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Heimatland »Unsere Freiheit ist nicht verhandelbar.« — Zähne zeigen gegen die Feinde der Demokratie

3

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

17584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

320

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Anthrazit / Hellgrün

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1525-9

Beschreibung

Rezension

»Balcis Buch ›Heimatland‹ liest sich wie das Kompendium einer mutigen Integrations-Verfechterin.« ("ARD - TTT - Titel Thesen Temperamente")

Produktdetails

Verkaufsrang

17584

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Berlin Verlag

Seitenzahl

320

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

417 g

Farbe

Anthrazit / Hellgrün

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8270-1525-9

Herstelleradresse

Berlin Verlag
Damaschkestraße 4
10711 Berlin
DE

Email: info@piper.de

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  • Frank

    aus Rheinland

    5/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nostalgisches Buch mit Hoffnung für die Zukunft

    Es hat mich an meine Kindheit in der Bergarbeitersiedlung erinnert. Frau Balci ist derselbe Jahrgang meines jüngeren Bruders. Unser Ort ist nicht mit Berlin vergleichbar. Mein Dorf liegt weit im Westen und war und ist immer noch so groß, weil die migrantische Bevölkerung die Mehrheit gebildet hat. Die Leute kamen aus allerlei Regionen und Ländern. Zugezogene halt, so wie meine Familie. Die Milieus waren damals stark getrennt. Meine Familie kam aus verschiedenen Teilen des Ostens und fand wohl über den Protestantismus zusammen. Das Buch erzählt sehr schön, was mein Heimatland ausmacht. Vielen Dank an Güner Yasemin Balci.

  • Bewertung

    4/5

    02.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Güner Balcis "Heimatland" ist ein zutiefst nostalgisches und beinahe melancholisches Werk, das die komplexe Erfahrung des Aufwachsens als Kind von Migranten in Deutschland beleuchtet.

    Die Autorin schafft es, die Leserschaft unmittelbar in ihre persönlichen Erinnerungen zu ziehen, und liefert damit einen wichtigen, nachhaltigen Beitrag zur Migrationsliteratur. Es ist ein Buch, das zweifellos noch lange zum Nachdenken über die erzählten Themen anregen wird. Der Text ist von einer spürbaren Wärme durchzogen. Balci erinnert sich überwiegend an positive Aspekte ihrer Kindheit und porträtiert ihre Eltern fast als engelgleiche Figuren. Diese Darstellung des Familienglücks ist beachtlich und ergreifend. Die dadurch entstehende Nostalgie verbindet die Leserschaft mit der Autorin und ermöglicht einen unmittelbaren emotionalen Zugang zu ihrer Welt. Balcis Ansatz ist durch eine tief subjektive, glückselige Erinnerung geprägt. Gerade dies macht das Buch so authentisch und wertvoll: Es ist ein ehrliches, individuelles Zeugnis, das zeigt, dass die Migration auch Geschichten voller Geborgenheit und Wärme hervorbringt. Allerdings wirft diese beinahe makellose Darstellung notwendige Fragen auf: Die Nostalgie kann die Leserschaft auch an jene trennen, die ganz andere, oft härtere Erfahrungen machten. Hier liegt eine literarische Spannung des Buches. Während Balcis Perspektive eine wichtige Facette beleuchtet, vermissen einige Leser:innen die Darstellung der gestreuten, ungeschönten Erfahrungen – die Rückschläge, die missgünstigen Momente oder das bitter-graue Schicksal Tausender Migrantenkinder, deren Wege fernab der magischen Erzählung verliefen. Dieser Fokus auf das Positive mag stellenweise den Eindruck erwecken, Balci unterschätze die Härte der Migrationserfahrung vieler anderer. Doch gerade diese Ambivalenz ist ein Schlüssel zum Buch: Es zwingt den Leser zur kritischen Reflexion, welche Geschichten von Migration in der Öffentlichkeit gehört werden und welche still bleiben. Das Buch ist in seiner Gesamtheit herausfordernd und wichtig. Es gibt Passagen von brillanter, unbestreitbarer Einsicht. Gleichzeitig existieren Passagen, die irritieren, weil sie Gefahr laufen, die Perspektive der Mehrheitsgesellschaft zu sehr zu bedienen und dadurch die Tiefe des erlittenen Leids zu relativieren. Das Buch wird so zu einem Spiegel des aktuellen Diskurses: Es zeigt, wie schwierig es ist, die eigene Geschichte zu erzählen, ohne in die Falle der Simplifizierung zu tappen.

  • wal.li

    4/5

    01.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sicht von Innen

    Die Eltern der Autorin sind aus Anatolien über Istanbul nach Deutschland eingewandert. In ihrer Heimat hatten sie keine Chance voranzukommen. Ihre Kinder sollten es besser haben, sie sollten eine ordentliche Schulbildung bekommen, auch die Mädchen. Den größten Teil ihrer Kindheit verbringt die Autorin in ihrem Berliner Kiez. Dort lebte sie eine gewisse Form von Multikulti, die allerdings auch Einschränkungen hatte. Im Viertel wohnten eher die ärmeren Leute, seien es Deutsche oder Eingewanderte. Auf der Straße ging es manchmal rau zu. Und doch durfte die Autorin alles, was die Jungs auch durften. Mit warmen Worten beschreibt die Autorin wie sie aufgewachsen ist, dass zwar nicht immer alles Gold war, dass es aber doch so eine Hoffnung auf einen Aufstieg gab. Leiber scheiterten auch viele, aber einige boxten sich durch. Doch dann beschreibt sie, wie die Mädchen aus dem Straßenbild ihres Viertels verschwanden. Eine Entwicklung, die sich bis heute fortsetzt und die zu Rückschritten führt, weil niemand einschreitet. Was die Autorin im kleinen Umfeld erlebt hat, lässt sich auch auf größeren Rahmen projizieren. Durch einen Artikel im Spiegel auf das Buch aufmerksam geworden, wird man neugierig mal die Sichtweise von jemandem zu erfahren, der aus einer Einwandererfamilie kommt. Wie hat die Autorin es erlebt, hier aufzuwachsen? Wie ist ihre Entwicklung verlaufen? Wie hat sich ihr Umfeld verändert? Und wenn etwas schief gelaufen ist, wo sieht sie eine Möglichkeit, die Situation für alle zu verbessern. Gerade der persönliche Ansatz macht das Buch auch für Laien sehr gut lesbar. Sie zeigt Probleme sehr anschaulich auf und gibt auch Hinweise, wo sie Lösungsansätze sieht. Die Gesetze, das Grundgesetz gilt halt für alle, die hier leben. Das müssten sich alle vor Augen halten. Dieses Buch kann zwar kein allgemein gültiges Rezept liefern, aber man bekommt Denkansätze, für die sich auch die Politik interessieren könnte.

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