Produktbild: Stalin, Dulles und der Galgen in Prag

Stalin, Dulles und der Galgen in Prag Doku-Fiction

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2025

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/12,2/1,4 cm

Gewicht

170 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02769-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.03.2025

Verlag

Eulenspiegel Verlagsgruppe Buchverlage

Seitenzahl

128

Maße (L/B/H)

20,6/12,2/1,4 cm

Gewicht

170 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02769-6

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

Email: kontakt@eulenspiegelverlag.de

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Leichte Sprache, schwerer Stoff

Manuela404 am 24.04.2025

Bewertungsnummer: 2474342

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Anfang der Fünfziger fanden in allen Ostblockstaaten Schauprozesse gegen führende Funktionäre statt. Ihnen wurde unterstellt, mit westlichen Geheimdiensten während und nach dem Krieg kooperiert zu haben. Den Verdacht hatten Agenten der CIA gestreut – wohl wissend, dass der misstrauische Stalin darauf reagieren würde. Was der auch mit aller Härte tat. In den Bruderparteien wurde Jagd auf Spione und trotzkistisch-titoistisch-zionistische Verschwörer gemacht. In Prag endeten der vormalige Generalsekretär der KPTsch Rudolf Slánský und zehn weitere Antifaschisten am Strang, ihre Asche verstreute man in alle Winde … Über diese Justizmorde und Rechtsbeugungen wurde später der Mantel des Schweigens und der Scham gebreitet. In seinem Buch lüftet ihn der Journalist Hartmut König, indem er eine Geschichte erzählt: Der Enkel eines der im Prager Pankrac Gehenkten macht sich in den Neunzigern von Leipzig auf nach Manila. Auf der philippinischen Insel Donga leben unerkannt vier ehemalige Geheimdienstler und der Staatsanwalt, die in das Slánský-Verfahren aktiv involviert waren. Von denen will er Aufklärung. Alle handelnden Personen sind fiktiv, doch was sie berichten, ist historisch belegt. Deshalb nennt König den mit leichter Hand geschriebenen Text „Doku-Fiction“. Er bringt damit Licht ins Dunkel – ins Dunkel der Vergangenheit und in die Finsternis eines tragischen Geschichtskapitels. Das geschieht, bei aller Schwere des Stoffs, durchaus unterhaltsam, ist aufklärend, ohne belehrend zu wirken. König demonstriert überzeugend, dass man über alles schreiben kann, wenn man es denn kann.

Leichte Sprache, schwerer Stoff

Manuela404 am 24.04.2025
Bewertungsnummer: 2474342
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Anfang der Fünfziger fanden in allen Ostblockstaaten Schauprozesse gegen führende Funktionäre statt. Ihnen wurde unterstellt, mit westlichen Geheimdiensten während und nach dem Krieg kooperiert zu haben. Den Verdacht hatten Agenten der CIA gestreut – wohl wissend, dass der misstrauische Stalin darauf reagieren würde. Was der auch mit aller Härte tat. In den Bruderparteien wurde Jagd auf Spione und trotzkistisch-titoistisch-zionistische Verschwörer gemacht. In Prag endeten der vormalige Generalsekretär der KPTsch Rudolf Slánský und zehn weitere Antifaschisten am Strang, ihre Asche verstreute man in alle Winde … Über diese Justizmorde und Rechtsbeugungen wurde später der Mantel des Schweigens und der Scham gebreitet. In seinem Buch lüftet ihn der Journalist Hartmut König, indem er eine Geschichte erzählt: Der Enkel eines der im Prager Pankrac Gehenkten macht sich in den Neunzigern von Leipzig auf nach Manila. Auf der philippinischen Insel Donga leben unerkannt vier ehemalige Geheimdienstler und der Staatsanwalt, die in das Slánský-Verfahren aktiv involviert waren. Von denen will er Aufklärung. Alle handelnden Personen sind fiktiv, doch was sie berichten, ist historisch belegt. Deshalb nennt König den mit leichter Hand geschriebenen Text „Doku-Fiction“. Er bringt damit Licht ins Dunkel – ins Dunkel der Vergangenheit und in die Finsternis eines tragischen Geschichtskapitels. Das geschieht, bei aller Schwere des Stoffs, durchaus unterhaltsam, ist aufklärend, ohne belehrend zu wirken. König demonstriert überzeugend, dass man über alles schreiben kann, wenn man es denn kann.

