Die Löwenjagdreliefs des A¿¿ur-b¿ni-apli (669-631 v. Chr.). Nordpalast in Ninive
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Sprache:Deutsch
18,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
06.04.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
44
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
79 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-12499-4
Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Archäologie, Note: 5.5 (Schweiz ~1,5), Universität Bern (Vorderasiatische Archäologie), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll neben dem Löwenjagd-Zyklus beim Thronsaal zunächst die beiden in der Südwestecke des Palastes aufgefundenen königlichen Wildkatzenjagden beschreiben. Die räumliche Verteilung der Reliefs, die Darstellungsweisen und die Bildwirkung werden in einem zweiten Schritt beleuchtet. Die Grosse Löwenjagd aus dem Nordpalast wurde in den Jahren 1852-1854 von Hormuzd Rassam (1826-1910) ausgegraben und ist heute im British Museum ausgestellt. Die Darstellung von Jagdszenen hatte in Mesopotamien eine lange, bis in Vorzeit zurückreichende Tradition. Der assyrische König war in der Jagddarstellung mit seiner Schönheit und Unerschütterlichkeit die zentrale, unbesiegbare Gestalt und der Hauptdarsteller, der die soziale, politische und religiöse Oberschicht anführte. Die Löwenjagden erleichtern den Zugang zur intellektuellen Geschichte Assyriens. Die hochentwickelten technischen Ausführungen der Reliefs geben einen Einblick in die materielle Kultur Assyriens. Weil viele Szenen aus dem Nordpalast nicht komplett, nur noch fragmentarische oder nicht mehr vorhanden sind, besteht die Gefahr, sie getrennt vom Gesamtkontext zu betrachten und interpretieren. Die Bilderzählungen, wie sie heute im Museum ausgestellt sind, waren in der Zeit Aššur-b¿ni-aplis Teil eines architektonischen Gestaltungskonzeptes, welches die Räumlichkeiten und freiliegenden Bereiche der Palastanlage vereinte. Aššur-b¿ni-aplis verhältnismässig gut erhaltene Jagdkompositionen bieten trotz dem Fehlen der ursprünglichen Farbfassung eine solide Beurteilungsgrundlage der Palastkunst seiner Zeit. Durch den Einsatz von leeren Bildräumen, um Spannung aufzubauen, zusammen mit vielen subtilen Feinheiten in den Kompositionen wie beispielsweise dem Wechselspiel zwischen den einzelnen Gazellen oder den attackierten Wildeseln hoben die Löwenjagden die assyrische Kunst auf eine neue Stufe der Reife.
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