Produktbild: Neben Fremden

Neben Fremden

6

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Jung u. Jung

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/12,9/2,3 cm

Gewicht

310 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99027-426-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Jung u. Jung

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,9/12,9/2,3 cm

Gewicht

310 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99027-426-2

Herstelleradresse

Jung und Jung Verlag GmbH
Hubert-Sattler-Gasse 1
5020 Salzburg
AT

Email: office@jungundjung.at

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    27.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fallen und Aufstehen

    Rosa wurde kürzlich pensioniert, sie war Krankenpflegerin in einem Seniorenheim. Ihr Freund ist überraschend verstorben, hinterlassen hat er ihr einen Campingbus, noch ist sie nicht sicher, was sie damit macht. Mit Menschen hat sie es nicht so, die einzige Freundin kennt sie aus dem Seniorenheim. Spontan fasst sie den Beschluss, reisen zu wollen, als ein Anruf sie darüber informiert, dass ihre Mutter ins Krankenhaus gekommen ist. Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne macht. - Die Ich-Erzählerin Rosa scheint kein einfacher Mensch zu sein, die schwierige Kindheit und die zerrüttete Beziehung zur Mutter haben sie geprägt, auch ihre zwischenmenschlichen Erfahrungen halten sich in Grenzen, da sie viel zu jung Mutter wurde und früh gezwungen war, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Erst im Alter ließ sie sich auf die Liebe ein, und auch da war es ein verheirateter Mann. Nun ist er tot und zusätzlich zur Trauer in Wellen gesellt sich die Frage, ob das alles war. - Ein leiser Roman über die Sehnsucht nach etwas, was hätte sein können und nach dem, was vielleicht werden kann. Ein Buch darüber, wie es ist, wenn man etwas ändern will, aber nicht aus seiner Haut kann. Über Enttäuschungen und Hoffnungen, über die kleinen Freuden im Alltag und über verpasste Chancen. Ein wahres Lebens-Psychogramm. Lesenswert!

  • MarieOn

    5/5

    06.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringliche Erzählung

    Jeden Morgen zur gleichen Zeit verlässt sie mit Dom das Haus. An diesem Morgen hält der prasselnde Regen sie eine Stunde zurück. Über ihr Balkongeländer gebeugt, beobachtet sie die Nachbarin, die die Terrasse schrubbt. Er mäkelt, dass die Polster nass geworden sind, weil sie vergessen hat, sie reinzuholen. Es klirrt. Sie schreit, warum er nicht besser aufpassen kann. Fred hatte sie gefragt, ob sie nicht heiraten wollten. Warum, wollte sie wissen. Wegen des Geldes. Sie bekäme dann einen Teil seiner Pension. Das Geld und das Haus hatte er schon Frau und Kindern vererbt. Sie ist keine Romantikerin, aber hätte er ihr einen richtigen Antrag gemacht, sie hätte wahrscheinlich Ja gesagt. Sie überquert mit Dom den Marktplatz. Die Sonne hat sich durchgesetzt. Auf dem Friedhof sieht sie nach Freds Grab. Seine Familie hat die Pflege übernommen. Es gibt nichts zu tun. Die Kerze brennt, kein welkes Blatt, die Bepflanzung verträgt Hitze und muss nicht gegossen werden. Fred verstarb plötzlich, keiner hatte damit gerechnet. Als er aus der Haustüre trat, fiel er einfach um. Seine Tochter rief sie an. Sie könne ihn noch im Aufbewahrungsraum besuchen, solle sich aber bloß nicht bei der Beerdigung blicken lassen. Fred war bis zum Schluss mit seiner Frau verheiratet gewesen, aber sie lebten schon lange getrennt. Die Tochter hatte sie einmal zufällig kennengelernt, als sie an ihnen vorbeigegangen war. Er war ihr hinterhergelaufen, hatte sie gebeten, noch kurz mit ins Lokal zu kommen und sie kennenzulernen. Sie war nach kurzer Zeit aufgestanden und wieder gegangen. Fazit: Eva Schmidt hat eine eindringliche Geschichte erschaffen. Sie lässt ihre Ich-Erzählerin über ihren Ist-Zustand sinnieren. Sie hat einen Hund und eine unfreiwillige Freundin, die ehemals Kollegin war. Der Partner verstarb, der Sohn hat schon lange den Kontakt abgebrochen. Rosa ist einsam. Sie vermisst ihren Sohn und ihren besten Freund Fred. Was mich an dieser Erzählung so fasziniert ist, dass sie so unaufgeregt daherkommt. Rosa ist ein bisschen resigniert, weiß nicht, was sie vom Leben noch erwarten kann, ob das alles gewesen sein soll. Die Autorin lässt mich in die ganz triviale Alltagstiefe hinabblicken. Zeigt mir die Fallhöhen, die wir alle zu bewältigen haben, Verlust, Einsamkeit, Altwerden, seltsame Nachbarn, unverständliche Feindschaften, oberflächliche Freundschaften, eine emotional manipulative Mutter und der Wunsch nach Intimität und Wertschätzung. Eva Schmidt zeigt mir das pure Leben, frei von Hysterie und Geschwätz. Und ich habe mich in diese Rosa verliebt, weil sie voll knorke ist, ihr Leben wuppt, ohne daran zu zerbrechen, gnadenlos ehrlich zu sich ist und eine Nüchternheit an den Tag legt, die ich mir auch manchmal wünsche. Das hat mir so gut gefallen. Bravo!

