Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Altersempfehlung
1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
11.04.2025
Verlag
EpubliSeitenzahl
124
Maße (L/B/H)
0,8/17/24 cm
Gewicht
225 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8190-7516-2
In nicht wenigen Museen und privaten Sammlungen gilt die 1913 produzierte und in etlichen Stückzahlen verkaufte Sprechende Uhr als eine interessante Entwicklung der Uhren - und Kommunikationstechnik, und darüber wird auch in einigen Fachbüchern berichtet. Weltweit wird dieses Produkt mit dem charakteristischen Filmband mit Tonrillen „Die Sprechende Uhr von Bernhard Hiller“ oder einfach „Hiller-Uhr“ genannt.
Geht man aber der Geschichte der Firma Die Zeit ansagende Uhr GmbH oder der später neu firmierten Gesellschaft Sprechende Uhr AG nach, sind in den Jahren 1905 bis 1913 keinerlei Informationen über eine Teilhaberschaft oder Erfindertätigkeit von Bernhard Hiller, ja nicht einmal seine Mitarbeit in einer dieser Firmen zu finden und nachzuweisen.
Es stellt sich heraus, dass in den zeitnahen Berichten der Jahre 1910 bis 1913 in Fachzeitschriften und Fachzeitungen, in Adressbüchern und Handelsregisterberichten übereinstimmend und ausschließlich die Herren Franz Seelau als Erfinder und Konstrukteur, Max Marcus als Mechaniker und Konstrukteur und Alexander Morris Newman als Ideengeber genannt werden.
Ab dem Jahr 1914, in das auch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs fällt, taucht dann der Name Bernhard Hiller in einer Patentschrift auf, in welcher er, zusammen mit Heinrich Schuster, ein Patent für eine Zeit ansagende Uhr mit einer Schallplatte als Tonträger erhält.
Erstaunlich ist aber die Tatsache, dass Berichte in Fachzeitschriften und Büchern ab den 1950er Jahren den Berliner Mechaniker und Erfinder Bernhard Hiller als nahezu alleinigen Erfinder und Produzenten der Sprechenden Uhr beschreiben. Aufgrund dieser Ungereimtheiten ist es notwendig, den verschiedenen Ebenen der Sprechenden Uhr nachzugehen und einen Versuch zu unternehmen, die vorhandenen Quellen zu ergründen, Widersprüche aufzuspüren und möglichst auch zu entflechten.
Siegbert Hils und Reinhard Häfele, Juni 2024
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