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Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! Tod eines Patrioten

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.08.2018

Verlag

PalmArtPress

Seitenzahl

376

Maße (L/B/H)

21,8/13,1/3,2 cm

Gewicht

540 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000351443

Beschreibung

Rezension

Atemlos und packend erzählt die deutsch-rumänische Schriftstellerin Carmen-FrancescaBanciu von einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung (…) Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten! ist jenseits der dramatischen Handlung ein witziger Roman: psychologisch realistisch und sprachlich subtil. – Stefana Sabin, NZZ
Carmen Francesca Banciu hat wiederum ein sehr bewegendes Buch vorgelegt, das zu fesseln vermag und gerade auch wegen der hohen Suggestivkraft ihrer lyrischen Sprache nur zu empfehlen ist. – Anke Pfeifer, Literaturkritik
Carmen-Francesca Bancius neuestes Buch ist ein auf einen inneren Monolog entblößter Roman, dessen Handlung sich in dem Ich der Erzählerin abspielt: Es ist ein Kampf mit dem Monster Vater, der sich niemanden näher kommen lässt, der aber gleichzeitig auch kein Entrinnen erlaubt. Ein unendliches Requiem und trauriges Lied in dunklen Glockentönen – monumental. – György Dalos (Nachwort)
Carmen Francesca-Banciu gelingt mit diesem Buch, dem Abschluss ihrer Trilogie, etwas ganz Wunderbares: Eine Geschichte von verratenen Hoffnungen, staatlicher Repression und familiären Lebenslügen auf eine solche Weise neu zu erzählen, dass danach sogar eine Art Hoffnung aufscheint. Nicht epische Schwere, sondern die ebenso ernsthafte wie elegante Leichtigkeit des freien Versmaßes schaffen hier einen Erinnerungsraum, in dem sich wieder atmen lässt. – Marko Martin
Wie nimmt man Abschied vom eigenen Vater, der bis zum bitteren Ende allein seine stalinistische Partei, die Genossen und das Vaterland liebt, so dass keine Liebe für Maria-Maria übrig blieb? In einem eindringlichen Ostinato, dass keine Umkehr duldet, treibt Carmen-Francesca Banciu ihr Abschiednehmen vom Vater voran. Sie treibt ihn vor sich her. In immer veränderter Kontrapunktierung umkreist sie ihn, bis Rhythmus ihrer Sprache nicht mehr nur nach Abschied klingt, sondern endgültig einer ist. – Rita Kuczynski
Carmen-Francesca Bancius Poem führt einen Totentanz vor: der Verrat stolpert im Kreis mit der Vater-Liebe, die in den Lumpen kommunistischer Utopie scharwenzelt. Die Krankheit des Vaters ist die Krankheit Vater: die Lemure, die der Tochter Leben/Stimme zu entziehen versucht; der Angstbeißer, der noch im letzten Schritt die Atemmühle Gewalt dreht. Seine Mühle mahlt die Sprache in Scherben, in schneidende Grütze Erinnerung. – Kerstin Hensel
Ihr Abgesang auf die ideologische Überhöhung der Familie, der Partei und des Vaterlandes steckt voller Mut und Aktualität. Carmen-Francesca Banciu gelingt mit diesem Buch, dem Abschluss ihrer Trilogie, etwas ganz Wunderbares. – Berliner Zeitung

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.08.2018

Verlag

PalmArtPress

Seitenzahl

376

Maße (L/B/H)

21,8/13,1/3,2 cm

Gewicht

540 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000351443

Herstelleradresse

Palmartpress
Pfalzburgerstr. 69, 10719 - DE, Berlin
info@palmartpress.com

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Nach dem Tod wird er ein Rabe…

yellowdog am 01.09.2018

Bewertungsnummer: 2990067

Bewertet: eBook (ePUB)

