Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes · Band 73 | 2024
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- Deutsch ausgewählt
33,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.05.2025
Abbildungen
zahlreiche schwarzweisse - Abbildungen, graph. Darst., Notenbeispielen
Herausgeber
Österreichisches VolksliedwerkVerlag
Bibliothek der ProvinzSeitenzahl
238
Maße (L/B/H)
24/16,5/2 cm
Gewicht
450 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-99126-367-8
Im ersten Aufsatz thematisiert Ulrich Morgenstern Vorstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Zusammenhang mit Volksmusik und legt beispielsweise in vokalen Liedgattungen einen Fokus auf Epen, historische Lieder und Balladen. Des weiteren problematisiert er Zeitperspektiven in volksmusikalischen Erneuerungsbewegungen sowie deren Ideologisierung in totalitären Systemen. Der Beitrag von Edgar Niemeczek bietet einen geschichtlichen und thematischen Abriss der Veranstaltungsreihe „Kamingespräche“ der Volkskultur Niederösterreich bis 2022. Die Rubrik zur Sommerakademie beschließt Katharina Pecher-Havers’ Aufsatz über abwertende Bedeutungen, die dem Begriff „Volksmusik“ zugeschrieben werden. Exemparisch nachgezeichnet an der Zitherkultur des 19. und 20 Jahrhunderts geht sie den Konsequenzen nach, die Narrative, wie die Volksmusik befände sich in einer Sackgasse, für die Musizierpraxis und die Akteur*innen haben können.
Bei den ersten zwei Beiträgen aus Forschung und Praxis handelt es sich um Referate des Symposiums „Tagung ad honorem Walter Deutsch: Volksmusik im Trentino-Südtirol in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft | Convegno: Musica popolare in Trentino-Alto Adige/Südtirol: passato, presente e futuro“, veranstaltet vom Museo etnografico trentino San Michele und dem Referat Volksmusik in der Landesdirektion Deutsche und ladinische Musikschule am 27. und 28. Oktober 2023, anlässlich des 100. Geburtstages von em. Prof. Dr. h.c. Walter Deutsch. Es sind dies ein Aufsatz von Ulrich Morgenstern über Walter Deutsch als europäischer Volksmusikforscher und ein Interview mit dem Jubilar, das von Dorli Draxler geführt wurde. Dass Walter Deutsch vor Abdruck des vorliegenden Bandes am 13. Jänner 2025 überraschend verstarb, hinterlässt uns in tiefer Trauer und bestärkt unser Ansinnen, ihm diesen Band zu widmen.
Der These, dass bis ins frühe 19. Jahrhundert auf Begräbnissen mit gedämpften Trompeten sowie Zugposaunen musiziert wurde, geht Gerhard Stradner in seinem Aufsatz „Trauermusik für Naturtrompeten“ nach. Evelyn Fink-Mennel dokumentiert danach das Leben des Bludenzer Zeichnungslehrers Josef Strolz (1799−1874) alias Spielmann Josef Martin Strolz aus Lech/Omesberg. Dieser erlangte durch seine Handschrift Alte Bregenzerwälder und Montafoner Tänz 1812−1818 Bekanntheit in der gegenwärtigen Musizierpraxis.
In einem Nachruf würdigt Bettina Srienz das Leben des Volkskundlers, Musikers und Autors Professor Helmut Wulz (1936−2023). Anschließend stellt sich Clemens Hellsberg vor, der seit 2023 designierter Präsident des Österreichischen Volkliedwerks ist. Er setzt seine Präsidentschaft in Bezug zu seinen Vorgängern und der Tätigkeit seines Vaters Professor Eugen Hellsberg (1910–1986), dem ersten hauptamtlichen Geschäftsleiters des Österreichischen Volksliedwerks.
Die Berichte der Volksliedwerke in den Bundesländern und forschungsverwandter Institutionen dokumentieren deren vielfältige Tätigkeiten, Projekte und Aufgaben in Vermittlung, Archivarbeit und Publikationswesen. Der abschließende Rezensionsteil bietet Einblick in interessante Neuerscheinungen aus dem Bereich Volksmusik- und Brauchforschung sowie Musikalia und Tonträger. […]
(Erna Ströbitzer zum Inhalt)
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