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Bullauge Roman | Ein Psychogramm der Abgehängten | Von hoher politischer Aktualität

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/2,3 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710000288848

Beschreibung

Rezension

»Friedrich Ani ist ein großer Melancholiker und ein grandioser Stilist ...« ("stern")
»Der richtige Lesestoff für verregnete Nachmittage oder einen Herbsturlaub. Dass es bei Ani nicht langweilig wird, wusste man schon vor diesem Buch; Bullauge ist besonders spannend.« ("Berliner Zeitung")
»Knorke, nachdenklich, literarisch, anrührend. Ani ist ein Meister der intelligenten Unterhaltung, der ... in seiner Besorgte-Vision schmalzfrei Tacheles dichtet.« ("Kulturexpresso")
»Friedrich Ani, der große Stilist unter den deutschen Krimi-Autoren, entwirft ein sehr genaues Psychogramm zweier Abgehängter – und liefert auch noch einen überzeugenden Schluss.« ("Sonntag EXPRESS")
»Jetzt also Bullauge. Wie immer bei Ani ein Roman, der über das Genre hinausweist.« ("Aachener Zeitung")
»Eine Geschichte, die es in sich hat. Hier hat Ani sich hervorragend in der Literaturszene positioniert. Der Roman verspricht Aktualität sowie fesselnden Lesestoff.« ("Magazin Köllefornia")

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

266

Maße (L/B/H)

18,7/11,7/2,3 cm

Gewicht

254 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710000288848

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44, 10119 Berlin, DE
verkauf@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Salzkotten

    5/5

    06.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Krimi mit Aktualität

    Dieser Krimi hat mich wirklich gefesselt: Er erzählt die Geschichte eines wegen einer im Dienst erfahrenen Verltzung freigestellten Polizisten namens Kay, der in seiner Einsamkeit und Verbitterung Silvia kennenlernt, mit der er sich anfreundet. Doch Silvia hat sich einer rechtsradikalen Gruppe angeschlossen, die möglicherweise für Kays Unfall verantwortlich ist. Gemeinsam davon überzeugt, die Gruppe zu stoppen, setzen sie sich nun das Ziel, einen geplanten Anschlag zu verhindern. Mich hat die Verknüpfung von Kriminalgeschichte und politischer Aktualität überzeugt. Auch wenn es auf den ersten Blick reißerisch klingt, die Geschichte ist toll geschrieben und die Figuren glaubwürdig gezeichnet. Leider gibt es von dieser Art Literatur einfach zu wenig, spannende Krimis mit politischer Brisanz, von denen man nach dem Lesen sagen kann: jetzt bin ich ein bisschen klüger.

  • Bewertung

    aus Altendorf

    5/5

    28.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leise und Düster

    Das Cover passt hervorragend zum Roman Bullauge von Friedrich Ani. Das war mein erstes Buch von Friedrich Ani. Die Handlung ist leise, düster und eindringlich. Die Sprache, die er wählt ist faszinierend und interessant gewählt und gefiel mir sehr gut. Wird mit Sicherheit nicht sein letztes Buch gewesen sein, welches ich lese. Der Polizist Kai Oleander muss mit dem Schicksalsschlag kämpfen ein Auge verloren zu haben und lernt im Laufe des Buches Silvia Glaser kennen, die ebenfalls mit ihrem Schicksal zu kämpfen hat, einer kaputten Hüfte. Im Laufe des Romans kommen sich die beiden sehr zaghaft näher und helfen sich in gewisser Weise gegenseitig wieder halt zu finden. Das Ende ist überraschend, und hätte ich so nicht damit gerechnet. Sein Schreibstil lässt sich flüssig lesen und man behält auch immer den Überblick über die Handlung und das Befinden der beiden Hauptfiguren. Absolute Empfehlung zum Lesen.

  • IchmagBücher

    5/5

    26.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    topaktuelles Thema geschickt verpackt in einer mitreißenden Story

    Aus und vorbei. So fühlt sich der Polizist Kay Oleander, nachdem er bei einem Polizeieinsatz von einer Bierflasche getroffen wird und sein linkes Augenlicht verliert. Unklar ist, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Doch eine Sache lässt ihn nicht los. Da war eine Frau auf der Demo, die sich merkwürdig verhalten hat. Hat sie etwas mit dem Anschlag zu tun? Kay kehrt - obwohl vom Dienst freigestellt - ins Präsidium zurück und sieht sich erneut die Protokolle an. Ohne groß darüber nachzudenken, begibt er sich zur Wohnung dieser Silvia Glaser und begegnet ihr auch prompt. Auch Silvia ist gehandicapt, denn seit einem Fahrradunfall braucht sie einen Gehstock. Die beiden kommen ins Gespräch und schnell wird klar, dass sich diese beiden versehrten Menschen möglicherweise gegenseitig Halt geben können. Wäre da nicht noch Silvias Verbindung zu einer rechtspopulistischen Gruppierung, die sich äußerst staatsfeindlich gibt... Friedrich Ani erzählt hier sehr eindrucksvoll vom fürchterlichen Schicksal eines im Dienst versehrten Polizisten, der auf der Suche nach Gerechtigkeit ist. Geschickt lässt er gesellschaftspolitische Themen wie Medienskepsis, staatsfeindliche Tendenzen und rechten Terror in seine Geschichte einfließen und erzeugt damit stellenweise Gänsehaut, weil solche Ereignisse eben keine Fiktion, sondern Realität sind und waren. Darüber hinaus ist Ani ein Autor, der seine Protagonisten sehr genau zu beschreiben weiß und tiefe Einblicke in deren Seelenleben gewährt.

