Handlungsanweisungen an ostarabische Christen zu Liturgie und Moral Der Brief des Katholikos-Patriarchen Išoʿyahb I. (ca. 581–595) an Bischof Jakob von Dīrīn
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Sprache:Deutsch
48,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.05.2025
Abbildungen
1 Abb., 2 Karten, 3 Tabellen
Verlag
HarrassowitzSeitenzahl
223
Maße (L/B/H)
23,7/16,7/1,6 cm
Gewicht
510 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-447-12387-7
Išoʿyahb I., ehemals Lehrer an der berühmten ostsyrischen Schule von Nisibis, war etwa zwischen 581 und 595 Katholikos-Patriarch der Kirche des Ostens im Sasanidenreich. Den Herausforderungen, vor denen die Kirche seiner Zeit stand, begegnete er mit einer bedeutenden Synode (585) sowie mit verschiedenen Schriften, darunter Glaubensbekenntnissen, polemischen Abhandlungen, liturgischen Kommentaren und mehreren Briefen. Von letzteren ist nur ein Schreiben erhalten geblieben – ein Brief, den er an Bischof Jakob auf der Insel Dārai oder Dīrīn (dem heutigen Tarut, nahe dem Bahrain-Archipel) richtete. Dieser Brief wurde in der kanonischen Sammlung
Synodicon
Orientale überliefert und stellt eine bedeutende Quelle sowohl für die spätantike ostsyrische liturgische Tradition als auch für das Kirchenrecht der Ostsyrer dar. Darüber hinaus gewährt er wertvolle Einblicke in die vorislamische Situation der Kirche in Ostarabien.
Andrei Macar beleuchtet in seiner Studie den Dialog zwischen dem Katholikos-Patriarchen und dem Vertreter seiner Kirche auf der Insel Dīrīn in der Kirchenprovinz Bēth Qaṭrāyē. Im Zentrum steht die Darstellung und Analyse der liturgischen Thematik des Briefes, die sich in fünf Bereiche gliedert: das Priestertum, die baptismale Ölsalbung, die Eucharistiefeier, die Buße und die Sonntagsheiligung. Darüber hinaus wird untersucht, welche Einblicke der Brief in das intellektuelle Profil des Patriarchen Išoʿyahb I. sowie in das geistige Umfeld der Kirchenprovinz Bēth Qaṭrāyē am Ende des 6. Jahrhunderts gewährt. Es wird aufgezeigt, dass der Brief in bestimmten Elementen bis in die heutige Praxis der ostsyrischen Liturgie nachwirkt und dass sich das theologische Denken in Bēth Qaṭrāyē in Anlehnung an die Theologie des kirchlichen Zentrums in Mesopotamien entwickelte.
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