Produktbild: Grenzbezirke
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Grenzbezirke

Aus der Reihe Bibliothek Suhrkamp
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Akzeptabel

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

231

Maße (L/B/H)

18/11,6/2,5 cm

Gewicht

278 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Border Districts

Übersetzt von

Rainer G. Schmidt

Sprache

Deutsch

EAN

2710000394310

Beschreibung

Rezension

» … einer der merkwürdigsten Autoren, die ich je gelesen habe. Sich dem Merkwürdigen zu nähern, ist immer nicht so ganz einfach, aber wenn man es dann hat, dann denkt man: ›An welch magischer Kraftquelle sitzt man denn da?‹« ("SWR")
»Der Leser folgt einfach den verschlungenen Wegen dieser wunderbaren dichten Prosa, in der jedes Wort genau gewogen und betrachtet scheint.« ("DIE WELT")
»Vor allem aber tritt man, wie schon in Die Ebenen, in eine wie von innen her leuchtende Bildwelt ein, die das neue Buch nun zu seinem eigentlichen Kernthema erhebt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Weltliteratur.« ("DIE WELT")
»In Murnanes Werk steckt etwas von Italo Calvino, von Samuel Beckett, von Jorge Luis Borges. Doch früher oder später wird man sagen: Das ist ja wie bei Gerald Murnane.« ("Der Tagesspiegel")
»Gerald Murnane lesend kann man einen Autor dabei beobachten, wie er das Erzählen neu erfindet.« ("Deutschlandfunk")
»Die Welt hat zu Murnane gefunden. Und für seine Leserinnen und Leser genügt die Lektüre des großen, geheimnisvollen Autors, um ebenfalls in Weltgegenden zu gelangen, in denen sie noch nicht waren – gebaut sind diese entelgenen Regionen allein aus Sprache und aus der Kraft der Imanigation.« ("Freie Presse")
»[Eine] Einladung in die wunderbare Welt des genialen Eigenbrötlers Gerald Murnane.« ("BuchMarkt")

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Zustand

Akzeptabel

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.11.2018

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

231

Maße (L/B/H)

18/11,6/2,5 cm

Gewicht

278 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Border Districts

Übersetzt von

Rainer G. Schmidt

Sprache

Deutsch

EAN

2710000394310

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Wie ein Katholik seinen…

Juti aus HD am 06.08.2019

Bewertungsnummer: 2729925

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie ein Katholik seinen Glauben verlor Grenzbezirke ist ein meditatives Buch, dass vom Sehen handelt, vom Sichtbaren und Unsichtbaren. Farbfenster sind das Leitmotiv. Im Schreibtil Peter Handke ähnlich scheint der Autor auch im Lebensstil ein komischer Kauz zu sein. Anfangs war ich begeistert. Der Ich-Erzähler wuchs in einer katholischen Schule unter Ordensleu­ten auf. „Wenn ich mich in dem unvorstellbaren Umstand befände, ein fiktionales Werk zu schrei­ben, in dem ich einen ehemaligen Kollegen darstelle, würde ich mich verpflichtet fühlen, meinen mutmaßlichen Leser darüber in Kenntnis zu setzen, warum jener eine Berufung aufgab, der lebens­lang zu folgen er förmlich gelobt hatte.“ (27) Er konnte stets in einer Kapelle das Allerheiligste anbeten. Es folgt die witzigste Geschichte, wo ein Priester dringend urinieren muss und nichts besseres findet als die Flasche für den Messwein, was weitaus harmloser ist, als der Missbrauch, der später bekannt wurde. Aber das waren nicht die Gründe des Ich-Erzählers seine Kirche zu verlassen. „Ich hatte wahllos gelesen und folglich meinen frommen Glauben verloren.“ (41) Es war ein Roman von Thomas Hardy. Was passiert aber ohne Glauben mit den Bildern, die der Glauben schafft. Ein Pater träumt von einer jungen Maria, wie stellt man sich die Dreifaltigkeit vor? Anstatt Religion erzeugt später die Literatur die Bilder, wobei ich die nur beschriebenen Autoren und namentlich nicht genannten Autoren nicht erkannt habe und mich mehr und mehr langweilte. Ich-Erzähler und Autor haben gleiche Eigenschaften. Murnane ist tatsächlich aufs Land gezogen, wobei ich lange brauchte, um zu verstehen, wo ein Australier eine Grenze findet. Auch wenn der Text es nicht nennt, so ist das Land der Bundesstaat Victoria mit der Hauptstadt Melbourne. Victoria hat Murnane in seinem Leben nicht oder sehr selten verlassen. Grenzbezirke ist aber vor allem in Bildern zu sehen, über das Sichtbare und was in Erinnerung bleibt. So endet er zum Schluss wieder bei seinen Mönchen. Auf einem Gebetszettel hatte ein junger geschrieben: „Hüte deine Augen, wenn du in der Stadt bist.“ (225) Trotz des gutes Anfangs hat mich das Buch in der Mitte mit den Murmeln, dem Buchcover, den Buntstiften, Pferderennen und den schottischen Namen auch gelangweilt. Der Freund mit der Cousine, die Beschreibung seines Hauses war auch überflüssig. Insgesamt 3 Sterne.

