Produktbild: Die erste Hälfte meines Lebens

Die erste Hälfte meines Lebens

1

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2025

Abbildungen

mit 6 Abbildungen

Herausgeber

Christian Fleck

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

350

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,9 cm

Gewicht

482 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99059-193-2

Beschreibung

Rezension

»Die Memoiren sind ein ehrlicher und direkter Rückblick und geben einen sehr persönlichen Einblick in eine Gesellschaft, die dabei ist im Bann einer Ideologie seine Menschlichkeit völlig zu verlieren.« (Christoph Hartner, Kronen Zeitung)
»Ein von keinerlei nachträglicher Retusche verzeichnetes Bild jener Zeit.« (Neue Zürcher Zeitung)
»Der Text ist über weite Strecken zu einem Lehrbuch für politische Sensibilität geraten. Wie entwickelt sich eine Diktatur? Wie kippen Mentalitäten?« (Der Standard)
»Ein wichtiges und richtig gutes Buch, das ich jedem, der sich für diese Zeit interessiert, ans Herz legen möchte. Ich habe so viele Sätze unterstrichen und würde am liebsten ganze Absätze hier abbilden, das sprengt aber den Rahmen. Ein Buch gegen das Vergessen und ein Nie Wieder!« (frau_fussi, Instagram)
»Ein intensive Leseerfahrung! Wenn‘s nicht schlimme Wirklichkeit und Geschichte wäre, könnte man sagen: spannend, atemberaubend.« (johannaberger25, Instagram)
Ein »außergewöhnliches und wichtiges Buch, ein warnendes Dokument aus dunkler Zeit, das man im Sinne von ›Nie wieder!‹ gar nicht aufmerksam genug lesen kann.« (Bernd Melichar, Kleine Zeitung)

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.08.2025

Abbildungen

mit 6 Abbildungen

Herausgeber

Christian Fleck

Verlag

Literaturverlag Droschl

Seitenzahl

350

Maße (L/B/H)

20,7/13,3/2,9 cm

Gewicht

482 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-99059-193-2

Herstelleradresse

Literaturverlag Droschl
Stenggstraße 33
8043 Graz
AT

Email: office@droschl.com

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Ein spannendes Zeitdokument

Johanna aus München am 25.08.2025

Bewertungsnummer: 2576328

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Autobiographie des Grazer Rechtsanwalts Ludwig Biró (1898-1972) von 1900 bis 1940. Vom Aufwachsen in einer traditionellen jüdischen Familie, dem Einsatz an der Isonzo-Front im Ersten Weltkrieg, den Anfeindungen der Juden vor dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, der systematischen Entrechtung, seiner dreimaligen Verhaftung und den Gefängnisaufenthalten, der Angst um sein Leben und das seiner Familie und der Freunde, von seiner abenteuerlichen Flucht nach Slowenien und Kroatien und nach Palästina. Christian Fleck hat die Erinnerungen Birós gekürzt neu herausgegeben. Die etwas über 100 Seiten des ersten Teils schrieb Biró laut Herausgeber Ende der 60er Jahre als eine Art Familienchronik, ein Rückblick auf eine zerstörte Welt. „An den Personen und Schicksalen unserer Familie konnte ich die jüdische Assimilation vom Ghetto bis zur westlichen, spezifisch österreichischen Kultur handgreiflich beobachten. Meine Großmutter Laura schrieb noch in hebräischen Lettern, las aber schon ihre deutschen Bücher. Mama war eine typisch österreichische ’höhere Tochter‘, Onkel Adolf ein überdurchschnittlich, allseits gebildeter Mann.“ Besonders eindrucksvoll ist hier, wie Birò seinen traumatischen Einsatz als 17-jähriger Freiwilliger an der Isonzofront schildert. Als „Pazifist und Sozialist“ kehrt er zurück nach Graz. Aus seinen Anschauungen macht er später als Anwalt keinen Hehl. Die eine oder andere hausbackene Bemerkung über das Wesen und die Rolle von Frauen kann man der Zeit seines Aufwachsens zuschreiben und überlesen. Im zweiten, umfangreicheren Teil (geschrieben noch während des Krieges gleich nach seiner Flucht nach Palästina) geht es um die Vorgänge in Graz vor dem Anschluss 1938 und unmittelbar danach. Biró schildert die Verfolgung und Bedrohung, der die jüdische Bevölkerung ausgesetzt war, aus unmittelbarem Erleben, anschaulich und drastisch. Vom großen „Maskenlüften nach dem Umbruch“, von brutalen Verhören und sadistischen Nazidrills im Gefängnis (zeitweise zusammen mit dem Nobelreisträger Otto Loewi in einer Zelle), von der „Jagd nach dem Visum“. An manchen Stellen möchte man fast von einer Ironie der Verzweiflung sprechen: „Mit dem Wochenende kam immer ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit über uns: Sonntags waren keine Verhaftungen zu befürchten, da soff die Gestapo“. Er erzählt aber auch vom Mut und der Hilfe von Freunden, ohne die er die abenteuerliche Flucht über die Grenze nicht geschafft hätte. Ein intensive Leseerfahrung! Wenn‘s nicht schlimme Wirklichkeit und Geschichte wäre, könnte man sagen: spannend, atemberaubend. Nie wieder!

