Rezension
»Der Autor legt in einem umfassenden Kapitel die rechtlichen Bedingungen dar, die von den Verfahrensordnungen (ZPO, VwGO usw.) über Informationsfreiheits- und Datennutzungsgesetz bis zur EMRK reichen. Diese Komplexität muss ein automatisiertes Anonymisierungsverfahren verinnerlichen, damit es die Aufgabe erfüllen kann, eine ausreichend große Zahl an Entscheidungen ebenso sicher wie zügig zu anonymisieren. Der Autor checkt diese Vorgaben mit großer Präzision – auch an ausländischen Beispielen – und schafft damit ein Standardwerk für die Entwicklung des Zugangs und Verständnisses breiter Bevölkerungsschichten zu gerichtlichen Entscheidungen.« Hasso Lieber, in: LAIKOS, 3/2025
»Besonders verdienstvoll ist der ausführliche rechtsvergleichende Blick nicht nur auf die unionale, sondern auch auf die österreichische Situation (S.318 ff. ), die keineswegs ausgespart, sondern – soweit ersichtlich und für einen deutschen Dissertanten zugänglich – detailgetreu und aktuell wiedergegeben wird. [...] Zusammengefasst ein in jeder Hinsicht äußerst gewichtiges Werk, das in den Fachbibliotheken von Zivil-, Straf- und Verwaltungsgerichten, aber auch in Anwaltskanzleien, die sich mit Fragen der Anonymisierung von Gerichtsentscheidungen zu befassen haben, keinesfalls fehlen darf. Gleichermaßen zu empfehlen ist der vorliegende Band an Datenschutzbeauftragte, Medienanwält:innen, Legal-Tech-Entwickler:innen, Justizverwaltungen und last but not least der juristischen Academia.« Prof. Dr. Clemens Thiele, in: jusIT, 4/2025
»Keine aktuelle Diskussion über die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) für den Rechtsmarkt kommt ohne die Frage aus, wann (endlich) mehr veröffentlichte Gerichtsentscheidungen als Datengrundlage für spezielle juristische KI-Entwicklungen zur Verfügung stehen. Die von Michael Keuchen vorgelegte Dissertationsschrift könnte daher nicht aktueller sein. […] Es ist den entsprechenden Verantwortlichen daher zu empfehlen, die von Keuchen vorgelegte Dissertation eingehend zu studieren und insbesondere auf die automatische Anonymisierung von Gerichtsentscheidungen zu setzen, um Deutschland als digitalen und öffentlichen Rechtsstaat weiter voranzubringen.« Dr. Benedikt M. Quarch, in: LegalTech, 4/2025