Schwere Kost interessant aufgearbeitet

gaby2707 aus München am 17.03.2025

Bewertungsnummer: 2441743

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Kommunist Oskar Chesilski wird 1952 aufgrund verschiedener erzwungener falscher Zeugenaussagen in einem Schauprozess in Prag zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sein Enkel Che erhält von dem Tschechen Pavel Novák, ein einstiger Kampfgefährte seines Großvaters im englische Exil, einen Brief aus Manila. Dem lässt das Schicksal seines einstigen Freundes keine Ruhe. So erfährt Che von Helfershelfern die Mitschuld am Tod seines Großvaters tragen. Er macht sich auf nach Maila und von dort zu der kleinen philippinischen Insel Donga, wo ein paranoides Stück Weltgeschichte vertuscht wird. Hier lerne ich Dr. Robert Hope, der früher Snyder hieß kennen; Staatsanwalt Karel Soubek, der seine Albträume nicht los wird; Ari Blum, der Oskar Chesilski fast als einen Freund bezeichnet; die Britin Eliza Summerforth, deren Aussage gegen Chesilski erpresst wurde; Mark Ashley, der heimlich Irkat, die Verwalterin der Insel Donga, beobachtet und den Franzosen Bresson, der seinerzeit zurück nach Algier geschickt wird. Sie alle waren verstrickt in die CIA-Operation "Splinter Factor" und wurden als Zeugen hier jahrelang interniert. Ganz tief taucht Oskars Enkel Che in die Geschichte ein und ganz langsam erschließen sich ihm die Begebenheiten aus der Vergangenheit. Autor Hartmut König verknüpft fiktive Schicksale mit den tatsächlichen Machenschaften der Geheimdienste auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs zu einer spannenden Geschichte. Für mich war es etwas schwierig mich in die damalige Zeit zurück zu versetzen und mich voll in die Lektüre fallen zu lassen. Vieles war interessant. Anderes habe ich beim lesen gar nicht richtig aufnehmen können. Vielleicht, weil die Zeit so weit entfernt ist und ich auch in meiner Kindheit und Jugend dazu keinen Zugang hatte. Trotzdem hat mir diese Doku-Fiction gut gefallen. Sehr interessant und aufschlussreich finde ich die im Anhang erwähnten Personen, die alle in der Geschichte vorkommen und hier mit einer kleinen Biografie vorgestellt werden. Eine fesselnde und erhellende Lektüre für alle, die sich auf die Zeit nach 1948 einlassen wollen.

Schwere Kost interessant aufgearbeitet

gaby2707 aus München am 17.03.2025
Bewertungsnummer: 2441743
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Kommunist Oskar Chesilski wird 1952 aufgrund verschiedener erzwungener falscher Zeugenaussagen in einem Schauprozess in Prag zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sein Enkel Che erhält von dem Tschechen Pavel Novák, ein einstiger Kampfgefährte seines Großvaters im englische Exil, einen Brief aus Manila. Dem lässt das Schicksal seines einstigen Freundes keine Ruhe. So erfährt Che von Helfershelfern die Mitschuld am Tod seines Großvaters tragen. Er macht sich auf nach Maila und von dort zu der kleinen philippinischen Insel Donga, wo ein paranoides Stück Weltgeschichte vertuscht wird. Hier lerne ich Dr. Robert Hope, der früher Snyder hieß kennen; Staatsanwalt Karel Soubek, der seine Albträume nicht los wird; Ari Blum, der Oskar Chesilski fast als einen Freund bezeichnet; die Britin Eliza Summerforth, deren Aussage gegen Chesilski erpresst wurde; Mark Ashley, der heimlich Irkat, die Verwalterin der Insel Donga, beobachtet und den Franzosen Bresson, der seinerzeit zurück nach Algier geschickt wird. Sie alle waren verstrickt in die CIA-Operation "Splinter Factor" und wurden als Zeugen hier jahrelang interniert. Ganz tief taucht Oskars Enkel Che in die Geschichte ein und ganz langsam erschließen sich ihm die Begebenheiten aus der Vergangenheit. Autor Hartmut König verknüpft fiktive Schicksale mit den tatsächlichen Machenschaften der Geheimdienste auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs zu einer spannenden Geschichte. Für mich war es etwas schwierig mich in die damalige Zeit zurück zu versetzen und mich voll in die Lektüre fallen zu lassen. Vieles war interessant. Anderes habe ich beim lesen gar nicht richtig aufnehmen können. Vielleicht, weil die Zeit so weit entfernt ist und ich auch in meiner Kindheit und Jugend dazu keinen Zugang hatte. Trotzdem hat mir diese Doku-Fiction gut gefallen. Sehr interessant und aufschlussreich finde ich die im Anhang erwähnten Personen, die alle in der Geschichte vorkommen und hier mit einer kleinen Biografie vorgestellt werden. Eine fesselnde und erhellende Lektüre für alle, die sich auf die Zeit nach 1948 einlassen wollen.

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Stalin, Dulles und der Galgen in Prag

von Hartmut König

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