die Verbindung zur Geschichte seiner Familie (insbesondere der Großeltern) wird Schritt für Schritt deutlicher. Die Kapitel spielen zu verschiedenen Zeiten, drehen sich zwischendurch um andere Figuren, doch alles ist sehr schlüssig und verständlich montiert. Nur zum Schluss wusste ich nicht mehr sicher, was gerade passiert. Träumt der Protagonist? Dreht er wirklich durch? Hat er Wahnvorstellungen? Ich nehme an, das Ende war genauso verworren gemeint, wie ich es gelesen habe, doch ich hätte mir ein bisschen mehr Durchblick gewünscht (damit meine ich nicht ein klares Ende, sondern mehr Klarheit in den einzelnen Szenen). So habe ich das Gefühl, eine entscheidende Verbindung zwischen all den Kapiteln letztlich nicht gefunden zu haben. Doch vielleicht ist es genau das, was den Roman und die Geschichte ausmacht.

  • Bewertung

    5/5

    20.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie, Heimat, Herkunft

    Das Cover ist ziemlich nichtssagend und könnte auch zu einem Krimi passen. Aber es ist auch nicht schlecht, das abgebildete Meer kann man auch als Zeichen des Aufbruchs lesen. Im Roman geht es um die Familie des Komponisten Kaan, seine Mutter kam damals aus der Türkei nach Deutschland. Hier hat er in der Jugend eine Freundin, Zizi, die ihn sehr unterstützt. Der Roman springt episodenhaft zwischen den Zeiten, Generationen und Orten umher, da die Kapitel aber mit den Orten und Zeiten überschrieben sind, ist es nicht schwer, der Erzählung zu folgen. Es gibt keine konkrete Handlung, viel eher handelt es sich um eine Art Nacherzählung vergangener Erlebnisse. Eine große Rolle spielen hier Zugehörigkeitsgefühle, Familie, Männlichkeit, Heimat und Liebe. Der Schreibstil ist sehr unaufgeregt, die Sätze eher kurz gehalten und damit sehr direkt und gut verständlich. Ein wundervolles Buch, mir gefiel die schnörkellose Erzählung und die Darstellung der Schwierigkeiten der Personen. Da hier jedoch nicht besonders viel an Handlung geschieht, ist dieses Buch eventuell nicht für jede*n was.

  • Bewertung

    5/5

    19.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckende Komposititon

    Gleißendes Licht ist ein bewegendes Erstlingswerk eines vielseitigen Künstlers. In wechselnden Zeitebenen wird die Entwicklung des jungen Kaan zum Mann erzählt, der als Sohn einer türkischstämmigen Mutter mit armenischen Wurzeln und eines deutschen Vaters in einem Vorort von München aufwächst. Die Mutter, darauf bedacht dass Kaan sich als etwas Besonderes sieht und alles daran setzt, dass er als deutsches Kind aufwächst. Durch Fleiß und Talent wird er zu einem bekannten Gitarristen. Durch diverse Reisen in die Türkei, den Ort seiner Vorfahren, und seine Erinnerungen an seine Großeltern wird im Bewusst, wie viel „genetische“ Wurzeln in ihm stecken. In einer ausdruckstarken Beschreibung schafft es Marc Sinan, den Leser mitzunehmen. Ein beeindruckendes Buch, das starke autobiographische Züge enthält.

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