Gemeinsam mit ihren beiden Brüdern wächst Hellia im Verborgenen auf, versteckt vor dem Göttergeschlecht der Asen, die die Kinder des Loki fürchten. Doch nur ein Fehler von Hellia genügt, und die drei werden entdeckt. Ihre Brüder werden in Ketten gelegt, Hellia in die Welt des ewigen Eises verbannt. Der Wunsch nach Rache brennt heiß in ihr, doch Loki und das Schicksal haben eigene Pläne für sie. Schon bald muss Hellia sich entscheiden, wofür sie einstehen möchte: Vergeltung oder Gerechtigkeit.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Eigentlich war das Buch ein Fehlkauf, da ich zwar Göttergeschichten an sich mag... Aber alles in die nordische Richtung eher meide. Schon die Namensgebung hat mich zu Beginn des Buches völlig überfordert. Je länger ich je doch gelesen habe, umso spannender war die Geschichte. Alle Charaktere steckten voller Details und waren solide ausgebaut. Es gab für mich in der Geschichte keine zähen Strecken . Ganz im Gegenteil, ich wollte jede freie Minute weiterlesen. Das hat in dem Ausmaß lange kein Buch mehr geschafft!
K.a.t.l.93
aus Mühlhausen
5/5
25.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Dunkel, magisch und absolut fesselnd
https://kathasbuechereck.blogspot.com/2025/11/gottin-der-vergessenen-lucia-herbst.html
Meinung:
Als ich den Klappentext des neuen Buches von Lucia Herbst “Göttin der Vergessenen” gelesen habe, war ich sofort hin und weg! Ich musste unbedingt mehr über Hellia, Fenrir und Jörmungandr erfahren. Ich LIEBE die nordische Mythologie mit all ihren Gottheiten, und besonders Yggdrasil, der Weltenbaum, hat mich schon immer in seinen Bann gezogen. Umso mehr wollte ich wissen, was wirklich hinter der Totengöttin Hel steckt. Niemals hätte ich gedacht, dass mich eine Geschichte so dermaßen in den Bann ziehen würde wie diese.
In dieser Geschichte geht es um die junge Hellia, die gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern verborgen vor den Asen (den nordischen Göttern wie Odin, Thor und Frigg) in einem Berg lebt. Ihr Drang nach Freiheit ist groß, doch die Konsequenzen wären zu hoch für ihre Familie, falls die Asen sie finden würden. Denn ihr Vater ist Loki, und laut einer Prophezeiung sollen seine Kinder Ragnarök, den Götterfall, heraufbeschwören.
Eines verhängnisvollen Tages wird Hellia an die Oberfläche ihres Zuhauses gelockt und fällt genau den Göttern in die Hände, vor denen sie sich ihr Leben lang versteckt hat. Schafft sie es, sich aus den Fängen Odins zu befreien und für Gerechtigkeit einzustehen, oder versinkt sie in der Dunkelheit ihrer eigenen Rache?
Was ist hier passiert? Wieso endet die Geschichte schon? Ich möchte nicht, dass die gemeinsame Reise mit Hellia endet! Genau das waren die ersten Gedanken in meinem Kopf, als ich dieses Buch beendet habe. Eine bemerkenswerte Geschichte geht zu Ende und ich weiß jetzt schon, dass ich so schnell kein anderes Buch finden werde, das die nordische Mythologie so gut widerspiegelt wie diese Handlung. Es war spannend, es war traurig, es war schön und es war episch.
Alles in allem war ich schon immer ein Fan von Lucia Herbst – und jetzt sogar noch mehr! Ein toller Schreibstil, unvorhersehbare Momente und ein absolut passendes Ende. Insgeheim hoffe ich, dass es vielleicht irgendwann einen weiteren Teil geben wird, denn das Ende lädt definitiv zum Spekulieren ein.
Positiv/Negativ:
+ Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und sehr angenehm zu lesen.