Nach dem Tod wird er ein Rabe sein Ein sehr autobiographischer Roman, erstaunlicherweise durchgängig und konsequent in einer Versform, die aber gut lesbar ist. Ein langes Prosagedicht! Von dieser Form sollte sich kein Leser abschrecken lassen. Sie ist im Gegenteil ein entscheidender Mehrwert. Die Autorin stammt aus Rumänien,lebt aber schon lange in Deutschland und schreibt auch auf Deutsch. Die Protagonistin des Romans kehrt für kurze Zeit zurück, als ihr Vater nach einem Unfall zum Pflegefall wird. Er liegt im Krankenhaus und wohl bald sterben wird. Doch die Distanz zwischen ihnen ist groß. Er war immer ein 100prozentiger Kommunist, ein hoher Parteifunktionär. Nicht umsonst ist der Untertitel des Romans Tod eines Patrioten. Der Vater hatte 2 langjährige Geliebte, Rebecca und Daria. Aber seine Tochter, die das Land verlassen hatte, ist für ihn eine Verräterin. An so einem Vater kann man sich abarbeiten. Das tut sie und zeigt einen langen Sterbevorgang. An manchen Stellen kann das Lesen auch qualvoll sein. Erwähnenswert ist noch das kluge Nachwort des großen György Dalos. Erschienen ist das Buch in dem den kleinen unabhängigen Verlag Palmartpress. Es sei dem Buch zu wünschen, dass es beim Deutschen Buchpreis auch in die Short List kommt.

Nach dem Tod wird er ein Rabe…

yellowdog am 01.09.2018
Bewertungsnummer: 2990067
Bewertet: eBook (ePUB)

Nach dem Tod wird er ein Rabe sein Ein sehr autobiographischer Roman, erstaunlicherweise durchgängig und konsequent in einer Versform, die aber gut lesbar ist. Ein langes Prosagedicht! Von dieser Form sollte sich kein Leser abschrecken lassen. Sie ist im Gegenteil ein entscheidender Mehrwert. Die Autorin stammt aus Rumänien,lebt aber schon lange in Deutschland und schreibt auch auf Deutsch. Die Protagonistin des Romans kehrt für kurze Zeit zurück, als ihr Vater nach einem Unfall zum Pflegefall wird. Er liegt im Krankenhaus und wohl bald sterben wird. Doch die Distanz zwischen ihnen ist groß. Er war immer ein 100prozentiger Kommunist, ein hoher Parteifunktionär. Nicht umsonst ist der Untertitel des Romans Tod eines Patrioten. Der Vater hatte 2 langjährige Geliebte, Rebecca und Daria. Aber seine Tochter, die das Land verlassen hatte, ist für ihn eine Verräterin. An so einem Vater kann man sich abarbeiten. Das tut sie und zeigt einen langen Sterbevorgang. An manchen Stellen kann das Lesen auch qualvoll sein. Erwähnenswert ist noch das kluge Nachwort des großen György Dalos. Erschienen ist das Buch in dem den kleinen unabhängigen Verlag Palmartpress. Es sei dem Buch zu wünschen, dass es beim Deutschen Buchpreis auch in die Short List kommt.

