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Produktbild: Haus aus Stein
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Haus aus Stein Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Verlag

InterKontinental Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,9/13,8/3,2 cm

Gewicht

553 g

Auflage

1

Originaltitel

House of Stone

Übersetzt von

Simone Jakob

Sprache

Deutsch

EAN

2710000296515

Beschreibung

Rezension

"Diese Geschichte gibt denen, die das Trauma des Völkermords erleben mussten, ihre Menschlichkeit zurück. Und gleichzeitig zeigt sie uns die Tiefe dieses Traumas. Aber das alles wird mit so viel Energie und so frech erzählt, in der schönsten Sprache, die man sich vorstellen kann. Alle, die sich dafür interessieren, wie Literatur Geschichten erzählen kann, die zutiefst verstörend und trotzdem leicht und sogar lustig sein können, werden dieses Buch garantiert mögen." - Tsisi Dangarembga im Gespräch mit RBB Kultur
"Einer der besten Romane über Simbabwe, die es je gab." - NoViolet Bulawayo, Autorin von "Glory"

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.08.2023

Verlag

InterKontinental Verlag

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21,9/13,8/3,2 cm

Gewicht

553 g

Auflage

1

Originaltitel

House of Stone

Übersetzt von

Simone Jakob

Sprache

Deutsch

EAN

2710000296515

Herstelleradresse

InterKontinental
Kantstraße 97
10627 Berlin
DE

Email: InterKontinental- Hirsbrunner,
Telefon: 030 58739464

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Tiefe Einblicke in die Geschichte von Simbabwe

Sarah aus Chemnitz am 25.06.2024

Bewertungsnummer: 2230651

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zamani wächst ohne weitere familiäre Bindung bei seinem Onkel auf. Die Mutter ist während Gukurahundi getötet wurden, zum Vater besteht kein Kontakt. Als der Onkel stirbt, zieht Zamani zur Untermiete bei Familie Mlambo ein, freundet sich mit deren Sohn an und wird bald als Familienmitglied gesehen. Bukhosi, der Sohn der Familie, schließtsich, wie auch Zamani der Mthwakazi-Bewegung an und verschwindet auf einer Kundgebung spurlos. Anstatt den Eltern die Wahrheit zu erzählen, sieht Zamani die Chance endlich eine richtige Familie zu haben und tut alles um als Ersatzsohn anerkannt zu werden. Unter dem Deckmantel der Hilfe bei der Suche nach dem verschwundenen Sohn, drängt sich Zamani immer mehr auf, nährt den Alkoholismus seines „Ersatzvaters“ Abednego, um sich die Familiengeschichte zu erschließen, und nutzt dessen Gewaltausbrüche um seiner „Ersatzmutter“ Agnes näher zu kommen und auch ihr Informationen zu entlocken. - Novuyo Rosa Tshuma erschafft mit ihrem Roman einen tiefen Einblick in die Geschichte von Simbabwe. Die Erzählung über den toxischen, höchst berechnenden, Zamani bildet dabei nur den Rahmen, der zwar spannend zu lesen ist, für mich aber nicht die Essenz des Werkes ausmacht. Durch seine, zweifelsohne hartnäckige Vehemenz, die auch nicht vor Verrat und Erpressung zurückschreckt, entlockt er seinen selbstgewählten „Ersatzeltern“ deren Geschichte, die geprägt ist von Gewalt, Unterdrückung, Verlust. (Eventuell könnte man sein Handeln auch als Metapher für die Geschichte Simbawes betrachten) Gerade diese Sequenzen, die von Krieg, Völkermord, Vertreibung, Enteignung und Flucht, von Armut und Lebensmittelknappheit, sowie auch über die Auswirkungen in die Gegenwart berichten, zeigen ein umfassendes, realistisches Abbild der jüngeren Geschichte des „Haus aus Stein“, lassen mich als Lesende tief in die grausamen Geschehnisse eintauchen und machen den wahren Kern des Gesellschaftsromans aus. Die Autorin zeigt anhand der Einzelschicksale von Abednego und Agnes die Politik der letzten Jahrzehnte auf, die menschenverachtend und von Angst geprägt ist und thematisiert ein weiteres Problem: Das Schweigen. Die Geschehnisse werden sowohl von den Herrschenden, als auch von der Bevölkerung tabuisiert und totgeschwiegen, was zu der Weiterreichung transgenerationaler Traumata führt. Schon allein aus diesem Grund halte ich das Buch für sehr wichtig, da es genau mit diesem Schweigen bricht, da es die Geschichte sichtbar macht und zur Aufarbeitung beiträgt. Es gab in der letzten Zeit sehr wenige Bücher, die mich so berührt und weitreichend haben recherchieren lassen. Ein sprach- und bildgewaltiger Roman, dem ich viel Aufmerksamkeit wünsche und euch ans Herz legen möchte. Ganz große Empfehlung.