+ Die unterschiedlichen Handlungsorte, die verschiedenen “Welten”, sind extrem gut beschrieben. Jede Ebene hatte ihren eigenen Charme und ihre spezifische “Aufgabe”. Für mich fühlte es sich so an, als hätte Lucia durch diese Welten die Geschichte immer wieder neu erfunden, und ich konnte mich mühelos in jede einzelne hineinversetzen.
+ Ich bin absolut vernarrt in jegliche Art von Mythologie, doch die, die mich am meisten fasziniert, neben der ägyptischen, ist die nordische. Ich finde, diese Gottheiten sind rau, ungestüm und zugleich menschlich mit all ihren Fehlern. Besonders das aufwendige Glossar am Ende des Buches hat es mir ein Stück weit erleichtert, noch tiefer in die Handlung einzutauchen, da ich immer wieder nachlesen konnte, wer die einzelnen Personen oder Orte tatsächlich sind. Ich finde so etwas besonders wichtig, da man solche Bestandteile nicht direkt in die eigentliche Geschichte einbauen könnte, ohne den Rahmen zu sprengen.
+ Hellia, die Hauptfigur der Geschichte, ist ein junges Mädchen, das während ihrer Reise zu einer beeindruckenden Frau heranwächst, die ihren Fokus nie verliert. Ich mochte sie von Anfang an. Genauso wie ihre Brüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Beziehung der drei ist einfach einmalig und gleichzeitig magisch. Besonders mochte ich ihre gemeinsamen Momente im Kopf des jeweils anderen!
+ Ich liebe diese Geschichte von Anfang bis Ende. Das Gesamtpaket stimmt einfach. Ich wurde hervorragend unterhalten und war so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte – und das will schon etwas heißen! Ein Lesehighlight ist hier definitiv garantiert!
Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Hellia ist darauf zu sehen und hilft mir als Leserin noch einmal mehr nachzuvollziehen, worum es in dieser Geschichte geht.
Empfehlung:
NATÜRLICH würde ich jedem da draußen das neue Buch von Lucia Herbst “Göttin der Vergessenen” weiterempfehlen. Und NATÜRLICH würde ich sagen, dass ihr schön blöd seid, euch so etwas entgehen zu lassen, denn die Geschichte bietet weit mehr als nur Unterhaltung. Sie zeigt auch, dass Rache nicht der richtige Weg ist und dass Gnade oft die größere Stärke ist als alles andere. Ihr merkt schon, ich bin dem Buch verfallen – daher meine klare Empfehlung an euch!
Isabel
aus Thüringen
5/5
21.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Einfach episch!
Wer von der nordischen Mythologie nicht genug bekommen kann, der sollte unbedingt „Göttin der Vergessenen“ lesen. Im Buch hat die Autorin die Legende von der Totengöttin Hel auf ihre Weise interpretiert und eine sehr inspirierende Geschichte erschaffen.
Der Schreibstil von Lucia Herbst ist sehr bildlich, episch und hat etwas sehr kraftvolles. Er erinnert mich an die Erzählungen von Sagen und Legenden, allerdings erlebt man die Story in der Ich-Perspektive durch Hellias Augen. Zusammen mit ihr lernt man mehr über die nordische Mythologie und taucht tief in die Legenden von Yggdrasil und den Asen ein. Man fühlt sich als Teil der Geschichte und verfolgt gespannt, welches Schicksal auf Hellia wartet und wie sie es durch ihre Entscheidungen beeinflusst. Im Buch gibt es ein umfangreiches Glossar, dass mir den Einstieg ins Buch sehr erleichtert hat.
Die nordische Mythologie bietet viele Legenden voller Grausamkeit, List, Krieg und Schuld. So auch die Geschichte von Hellia, einer jungen Frau der Unrecht widerfahren ist und die trotz allem über sich hinaus wachsen konnte. Ihr großes Herz und Mitleid für die Vergessenen wird zu ihrem größten Trumpf gegen Odin und die Asen. Hel‘s Geschichte symbolisiert für mich vor allem Zusammenhalt, Freundschaft, Weisheit und Mitgefühl. Ich bin absolut begeistert von dem Buch und kann es euch sehr empfehlen.
