Stell dir vor, der Mensch, der Anteil an allem hatte, was dir jemals wichtig war, ist von heute auf morgen nicht mehr da. Und du gibst dir die Schuld daran …
»Gitarrist Erik Neuhaus ist tot.« Die Nachricht, die die Fans der Punkrockband EXIT SixTwenty zutiefst schockiert, reißt Frontmann Simon schier den Boden unter den Füßen weg. Erik war nicht nur sein Bandkollege, sondern seit Kindheitstagen sein bester Freund. Und nur wegen Simons Hitzköpfigkeit konnte es überhaupt erst zu dem Unfall kommen!
Die Band war Eriks großer Traum. Während sie nun entscheiden müssen, ob und wie es für EXIT SixTwenty weitergeht, stürzt Simon auf der Suche nach sich selbst in immer tieferen Schmerz. Und gerade, als er einen Strohhalm findet, an dem er sich wieder auf die Bühne ziehen kann, droht seine Welt erneut zu zerbrechen.
Ein Roman über Musik, Freundschaft, Verlust und den Weg zurück ins Leben.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Bei diesem Buch habe ich lange Zeit gehadert, wann der passende Zeitpunkt ist, um mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn primär geht es hierbei um den Verlust eines geliebten Menschen.
Die Geschichte wird in drei große Teile aufgegliedert:
Zu Beginn findet der Unfall statt, bei dem der Musiker Erik ums Leben kommt und die Auswirkungen auf Freunde und Familie. Gerade Themen wie Vorwürfe, Schuldzuweisungen und Selbsthass werden hier aufgegriffen, wie auch die Trauer selbst.
Im zweiten Teil findet der Protagonist langsam wieder zu sich selbst zurück. Es wird beschrieben, wie schwer es ist, ins Leben zurückzufinden, welche Gedanken und Gefühle vorherrschen und wie unterschiedlich Menschen trauern können.
Am Ende steht die Heilung oder besser gesagt – der Blick in die Zukunft und wie die Erinnerungen zwar noch Schmerzen, aber ebenso schön sein können.
Im Buch wird wirklich nichts beschönigt, denn die Gefühle, Gedanken und selbstzerstörerischen Handlungen des Protagonisten werden sehr eingehend beschrieben. Ich konnte es sehr gut nachempfinden und fand mich in verschiedenen Situationen und Gedankenspiralen sehr gut wieder.
Ich mochte es, dass hier nichts vereinfacht dargestellt wird und Sibi nicht nur Fortschritte macht, sondern auch zurückfällt und in verschiedenen Situationen an die Vergangenheit erinnert wird, die wiederum etwas in ihm und seinem Umfeld auslöst.
Doch gerade das Ende hatte es in sich, da es auch zeigt, dass wir nicht allein sind mit unserer Trauer und es immer Menschen gibt, die für uns da sind und uns auffangen.
An dieser Stelle gibt es hier eine ganz klare Leseempfehlung !
Gib dir niemals die Schuld!
Ninja_Turtles (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 26.08.2025
Bewertungsnummer: 2577682
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Meinung:
Das Cover passt so, so gut zur Geschichte, ich mag es! Der Schreibstil ist flüssig, authentisch und sehr gefühlvoll. Neben vielen positiven Momenten in diesem Buch, gibt es auch Themen, die triggern könnten: Tod und Trauer, Tödlicher Unfall (Rückblenden), Depression (Nacherzählung Nebenfigur), Suizid (Nacherzählung Nebenfigur), Selbsthass und Schuldgefühle, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Schimpfwörter. In dieser Geschichte geht es um die Rockband “Exit SixTwenty” und dem Tod eines Bandmitgliedes (Erik Neuhaus). Simon ist hier der Hauptprotagonist, neben Patrick und Miro. Simon ist hervorragend ausgearbeitet worden: Mit all seinen Selbstzweifeln, dem Hass, der Liebe, dem Overthinking, es ist der Wahnsinn! Er hat sich in der Geschichte weiterentwickelt. Ich habe mit diesem Buch mitgefühlt, geweint, gelacht, hab Simon so gut verstanden. Dieses Buch ist ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. In einer Sekunde denkst du, es geht wieder bergauf, bis eine neue Situation kommt, die dir den Boden unter den Füßen wegreißt. Die Atmosphäre rund um die Band und das neue Bandmitglied hat man förmlich gespürt. Man wurde sozusagen in das Buch gebeamt, so real hat es sich angefühlt! Eine Botschaft kann ich hervorheben: Auch wenn du denkst, du kannst nicht mehr - es gibt immer einen Weg zurück ins Leben. Und wenn du Hilfe benötigst, dann schäme dich nicht, dies zuzugeben und einen Therapeuten aufzusuchen!! Auch die Anspielungen auf Linking Park, Die Ärzte, Green Day und Papa Roach sind gut gelungen. Ich habe mich pudelwohl in dieser Geschichte gefühlt, weil es so, so authentisch war. Es geht aber auch um Rassismus, das Patriacharat und allgemein um festgefahrene Denkweisen.
Fazit:
Eine Geschichte um Trauer, Mitgefühl und Leidenschaft - grandios und berührend - Jahreshighlight!
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