  • bookloving

    5/5

    24.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckender Roman

    In seinem neuen Roman „Bullauge“ erzählt der mehrfach ausgezeichnete deutsche Autor Friedrich Ani eine düstere, aufwühlende und höchst fesselnde Geschichte über zwei physisch und psychisch versehrte Menschen. Der versierte Autor versteht es zudem hervorragend, mit den alltäglichen zunehmenden Gewaltexzessen gegen Polizisten und der Radikalisierung von Anhängern der rechten, bürgerlichen Szene eine brandaktuelle Thematik in seinem in zwei Teile untergliederten Roman einzubinden. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um einen Kriminalroman im eigentlichen Sinne. Eindrucksvoll zeichnet Ani das beklemmende Psychogramm zweier Gestrandeter, die durch tragische Unfälle aus ihrem alten Leben gerissen wurden, in all ihrer Verletzlichkeit und Verzweiflung zueinanderfinden und einander trotz aller Widrigkeiten Halt geben. Sehr einfühlsam und schonungslos lässt er uns in die Abgründe ihrer desillusionierten und geschundenen Seelen schauen, die trotz allem immer noch auf berührende Weise Reste ihrer Selbstachtung und moralischen Wertevorstellungen bewahrt haben und an das Gute im Menschen glauben lassen. Anis anspruchsvoller und ungewöhnlicher Erzählstil fordert uns zwar einiges an Aufmerksamkeit ab, doch ist es sehr fesselnd, wie sich die vielen Eindrücke genial miteinander zu verknüpfen und sich allmählich Verbindungen herstellen lassen, die sich schließlich zu einem erschütternden Gesamtbild zusammenfügen. Gekonnt fängt er Stimmungen und Bilder mit viel Feingefühl und Eindringlichkeit ein und bringt uns diese anschaulich näher. „Ich schau durch dich hindurch wie durch ein Bullauge, und alles, was ich seh, ist ein schwarzes Meer“ Inszeniert als eine Art intimes Kammerspiel kreist die Handlung zunächst um den vom Dienst freigestellten Streifenpolizisten Kay Oleander, der bei einer Demonstration durch einen Bierflaschenwurf die Sehkraft auf seinem linken Auge verloren hat, mit seinem Schicksal hadert und sich mehr schlecht als recht durch den Tag kämpft. Eindringlich schildert Ani die Bemühungen des durch sein Schicksal deutlich gezeichneten Polizisten, zur alten Normalität zurückzukehen und aufgrund der erfolglosen Ermittlungen seiner Kollegen mehr über die Hintergründe und mutmaßlichen Täter zu erfahren. Zugleich gewährt er uns teilweise höchst befremdliche Einblicke in Oleanders angeschlagene Psyche und lässt uns in quälend bizarren Episoden schonungslos an seinen verzweifelten Zusammenbrüchen teilhaben. Mit der mysteriösen Silvia Glaser und potentiellen Täterin betritt eine weitere faszinierende Figur die Bühne, die durch einen mutmaßlich von einem vorbeirasenden Streifenwagen verursachten Fahrradunfall behindert ist und in ihrem Hass auf die Polizei Zuflucht beim rechtspopulistischen Lager gefunden hat. Nach einigen recht skurrilen Treffen, bei denen sie sich trotz Misstrauen und ihrer Verwirrtheit einander annähern und öffnen, berichtet Silvia Oleander von ihren Befürchtungen, dass ein rechter Terroranschlag geplant sei und die beiden beschließen, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. So gewinnt die genial angelegte Handlung zunehmend an Fahrt, nimmt eine ungeahnte Wendung und gipfelt schließlich in einem erschütternden und für mich höchst überraschenden Finale. Sehr vielschichtig und beeindruckend zeichnet Ani seine verschiedenen Charaktere mit ihren gebrochenen Biografien, ihre Abgründe und persönlichen Schicksale. Sie alle sind ein jeder auf seine spezielle Weise wertvoll und liebenswert. Ani ist wieder ein faszinierendes, glaubhaft ausgearbeitetes Kaleidoskop aus verschrobenen Einzelgängern, Extremisten, Gescheiterten, (Über-)Lebenskünstlern und den vielen traurigen Verlierern dieser Gesellschaft gelungen. Ani lässt schließlich seinen aufwühlenden und nachdenklich stimmenden Roman trotz aller Düsternis mit einem durchaus hoffnungsvollen Ende ausklingen. FAZIT Ein vielschichtiger, sehr bemerkenswerter Roman mit einer tiefgründigen, bewegenden Geschichte die noch lange nachklingt!

  • beatrix

    aus Tegernsee

    5/5

    22.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Friedrich Ani hat eine…

    Friedrich Ani hat eine Geschichte geschrieben, die berührt und mich gefangen genommen hat. Die Aktualität dieses Romans (oder ist es doch ein Krimi) macht betroffen und nachdenklich. Die zwei Einzelgänger, Polizist Kay Oleander, der bei einer Demo durch einen Bierflaschenwurf ein Auge verlor und seitdem vom Dienst befreit ist und die Apothekerin Silvia Gläser, die seit einem Fahrradunfall, der möglicherweise durch einen Einsatz eines Polizeifahrzeuges verursacht wurde und seitdem gehbehindert ist, finden aufgrund von Kay Oleanders Recherche zu seinem Unfallhergang zueinander. Silvia lebt seit dem Unfall am Existenzminimum und gerät in die Fänge einer rechten Organisation. Friedrich Ani schildert behutsam, wie die beiden mit ihrem Schicksal umgehen und lässt sie in den rechten Kreisen recherchieren – an den Behörden vorbei. Das Ende ist überraschend aber eigentlich bei Friedrich Ani immer zu erwarten. Wieder mal ein Meisterwerk von Friedrich Ani, dass für mich eins der besten Bücher der letzten Jahre ist.

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