Die 12-jährige Anna ist asthmakrank und fühlt sich als Außenseiterin. Um sich zu erholen, wird Anna wird von ihrer Pflegemutter Yoriko den Sommer über zu Verwandten aufs Land geschickt. Beim Erkunden der neuen Umgebung entdeckt Anna ein altes verlassenes Haus, das sie zu kennen scheint, und trifft dort die junge Marnie. Das mysteriöse blonde Mädchen wird Annas erste richtige Freundin und sie hat seit langem wieder Spaß am Leben. Als Marnie eines Tages jedoch spurlos verschwindet und eine Familie in das leerstehende Haus einzieht, freundet sich Anna mit Sayaka, der Tochter der Familie, an. Sayaka findet Marnies Tagesbuch und Anna muss feststellen, dass Marnie nicht die war, die sie vorgab zu sein. Welches Geheimnis umgab Marnie?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
25.07.2022
DVD (DVD)
unerwartet tiefsinnig
Die meisten mir bekannten Anime-Filme erzählen relativ einfache Geschichten. Das ist hier anders. Zwar lässt sich schon früh ahnen, dass hinter der Freundschaft der beiden Mädchen mehr steckt als der erste Blick vermuten lässt, aber die letzten 30 Minuten sind nicht nur unerwartet düster, sondern geben der ganzen Geschichte eine Bedeutungsschwere, die zumindest mich umgeworfen hat. Es ist auf jeden Fall ein besonderer Film, großartig gezeichnet, langsam und sorgfältig erzählt, den ich zu den besten zähle, die ich bisher gesehen habe. Ich weiß nur nicht, ob iche die Altersfreigabe 0 teile. Zumindest die Auflösung am Ende des Films könnte für Kinder nicht einfach zu verkraften sein.
Nadine lalelu
aus Warburg
5/5
31.08.2018
DVD (DVD)
sehr bewegend
ich fand den film so bewegend das war der schönste film den ich jemals gesehn habe. Als Anna herausfand wer marnie wirklich war war ich den tränen nah
Bewertung
aus Halle
5/5
28.01.2018
DVD (DVD)
Herzzerreißend
Ein Film fürs Herz. Wunderschön und gleichzeitig traurig. Ich kann ihn nur weiter empfehlen. Für einen Filmabend für Animefreunde wie geschaffen. Der Regisseur und Autor hat mal wieder gezeigt was er kann.
Bewertung
aus Zwickau
5/5
25.01.2018
DVD (DVD)
Ein Film der auch das Herz berührt
Erinnerung an Marnie...schon zu Beginn lädt Anna den Zuschauer in ihre Welt ein. Sie ist ein krankes, einsames und damit sehr trauriges junges Mädchen. In ihrem Leben herrscht dunkle Traurigkeit und alleine kann sie sich nicht helfen. Marnie ist Annas rettender Anker. Doch wird Marnie für Anna nicht nur zur engen Freundin...sie trägt in sich ein Geheimnis welches Anna Leben nachhaltig verändern wird.
Ein Film voller Magie und Szenen die das Herz berühren. Für Kinder finde ich den Film vielleicht etwas verwirrend, da die Handlungen manchmal etwas sprunghaft sind. Ich kann den Film nur empfehlen und möchte ihn in meiner Sammlung nicht missen.
Miss Anonym
aus Gotha
5/5
30.03.2016
DVD (DVD)
Eine Liebe übers Jenseits hinaus
,,In dieser Welt gibt es einen unsichtbaren magischen Kreis; er hat eine Innen- und Außenseite.'' Blickend auf eine Horde spielender Kinder schwenkt die Stimme weiter ins Melancholische. ,,Diese Menschen befinden sich in seinem Inneren. Ich bin draußen.'' Mit diesem Monolog Annas beginnt der Film. Kein unwesentlich laxer Inhalt, projiziert man hier die gängige jap. Sicht und Lebensphilosophie gegenüber allem Befremdlichen bzw Abschweifenden.
Gemeint ist die gesellschaftliche Uchi (Gruppe) & Soto (Außenseiter)-Thematik. Zum großen Teil liegt dies Annas Abstammung begründet, was sie automatisch zur Außenseiterin macht und damit auch anders. Doch soweit sind wir zu Anfang des Film nicht, beschränkt sich die Protagonistin einzig auf ihre Stellung als Waise.
