Eigentlich wollte Mitzi nur ein bisschen zu sich kommen, doch ein Schneesturm schneidet die Hütte ihrer Retreat-Gruppe im Dachsteingebirge von der Außenwelt ab. Als sie dann auch noch eine Leiche unter einem Schneemann findet, wird klar: Einer der acht Teilnehmer ist ein Mörder. Während sich Misstrauen unter den Eingeschlossenen breitmacht, entdeckt Mitzi erschreckende Verbindungen zwischen den Anwesenden – und befindet sich selbst bald in tödlicher Gefahr.
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Inhalt:
Mitzis Vorfreude ist groß. Sie hat einen einwöchigen Winter-Retreat gebucht, den sie mit sieben weiteren Personen auf einer einsamen Berghütte im Dachsteingebirge verbringen wird und dessen Leiter ihr ehemaliger Therapeut Dr. Werner Rannacher ist. Schon in der ersten Nacht gibt es einen Schneesturm und die Truppe ist vorerst von der Außenwelt abgeschnitten. Dr. Rannacher bittet zwar die Teilnehmenden sich nicht weit von der Hütte zu entfernen, aber Mitzi hält sich nicht dran und findet einen Toten, der als Schneemann getarnt ist. Vorerst soll sie es, auf Anweisung von Dr. Rannacher, verschweigen, damit keine Panik aufkommt. Doch dann geschehen in der Hütte merkwürdige Dinge und Mitzi wird klar, der Mörder muss unter den Teilnehmenden sein.....
Leseeindruck:
"Die Mördermitzi und der eiskalte Tod" ist der 7. Band der Reihe um Maria Konstanze Schlager, genannt Mitzi. Ich verfolge die Reihe seit dem ersten Fall. Mitzi hat seitdem eine enorme Entwicklung mitgemacht. Sie ist nicht mehr ganz so naiv. Trotzdem überlegt sie oft nicht lange und handelt einfach. Das macht sie in meinen Augen liebenswert. Dieses Mal nun geht es um ein gern verwendetes Setting, eine einsame Berghütte, die durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist. Allerdings auf Mitzi Art. Mir wurde jedenfalls nie langweilig. Mitzi hat für Unterhaltung gesorgt. Der Krimi ist neben den Kapiteln, auch in Abschnitte eingeteilt. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass Mitzi zur Einführung mit dem Lesenden gesprochen hat. Während die Handlung ihren weiteren Verlauf nimmt, haben immer mehr der Teilnehmenden Motive, die mir durch Mitzis Gedanken näher gebracht wurden. Der Showdown hat es in sich. Mitzi hat eine haarsträubende Idee. Gut, dass sie darüber nicht viel nachgedacht und einfach gemacht hat. Dadurch wurde es noch einmal richtig spannend.
Fazit:
Mir hat "Die Mördermitzi und der eiskalte Tod" sehr gut gefallen. Auch wenn man auf die Auflösung kommen kann, bietet der Krimi kurzweilige Unterhaltung. Dafür sorgt Mitzi. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Verena B.
aus Köln
5/5
24.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannender Cosycrime mit Hüttenfeeling
Mitzi gönnt sich eigentlich nur ein Auszeit-Retreat in einer abgelegenen Hütte im Dachsteingebirge – Entschleunigung, Selbstfindung, ein bisschen Tee, kein Handynetz, ein bisschen Ruhe. Ohne ihre beste Freundin Agnes Kirchnagel, aber mit sieben anderen Teilnehmern, möchte sie zu sich selbst finden. Leiter des Retreats ist ihr ehemaliger Therapeut, da kann doch wirklich gar nichts schiefgehen! Als jedoch ein Schneesturm aufzieht und die Hütte von der Außenwelt abschneidet, wird aus Selfcare und Achtsamkeit sehr schnell ein Überlebenskampf. Da wundert es auch nicht, dass ausgerechnet Mitzi bei einem Spaziergang unter einem Schneemann eine Leiche entdeckt. Und bei einer soll es nicht bleiben…
Acht Teilnehmer, eine abgelegene Hütte, null Fluchtmöglichkeiten – das Setting schreit nach Verdächtigungen und Paranoia. Während die Stimmung langsam kippt, stolpert Mitzi von der erhofften inneren Einkehr direkt in ein Whodunit, bei dem jeder, inklusive ihr selbst, auf der Liste der potenziellen Opfer landet...
