Produktbild: Janke oder Die Reise zum Nil
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Janke oder Die Reise zum Nil Roman. Roadtrip durch Sachsen, Brandenburg und Berlin

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Südverlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/5,3 cm

Gewicht

801 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000399551

Beschreibung

Rezension

"Ein wunderbarer, vielschichtiger Roman, der von Schicksalsschlägen und Ungerechtigkeiten erzählt, die oftmals nur mit Humor zu ertragen sind." Der Kulturblog
"Ein intelligentes, humorvolles und menschenfreundliches Lesevergnügen." Aichacher Zeitung
"[Karl Jankes] (wirkliches) Leben und das fiktive seines Sinn suchenden Romanhelden, der an Briefe des genial-verrückten Erfinders gelangt, verzahnt der Autor in einem tragikomischen Werk, das zugleich eine Reise durch die ostdeutsche Provinz ist." F.F.dabei
„Es ist ein berührendes, ein anrührendes Buch. Es bewegt und amüsiert im gleichen Moment. Es macht nachdenklich, und man fragt sich unwillkürlich immer wieder: Was hat es mit mir zu tun, dass ich hier so dranbleiben muss am Text? Die Protagonisten und auch die auftauchenden Randfiguren sind liebevoll und genau gezeichnet, man meint, sie im Laufe der Handlung kennenzulernen. Das Buch erzählt flüssig und so, dass einen der Text und das, was geschieht, mitnimmt. Der Roman ist lesenswert, und man kann sich selbst und Menschen, die man kennt, am Text spiegeln und einordnen. Nehmen Sie das Buch zur Hand, lesen Sie hinein, lesen Sie es selbst oder verschenken Sie es, aber nehmen Sie es auf jeden Fall wahr!“ Dr. Uwe Kullnick, Literaturradio Hörbahn

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.03.2022

Verlag

Südverlag

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

21,2/13,7/5,3 cm

Gewicht

801 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000399551

Herstelleradresse

Bedey und Thoms Media GmbH
Hermannstal 119k, D-22119 Hamburg, Deutschland
kontakt@bedey-media.de

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Wahnsinn oder Genialität?

Bewertung am 04.10.2025

Bewertungsnummer: 2615410

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mein Fazit: Karl Hans Janke: Der Weltmenschheit größter Erfinder? "Der Erfinder Karl Hans Janke hat überschallschnelle Flugzeuge, motorisierte Roller und Raketenschiffe erdacht. Er hat die Energieprobleme der Menschheit gelöst und wollte sie zu neuen Planeten führen. Dennoch ist er kaum jemandem ein Begriff und keine dieser Erfindungen wurde je realisiert.  Quelle: Internet Fotos: Internet Für mich ist diese Geschichte ein Heimspiel, da der Spreewald um die Ecke ist. Eine Geschichte, die so ungewöhnlich ist, aber spannend aufgebaut und als DDR Kind zeitweise eine Reise in die Vergangenheit. Karl Janke zu beschreiben fällt etwas schwer, da ich ihn bis heute nicht kannte. Er ist ein interessanter Charakter, zumal er Insasse einer Heilanstalt war. Tragisch sein Leben nach dem Krieg und in der DDR. Der Tod seiner 79-jährigen Mutter trifft Janke derart ,dass er psychische Probleme bekommt. 1950 wird er mit der Diagnose einer chronisch paranoiden Schizophrenie in die Heilanstalt Hibertusburg gebracht, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Entsprechen seine ganzen Entwürfe, Skizzen, Zeichnungen über die Nutzung der Kernenergie einem genialen Kopf oder eher einem Geisteskranken? Diese Frage beantwortet der Autor auf eine wunderbare Weise mit viel Feingefühl und Sensibilität . Ein wundervolles Buch voller Emotionen und magischer Momente. Jankes physikalische Ideen, seine Forschungen und Umsetzungen sind nicht so leicht verständlich, da vieles utopisch auf den Leser wirkt. Beim näheren Betrachten könnte man denken: War er wirklich genial oder gestört? Der Autor hat einen wundervollen Schreibstil: er bringt den Leser zum Nachdenken, mal zum Lachen, lässt ihn mal traurig sein , mal bestürzt, aber berührt er auch mit seiner Geschichte die Menschen.

