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Die Unordentlichen

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.02.2024

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/1,3 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1

Originaltitel

Mis días con los Kopp

Übersetzt von

Friederike Criegern

Sprache

Deutsch

EAN

2710000561033

Beschreibung

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Zustand

Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.02.2024

Verlag

Berenberg Verlag GmbH

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/1,3 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1

Originaltitel

Mis días con los Kopp

Übersetzt von

Friederike Criegern

Sprache

Deutsch

EAN

2710000561033

Herstelleradresse

Berenberg Verlag
Sophienstraße 28/29
10178 Berlin
DE

Email: info@berenberg-verlag.de

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Eine verrückte kleine Parabel

MarieOn am 03.05.2024

Bewertungsnummer: 2192866

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die siebzehnjährige Virginia mit ihrem Vater auf Sonya trifft, scheint diese, jede Art von Nähe als Zumutung zu empfinden. Körperkontakt oder auch nur ein Blick scheint in ihr hochgradiges Unwohlsein zu erzeugen. Virginia bewundert Sonyas diszipliniertes Auftreten, wie die Wahl ihrer Kleidung, fühlt sich jedoch in der Nähe, der unterkühlten Künstlergattin unwohl. Bis dahin hatte ich Sonyas Feindseligkeit – als reifer Ernst, senile Ungerührtheit verkleidet – nur bei einigen Männern erlebt. S.8 So gern Virginia auch mit ihrem Vater verreist, so unglücklich gestalten sich die Morgenstunden. Ihr Vater, der ohne eine Überdosis Lorazepam nicht schlafen kann, kommt nach dem Erwachen nur schwer auf die Beine. So auch an dem Morgen, als sich der Unfall ereignet, den sie, zuerst aufgeschreckt durch die Sirenen, vom Fenster aus beobachtet. In dem Tumult sieht sie Sonyas Gestalt, sie trägt einen Morgenmantel und hat Virginia den Rücken zugewandt. Ihr Gesicht richtet sich auf einen unglücklichen Tropf, der wild gestikuliert und schreit, wohl weil er von der Hüfte abwärts zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt ist. Von Virginias Fenster aus, wirkt die Szenerie nicht so dramatisch, als dass sich das Geschrei erklären ließe. Doch als sie dann Sonyas erschüttertes Gesicht sieht, beschließt sie, sich das ganze aus der Nähe anzusehen. Fazit: Xita Rubert hat ein Potpourris wilder Ereignisse zusammengestellt und sinnvoll aneinandergereiht. Die Geschichte wird aus Sicht der Ich-erzählenden Protagonistin Virginia dargestellt. Der Klang ist zeitlos und klassisch. Das Künstlerpaar scheint ihr Leben durch einige frivole Dekadenzen bereichern zu wollen, um der alltäglichen Langeweile zu entgehen. Die Besonderheit ihrer Stellung in der Gesellschaft scheint ihnen das Recht dazu zu geben. Virginias Vater versucht seiner Alltagstristesse zu entgehen, indem er mehr Zeit mit seiner Tochter verbringt, als mit seiner Frau. Die junge Virginia ist in diesem Trio, die einzige, die mit größeren Charakterzügen gesegnet ist. Die Autorin hat das skurrile Bild einer Elite gezeichnet, die sich, weil zur Upper Class gehörend, mehr erlauben kann, als der Rest der Gesellschaft. Die Geschichte ist verrückt, liest sich spannend und bekommt meine Lesempfehlung.

Eine verrückte kleine Parabel

MarieOn am 03.05.2024
Bewertungsnummer: 2192866
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die siebzehnjährige Virginia mit ihrem Vater auf Sonya trifft, scheint diese, jede Art von Nähe als Zumutung zu empfinden. Körperkontakt oder auch nur ein Blick scheint in ihr hochgradiges Unwohlsein zu erzeugen. Virginia bewundert Sonyas diszipliniertes Auftreten, wie die Wahl ihrer Kleidung, fühlt sich jedoch in der Nähe, der unterkühlten Künstlergattin unwohl. Bis dahin hatte ich Sonyas Feindseligkeit – als reifer Ernst, senile Ungerührtheit verkleidet – nur bei einigen Männern erlebt. S.8 So gern Virginia auch mit ihrem Vater verreist, so unglücklich gestalten sich die Morgenstunden. Ihr Vater, der ohne eine Überdosis Lorazepam nicht schlafen kann, kommt nach dem Erwachen nur schwer auf die Beine. So auch an dem Morgen, als sich der Unfall ereignet, den sie, zuerst aufgeschreckt durch die Sirenen, vom Fenster aus beobachtet. In dem Tumult sieht sie Sonyas Gestalt, sie trägt einen Morgenmantel und hat Virginia den Rücken zugewandt. Ihr Gesicht richtet sich auf einen unglücklichen Tropf, der wild gestikuliert und schreit, wohl weil er von der Hüfte abwärts zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt ist. Von Virginias Fenster aus, wirkt die Szenerie nicht so dramatisch, als dass sich das Geschrei erklären ließe. Doch als sie dann Sonyas erschüttertes Gesicht sieht, beschließt sie, sich das ganze aus der Nähe anzusehen. Fazit: Xita Rubert hat ein Potpourris wilder Ereignisse zusammengestellt und sinnvoll aneinandergereiht. Die Geschichte wird aus Sicht der Ich-erzählenden Protagonistin Virginia dargestellt. Der Klang ist zeitlos und klassisch. Das Künstlerpaar scheint ihr Leben durch einige frivole Dekadenzen bereichern zu wollen, um der alltäglichen Langeweile zu entgehen. Die Besonderheit ihrer Stellung in der Gesellschaft scheint ihnen das Recht dazu zu geben. Virginias Vater versucht seiner Alltagstristesse zu entgehen, indem er mehr Zeit mit seiner Tochter verbringt, als mit seiner Frau. Die junge Virginia ist in diesem Trio, die einzige, die mit größeren Charakterzügen gesegnet ist. Die Autorin hat das skurrile Bild einer Elite gezeichnet, die sich, weil zur Upper Class gehörend, mehr erlauben kann, als der Rest der Gesellschaft. Die Geschichte ist verrückt, liest sich spannend und bekommt meine Lesempfehlung.

