Produktbild: Machtfaktor Karlsruhe

Machtfaktor Karlsruhe Das Bundesverfassungsgericht im System des Grundgesetzes

1

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

139

Maße (L/B/H)

22,6/8,3/3,5 cm

Gewicht

226 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-52108-4

Beschreibung

Rezension

»Wer das letzte Wort hat, hat Macht. Alexander Thiele eröffnet den Blick auf eines der großen Machtzentren der Republik.« Ronen Steinke
»Alexander Thiele ist einer der interessantesten Staatsrechtler der jüngeren Generation. Mit seinem Buch ›Machtfaktor Karlsruhe‹ hat er wegen seiner Kritik am Einfluss des Bundesverfassungsgerichts auf die Realpolitik für großes Aufsehen gesorgt.« Frankfurter Neue Presse, 06.11.2025
»Das Gericht in Karlsruhe als hohe Instanz wird oft angerufen. Zu oft, findet der Jurist Alexander Thiele. [...] Er geht der Frage nach, wie viel Macht das Bundesverfassungsgericht besitzt bzw. wie viel man ihm zusätzlich verleiht, indem es oft das letzte Wort über Entscheidungen von Parlamenten oder Regierungen sprechen soll. [...] Seine Darstellung ist klar und auch für juristische Laien nachvollziehbar. [...] Eine übersichtliche und verständliche Grundlage für eine sachliche Diskussion darüber, was Karlsruhe leisten kann und soll.« Deutschlandfunk Andruck, 16.08.2025
»In seiner kritischen Einführung in das Bundesverfassungsgericht greift Alexander Thiele dieses Spannungsverhältnis schon im Titel auf: ›Machtfaktor Karlsruhe‹ ist zutreffend doppeldeutig, denn das Bundesverfassungsgericht ermöglicht einerseits politische Macht, indem es die Spielregeln des demokratischen Prozesses überwacht, übt durch seine Entscheidungen aber auch selbst Macht aus. Besonders stark ist das Buch dort, wo es technische Details gemeinsam mit ihrer politischen Bedeutung erklärt. Verfahrensarten, Richterwahl, Organisationsstruktur, Beratungskultur: Thiele gelingt es, auf knappem Raum Begriffe und Prozesse mit Kritik und Handlungsempfehlungen zu verbinden.« Valentin Feneberg, FAZ, 16.10.2025

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Campus

Seitenzahl

139

Maße (L/B/H)

22,6/8,3/3,5 cm

Gewicht

226 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-593-52108-4

Herstelleradresse

Campus Verlag GmbH
Werderstraße 10
69469 Weinheim
DE

Email: vertrieb@campus.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • LichtundSchatten

    5/5

    26.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Alexander Thiele zeichnet die…

    Alexander Thiele zeichnet die Entwicklung nach, in der das Bundesverfassungsgericht zu einer Art “letztem Schiedsrichter” in politischen Streitfragen geworden ist. Er erklärt, dass das Gericht wesentliche Beiträge zur Stabilisierung der deutschen Demokratie geleistet habe – indem es Grundrechte, Menschenwürde und demokratische Prinzipien sichert(e). Gleichzeitig kritisiert Thiele, dass der Einfluss des Gerichts in bestimmten Phasen den politischen Gestaltungsspielraum zu stark eingeschränkt habe, insbesondere wo das Grundgesetz keine zwingende Veranlassung dafür gab. Er plädiert dafür, der Politik in Zukunft mehr Raum zur autonomen Entscheidungsfindung zu lassen und die Tendenz, “Karlsruhe” als Ersatz-Entscheider zu instrumentalisieren, zu überwinden. Das Buch stellt klar, dass die Autorität des BVerfG auf seiner Funktion als “Hüter der Verfassung” beruht, aber die Gefahr besteht, dass eine Überbetonung des Gerichts zu einer automatischen “Verrechtlichung” der Politik führt und parlamentarische demokratische Entscheidungsprozesse schwächt. Der Autor skizziert gut und verständlich eine Reihe von Urteilen, wobei mich insbesondere jene zum Wirtschaftssystem interessierten. Das Bundesverfassungsgericht argumentiert im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft und lässt sich dabei eine breite Palette an Möglichkeiten offen, um alles an neue Tatbestände anpassen zu können. Man muss hier wirklich ab und an lesen: „Die Aufgabe besteht darin, die grundsätzliche Freiheit wirtschafts- und sozialpolitischer Gestaltung, die dem Gesetzgeber gewahrt bleiben muss, mit dem Freiheitsschutz zu vereinen, auf den der einzelne Bürger gerade auch dem. Gesetzgeber gegenüber einen verfassungsrechtlichen Anspruch hat.“ (BVerfGE7,377(400). Dem kann ich nur zustimmen und erweiternd fragen, nach welchen Kriterien Verfassungsrichter und auch normale Richter ausgewählt werden. Nach meiner Auffassung ist auch hier ein ideologischer Durchgriff festzustellen, der Richter instrumentalisiert und gängelt. Politik ist heute überall präsent. Sollte es nicht eine völlig neutrale Richterschaft geben und wie könnte man das sicherstellen? Ja, wie könnte man Richter prüfen auf ihre Funktion, neutral zwischen allen Stühlen zu sitzen - so wie das auch Journalisten tun sollten! Malu Dreyer rief 2024 zum Kampf gegen die AfD auf nachdem die unwahren Aussagen über das Potsdamer Treffen verbreitet wurden. Die AfD klagte dagegen, aber ein Urteil des Landesverfassungsgerichts gab Dreyer recht. Sie habe damit nicht gegen die Neutralitätspflicht verstoßen. Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wurde ebenfalls abgewiesen. Zurückgewiesen wurde die Klage hier jedoch nicht aus inhaltlichen, sondern aus formalen Gründen. DiePartei habe die falsche Klageart gewählt. Eine inhaltliche Prüfung der Neutralitätspflicht erfolgte erst gar nicht. Man sieht, das mögliche AfD Verbot scheint die nächste große Aufgabe für das BVG zu werden, da Parteien nicht gewillt sind, diese Partei mit entsprechenden Maßnahmen unnötig zu machen. Insgesamt ein tief nachdenklich stimmendes, sehr informatives Buch, das mich weiter gebracht hat und nachwirkt.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Machtfaktor Karlsruhe