Produktbild: Geschichtsmythen

Geschichtsmythen Die Macht historischer Erzählungen

4

32,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/3,6 cm

Gewicht

610 g

Farbe

Ozeanblau / Avocado

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-645-7

Beschreibung

Rezension

"Wer sich das beherzigen will, der muss lernen, mit dem Mythos statt in der Lüge zu leben. Hasselhorn sensibilisiert dafür nicht nur, er liefert auch eine Anleitung, wie es gelingt. Allein deshalb sollte man dieses Buch lesen."
Alexander Eiber, Die Tagespost, 13.11.2025
Die Tagespost, 13.11.2025

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,6/14,4/3,6 cm

Gewicht

610 g

Farbe

Ozeanblau / Avocado

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-645-7

Herstelleradresse

Europa Verlag GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
DE

Email: sp@europa-verlag.com

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  • Manfred Fischer

    aus Ostermiething

    5/5

    21.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend zu lesen ...

    Das Buch ist sehr spannend, wenn auch nicht immer leicht zu lesen. Die Zielgruppen sind nicht nur HistorikerInnen, sondern auch SchülerInnen und an Politik und Geschichte interessierte Menschen. Im Focus des Autors stehen Mythen zu historisch wichtigen Persönlichkeiten, wie etwa dem „Retter der freien Welt“ Winston Churchill, der mutigen Beschützerin Frankreichs Jeanne d´Arc oder die Resistenza als antifaschistische Gründung Italiens. Die Abgrenzung der Geschichtswissenschaft von historischen Mythen erfolgt im ersten Kapitel. Es bedarf hier einer genauen Differenzierung. Dies ist grundlegend für das weitere Verständnis des Buches. Die Geschichtswissenschaft ist dem historischen Mythos sehr nahe. Historische Mythen sind Erzählungen über die Vergangenheit, die mit Fakten nicht zu untermauern sind. Man muss sie daher „glauben“. Auch HistorikerInnen „erzählen“ Geschichten über die Vergangenheit, diese basieren allerdings auf Fakten, die im wissenschaftlichen Diskurs analysiert werden. Aussagen von HistorikerInnen können argumentativ bestätigt oder widerlegt werden. Man muss sie nicht „glauben“. In den weiteren Kapiteln beschäftigt sich Benjamin Hasselhorn mit dem Entstehen von Geschichtsmythen, ihrer Verwandlung und auch ihrem Verschwinden. Er behandelt welche Rolle sie im kollektiven Gedächtnis einer Gesellschaft spielen können und weist auf die Gefahren hin, wenn Mythen zu Wahrheiten verklärt werden. Diese Mythen können entkräftet werden oder gar verschwinden, wenn ihnen mit historischem Wissen, d.h. Fakten, zu Leibe gerückt wird. Der Autor thematisiert die Mechanismen, die zum Erfolg von Mythen beitrugen und beschreibt auch deren Verschwinden.

  • Bewertung

    aus Wertingen

    5/5

    25.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichtsmythen

    Ein sehr wissenschaftlich gehaltenes Buch, das sehr schwer zu lesen ist und viel Konzentration erfordert. DerAutor ist Oberrat am Lehrstuhl für neuzeitliche Geschichte und drückt sich dadurch sehr komplex aus. Man fragt sich, was sind Mythen und uns wird gleich zur Einführung die Grundlegung einer Geschichsmythenforschung erklärt. In den weiteren fünf Kapiteln wird dann näher ausgeführt z.B. Wie entstehen Geschichtsmythen, die Mythenkämpfe, heiße und kalte Mythen. Gerade in den Zeiten, wo es den Menschen schlechter geht, glauben sie an die Mythen. Andreas Hofer, der Freiheitskämpfer wurde zum Mythos. Was ist mit den Evangelien, Mythen, Erzählungen. Auch Hitler glaubte an den Mythos vom germanischen Volk. Mythen im politischen Sinn, die Resiszenza, die Befreiungskriege. Der Autor analysiert zwischen Luther, Jeanne d'Arc, Churchill, Wilhelm der Große und und...... Behalten diese alten, vor Urzeiten erstellten Mythen heute noch ihre Bedeutung. Ich glaube, viele davon finden in unserer heutigen, hochtechnisierten Welt, wo KI das Sagen hat, keine Bedeutung mehr. Wie gesagt, das Buch ist keine leichte Lektüre und man muß einige Male zurückblättern, um den Sinn zu erfassen. In den letzten 100 Seiten finden wir Quellen- und Literaturverzeichnis. Auf dem Cover sehen wir Churchill und hinter ihm alte antike Statuen.