Ein spannendes Zeitdokument

Johanna aus München am 25.08.2025
Bewertungsnummer: 2576328
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Autobiographie des Grazer Rechtsanwalts Ludwig Biró (1898-1972) von 1900 bis 1940. Vom Aufwachsen in einer traditionellen jüdischen Familie, dem Einsatz an der Isonzo-Front im Ersten Weltkrieg, den Anfeindungen der Juden vor dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, der systematischen Entrechtung, seiner dreimaligen Verhaftung und den Gefängnisaufenthalten, der Angst um sein Leben und das seiner Familie und der Freunde, von seiner abenteuerlichen Flucht nach Slowenien und Kroatien und nach Palästina. Christian Fleck hat die Erinnerungen Birós gekürzt neu herausgegeben. Die etwas über 100 Seiten des ersten Teils schrieb Biró laut Herausgeber Ende der 60er Jahre als eine Art Familienchronik, ein Rückblick auf eine zerstörte Welt. „An den Personen und Schicksalen unserer Familie konnte ich die jüdische Assimilation vom Ghetto bis zur westlichen, spezifisch österreichischen Kultur handgreiflich beobachten. Meine Großmutter Laura schrieb noch in hebräischen Lettern, las aber schon ihre deutschen Bücher. Mama war eine typisch österreichische ’höhere Tochter‘, Onkel Adolf ein überdurchschnittlich, allseits gebildeter Mann.“ Besonders eindrucksvoll ist hier, wie Birò seinen traumatischen Einsatz als 17-jähriger Freiwilliger an der Isonzofront schildert. Als „Pazifist und Sozialist“ kehrt er zurück nach Graz. Aus seinen Anschauungen macht er später als Anwalt keinen Hehl. Die eine oder andere hausbackene Bemerkung über das Wesen und die Rolle von Frauen kann man der Zeit seines Aufwachsens zuschreiben und überlesen. Im zweiten, umfangreicheren Teil (geschrieben noch während des Krieges gleich nach seiner Flucht nach Palästina) geht es um die Vorgänge in Graz vor dem Anschluss 1938 und unmittelbar danach. Biró schildert die Verfolgung und Bedrohung, der die jüdische Bevölkerung ausgesetzt war, aus unmittelbarem Erleben, anschaulich und drastisch. Vom großen „Maskenlüften nach dem Umbruch“, von brutalen Verhören und sadistischen Nazidrills im Gefängnis (zeitweise zusammen mit dem Nobelreisträger Otto Loewi in einer Zelle), von der „Jagd nach dem Visum“. An manchen Stellen möchte man fast von einer Ironie der Verzweiflung sprechen: „Mit dem Wochenende kam immer ein Gefühl der Ruhe und Sicherheit über uns: Sonntags waren keine Verhaftungen zu befürchten, da soff die Gestapo“. Er erzählt aber auch vom Mut und der Hilfe von Freunden, ohne die er die abenteuerliche Flucht über die Grenze nicht geschafft hätte. Ein intensive Leseerfahrung! Wenn‘s nicht schlimme Wirklichkeit und Geschichte wäre, könnte man sagen: spannend, atemberaubend. Nie wieder!

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von Ludwig Biró

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