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Die Kelten in Baden-Württemberg Archäologie, Geschichte und Fundstätten

1

68,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Abbildungen

640, Reich bebildert mit 640 größtenteils farbigen Fotos, Illustrationen und Karten.

Herausgeber

Dirk Krausse + weitere

Verlag

Theiss in Herder

Seitenzahl

688

Maße (L/B/H)

24,7/19,5/4,4 cm

Gewicht

1935 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-534-61034-1

Beschreibung

Portrait

Prof. Dr. Dirk Krausse ist Landesarchäologe von Baden-Württemberg am Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg und ein ausgewiesener Kenner der keltischen Archäologie in Mitteleuropa. Daneben unterrichtet er an der Eberhard Karls Universität Tübingen..
Dr. Günther Wieland ist stv. Referatsleiter für Prähistorische Archäologie im Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg und ein Spezialist für die Kelten..
Dr. Felicitas Schmitt ist Fachreferentin für bronze- und eisenzeitliche Archäologie am Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg.

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Abbildungen

640, Reich bebildert mit 640 größtenteils farbigen Fotos, Illustrationen und Karten.

Herausgeber

Verlag

Theiss in Herder

Seitenzahl

688

Maße (L/B/H)

24,7/19,5/4,4 cm

Gewicht

1935 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-534-61034-1

Herstelleradresse

Herder Verlag GmbH
Hermann-Herder-Str. 4
79104 Freiburg
DE

Email: kundenservice@herder.de

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Die letzte umfangreiche und…

VolkerM am 04.12.2025

Bewertungsnummer: 3017952

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die letzte umfangreiche und wissenschaftlich aktuelle Monografie über die Kelten in Baden-Württemberg, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtete, stammt von 1981. Seitdem hat sich in der Keltenforschung enorm viel getan. Viele vermeintlich gesicherte Erkenntnisse stellten sich als Mythen heraus und einige angezweifelte antike Berichte haben sich durch moderne Methoden als wahr erwiesen. Auch der Fokus der Forschung hat sich verlagert: Während im 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die im Gelände gut sichtbaren Grabhügel und „Fürstensitze“ archäologisch erschlossen wurden, stehen heute die unbefestigten Siedlungen und das Alltagsleben im Zentrum des Interesses. Verfeinerte Materialanalysen, bessere Dokumentation und die Paläogenetik eröffnen mittlerweile ganz neue Möglichkeiten. Die Kapitel wurden von ausgewiesenen Experten der Keltenforschung verfasst, sowohl vom Landesamt für Denkmalpflege in BW als auch aus der universitären Forschung und behandeln verschiedene Phasen der keltischen Geschichte, von der älteren Hallstatt- bis zur Spätlathènezeit. Der Ausblick in die Römerzeit, in der die Kelten weitgehend assimiliert sind, schließt den Abschnitt ab. Es werden zahlreiche Irrwege der frühen Archäologen erkennbar und wie vorsichtig im Gegensatz dazu die Wissenschaftler heutzutage mit Schlussfolgerungen sind. Das große Problem der Kelten: Sie hatten keine eigene Schriftkultur und alle schriftlichen Zeugnisse aus der Antike über sie stammen von Dritten. Zumindest ist der einzige bekannte keltische Stadtname Pyrene mit hinreichender Sicherheit identifiziert, auch das erst eine Erkenntnis der letzten Jahre. Gesellschaftsstrukturen, Handelsbeziehungen oder religiöse Vorstellungen lassen sich ebenfalls nur indirekt erschließen, aber auch hier zeigen sich immer klarere Strukturen und vor allem oft nahtlose Übergänge, wo man früher (in Ermangelung von Daten) „Kulturbrüche“ erkennen wollte. Kapitel über die keltische Kunst und den Alltag fügen weitere Facetten hinzu.. Der zweite Teil des Bandes enthält ein ausführliches Fundstättenverzeichnis mit allen wichtigen Orten in Baden-Württemberg, das sich als das keltische Kernland herauskristallisiert. Die Steckbriefe eignen sich hervorragend auch als „Reiseführer“ für eine archäologisch ausgerichtete Themenreise, denn sie verbinden das im allgemeinen Teil Gesagte mit konkreten Fundsituationen. Die zahlreichen Aufnahmen, sowohl von Einzelfunden als auch Ausgrabungen in situ, machen das Gesagte anschaulich, unterstützt durch Kartenmaterial, Luftbilder und Zeichnungen. „Die Kelten“ zeigt eine Wissenschaft im Fluss, die unter erschwerten Bedingungen Erstaunliches zu Tage bringt. Von Experten ihres Fachs für interessierte Laien verständlich erklärt, ohne dabei die komplexen Zusammenhänge zu sehr zu vereinfachen oder Unsicherheiten mit blumiger Sprache zu verschleiern.