Wahnsinn oder Genialität?

Bewertung am 04.10.2025
Bewertungsnummer: 2615410
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mein Fazit: Karl Hans Janke: Der Weltmenschheit größter Erfinder? "Der Erfinder Karl Hans Janke hat überschallschnelle Flugzeuge, motorisierte Roller und Raketenschiffe erdacht. Er hat die Energieprobleme der Menschheit gelöst und wollte sie zu neuen Planeten führen. Dennoch ist er kaum jemandem ein Begriff und keine dieser Erfindungen wurde je realisiert.  Quelle: Internet Fotos: Internet Für mich ist diese Geschichte ein Heimspiel, da der Spreewald um die Ecke ist. Eine Geschichte, die so ungewöhnlich ist, aber spannend aufgebaut und als DDR Kind zeitweise eine Reise in die Vergangenheit. Karl Janke zu beschreiben fällt etwas schwer, da ich ihn bis heute nicht kannte. Er ist ein interessanter Charakter, zumal er Insasse einer Heilanstalt war. Tragisch sein Leben nach dem Krieg und in der DDR. Der Tod seiner 79-jährigen Mutter trifft Janke derart ,dass er psychische Probleme bekommt. 1950 wird er mit der Diagnose einer chronisch paranoiden Schizophrenie in die Heilanstalt Hibertusburg gebracht, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Entsprechen seine ganzen Entwürfe, Skizzen, Zeichnungen über die Nutzung der Kernenergie einem genialen Kopf oder eher einem Geisteskranken? Diese Frage beantwortet der Autor auf eine wunderbare Weise mit viel Feingefühl und Sensibilität . Ein wundervolles Buch voller Emotionen und magischer Momente. Jankes physikalische Ideen, seine Forschungen und Umsetzungen sind nicht so leicht verständlich, da vieles utopisch auf den Leser wirkt. Beim näheren Betrachten könnte man denken: War er wirklich genial oder gestört? Der Autor hat einen wundervollen Schreibstil: er bringt den Leser zum Nachdenken, mal zum Lachen, lässt ihn mal traurig sein , mal bestürzt, aber berührt er auch mit seiner Geschichte die Menschen.