Die 17jährige Virginia ist…

ins_lebenlesen aus Schleswig-Holstein am 15.03.2024

Bewertungsnummer: 2891446

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 17jährige Virginia ist mit ihrem Vater in einer Stadt im spanischen Norden, um der Preisverleihung für einen Studienfreund ihres Vaters beizuwohnen. Mit dem reichen, exzentrischen Mr. Kopp sind seine geheimnisvolle Frau Sonya und Bertrand, vielleicht deren Sohn, ein Performancekünstler, ein Verrückter oder alles zugleich, angereist. Auch das spanische Königspaar wird erwartet, alle sind in heller Aufregung. Virginia erlebt zwischen den eigensinnigen Erwachsenen ihr Erwachen, fühlt sich von dem seltsamen Bertrand zunächst abgestoßen und dann angezogen, spürt der geheimnisvollen Sonya nach, schaut zu dem eloquenten Mr. Kopp auf und wird in diesen wenigen Stunden ordentlich durchgeschleudert. Parallelen zu der jungen Virginia Woolf sind nicht zufällig. Auch wenn das Setting irgendwo in der heutigen Zeit angesiedelt ist, erinnern auch die Sprache, der förmliche blasierte Umgangston und die Requisiten an eine Dramödie im viktorianischen Zeitalter. Angriffslustig kommt dieser Text auf mich zu. Will mich verwirren, mich mit klugen Sätzen und Gedanken locken, um mich in der nächsten Minute aus der Träumerei zu wecken und mich in eine Welt zu schubsen, die ich nicht mehr verstehe. Mein Ehrgeiz ist geweckt, ich pirsche mich nochmal an, verstehe, dass nichts ist, was es ist und alles voller Symbolik steckt und im nächsten Moment schon wieder ganz anders sein könnte. So muss sich auch Virginia die ganze Zeit fühlen. Alles ist volatil, widersprüchlich, nicht zu durchschauen. Menschliches Verhalten, Gefühle, Worte haben nichts Verlässliches. Mal ist Bertrand B., mal Bert, mal Du … wie einfach war es nur mit dem Vater, der einem immer sagte, wo es lang geht. Ich mag ja solche Texte, die mit mir und Formen spielen und die mich herausfordern. Aber hier platzt mir fast der Kopf. Und doch will ich es spüren, die Sätze nehmen, durch einen Wald mit ihnen laufen und sie einwirken lassen. Doch am Ende bin ich nicht sicher, ob ich es verstanden habe oder nicht und ob es mir gefallen hat oder nicht. Entscheidet selbst, ob Ihr es wollt. Ich steh auf dem Kopf und der raucht.

Die 17jährige Virginia ist…

ins_lebenlesen aus Schleswig-Holstein am 15.03.2024
Bewertungsnummer: 2891446
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die 17jährige Virginia ist mit ihrem Vater in einer Stadt im spanischen Norden, um der Preisverleihung für einen Studienfreund ihres Vaters beizuwohnen. Mit dem reichen, exzentrischen Mr. Kopp sind seine geheimnisvolle Frau Sonya und Bertrand, vielleicht deren Sohn, ein Performancekünstler, ein Verrückter oder alles zugleich, angereist. Auch das spanische Königspaar wird erwartet, alle sind in heller Aufregung. Virginia erlebt zwischen den eigensinnigen Erwachsenen ihr Erwachen, fühlt sich von dem seltsamen Bertrand zunächst abgestoßen und dann angezogen, spürt der geheimnisvollen Sonya nach, schaut zu dem eloquenten Mr. Kopp auf und wird in diesen wenigen Stunden ordentlich durchgeschleudert. Parallelen zu der jungen Virginia Woolf sind nicht zufällig. Auch wenn das Setting irgendwo in der heutigen Zeit angesiedelt ist, erinnern auch die Sprache, der förmliche blasierte Umgangston und die Requisiten an eine Dramödie im viktorianischen Zeitalter. Angriffslustig kommt dieser Text auf mich zu. Will mich verwirren, mich mit klugen Sätzen und Gedanken locken, um mich in der nächsten Minute aus der Träumerei zu wecken und mich in eine Welt zu schubsen, die ich nicht mehr verstehe. Mein Ehrgeiz ist geweckt, ich pirsche mich nochmal an, verstehe, dass nichts ist, was es ist und alles voller Symbolik steckt und im nächsten Moment schon wieder ganz anders sein könnte. So muss sich auch Virginia die ganze Zeit fühlen. Alles ist volatil, widersprüchlich, nicht zu durchschauen. Menschliches Verhalten, Gefühle, Worte haben nichts Verlässliches. Mal ist Bertrand B., mal Bert, mal Du … wie einfach war es nur mit dem Vater, der einem immer sagte, wo es lang geht. Ich mag ja solche Texte, die mit mir und Formen spielen und die mich herausfordern. Aber hier platzt mir fast der Kopf. Und doch will ich es spüren, die Sätze nehmen, durch einen Wald mit ihnen laufen und sie einwirken lassen. Doch am Ende bin ich nicht sicher, ob ich es verstanden habe oder nicht und ob es mir gefallen hat oder nicht. Entscheidet selbst, ob Ihr es wollt. Ich steh auf dem Kopf und der raucht.

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Die Unordentlichen

von Xita Rubert

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