Ein literarisches Requiem Die…

Bories vom Berg aus München am 19.09.2019

Bewertungsnummer: 2721399

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein literarisches Requiem Die rumänische Schriftstellerin Carmen-Francesca Banciu, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nach Berlin übersiedelte, hat mit dem Roman «Lebt wohl, ihr Genossen und Geliebten» und dem Untertitel «Tod eines Patrioten» den letzten Band einer Trilogie vorgelegt, in der sie mit dem Kommunismus in ihrem Heimatland abrechnet. Er ist auf Deutsch geschrieben, die Autorin gehört mithin wie viele andere zur Generation der «Chamisso-Enkel», Schriftsteller also, die aus ihrer Muttersprache ins Deutsche wechselten. Sie nimmt darin das Thema der beiden Vorgänger-Romane wieder auf, die Nöte eines «Kaderkindes» im Kommunismus, eines Kindes von hochrangigen Apparatschicks also, dessen Verhalten für die Eltern verheerende Folgen haben konnte, sollte es sich offen systemkritisch äußern. Der vorliegende autobiografische Roman ist eine Art literarisches Requiem, geschrieben in der heutzutage nicht gerade häufig anzutreffenden Form eines Poems. Vortragende dieser Totenklage ist die Tochter eines hochverdienten Funktionärs der kommunistischen Partei, deren verwitweter 87jähriger Vater einen Unfall erleidet und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Die in Berlin lebende Tochter wird benachrichtigt, hat aber selbst gerade nach einem Unfall ein Bein in Gips, sie kann nicht sofort nach Rumänien reisen. Dort kümmern sich zwei Geliebte des Vaters um ihn, seine ehemalige, ihm treu ergebene Sekretärin und die wesentlich jüngere Krankenschwester, die vor dreißig Jahren seine Frau liebevoll gepflegt hat, bevor sie sehr früh verstarb. Der Vater ist auch nach der Revolution unbeirrt ein glühender Kommunist geblieben, gleich mit den ersten Worten dieses reimlosen Langgedichts wird seine unbedingte Kadertreue verdeutlicht: «Für Vater waren drei Dinge wichtig/In der festgefügten Reihenfolge/Das Vaterland/Die Partei/Die Ehre der Familie». Das Private hatte sich also der Ideologie völlig unterzuordnen, worunter die heranwachsende Tochter sehr gelitten hat. Ihre aufmüpfige, systemkritische Einstellung hatte denn auch verheerende Folgen, der Vater verlor seine privilegierte Stellung, sie ging ins Ausland, die beiden haben viele Jahre lang kein Wort mehr miteinander gesprochen. Aber auch der Bruder und der Onkel hatten jeden Kontakt zu dem unbeirrbaren kommunistischen Betonkopf und Despoten abgebrochen. Aus dieser konfliktreichen familiären Konstellation, verursacht durch den tyrannischen Vater mit seinem blinden ideologischen Kadavergehorsam, ergibt sich ein kompliziertes psychologisches Geflecht von gegenseitigen Schuldzuweisungen, erlittenen Verletzungen, Demütigungen und unbewältigten Konflikten. Dabei spielt natürlich auch die Eifersucht zwischen der Ehefrau, den beiden aktuellen Geliebten und all den verflossenen eine wichtige Rolle. Aber auch mit der Tochter gibt es aufgestaute Wut und offenen Neid der anderen Frauen, also reichlich Stoff für psychologische Tiefenbohrungen. Im Nachwort wird das Buch als «ein auf einen inneren Monolog entblößter Roman» bezeichnet. Sprachlich umgesetzt wird der hier kurz skizzierte Erzählstoff als Prosagedicht, in dem die Ich-Erzählerin geradezu obsessiv ihre ureigensten Gefühle ausdrückt, und zwar mit einer verblüffend suggestiven Wirkung. Durch nicht über die Zeile hinaus reichende, extrem kurze Sätze ohne Interpunktion, durch Wiederholungen und Reihungen wird variantenreich ein ureigener, stakkatoartiger Sprachrhythmus erzeugt, eine sprachliche Verdichtung also, die sich, wie die Autorin im Interview erklärt hat, zur Dichtung hin orientiert. Die vielen Wiederholungen einzelner Wörter und Phrasen in diesem episch sehr breit ausgewalzten Vater/Tochter-Konflikt setzen allerdings einige Geduld beim Leser voraus. Gleichwohl wird ihm das federleicht schwebend Erzählte sehr eindringlich nahe gebracht, er wird tief mit hinein gezogen in das seelische Befinden der Tochter, die ihre Totenklage zu einer verzweifelten Anklage gegen den herzlosen, egozentrischen Vater macht.