Sternenstaubkoenigin
aus Dresden
5/5
19.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Wieder eine Offenbarung
Man merkt einfach wie viel liebe Sie ins Detail steckt aber auch in die Recherche!. Sie schafft es beliebte Charaktere in ein neues weniger vorteilhaftes Licht zu rücken. Oder aber auch unbekannte und zu Unrecht verurteilten Charakteren einen neuen Blick zu geben. So hat Sie das auch hier wieder gemacht. Die Protagonistin ist so stark und mutig dabei aber auch so einfühlsam dazu wächst Sie über sich selbst hinaus. Ich mochte Ihre Entwicklung, das es Fortschritte aber auch Rückschläge gab und wie Sie für sich und andere einsteht. Wir bekommen wieder eine Bandbreite an Emotionen präsentiert und die reißen einen sofort mit, was die Autorin mit ihrem bildhaften aber auch emotionalen Schreibstil möglich macht. Es ist ein Buch das uns wieder viel an die Hand gibt und zum Nachdenken anregt, ohne das es dabei zu erzwungen wirkt, sondern genau richtig. Ich habe jede Seite davon geliebt und sehe wieder mit einem ganz anderen Blick in die Welt. Ein muss für alle die Offen sind die Götter mal aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Franci
aus Ilmenau
5/5
12.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Bewegende Geschichte, hervorragend recherchiert
„Göttin der Vergessenen“ erzählt nicht nur die Geschichte der unverstandenen Herrscherin über die Welt der Toten, sondern auch jene über die Entstehung von Helheim – des Reichs, vor dem sich am Ende selbst die Asen zu verneigen wissen.
Schon mit der ,Greek Goddesses'-Trilogie konnte mich Lucia Herbst von ihrem Talent, mythische Überlieferungen modern zu interpretieren, überzeugen. So finden wir auch in ihrem neuen Roman eine beeindruckende Menge an Recherche, die die nordischen Sagen authentisch aufgreift, kombiniert mit künstlerischer Freiheit.
Abgeschottet und unter den wachsamen Augen von Angrboda wuchs Hellia mit ihren Brüdern Fenrir und Jörmungandr versteckt in Jötunheim auf. Nur selten ließ sich ihr Vater, Loki, blicken, doch bereitete er seine Kinder stets spielerisch auf das vor, was sie außerhalb des Berges erwarten würde. Erst das Wissen um die Gefahr weckte die Vernunft in der Jüngsten, bis eine Täuschung der Asen, die bereits zu nah waren, ihr Dasein und das ihrer tierischen Geschwister für immer veränderte …
Gefangen genommen und vorgeführt, voneinander getrennt und weggesperrt – eine Zukunft, schlimmer als der Tod, den die Unterstützung von Balder und ein mysteriöser Pakt zwischen dem selbsternannten Allvater und dem Täuscher Loki abgewendet haben. Doch Hellia schwört – von dem Verrat ihres Vaters, der Feigheit und dem Unrecht der Asen schockiert, von der Verbannung aus Asgard gezeichnet und den Worten der Nornen, der Sehnsucht nach ihrer Familie getrieben – Rache. Und wird nicht ruhen, bis sie diese und ihre Brüder bekommen hat …
Auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Welten, an Ymirs Wurzeln, seinem Wesen entlang, geführt von einem Freund, der sie in tiefster Not fand, Richtung Wissen und Macht, streift Hellia ihr altes Sein ab, wird zu Hel, zu einer Göttin, die nicht vergisst und so viel mehr ist als das nordische Oberhaupt und seine Getreuen je sein könnten …
„Hel“ ist ein gleichermaßen faszinierender wie bewegender Roman, bringt uns Lucia Herbst nicht nur Wachsen und Erkennen ihrer Protagonistin nah, sondern ruft uns auch in Erinnerung, dass wir im Jetzt leben müssen – wir nur aus der Vergangenheit lernen können, während die Zukunft nie mehr als eine sich wandelnde Ahnung bleibt. Dass unser Schicksal bei uns liegt, mit jeder unserer Entscheidungen beschlossen, jedoch nicht von Prophezeiungen und Ängsten vorgegeben wird. Dass Wissen und Macht aus derselben Quelle fließen; Antworten kommen, wenn wir bereit für die richtigen Fragen sind, und wir ohne die Natur und die Umwelt, die alles vereint und speist, nichts wären. Dass jedeR vergänglich, nur der Tod für die Ewigkeit ist.