Die letzte umfangreiche und…

VolkerM am 04.12.2025
Bewertungsnummer: 3017952
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die letzte umfangreiche und wissenschaftlich aktuelle Monografie über die Kelten in Baden-Württemberg, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtete, stammt von 1981. Seitdem hat sich in der Keltenforschung enorm viel getan. Viele vermeintlich gesicherte Erkenntnisse stellten sich als Mythen heraus und einige angezweifelte antike Berichte haben sich durch moderne Methoden als wahr erwiesen. Auch der Fokus der Forschung hat sich verlagert: Während im 19. und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die im Gelände gut sichtbaren Grabhügel und „Fürstensitze“ archäologisch erschlossen wurden, stehen heute die unbefestigten Siedlungen und das Alltagsleben im Zentrum des Interesses. Verfeinerte Materialanalysen, bessere Dokumentation und die Paläogenetik eröffnen mittlerweile ganz neue Möglichkeiten. Die Kapitel wurden von ausgewiesenen Experten der Keltenforschung verfasst, sowohl vom Landesamt für Denkmalpflege in BW als auch aus der universitären Forschung und behandeln verschiedene Phasen der keltischen Geschichte, von der älteren Hallstatt- bis zur Spätlathènezeit. Der Ausblick in die Römerzeit, in der die Kelten weitgehend assimiliert sind, schließt den Abschnitt ab. Es werden zahlreiche Irrwege der frühen Archäologen erkennbar und wie vorsichtig im Gegensatz dazu die Wissenschaftler heutzutage mit Schlussfolgerungen sind. Das große Problem der Kelten: Sie hatten keine eigene Schriftkultur und alle schriftlichen Zeugnisse aus der Antike über sie stammen von Dritten. Zumindest ist der einzige bekannte keltische Stadtname Pyrene mit hinreichender Sicherheit identifiziert, auch das erst eine Erkenntnis der letzten Jahre. Gesellschaftsstrukturen, Handelsbeziehungen oder religiöse Vorstellungen lassen sich ebenfalls nur indirekt erschließen, aber auch hier zeigen sich immer klarere Strukturen und vor allem oft nahtlose Übergänge, wo man früher (in Ermangelung von Daten) „Kulturbrüche“ erkennen wollte. Kapitel über die keltische Kunst und den Alltag fügen weitere Facetten hinzu.. Der zweite Teil des Bandes enthält ein ausführliches Fundstättenverzeichnis mit allen wichtigen Orten in Baden-Württemberg, das sich als das keltische Kernland herauskristallisiert. Die Steckbriefe eignen sich hervorragend auch als „Reiseführer“ für eine archäologisch ausgerichtete Themenreise, denn sie verbinden das im allgemeinen Teil Gesagte mit konkreten Fundsituationen. Die zahlreichen Aufnahmen, sowohl von Einzelfunden als auch Ausgrabungen in situ, machen das Gesagte anschaulich, unterstützt durch Kartenmaterial, Luftbilder und Zeichnungen. „Die Kelten“ zeigt eine Wissenschaft im Fluss, die unter erschwerten Bedingungen Erstaunliches zu Tage bringt. Von Experten ihres Fachs für interessierte Laien verständlich erklärt, ohne dabei die komplexen Zusammenhänge zu sehr zu vereinfachen oder Unsicherheiten mit blumiger Sprache zu verschleiern.

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