Wie ein Katholik seinen…

Juti aus HD am 06.08.2019
Bewertungsnummer: 2729925
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie ein Katholik seinen Glauben verlor Grenzbezirke ist ein meditatives Buch, dass vom Sehen handelt, vom Sichtbaren und Unsichtbaren. Farbfenster sind das Leitmotiv. Im Schreibtil Peter Handke ähnlich scheint der Autor auch im Lebensstil ein komischer Kauz zu sein. Anfangs war ich begeistert. Der Ich-Erzähler wuchs in einer katholischen Schule unter Ordensleu­ten auf. „Wenn ich mich in dem unvorstellbaren Umstand befände, ein fiktionales Werk zu schrei­ben, in dem ich einen ehemaligen Kollegen darstelle, würde ich mich verpflichtet fühlen, meinen mutmaßlichen Leser darüber in Kenntnis zu setzen, warum jener eine Berufung aufgab, der lebens­lang zu folgen er förmlich gelobt hatte.“ (27) Er konnte stets in einer Kapelle das Allerheiligste anbeten. Es folgt die witzigste Geschichte, wo ein Priester dringend urinieren muss und nichts besseres findet als die Flasche für den Messwein, was weitaus harmloser ist, als der Missbrauch, der später bekannt wurde. Aber das waren nicht die Gründe des Ich-Erzählers seine Kirche zu verlassen. „Ich hatte wahllos gelesen und folglich meinen frommen Glauben verloren.“ (41) Es war ein Roman von Thomas Hardy. Was passiert aber ohne Glauben mit den Bildern, die der Glauben schafft. Ein Pater träumt von einer jungen Maria, wie stellt man sich die Dreifaltigkeit vor? Anstatt Religion erzeugt später die Literatur die Bilder, wobei ich die nur beschriebenen Autoren und namentlich nicht genannten Autoren nicht erkannt habe und mich mehr und mehr langweilte. Ich-Erzähler und Autor haben gleiche Eigenschaften. Murnane ist tatsächlich aufs Land gezogen, wobei ich lange brauchte, um zu verstehen, wo ein Australier eine Grenze findet. Auch wenn der Text es nicht nennt, so ist das Land der Bundesstaat Victoria mit der Hauptstadt Melbourne. Victoria hat Murnane in seinem Leben nicht oder sehr selten verlassen. Grenzbezirke ist aber vor allem in Bildern zu sehen, über das Sichtbare und was in Erinnerung bleibt. So endet er zum Schluss wieder bei seinen Mönchen. Auf einem Gebetszettel hatte ein junger geschrieben: „Hüte deine Augen, wenn du in der Stadt bist.“ (225) Trotz des gutes Anfangs hat mich das Buch in der Mitte mit den Murmeln, dem Buchcover, den Buntstiften, Pferderennen und den schottischen Namen auch gelangweilt. Der Freund mit der Cousine, die Beschreibung seines Hauses war auch überflüssig. Insgesamt 3 Sterne.

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von Gerald Murnane

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