Ein literarisches Requiem Die…

Bories vom Berg aus München am 19.09.2019
Bewertungsnummer: 2721399
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein literarisches Requiem Die rumänische Schriftstellerin Carmen-Francesca Banciu, die nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nach Berlin übersiedelte, hat mit dem Roman «Lebt wohl, ihr Genossen und Geliebten» und dem Untertitel «Tod eines Patrioten» den letzten Band einer Trilogie vorgelegt, in der sie mit dem Kommunismus in ihrem Heimatland abrechnet. Er ist auf Deutsch geschrieben, die Autorin gehört mithin wie viele andere zur Generation der «Chamisso-Enkel», Schriftsteller also, die aus ihrer Muttersprache ins Deutsche wechselten. Sie nimmt darin das Thema der beiden Vorgänger-Romane wieder auf, die Nöte eines «Kaderkindes» im Kommunismus, eines Kindes von hochrangigen Apparatschicks also, dessen Verhalten für die Eltern verheerende Folgen haben konnte, sollte es sich offen systemkritisch äußern. Der vorliegende autobiografische Roman ist eine Art literarisches Requiem, geschrieben in der heutzutage nicht gerade häufig anzutreffenden Form eines Poems. Vortragende dieser Totenklage ist die Tochter eines hochverdienten Funktionärs der kommunistischen Partei, deren verwitweter 87jähriger Vater einen Unfall erleidet und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Die in Berlin lebende Tochter wird benachrichtigt, hat aber selbst gerade nach einem Unfall ein Bein in Gips, sie kann nicht sofort nach Rumänien reisen. Dort kümmern sich zwei Geliebte des Vaters um ihn, seine ehemalige, ihm treu ergebene Sekretärin und die wesentlich jüngere Krankenschwester, die vor dreißig Jahren seine Frau liebevoll gepflegt hat, bevor sie sehr früh verstarb. Der Vater ist auch nach der Revolution unbeirrt ein glühender Kommunist geblieben, gleich mit den ersten Worten dieses reimlosen Langgedichts wird seine unbedingte Kadertreue verdeutlicht: «Für Vater waren drei Dinge wichtig/In der festgefügten Reihenfolge/Das Vaterland/Die Partei/Die Ehre der Familie». Das Private hatte sich also der Ideologie völlig unterzuordnen, worunter die heranwachsende Tochter sehr gelitten hat. Ihre aufmüpfige, systemkritische Einstellung hatte denn auch verheerende Folgen, der Vater verlor seine privilegierte Stellung, sie ging ins Ausland, die beiden haben viele Jahre lang kein Wort mehr miteinander gesprochen. Aber auch der Bruder und der Onkel hatten jeden Kontakt zu dem unbeirrbaren kommunistischen Betonkopf und Despoten abgebrochen. Aus dieser konfliktreichen familiären Konstellation, verursacht durch den tyrannischen Vater mit seinem blinden ideologischen Kadavergehorsam, ergibt sich ein kompliziertes psychologisches Geflecht von gegenseitigen Schuldzuweisungen, erlittenen Verletzungen, Demütigungen und unbewältigten Konflikten. Dabei spielt natürlich auch die Eifersucht zwischen der Ehefrau, den beiden aktuellen Geliebten und all den verflossenen eine wichtige Rolle. Aber auch mit der Tochter gibt es aufgestaute Wut und offenen Neid der anderen Frauen, also reichlich Stoff für psychologische Tiefenbohrungen. Im Nachwort wird das Buch als «ein auf einen inneren Monolog entblößter Roman» bezeichnet. Sprachlich umgesetzt wird der hier kurz skizzierte Erzählstoff als Prosagedicht, in dem die Ich-Erzählerin geradezu obsessiv ihre ureigensten Gefühle ausdrückt, und zwar mit einer verblüffend suggestiven Wirkung. Durch nicht über die Zeile hinaus reichende, extrem kurze Sätze ohne Interpunktion, durch Wiederholungen und Reihungen wird variantenreich ein ureigener, stakkatoartiger Sprachrhythmus erzeugt, eine sprachliche Verdichtung also, die sich, wie die Autorin im Interview erklärt hat, zur Dichtung hin orientiert. Die vielen Wiederholungen einzelner Wörter und Phrasen in diesem episch sehr breit ausgewalzten Vater/Tochter-Konflikt setzen allerdings einige Geduld beim Leser voraus. Gleichwohl wird ihm das federleicht schwebend Erzählte sehr eindringlich nahe gebracht, er wird tief mit hinein gezogen in das seelische Befinden der Tochter, die ihre Totenklage zu einer verzweifelten Anklage gegen den herzlosen, egozentrischen Vater macht.

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von Carmen-Francesca Banciu

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