Im Schatten der Shoa. Eine Analyse der Poetik Celans anhand ausgewählter Gedichte
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Sprache:Deutsch
16,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
08.05.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-12954-8
Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Deutsche Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar: Poetik der Dunkelheit, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Seminararbeit widmet sich der Poetik Celans und setzt sich dabei mit der Analyse zweier ausgewählter Gedichte auseinander. Ziel ist es, unter Berücksichtigung seiner Biographie einen Einblick in die Komplexität der dunklen Poetik des jüdischen Dichters zu gewinnen. Dabei geht es vor allem darum, zu exemplifizieren, wie sich diese Dunkelheit in der Thematik der jeweiligen Gedichte niederschlägt. Indem sowohl die frühere als auch die spätere Werkphase beleuchtet wird, soll in groben Zügen die lyrische Entwicklungslinie des Celan'schen OEuvres aufgezeigt werden. Hierfür werden zunächst die dunklen Pfade seiner Vergangenheit in den Blick genommen und ein Überblick über die Lebensumstände sowie die literarischen Schaffensphasen des Dichters gegeben. Im Hauptteil der Arbeit wird Celans poetologische Auffassung von Dunkelheit erarbeitet, bevor auf das Gedicht "Sprich auch du" und seine Selbstanweisung zur 'graueren' Sprache eingegangen wird. Sodann werden die sprachlichen Merkmale von Celans zunehmender Sprachkritik sowie die Thematik der Zeugenschaft anhand des Gedichts "Weggebeizt" aufgezeigt. Abschließend werden die analysierten Gedichte einander gegenübergestellt und ein Fazit gezogen. Der jüdische Dichter Paul Celan, der als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker des 20. Jahrhundert gilt und dessen Werk heute zur Weltliteratur zählt, war geprägt von den traumatischen Erfahrungen des Holocausts. Damit einher ging eine grundlegende Sprach- und Sinnkrise, weshalb der Shoa-Überlebende vor der Frage stand, ob und wie er angesichts der schrecklichen Geschehnisse Gedichte in deutscher Sprache verfassen könne. Auf der Suche nach einem Weg, sich in seiner schuldbehafteten Muttersprache auszudrücken, wurden die Gedichte des zeitlebens unverstandenen Dichters zunehmend radikaler. Ein konstantes Merkmal seiner Poetik blieb jedoch, dass sie sich durch eine eigentümliche Form der Dunkelheit auszeichnet. Auf diese Weise verfolgte er bis zu seinem Tod das Vorhaben, die Erinnerungen an die ermordeten Juden zu bewahren und sie in seiner Dichtung lebendig werden zu lassen.
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