Ein etwas anderer Roadtrip

Bewertung aus Glauchau am 05.06.2022

Bewertungsnummer: 1724835

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„...Er betrachtete seine jüngsten Zeichnungen und Pläne, Querschnitte und Aufrisse. Hinter seinem Rücken trappelten Insassen dieser Stelle, Janke spürte ihren Blicke. Er ließ sie gewähren...“ Wer war Karl Janke? Geisteskranker oder Genie? Oder beides? Der Autor versucht in seinem Buch eine Annäherung an den Erfinder und Konstrukteur. Gleichzeitig nimmt er mich mit auf einen besonderen Roadtrip durch Sachsen und Brandenburg. Die Geschichte lässt sich gut lesen, auch wenn die kleine Schrift gewöhnungsbedürftig ist. Der Schriftstil ist sehr abwechslungsreich. Wie fing alles an? Tim Feldmann soll für eine Immobilienfirma Verhandlungen mit den Besitzern von Schloss Hubertusburg aufnehmen. Dort war eine psychiatrische Heilanstalt untergebracht. Seine Bemühungen führen zu keinem Erfolg. Seine private Beziehung scheitert. Er charakterisiert sein Leben so: „...Auch jetzt, wo ich vor meinem alten alpenweißen Golf stand und meine Habseligkeiten betrachtete, erschien mir alles irgendwie fremd und urkomisch: Seit sechzehn Jahren tingelte ich nun so durchs Leben, das schon fünfunddreißig Jahre zählte, ohne mehr zusammengekauft und angesammelt zu haben...“ Da drückt ihm der Leiter der Klinik Konstruktionszeichnungen und Briefe von Karl Janke in die Hand. Der war seit 1947 in der Klinik untergebracht. Dabei stößt Tim auf die Beziehung zwischen Janke und Evelyn. Zusammen mit zwei Begleitern macht sich Tim auf die Suche. Das Buch beinhaltet einerseits die Reise Tims, anderseits - in anderer Schriftart - das Leben von Karl Janke. Letzteres zeugt von intensiver Recherche des Autors. Dazu gehört auch, dass er Originaldokumente verwendet hat. In dem Roadtrip der Gegenwart werde ich in die Feinheiten der Immobilienwirtschaft eingeführt. Das klingt dann so: „...Aber die Aufmachung im Vorfeld, um die Kunden ins Boot zu holen, also der Anstrich des Boots ist eigentlich wichtiger als die Auskunft, wohin die Fahrt geht. Und das Beste: Unsere Passagiere zahlen nicht nur für die Überfahrt, sie rudern auch selbst...“ Tim findet Evelyn. Die alte Dame bringt sein Leben für wenige Tage völlig durcheinander. Sie weiß sich durchzusetzen und ihre Ziele deutlich zu formulieren. Sie möchte an den Nil. Erst einmal tingeln sie durch Sachsen und Brandenburg und erleben eine Menge Überraschungen. Evelyn verspricht Tim Informationen über Janke, also muss er sie bei Laune halten. Eines Tages redet sie Klartext mit Tim. „...Also, der Janke in Ihrem Alter, der hatte mehr Mumm und Zug. Schneiden Sie sich von ihm mal eine Scheibe ab und jammern Sie sich nicht ständig so durchs Dasein. Anderen Leuten geht’s auch nicht immer prächtig...“ Spannend war für mich das Leben Karl Jankes. Es erzählt von Krieg und Nachkriegszeit und vom Leben in der DDR. Letzteres erfährt dabei keine Wertung. Manchmal wirkt es wie eine Persiflage. Ich denke dabei insbesondere und die Rede des Bezirkssekretärs vor den Kranken am ersten Mai. Ich habe mich köstlich amüsiert, kann mir aber vorstellen, dass das genauso abgelaufen ist. Anderseits werden Begriffe aus dem DDR – Alltag wie selbstverständlich verwendet. Auch die Lieder der Zeit klingen an. Jankes physikalische Ideen hätte ich mir stellenweise etwas ausführlicher gewünscht.Das betrifft vor allem den von ihm beschriebenen Antrieb. Ich weiß, was er nicht war, aber leider nicht, wie er funktionieren sollte. Ab und an hatte er erstaunliche Geistesblitze.So zieht er aus dem Verhalten der Supermächte folgende Schlussfolgerung: „...Zwei mit Munition beladene Lastwagen rasten nebeneinander her, und es würde nur eine Frage der Zeit sein, dass sie miteinander kollidierten oder am Ende der Gasse in die Mauer donnerten...“ Janke hatte in Hubertusburg teilweise Sonderrechte. Obwohl er Patient war, durfte er seinen Forschungen nachgehen. Ernst genommen hat man ihn allerdings nicht. Klar wird, dass sein Leben durch den Krieg geprägt war. Er hatte sich auf die Fahne geschrieben, dass seine Erfindungen nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden durften und ohne Atomkraft auskommen mussten. Es passt, dass die beiden Handlungsstränge jeweils durch eine stilisierte Rakete getrennt werden. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe nicht nur vieles über Karl Janke erfahren, sondern auch auf den Roadtrip Orte kennengelernt, die es sicher zu besuchen lohnt.