Wer die Mördermitzi-Reihe kennt, weiß, dass Mitzi das Verbrechen anzieht wie das Licht Motten. Mitzi ist eine wunderbar schräge Ermittlerin wider Willen! Sensibel genug, um sich eigentlich lieber unter der Decke zu verkriechen, aber ebenso neugierig, um genau das nicht zu tun. Ihre Mischung aus Unsicherheit, Scharfsinn und morbider Faszination für Verbrechen sorgt dafür, dass man sie gleichzeitig beschützen und zum nächsten Tatort schubsen möchte.
Die übrigen Retreat-Teilnehmer sind ein buntes Sammelsurium von Leuten, mit denen man eher nicht so gerne in einer eingeschneiten Hütte zusammensein möchte. Hinter Yoga, Achtsamkeit und Schönrederei lauern dunkle Abgründe, und je mehr Mitzi über die anderen herausfindet, desto klarer wird, diese Gruppe braucht keine Achtsamkeitsübungen...
Die Atmosphäre schwankt daher ständig zwischen kuscheligem Hüttenfeeling und der bedrückenden Atmosphäre gepaart mit ein wenig Grusel. Draußen tobt der Schneesturm, drinnen wird der Kreis der Verdächtigen enger – das ist Krimi-Gemütlichkeit vom Feinsten. Trotz aller Leichtigkeit und Heiterkeit wird die Bedrohung für Mitzi sehr real, denn die Verbindungen zwischen den Teilnehmern erweisen sich als deutlich dunkler als der brave Retreat-Flyer versprochen hat…
Der Plot setzt auf klassische Elemente des Whodunit! Begrenzte Anzahl an Personen, steigendes Misstrauen, immer neue Enthüllungen. Gleichzeitig streut Isabella Archan regelmäßig kleine Bosheiten, Situationskomik und trocken-schwarze Bemerkungen ein, die den Ton deutlich leichter machen, als die Lage vermuten lässt.
Isabella Archans Schreibstil ist locker, dialogstark und von diesem typisch österreichischen, leicht makabren Humor durchzogen. Das liebe ich total und damit konnten mich auch schon die anderen Bände der Reihe überzeugen Wer die Mördermitzi-Reihe kennt, bekommt erneut eine Mischung aus Alpenkrimi, Cozy Crime und schräger Charakterstudie, die sich wohlig von bleischweren Serienkillerstoffen abhebt.
„Die MörderMitzi und der eiskalte Tod“ ist ein winterlicher Krimi, der beweist, dass Selbsterfahrungskurse viel gefährlicher sind als jeder True-Crime-Podcast ;-) Wer skurrile Figuren, eingeschneite Settings und eine Protagonistin mag, die ziemlich schräg ist, aber ihr Herz am rechten Fleck trägt, dem sei dieses Buch empfohlen! :-) Schon alleine das Cover macht Lust aufs Lesen bei Kerzenschein, prasselndem Kaminfeuer und einer kuscheligen Decke!
Bewertung
aus Bad Säckingen
5/5
08.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Hochspannung in den österreichischen Bergen
Ein Retreat in den Alpen, himmlische Ruhe und Abgeschiedenheit, kein Handyempfang, das klingt nach Ruhe und Erholung und in meinem Fall nach jeder Menge Lesezeit. Aber die Mördermitzi zieht das Unglück magisch an und so entdeckt die Mitzi gleich an ihrem ersten Tag einen Toten. Da ein Schneesturm die Hütte von der Außenwelt abschneidet, ist die Mitzi mit ihrer Gruppe gefangen und muss nach bester Agatha Christie Manier wieder ermitteln. Ist womöglich der Mörder mit ihnen eingeschneit?
Bereits zum siebten Mal lässt die Autorin ihre eigenwillige Protagonistin einem Mörder auf die Spur kommen und in der eiskalten Winterlandschaft ist das alles andere als einfach. Gekonnt werden die Mitzi und ich an der Nase herumgeführt und auf falsche Spuren gelockt.
Bereits der Prolog beginnt mit einem Paukenschlag. Ich bin hautnah dabei bei dem Tod, dem Mord und verspüre seltsamerweise eine ungeheure Lust auf dieses österreichische Gebäck, diese Powildtatschkerln, für welche am Ende des Buches sogar ein Rezept auf mich wartet. Bis ich mir das aber verdient habe, muss ich noch manches Mal um die Mitzi bangen.
Ich liebe den Humor dieser Reihe, die Mitzi, die einem Stehaufmännchen gleicht und mir immer mehr ans Herz wächst und der Epilog macht auch gleich schon wieder Lust auf mehr und enthüllt ein neues Geheimnis, welches es gilt aufzuklären.