Tiefe Einblicke in die Geschichte von Simbabwe

Sarah aus Chemnitz am 25.06.2024
Bewertungsnummer: 2230651
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zamani wächst ohne weitere familiäre Bindung bei seinem Onkel auf. Die Mutter ist während Gukurahundi getötet wurden, zum Vater besteht kein Kontakt. Als der Onkel stirbt, zieht Zamani zur Untermiete bei Familie Mlambo ein, freundet sich mit deren Sohn an und wird bald als Familienmitglied gesehen. Bukhosi, der Sohn der Familie, schließtsich, wie auch Zamani der Mthwakazi-Bewegung an und verschwindet auf einer Kundgebung spurlos. Anstatt den Eltern die Wahrheit zu erzählen, sieht Zamani die Chance endlich eine richtige Familie zu haben und tut alles um als Ersatzsohn anerkannt zu werden. Unter dem Deckmantel der Hilfe bei der Suche nach dem verschwundenen Sohn, drängt sich Zamani immer mehr auf, nährt den Alkoholismus seines „Ersatzvaters“ Abednego, um sich die Familiengeschichte zu erschließen, und nutzt dessen Gewaltausbrüche um seiner „Ersatzmutter“ Agnes näher zu kommen und auch ihr Informationen zu entlocken. - Novuyo Rosa Tshuma erschafft mit ihrem Roman einen tiefen Einblick in die Geschichte von Simbabwe. Die Erzählung über den toxischen, höchst berechnenden, Zamani bildet dabei nur den Rahmen, der zwar spannend zu lesen ist, für mich aber nicht die Essenz des Werkes ausmacht. Durch seine, zweifelsohne hartnäckige Vehemenz, die auch nicht vor Verrat und Erpressung zurückschreckt, entlockt er seinen selbstgewählten „Ersatzeltern“ deren Geschichte, die geprägt ist von Gewalt, Unterdrückung, Verlust. (Eventuell könnte man sein Handeln auch als Metapher für die Geschichte Simbawes betrachten) Gerade diese Sequenzen, die von Krieg, Völkermord, Vertreibung, Enteignung und Flucht, von Armut und Lebensmittelknappheit, sowie auch über die Auswirkungen in die Gegenwart berichten, zeigen ein umfassendes, realistisches Abbild der jüngeren Geschichte des „Haus aus Stein“, lassen mich als Lesende tief in die grausamen Geschehnisse eintauchen und machen den wahren Kern des Gesellschaftsromans aus. Die Autorin zeigt anhand der Einzelschicksale von Abednego und Agnes die Politik der letzten Jahrzehnte auf, die menschenverachtend und von Angst geprägt ist und thematisiert ein weiteres Problem: Das Schweigen. Die Geschehnisse werden sowohl von den Herrschenden, als auch von der Bevölkerung tabuisiert und totgeschwiegen, was zu der Weiterreichung transgenerationaler Traumata führt. Schon allein aus diesem Grund halte ich das Buch für sehr wichtig, da es genau mit diesem Schweigen bricht, da es die Geschichte sichtbar macht und zur Aufarbeitung beiträgt. Es gab in der letzten Zeit sehr wenige Bücher, die mich so berührt und weitreichend haben recherchieren lassen. Ein sprach- und bildgewaltiger Roman, dem ich viel Aufmerksamkeit wünsche und euch ans Herz legen möchte. Ganz große Empfehlung.

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Haus aus Stein

von Novuyo Rosa Tshuma

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