Herbst führt uns in einem klaren, unkomplizierten Ton durch die lebendige, von Dunkelheit und Bedrohungen ummantelte Handlung. Hel verändert sich im Angesicht von Hürden und Erkenntnissen, erstarkt im Inneren, lernt, verschiebt, unter der wachsenden To-do-Liste und ihrer Bestimmung, die langsam, aber stetig Kontur bekommt, ihre Ziele. Gab es auch einige Kapitel im seichten Slow-Modus, war doch kein (Um)Weg, den Hel geht, keine Begegnung, kein Gespräch vergeudete Zeit. Die Riesin wird achtsamer und aufmerksamer, demütig und ehrfürchtig im Angesicht des Großen Ganzen, und sieht Wahrheiten, vor denen sich die Mächtigen verschließen, sieht Unrecht, dass Odin und seine Schergen ignorieren.
Immer wieder warten Spannungsspitzen und temporeiche Ereignisse, Rückschritte und Stillstand gaben der Erzählung genauso viel Authentizität wie Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Wut, wie Hels Wunsch, aufzugeben und alles niederzubrennen. In Kombination mit detailreich ausgearbeiteten Welten, tieferen Themen, verschiedenen Schicksalen und neuen FreundInnen, die sich der Flüchtigen anschließen, wurde angenehm für Abwechslung gesorgt.
Vor allem der Bezug zur nordischen Mythologie und zu den Wesen- sowie Gottheiten sorgte bei mir für anhaltendes Interesse. Die Autorin gab bekannten Figuren frische Facetten, verzichtete nicht auf göttliche Gräuel und schuf eine einnehmende, dichte Atmosphäre, in der treue Verbündete jene sind, die Zuversicht bringen.
Herzerwärmende Augenblicke, spaßige Szenen, erkenntnisreiche Gespräche, Found-Family, (Nächsten)Liebe, Female Rage und Nordic-Mythologie – der neue Fantasy-Roman von Lucia Herbst kommt mit grausamen Ereignissen, überraschenden Entwicklungen und einschneidenden Offenbarungen daher, mit vielen Wahrheiten und Input zum Nachdenken. Zeitgleich finden sich eine tröstende Ruhe und die befreiende Akzeptanz des Unausweichlichen.
„Göttin der Vergessenen“: eine Geschichte über den Mut, den es braucht, um sich gegen Unrecht aufzulehnen, über Selbstfindung, das Leben und das Sterben.
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5/5
01.04.2026
eBook (ePUB 3)
,,Du hast mich aufgefangen, teilst deine Wärme mit mir, obwohl du selbst nicht genug davon hast"
Nach der Greek Goddess Trilogie war mir klar, dass ich mehr über Hel erfahren wollte.
Nordische Mythologie hatte mich nie ganz so stark interressiert wie die Griechische, aber Lucia Herbst hat dies komplett verändert.
Ich liebe Hels Geschichte komplett!
Zu sehen wie sie von Lokis Tochter zur Göttin wurde, die geschwisterliche Liebe welche sie mit ihren Brüdern verbindet und zu sehen, wie sie mit jeder Erfahrung weiter wächst war einfach wundervoll.
Mit Lucia Herbst habe ich eine neue Lieblingsautorin gefunden.
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