5 Sterne für den eiskalten Tod und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.
Martin Schult
aus Borken
5/5
04.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Gefangen im Schnee
Die Mörder-Mitzi kommt in ihrem Ruf wieder einmal nach und zieht den Tod und das Verbrechen an. Ein gemütliches Retreat in den Bergen ist geplant, als eine Gruppe von acht Personen sich zu einer entlegenen Berghütte aufmacht, Schon vor dem offiziellen Beginn entdeckt Mitzi eine Leiche in einem aufgebauten Schneemann. Um die Gruppe nicht zu verunsichern, beschließt sie in Absprache mit dem Leiter des Events, den Vorfall nicht zu erwähnen, da aufgrund eines starken Schneefalls ein Abbruch des Ganzen nicht möglich ist. Als dann aber eine weitere Person stirbt, beginnt die Mörder-Mitzi mit den Ermittlungen, um weiteren Schaden von der Gruppe abzuwenden...
"Die Mörder-Mitzi und der eiskalte Tod" ist mittlerweile der siebte Band um die sicherlich spezielle aber sehr liebenswerte Maria Konstanze Schlager, auch Mörder-Mitzi genannt. Ich habe bereits viele Kriminalromane von der Autorin Isabella Archan gelesen und jedes mal kann sie mich mit ihrem wortgewandten und mehr als unterhaltsamen Schreibstil begeistern. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet. Der Spannungsbogen wird mit dem schnellen Auffinden der männlichen Leiche im "Schneemann-Gewand" zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die sehr erschwerten Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht stets hohen Niveau gehalten. Isabella Archan schafft mit der eingeschlossenen Gruppe samt Täter ein klassisches Krimi-Szenario, verleiht ihm aber dank ihrer mehr als interessant gezeichneten Protagonisten ein Eigenleben. Die clever inszenierte Geschichte lädt zum Miträtseln ein, um dann im spannenden Finale wahrscheinlich doch noch von der schwer vorhersehbaren Auflösung überrascht zu werden.
Insgesamt ist "Die Mörder-Mitzi und der eiskalte Tod" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einer außergewöhnlich und charmant skizzierten Protagonistin, raffiniert ausgedachten Fällen und natürlich dem Wortwitz und Erzähltalent der Autorin überzeugen kann. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Nanette
aus Heinsberg
5/5
01.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Mitzi bewegt sich auf ganz dünnem Eis
Die naive und herzensgute Mitzi (Maria Konstanze Schlager) schlittert auch diesmal wieder ungebremst von einer gefährlichen Situation in die nächste.
Dabei hält sie gedankliche Zwiesprache mit ihrer Freundin, der Revierinspektorin Agnes Kirschnagel, die mit ihren feinen Antennen ihre Nöte spürt.
Das Zusammenspiel der beiden verleiht der Geschichte eine ganz besondere, persönliche Note.
Isabella Archans flüssiger, einfühlsamer, liebevoll detaillierter, leb- und bildhafter, eindrucksvoller Schreibstil hat mich von der ersten Seite an in den Bann und mitten ins rätselhaft spannende Geschehen mit überraschenden Wendungen gezogen.
Die Autorin erzeugt eine dichte, emotionale Stimmung und originelle Charaktere, die alle ihre Päckchen oder besser geschrieben Pakete zu tragen haben.
Die außergewöhnliche Umgebung und Situation verstärken die Gefühle und Handlungen der einzelnen Persönlichkeiten, sodass sie nicht nur mit den wettertechnischen Widrigkeiten, sondern auch mit ihrer Selbstbeherrschung zu kämpfen haben.
Das Miträtseln unter diesen schwierigen Bedingungen gestaltete sich sehr knifflig und ich wurde von der Auflösung überrascht.
Der einfließende steirische Dialekt unterstreicht das reizvolle Lokalkolorit zusammen mit dem Dialekt aus Tirol und dem Rezept für Powidltatschkerln, die im Verlauf der Handlung immer wieder Erwähnung finden, sehr gekonnt. Ein Glossar hilft beim Verständnis.
Der Epilog brachte keine Erleichterung für meine angespannten Nerven. Ganz im Gegenteil springt dort Mitzis Mission, böse Buben und Mädel zurück auf den Pfad der Tugend zu führen, deutlich ins Auge. Sie liebt die Gefahr.
Macht Euch auf eiskalte Schauer gefasst!
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