300 Jahre Marinegeschichte der brandenburgisch-preußischen Kurfürsten und Könige 1571–1871 Darstellung der 473 staatlich betriebenen Kriegs- und Handelsschiffe von 1571–1871. Teil 1: 1571–1847. Teil 2: 1848–1871
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Unbekannt
Erscheinungsdatum
11.06.2025
Verlag
Fischer, R. G.Seitenzahl
1280
Maße (L/B/H)
25/18/8 cm
Gewicht
2250 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8301-9427-9
Aufbauend auf über 800 Originalquellen, Monographien, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Prüfungsarbeiten wird die Entwicklung von einer brandenburgisch-preußischen Landmacht zur beginnenden preußisch-deutschen Seemacht dargestellt.
Eingebettet in das geschichtliche Umfeld werden in Teil 1 vorwiegend die kolonialen Unternehmungen des Großen Kurfürsten sowie die maritimen Bestrebungen der preußischen Fürsten dargestellt, die sich im Wesentlichen auf den Küstenschutz an der Ostsee konzentrierten. Vor dem Hintergrund ernüchternder Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit maritim potenteren Mächten – u. a. während der napoleonischen Kriege – stiegt die Bedeutung der Marine ggü. den Landstreitkräften, was sich u. a. in Rüstung und administrativer Ausgestaltung niederschlägt. Dem Autor gelingt es, sein in über 40 Jahren Forschungstätigkeit angesammeltes Wissen spannend zu vermitteln und – behutsam – Parallelen zu aktuellen politischen Diskussionen z. B. bezüglich des Schutzes deutscher Handelsinteressen anzudeuten.
Durch den dänischen Angriff auf den Deutschen Bund im Revolutionsjahr 1848 wurde Preußen sehr deutlich vor Auge geführt, dass es keinerlei Kriegsmittel zur See hatte, selbst gegen eine Marine 3. Ranges wie die der Dänen. Auf Weisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. sollte Prinz Adalbert von Preußen, obwohl Artillerist des Heeres in höchster Position und nur privat an der Marine interessier, diese organisieren und aufbauen. Zunächst begann der Aufbau der preußischen Marine im Spannungsfeld zur Reichsmarine. Sie verschwand mit ihren Farben Schwarz Rot Gold 1853 als die Reichsidee von den Fürstenhöfen Europas hinweggefegt worden war.
Der Autor schildert chronologisch und (sehr) spannend die Aufbauarbeit des preußischen Prinzen. Die Suche und Beschaffung der Schiffe, sowie den Aufbau des Offizierskorp, zunächst mit ausländischen Seeoffizieren. Der Auf- und Ausbau der Häfen, Arsenale, wobei besonders die Besitznahme des späteren Wilhelmshaven dargestellt wird. Ebenso intensiv beleuchtet und der Aufbau maritimen Schulen so wie der von Macht- und Finanzierungskonkurrenz begleitete Aufbau der preußischen Flotte durch das preußische Heer.
Der Autor widmet sich eingehend der inneren Struktur dieser jungen Teilstreitkraft mit all ihren Facetten, dabei besonders die Sanitätsversorgung nicht unbeachtet bleibt. Wie schwer der Stand der jungen preußischen Marine wirklich war zeigt der Umstand auf, dass sie von 1848 bis 1871in vier Kriegshandlungen involviert wurde, für die sie nie wirklich ausgerüstet war.
Der sich nun entwickelnde Korpsgeist der preußischen Marine, wesentlich von seinen jungen Seeoffizieren vorgelebt und getragen, bildete die Basis der kaiserlichen Marine ab 1872.
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