Die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft und die Bedeutung der Sonderwirtschaftszonen
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Sprache:Deutsch
19,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
14.05.2025
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-13132-9
Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich VWL - Konjunktur und Wachstum, Note: 1,3, Georg-August-Universität Göttingen, Veranstaltung: Seminar zu aktuellen Problemen der Außenwirtschaft, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit untersucht den wirtschaftlichen Wandel Chinas seit Ende der 1970er Jahre, mit besonderem Fokus auf die Einführung und Rolle der Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Ausgangspunkt ist die wirtschaftlich schwierige Situation Chinas nach der Gründung der Volksrepublik im Jahr 1949, geprägt von starker Inflation, zerstörter Infrastruktur und einer zentralistischen Planwirtschaft unter Mao Zedong. Fehlsteuerungen wie der "Große Sprung nach vorne" und die Kulturrevolution hatten katastrophale Folgen, darunter Hungersnöte und Produktionsrückgänge. Mit der Machtübernahme reformorientierter Kräfte unter Deng Xiaoping 1978 begann eine Phase der wirtschaftlichen Öffnung. Ziel war die Transformation zu einer sozialistischen Marktwirtschaft, unter anderem durch Dezentralisierung, marktwirtschaftliche Elemente und die Einbindung in den Weltmarkt. Ein zentrales Instrument dieser Reform waren die Sonderwirtschaftszonen, die ab 1980 eingeführt wurden. Diese Zonen, zunächst in Shenzhen, Zhuhai, Shantou und Xiamen eingerichtet, boten günstige steuerliche und regulatorische Rahmenbedingungen für in- und ausländische Investoren. Sie galten als wirtschaftspolitische Experimente mit geringem Risiko für das Gesamtsystem. Am Beispiel Shenzhens wird der massive wirtschaftliche Aufschwung sichtbar: Die Bevölkerung und das BIP wuchsen rasant, ausländische Direktinvestitionen stiegen stark an, insbesondere aus Hongkong und Macao. Die Arbeit beleuchtet jedoch auch die Schattenseiten der Entwicklung: wachsende soziale Ungleichheit, problematische Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung, Landkonflikte und das diskriminierende Hukou-System, das Mobilität einschränkte. Der Gini-Koeffizient und Armutsdaten zeigen, dass das rasante Wachstum nicht allen Bevölkerungsschichten gleichermaßen zugutekam. Im abschließenden Ausblick thematisiert die Arbeit Chinas zukünftige Herausforderungen: Der Verlust von Kostenvorteilen zwingt zur Umstrukturierung hin zu einer innovationsgetriebenen Wirtschaft. Initiativen wie die "Neue Seidenstraße" sollen neue Impulse setzen. Gleichzeitig wird der Aufbau einer breiten Mittelschicht und die Reform des Sozialstaats als notwendig erachtet. Fazit: Die SWZ waren ein entscheidender Motor des chinesischen Wirtschaftswunders, jedoch mit erheblichen sozialen und ökologischen Kosten. Chinas wirtschaftlicher Aufstieg ist beeindruckend, doch steht nun ein qualitativer Strukturwandel an.
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