  • BK

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bismarck und Churchill unter der Lupe

    Das Buch untersucht, wie historische Mythen entstehen und welche Mechanismen ihren Erfolg bedingen bzw. weiterführen. Hasselhorn zeigt auf, dass historische Mythen politisch genutzt werden und eine starke Wirkung auf das kollektive Geschichtsbewusstsein einer Nation/ Bevölkerung haben. Zudem diskutiert er, dass Kritik an solchen Mythen oft selbst wieder Teil des Mythos werden kann. Das Buch bietet somit eine weit reichende Reflektion über die Macht von historischen Erzählungen und ihre Bedeutung für das Verständnis von Vergangenheit und Gegenwart. Für mich standen die Behandlung von Bismarck und Churchill im Mittelpunkt, aufgeschlüsselt in spannenden, nachvollziehbaren Analysen, die in vielen Teilen überraschen.

  • LichtundSchatten

    5/5

    31.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer sich für Geschichte…

    Wer sich für Geschichte interessiert, findet in diesem Buch reichlich Nahrung. Benjamin Hasselhorn erklärt anschaulich, woher Geschichtsmythen kommen, wie sie entstehen, gefördert werden und auch zum Verlöschen gebracht werden können. Geschichtsmythen sind zweifellos wirksam, aber sie müssen von uns hinterfragt und auf ihre tatsächliche Relevanz hinterfragt werden. Dafür bietet dieses Buch jene kritischen Fragen, die wir im normalen Diskurs oft nicht bedenken. Besonders interessiert hatte mich der Mythos von Bismarck, entstanden nach der Reichsgründung 1871, und weiter gewachsen auch nach seiner Entlassung durch Wilhelm II. Bismarck entsprach den mentalen Prägungen des deutschen Bürgertums, sie wurde durch den Reichsgründungstag und durch Bismarcks Geburtstag jährlich fortgeschrieben. Bismarck als Gründer der nationalen Einheit der Deutschen wurde nach seinem Tod noch stärker verehrt, geradezu transzendiert, von unterschiedlichsten Gruppen. Heute wird der Name Bismarck aus der Namensgebung von Räumen der deutschen Regierung entfernt und dieser Vorgang ruft erneut Diskussionen hervor. Wir werden Geschichtsmythen nicht los und es lohnt sich, hinter die vordergründigen Argumente zu schauen, dieses Buch ist weit aktueller als es der Titel vermuten lässt, es liest sich spannend und befördert Themen, die man in der tagesaktuellen Nachrichtenlage nicht erhält. Erzählungen, die aus der Vergangenheit kommen und uns die Hand sinnstiftend geben für die Gegenwart. Das sind Geschichtsmythen. England hat in Churchill einen wirkmächtigen Politiker, der nicht nur dort, sondern auch in Amerika heute noch wirkend agiert. Warum hat eine Büste von ihm im Oval Office für Stimmungen gesorgt? Warum wurde sie entfernt und was hat Obamas kenianischer Vater damit zu tun? Viele der Punkte in diesem Buch klingen unglaublich, aber sie sind real. Ein Geschichtsmythos ist dann nachhaltig wirksam, wenn er eine Erzählung über die Vergangenheit bietet, die für eine bestimmte Gruppe in der Gegenwart Sinn und Bedeutung stiftet. Besonders spannend erscheint mir dabei die Frage, weshalb gerade die jüngere deutsche Geschichte keinen verbindenden Mythos mehr hervorbringt, der in die Zukunft getragen wird. Obwohl Persönlichkeiten wie Adenauer das Potenzial für einen solchen Mythos hätten, geraten sie zunehmend in Vergessenheit, anstatt in der kollektiven Erinnerung aktualisiert zu werden. Es könnte sein, dass der bewusste Bruch mit tradierten Geschichtsmythen dazu führt, dass auch kulturelle Identität und gemeinsames Erinnern verblassen. Wenn sich eine Gesellschaft – wie aktuell Deutschland – fast ausschließlich über Schuld und Sühne definiert, läuft sie Gefahr, orientierungslos und ohne positive Bezugspunkte in die Zukunft zu blicken.

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