Der Film beginnt sehr ruhig und verläuft auch sanft und langsam. Die sensible Anna Sasaki, die vorsätzlich auch schroff daherkommen kann (will sie Ablehnung durch andere vorwegnehmen), wird von ihrer übervorsorglichen Pflegemutter Yoriko aufs Land zu Verwandten geschickt, den Oiwas. Ein schicksalhafter Ort, der die Asthmakranke langsam auftauen läßt. Doch ihre liebste Person ist Marnie, mit der sie (zu ihrer eigenen Verwunderung!) ganz unbefangen eine Freundschaft eingeht. Rätselhafterweise verschwindet Marnie manchmal und vor Annas Augen verwischt Realität mit Vision. Ausgeknockt erwacht Anne das ein oder andere Mal, dennoch ist und bleibt Marnie für sie real. Durch regelmäßige Träume arbeitet sich gleichzeitig Annas Vergangenheit wieder hoch, geben ihr eine neue Sicht zum Leben. Doch wer ist Marnie und was will sie ihr sagen? Selbst beim Abschied Marnies bleibt für Anna vieles unbeantwortet. Erst als ihre Pflegemutter in der Ortschaft auftaucht lüftet sich der Schleier.
Die Landschaften sind wie gewohnt sehr schön, die Protagonisten angenehm u. charmant. Im Mittelpunkt prangert die mysteriöse Villa. Besonders liebevoll u. detailreich ist das Haus der Oiwas geraten, spricht es für die Persönlichkeit der Besitzer: herzlich u. unbefangen, wenn auch ein wenig schrullig. Charaktere wie die Oiwas, die neugierig aufgeweckte Sayaka oder der stumme Außenseiter Toichi fügen sich wunderbar in Annas Welt. Tantchen Oiwa u. Pflegemutter Yoriko repräsentieren die ergebene Mutterfigur, deren wegfallende Blutsverwandtschaft im Kontrast zu Marnies Erziehungsberechtigte stehen. Beherzt u. locker nimmt sich die korpulente Dame der scheuen Anna an, deren Selbsthaß sich mit Marnies Situation duelliert.
So still und geheimnisvoll die Geschichte um Annas Hintergrund in den Vordergrund gerückt wird, so ahnt der Zuschauer schnell (ohne das Buch zu kennen) wo des Pudels Kern versteckt ist.
Wie zuvor, erweckte Ghibli durch Eigenversion u. Umsetzung die Buchvorlage zum Leben erweckt; toppte diese sogar. Durch Mehrfachansehen fielen kleine Details ins Auge, runden sie stimmig ab; u.a. die teils verworren Szenenwechsel (Bsp.: Schlüsselszene am Silo) oder versteckten kleinen Hinweise. Takeshi (Sayakas Bruder) und Toichi (Fischer) nehmen dabei auch eine zugedachte Rolle ein. Die Metapher der weggespülten Burg am Strand Alles Einstreuungen, die anfangs für den Zuschauer nur nebenher ablaufen. Ja, Film Erinnerung an Marnie ist animierte Poesie.
Omoide no Mani" bedeutet übersetzt When Marnie was there''. Die Originalstory basiert auf Joan G. Robinsons Roman gleichnamigen Kinderroman, dessen Originalschauplatz in England in den 60-ern angesiedelt ist. Modernisierte, spielt die Geschichte innerhalb Hokkaidos. Damit reiht sich auch dieser nach Japan transferierte Film in den englischen Romanausgangsstoffs Ghiblis'.
Der Film dürfte Kindern zu trocken sein: zu ''farblos'' u. schwer. Zu konfus und schwer wirken einige Szenen, wobei man selbst zwischen Annas Trance - und Traumwelt umswitchen muß. Jugendliche u. Erwachsene erfreuen sich sicher mehr an dieser Umsetzung. Musikalisch setzt man auf wenig Stilmittel, allesamt ruhig, wenn auch abwechslungsreich. Rundum gelungen ist ausnahmsweise einmal die dt. Synchro, die der japanischen Fassung in nichts nachsteht. Der dt. Titel ist dafür undankbar verräterisch.
Ein schöner, einfühlsamer u. stiller Ghibli-Film. Und nun einer meiner Lieblinge.
Kurzum: Ghibli Fans werden ihre Freude haben. Leuten die Lebhaftes oder Fantasy erwarten sei abgeraten. Fünf schöne Sternchen.
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