Nicht nur, dass der 16-jährige Jay um seine Mutter trauert, nach einem Vorfall im Internat wird er ohne weitere Diskussion rausgeworfen und nun hat sein Vater ihn an der Backe. Ein Mann, den Jay kaum kennt, weil er beruflich für die Sicherheit anderer zuständig ist und sich andauernd auf Reisen befindet – aktuell mit der K-Pop-Gruppe Yay!There, die auf ihrer Welttournee jeden Schutz gebrauchen kann. Jay hat keine Ahnung von K-Pop und die sechs Jungs dieser Band sind ihm auch herzlich egal. Sein Plan ist es, bis Paris durchzuhalten, dann abzutauchen und ein ganz neues Leben zu beginnen, weit weg vom Mobbing und den aktuellen Entwicklungen in den USA. Dafür muss er nur die Füße stillhalten. Leider hat er diese Rechnung ohne Yi-jun gemacht. Der Superstar nervt ihn mit seiner penetranten Art, doch schon bald begreift Jay, dass weit aus mehr dahintersteckt. Cover: Anke Koopmann, Designomicon Lektorat: Yasmin Dreyer
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Ich habe es mir als Hörbuch geholt und einfach nur wow
Am Ende hab ich tatsächlich mehrfach tränen in den Augen gehabt weil es mich so sehr berührt hat… also von mir ne klare kauf Empfehlung
steffi_heavy_fun
aus Pasching
5/5
04.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Intensives Erlebnis voller Tiefen und leichten Höhen...
Ich habe dieses Buch in die Hand genommen, weil mich der Klappentext sowie die Tropes ansprachen, aber was mich hier erwartete hätte ich in hundert Jahren nicht vorausahnen können. Eigentlich hätte das Buch mit mindestens 1 Taschentuchpackung geliefert werden müssen, denn ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt so oft und so viel bei einem Buch geweint habe. Das Buch war für mich ein absolutes Highlight, auch wenn es sehr viel Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Trauer und viele schwierige Themen beinhaltete oder machte es genau dieser Umstand zu einem Highlight? Kinder können grausam sein, die Pubertät eine schier unmögliche Aufgabe und es gibt so viele Missstände auf dieser Welt die wesentlich mehr allgemeine Aufmerksamkeit verdient hätten und genau darum geht es unter anderem. Mich hat die Geschichte mit all ihren Höhen (ja die gibt es auch) und Tiefen so tief berührt das ich kaum Luft bekam. Man sollte daher mental vollkommen gefestigt sein, da hier viele unterschiedliche Themen angesprochen werden, die einen in den Abgrund reißen könnten, nehmt daher bitte die Triggerwarnungen ernst und widmet euch diesen, wenn ihr in irgendeiner Weise Bedenken habt. Wie kann also etwas wehtun und gleichzeitig wunderschön sein? Ich finde es sehr schwierig meine Eindrücke in Worte zu fassen da ich die Geschichte einfach gefühlt habe, aber ich will das so jetzt natürlich nicht stehen lassen und euch den Eindruck vermitteln, als ob es ,,nur” traurig wäre. Mit unserem Protagonisten Jay ist ein wundervoller Charakter geglückt, der authentischer nicht sein könnte und bereits vieles in seinem Leben durchmachen musste. Es gab so viele krasse Momente und ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft mein Herz mit ihm brach. Dabei war das Setting rund um die K-Pop Band einfach nur genial und bot genau den Raum, um sich all den Gefühlen zu stellen die uns in diesem Werk erwarteten. Die Tournee sowie das Leben als Idol werden sehr intensiv dargestellt und mir kam es teilweise so vor, als ob ich selbst live on Stage wäre. Doch nicht nur dieser Aspekt war der Hammer und sehr gut ausgearbeitet, auch die vielen anderen erwähnten Themen verursachten mir Gänsehaut und konnten mich von sich einnehmen. Ich weiß gar nicht was ich sagen darf/kann oder nicht, um euch nicht die Überraschungen und Plot-Twists wegzunehmen, denn davon gibt es wirklich einige. In meinen Augen liegt die Stärke des Buches an der Entwicklung, welche unsere Figuren durchmachen, am Zusammenhalt, im Zerstören und gleichzeitig Mut geben, an der schonungslosen Darstellung von Ungerechtigkeiten und an den vielen Händen, die einem gereicht werden, wenn man am wenigsten damit rechnet. Ich denke das beschreibt es am besten. Ich muss ehrlich gestehen das ich mit dieser Bandbreite an Gefühlen nicht gerechnet habe und teilweise nicht damit umgehen konnte, wodurch es mir manchmal schwer fiel weiterzulesen und ich auch Pausen brauchte. Umso wichtiger ist es aber, dass man es durchzieht und das Ende sieht, denn durch dieses hat es sich für mich definitiv gelohnt dranzubleiben, unabhängig davon das ich Jay sowieso nicht mehr allein lassen konnte, nachdem ich ihm begegnet bin. Das Nachwort ist der absolute Hammer und passt sehr gut zum Konzept, weswegen ich nachvollziehen konnte warum es so ein intensives Leseerlebnis war. Ich kann euch das Buch nur weiterempfehlen da es unglaublich wertvoll, auf seine Art wundervoll und emotional herausfordernd ist und so viele intensive Zitate und Momente beinhaltet, die sich in mein Herz gebrannt haben.