Ein etwas anderer Roadtrip

Bewertung aus Glauchau am 05.06.2022
Bewertungsnummer: 1724835
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„...Er betrachtete seine jüngsten Zeichnungen und Pläne, Querschnitte und Aufrisse. Hinter seinem Rücken trappelten Insassen dieser Stelle, Janke spürte ihren Blicke. Er ließ sie gewähren...“ Wer war Karl Janke? Geisteskranker oder Genie? Oder beides? Der Autor versucht in seinem Buch eine Annäherung an den Erfinder und Konstrukteur. Gleichzeitig nimmt er mich mit auf einen besonderen Roadtrip durch Sachsen und Brandenburg. Die Geschichte lässt sich gut lesen, auch wenn die kleine Schrift gewöhnungsbedürftig ist. Der Schriftstil ist sehr abwechslungsreich. Wie fing alles an? Tim Feldmann soll für eine Immobilienfirma Verhandlungen mit den Besitzern von Schloss Hubertusburg aufnehmen. Dort war eine psychiatrische Heilanstalt untergebracht. Seine Bemühungen führen zu keinem Erfolg. Seine private Beziehung scheitert. Er charakterisiert sein Leben so: „...Auch jetzt, wo ich vor meinem alten alpenweißen Golf stand und meine Habseligkeiten betrachtete, erschien mir alles irgendwie fremd und urkomisch: Seit sechzehn Jahren tingelte ich nun so durchs Leben, das schon fünfunddreißig Jahre zählte, ohne mehr zusammengekauft und angesammelt zu haben...“ Da drückt ihm der Leiter der Klinik Konstruktionszeichnungen und Briefe von Karl Janke in die Hand. Der war seit 1947 in der Klinik untergebracht. Dabei stößt Tim auf die Beziehung zwischen Janke und Evelyn. Zusammen mit zwei Begleitern macht sich Tim auf die Suche. Das Buch beinhaltet einerseits die Reise Tims, anderseits - in anderer Schriftart - das Leben von Karl Janke. Letzteres zeugt von intensiver Recherche des Autors. Dazu gehört auch, dass er Originaldokumente verwendet hat. In dem Roadtrip der Gegenwart werde ich in die Feinheiten der Immobilienwirtschaft eingeführt. Das klingt dann so: „...Aber die Aufmachung im Vorfeld, um die Kunden ins Boot zu holen, also der Anstrich des Boots ist eigentlich wichtiger als die Auskunft, wohin die Fahrt geht. Und das Beste: Unsere Passagiere zahlen nicht nur für die Überfahrt, sie rudern auch selbst...“ Tim findet Evelyn. Die alte Dame bringt sein Leben für wenige Tage völlig durcheinander. Sie weiß sich durchzusetzen und ihre Ziele deutlich zu formulieren. Sie möchte an den Nil. Erst einmal tingeln sie durch Sachsen und Brandenburg und erleben eine Menge Überraschungen. Evelyn verspricht Tim Informationen über Janke, also muss er sie bei Laune halten. Eines Tages redet sie Klartext mit Tim. „...Also, der Janke in Ihrem Alter, der hatte mehr Mumm und Zug. Schneiden Sie sich von ihm mal eine Scheibe ab und jammern Sie sich nicht ständig so durchs Dasein. Anderen Leuten geht’s auch nicht immer prächtig...“ Spannend war für mich das Leben Karl Jankes. Es erzählt von Krieg und Nachkriegszeit und vom Leben in der DDR. Letzteres erfährt dabei keine Wertung. Manchmal wirkt es wie eine Persiflage. Ich denke dabei insbesondere und die Rede des Bezirkssekretärs vor den Kranken am ersten Mai. Ich habe mich köstlich amüsiert, kann mir aber vorstellen, dass das genauso abgelaufen ist. Anderseits werden Begriffe aus dem DDR – Alltag wie selbstverständlich verwendet. Auch die Lieder der Zeit klingen an. Jankes physikalische Ideen hätte ich mir stellenweise etwas ausführlicher gewünscht.Das betrifft vor allem den von ihm beschriebenen Antrieb. Ich weiß, was er nicht war, aber leider nicht, wie er funktionieren sollte. Ab und an hatte er erstaunliche Geistesblitze.So zieht er aus dem Verhalten der Supermächte folgende Schlussfolgerung: „...Zwei mit Munition beladene Lastwagen rasten nebeneinander her, und es würde nur eine Frage der Zeit sein, dass sie miteinander kollidierten oder am Ende der Gasse in die Mauer donnerten...“ Janke hatte in Hubertusburg teilweise Sonderrechte. Obwohl er Patient war, durfte er seinen Forschungen nachgehen. Ernst genommen hat man ihn allerdings nicht. Klar wird, dass sein Leben durch den Krieg geprägt war. Er hatte sich auf die Fahne geschrieben, dass seine Erfindungen nur zu friedlichen Zwecken genutzt werden durften und ohne Atomkraft auskommen mussten. Es passt, dass die beiden Handlungsstränge jeweils durch eine stilisierte Rakete getrennt werden. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe nicht nur vieles über Karl Janke erfahren, sondern auch auf den Roadtrip Orte kennengelernt, die es sicher zu besuchen lohnt.

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Janke oder Die Reise zum Nil

von Armin Strohmeyr

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