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zart

    Rosa lebt zurückgezogen. Von ihrem Sohn hat sie lange nichts gehört, ihre einzige Freundin ist eine ehemalige Kollegin und mit den Nachbarn hat sie auch nicht viel zu tun. Der Mann, den sie geliebt hat, ist vor kurzem verstorben aber auch das war nicht so einfach. Was ihr bleibt ist ein vererbter Campingbus und eine Mutter, die mit Vorwürfen ihr gegenüber recht großzügig ist. Erzählt wird uns hier ganz nüchtern und unaufgeregt. Es passiert nicht viel aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Rosa ist an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Wie es weitergeht weiß sie noch nicht. Sie sehnt sich nach Nähe und Zugehörigkeit. Das wird uns ganz wunderbar und zart näher gebracht. Die großen Themen hier sind Trauer, Generationenkonflikte und Einsamkeit. Ganz alltägliche Dinge, doch das so schön erzählt. Rosa reflektiert, klagt an. Mit ihren Eltern hadert sie gewaltig, die Mutter schon immer sehr anstrengend gewesen, der Vater hatte außer Affären nicht viel dagegenzusetzen. Ein Roman der leisen Zwischentöne, emphatisch und poetisch. Empfehle ich euch sehr gern weiter.

  • yellowdog

    5/5

    22.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rosa

    Eva Schmidts neuer Roman Neben Fremden hat hohe Qualität aufzuweisen. Rosa ist eine zurückhaltende Frau. Der Freund gestorben, die Mutter eine Last und der schon erwachsene Sohn seit Jahren entfremdet. Ihre ganze Liebe gehört dem Hund, aber auch der ist alt und krank. Es ist ein ruhiger Roman, um eine gefasste, ruhige Frau. Aber doch gibt es hier große Emotionen, nur sind sie gschickt unter der Oberfläche verborgen. Das ist großartig gemacht. Wie schon in Die untalentierte Lügnerin konnte mich die Autroin auch mit diesem Roman stilistisch begeistern.

  • Bewertung

    aus Villach

    4/5

    02.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Macht nachdenklich über das Alter

    Der Roman erzählt die Geschichte von Rosa - einer pensionierten Altenpflegerin. Rosa führt ein tristes Leben: ihr Lebensgefährte Fred ist vor ein paar Wochen unerwartet verstorben. Ihren Hund Don musste sie einschläfern, ihre Mutter kränkelt und fordert immer mehr Aufmerksamkeit. Sie möchte, dass Rose sich um sie kümmert und dann sind da noch die Nachbarn von unten. Das ist Mele, die einen Freund hat, der ihr nicht guttut, es ihr jedoch schwerfällt, sich von ihm zu trennen - sie hat Angst vor der Einsamkeit. Meles Teenager-Tochter Paz besucht Rosa immer wieder und erzählt von ihrem Leid: dass sie sich mit ihrer Mutter Mele nicht mehr versteht, seit sie diesen Freund hat. Und dann gibt es noch Tom, Rosas Sohn, zu dem sie seit sieben Jahren den Kontakt verloren hat. Weder weiß sie, wo er lebt, noch was aus ihm geworden ist. Es geht um das einsame Leben einer älteren Frau. Jene sozialen Kontakte, die sie hat, versucht sie mit Ausreden möglichst kurz zu halten oder ihnen aus dem Weg zu gehen, wie zum Beispiel mit ihrer ehemaligen Arbeitskollegin Margreth. Gespräche, die sie früher mit ihrem Lebensgefährten Fred hatte, vermisst sie sehr. Was bleibt von einem Leben, wenn man in Pension geht, sein Leben lang geschuftet hatte, keine Freunde hat und alle jene, die für einen wichtig waren, nun tot sind. Ein Roman, der mich schon sehr nachdenklich gemacht hat, was aus dem eigenen Leben wird, wenn die Arbeit vorbei ist, wichtige Menschen verstorben sind, die Kinder sich nicht mehr melden und man trotzdem vom Leben noch etwas wünscht: gute Gespräche, Ziele oder schöne Reisen.

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