Lawendel
5/5
03.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Von Asche und Zuckerwatte
Jay hat kein Zuhause mehr. Die Mutter ist gestorben, das Haus unerreichbar und das Internat hat Jay rausgeschmissen. Den Vater, Trevor, kennt Jay kaum. Er arbeitet als Sicherheitschef und ist zur Zeit mit der erfolgreichen K-Pob Band Yay!There international unterwegs und jetzt muss er sich zusätzlich auch noch um einen gewalttätigen Jugendlichen kümmern. Jay geht den Deal mit Trevor ein, die Band auf der Welttournee begleiten zu dürfen, wenn Jay sich bedeckt hält und keinen Ärger macht. Doch Jay ist sowohl die Band als auch das ganze Tam Tam um sie ziemlich Egal. Sobald sie in Paris angekommen sind, will Jay sich absetzten und nie mehr zurück schauen, so zumindest der Plan...
Yay!There ist mal wieder ein durch und durch gelungenes Buch der Autorin und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte von Jay ist so schmerzhaft und gleichzeitig ein riesiger Hoffnungsschimmer am Horizont. Viele schwere Themen wie Mobbing, Essstörungen, Performancedruck und zum Teil auch Weiteres wird thematisiert. Mit Jay haben wir einen Charakter, den sein Leben schon in frühen Jahren sehr nah an den mentalen Abgrund getrieben hat und mit dem es bisher nur wenige Menschen, wenn nicht sogar nur seine Mutter, gut meinten. Für die meisten Anderen war Jay eine Last. Jemand, den man möglichst nicht beachtet oder wenn als willige Zielscheibe nutzt. Da ist es kein Wunder, das Jay keine weiteren Ziele in seinem Leben hat, als dieses irgendwo weit weg von Allem neu zu versuchen. Zumal die zunehmende Queerfeindlichkeit in Jays Heimat, den USA, mehr und mehr zunimmt und Jay durch sein androgynes Aussehen sogar in Lebensgefahr bringen könnte.
Aber zu unserem Glück ist nicht alles in diesem Buch so negativ behaftet. Die Member der K-Pob Band lassen Jay eigentlich gar keine andere Möglichkeit, als etwas aus sich heraus zu kommen und sie versuchen ihre gute Stimmung, die sie für die Tour dringend aufrecht halten müssen, einfach auch auf Jay zu übertragen. Dieser erfährt dadurch widerwillig, was Freundschaft und Zusammenhalt bedeutet und lernt, dass man zusammen stärker ist. Auch Trevor scheint doch gar nicht so kalt gegenüber seinem Kind zu sein, wie er Jays erster Auffassung nach ist.
Zum Schreibstiel muss ich eigentlich gar nichts mehr sagen. Ich würde von der Autorin wahrscheinlich sogar eine Betriebsanleitung für einen Drucker lesen, ohne es aus der Hand legen zu können. Besonders gefallen mir die gewitzten Wortspiele und die unzähligen Eastereggs, die man bei genauerer Betrachtung entdecken kann. So schafft S. Rayker es die Geschichte trotz der schweren Themen nicht komplett schwarz erscheinen zu lassen und eine gewisse Leichtigkeit in die Texte hinein fließen zu lassen.
Ya!There ist eine absolute Empfehlung für Jung und Alt, aber besonders möchte ich das Buch Menschen ans Herz legen, die selber Personen in ihrem Umfeld haben, die mit psychischen Störungen, Depression oder als Mobbingopfer zu kämpfen haben. Solltest Du selber davon betroffen sein, würde ich dir raten das Buch nur zu lesen, wenn es dir gerade gut geht und du eine Ansprechperson hast, solltest dich nicht mehr gut fühlen.
MoMe
5/5
28.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Coming‑of‑Age‑Geschichte mit Tiefgang
Bevor ich in Yay!There eintauche, lese ich einen Auszug aus einem Abibuch, in dem Norina Rüther über Mobbing schreibt. Dieser Einstieg berührt mich emotional und schafft einen nahtlosen Übergang zur Geschichte.
Ich lerne den sechzehnjährigen Protagonisten Jay kennen, dessen Leben bisher von Demütigungen und Ausgrenzung geprägt ist. Durch die jahrelangen physischen und psychischen Verletzungen ist sein Selbstbild stark beeinträchtigt. Er wird von Selbstzweifeln geplagt und verbirgt sich hinter misstrauischem und mürrischem Verhalten.
