Literatur, Mythos und Musik Von Shakespeare, Tolkien und Tolstoj bis Cohen, Reed und Dylan
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- Taschenbuch
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Sprache:Deutsch
26,99 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
23.04.2025
Verlag
TreditionSeitenzahl
424
Maße (L/B/H)
19,6/12,5/3,3 cm
Gewicht
531 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-384-27036-8
William Shakespeare • Joseph Conrad • J.R.R. Tolkien • William Butler Yeats • Oscar Wilde • James Joyce • Fjodor Dostojevskij • Lev Tolstoj • Anton Tschechov • Johann Wolfgang von Goethe • Thomas Mann • Hermann Hesse • Geoffrey Chaucer • Edmund Spenser • Alfred Tennyson • William Blake • William Wordsworth • John Keats • Alexander Puschkin • Nikolaj Gogol • Michail Lermontov • Ivan Turgenev • Ivan Gontscharov • Nikolaj Leskov • Henry David Thoreau • Walt Whitman • John Muir • Edgar Allan Poe • Herman Melville • Mark Twain • Robert Burns • Walter Scott • Lord Byron • R.L. Stevenson • Arthur Conan Doyle • John Buchan • Arthur Schopenhauer • Theodor Storm • Theodor Fontane • Richard Wagner • Charles Dickens • Thomas Hardy • D.H. Lawrence • Sergej Jesenin • Michail Bulgakov • Boris Pasternak • Ivan Bunin • John Cheever • James Herriot • George Orwell • Aldous Huxley • Frank Herbert • Alan Watts • Jean Klein • Eckhart Tolle • Hergé • Harold Foster • Alan Moore • Roald Dahl • René Goscinny • Charles M. Schulz • Leonard Cohen • Bob Dylan • Lou Reed • John Lennon • George Harrison • Paul McCartney • David Bowie • Cat Stevens • Pink Floyd • Paul Simon • Tom Petty • Billy Joel • Tom Waits • Shane MacGowan • Nick Cave • Sting • Morrissey • R.E.M. • Kurt Cobain
Das Lesen von Dichtungen bedeutet weit mehr als nur die Beschäftigung mit einer Darstellung des Lebens en miniature. Der Leser oder die Leserin ist „mitschöpferisch“ tätig und in höchstem Maße involviert – und zwar ganzheitlich, nicht nur intellektuell, sondern auch emotional. Das Lesen großer Dichtung fördert - im Gegensatz zu bloßer Unterhaltungsliteratur oder Sachbüchern - das Verständnis für andere und sich selbst, also „interpersonelle“ und „intrapersonelle“ Intelligenz. Literarische Klassiker haben, abgesehen vom ästhetischen Lesegenuss, nachweislich auch eine positive persönlichkeits- und allgemeinbildende Wirkung und damit eine fundamentale ethisch-soziale Relevanz.
Der Versuch der Moderne, mit utopischen und materialistischen Ideologien ein irdisches Paradies zu schaffen, hat die Menschheit im 20. und 21. Jahrhundert in eine existentielle Krise geführt. Unsere Welt leidet heute unter einer entmystifizierten und (scheinbar) entmythologisierten, einseitig rationalistisch-wissenschaftlichen Perspektive. Literatur, Mystik, Musik und Kunst können uns helfen, wieder zu einer weniger reduktionistischen, ganzheitlicheren Sichtweise zu finden. Dass der Stellenwert der Geisteswissenschaften gesunken ist, während „nützliche“ MINT-Fächer überproportional gefördert werden, ist ein Symptom einer langfristigen Fehlentwicklung, die viel mit falschen Werten zu tun hat. Der Mensch muss wieder offener für das Schöne und für das Unerklärliche werden. Die Welt der Literatur bietet uns eine ganzheitliche, „rechtshemisphärische“ Perspektive. Wir brauchen eine Aufwertung von Kultur, von Literatur, von Kreativität, ein Wiederentdecken der Klassiker, eine neue Renaissance. Dies ist die Richtung, in die wir gehen müssen – andernfalls läuft unsere Gesellschaft Gefahr, unterzugehen. „Die Schönheit wird die Welt retten“, sagte Dostojevskij. Wahrscheinlich hatte er recht.
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