Nach dem Verlust seiner Mutter und dem Rausschmiss aus dem Internat muss Jay seinen Vater bei dessen Arbeit als Sicherheitschef der koreanischen Boyband Yay!There begleiten. Die Band befindet sich derzeit auf Welttournee, und Jay hat keine Wahl, als mitzufahren. Zwischen Vater und Sohn besteht kaum eine Verbindung, da sich der Vater sein Leben lang kaum um Jay gekümmert hat. Die spürbare Distanz zwischen ihnen und Jays Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, berühren mich sehr.
Die Themen Verlust und Ausgrenzung werden ungeschönt vermittelt, doch zugleich schimmert ein Funken Hoffnung hindurch.
Der personale Erzähler bleibt dicht an Jay, verliert sich jedoch nicht in seiner Perspektive. Dadurch erhalte ich einen intensiven Einblick in Jays innere Zerrissenheit und gleichzeitig in die Mechanismen der K-Pop-Industrie, auf politische Untertöne und gesellschaftliche Spannungen zum Thema Queerness. Diese Vielfalt macht Yay!There besonders interessant.
Insgesamt gewinnen alle Figuren rasch an Tiefe, wodurch ihre weiteren Entwicklungen glaubwürdig und berührend wirken.
Auch ohne große Vorkenntnisse rund um K-Pop fällt es mir leicht, in diese besondere Welt einzutauchen. Das gelingt besonders dadurch, dass der Fokus klar auf den Emotionen, dem persönlichen Wachstum von Jay und den Beziehungen, die sich entwickeln, liegt.
Der Blick hinter die Kulissen der K-Pop-Welt ist eindrucksvoll. Harte Trainingspläne, minutiöses Marketing, strenge Regeln und enormer Erwartungsdruck zeigen ungeschönt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.
Gleichzeitig gelingt es S. Rayker aufzuzeigen, dass echte Menschen dies alles leisten. Die Mitglieder der K-Pop-Band sind nicht die unnahbaren Idole, für die sie Jay hält. Sondern junge Erwachsende, die trotz Ruhm und Disziplin sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben.
Die aufkeimende Beziehung zwischen Jay und Yi-jun, einem Mitglied von Yay!There, bildet den Kern dieses emotionalen Jugendromans. Yi‑jun begegnet Jay mit Geduld und Feinfühligkeit, die Jays verhärtete Sichtweise langsam aufbricht. Mir ist Jay dabei nicht immer sympathisch. Seine manchmal ungerechte Art ist teilweise nur schwer auszuhalten, aber das macht seine Entwicklung nur authentischer. Wie Jay lernt, dass Nähe nicht automatisch Gefahr bedeutet und dass Vertrauen ein Risiko ist, das sich lohnen kann, ist sehr bewegend für mich.
Die Freundschaft, die sich zwischen Jay und den Bandmitgliedern entwickelt, ist feinfühlig und glaubwürdig gezeichnet. Der anfängliche Kontrast zwischen „Superstars“ und „Außenseiter“ löst sich zunehmend auf.
Parallel dazu baut ein Nebenhandlungsstrang eine stetig wachsende Spannung auf, die im Showdown rasant eskaliert. Dieser finale Abschnitt wirkt wie ein Bruch und hinterlässt eine Momentaufnahme, die nachhallt.
Fazit:
Yay!There ist ein einfühlsames und wichtiges Jugendbuch, das dazu ermutigt, die eigene Perspektive zu erweitern, das eigene Handeln zu hinterfragen und Anderssein zu akzeptieren.
Bewertung
5/5
16.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Mein Lieblingsbuch!
Yay!There ist ganz locker geschrieben, aber die Themen haben es in sich. Mobbing, Trauer und die große Frage "Wer bin ich eigentlich?" treffen auf KPOP und das erste Mal verliebt sein. Es handelt von Freundschaft finden und Vertrauen lernen. Ein Buch, dessen Themen viele Menschen anspricht, aber niemals belehrend wirkt, sondern die Lesenden in die glitzernde Welt des KPOP entführt. Für Jugendliche wie auch Erwachsene eine absolute Leseempfehlung.
Es hat mich nicht einmal einen Tag gekostet das Buch durch zu suchten und ich bin begeistert davon. Die Autorin vereint die dunklen Seiten des Mobbings, den Verlust eines Elternteils und die dunklen Seiten der K-Pop-Welt in einem Schreibstil der leicht ist, offen und emotional. Sozialkritische Themen, dunkle Abgründe in der eigenen Seele, aber auch diese Lichtblicke, wie Freundschaften, wo man keine erwartet und Hilfe, wo man schon aufgegeben hatte zu suchen.
Unfassbar einfühlsam wird aus der Sicht eines jungen Mannes erzählt, der noch nicht wirklich weiß wer er ist, wie er auftreten sollte in seinem Leben und ob er überhaupt er selbst sein darf.
An dieser Stelle auch einen großen Dank an die Tochter der Autorin, die das Vorwort verfasst hat und auch im Hörbuch eingesprochen hat, es macht den Inhalt irgendwie noch ein bisschen wichtiger, noch authentischer und ehrlicher.
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