Produktbild: Familienkörper
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Familienkörper Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2025

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21/13/2,2 cm

Gewicht

322 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823384

Beschreibung

Rezension

„Eine schöne, eine scharfsinnige Analyse unseres Schwankens zwischen Hoffnung und Verzweiflung – voller Körper, voller Leben, voller Sprachkunst.“
Luca Kieser
„Ich bin beglückt und fasziniert von MYP’s klaren, analytischen und zugleich höchst poetischen und wunderbar erzählten Blicken auf die Wechselwirkungen von Gesellschaft, weltgeschichtlichen Ereignissen und dem (weiblichen) Körper und seinen Verfasstheiten.
Individuelle Krankheitsgeschichten sind eben nicht nur individuell, sondern immer auch Teil eines großen Gefüges aus Geschichte, Macht, Privilegien, und Umwelteinflüssen. Das wird mit diesem Roman auf höchst literarische Weise deutlich wie selten.“
Martina Hefter

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2025

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

21/13/2,2 cm

Gewicht

322 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823384

Herstelleradresse

Haymon Verlag
Erlerstraße 10
6020 Innsbruck
AT

Email: order@studienverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    30.03.2025

    eBook (ePUB)

    Ein Roman, der die Wechselwirkung der Gesellschaft widerspiegelt.

    Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend gestaltet, die genutzte Reduzierung passt perfekt zum Buch, die Hintergrundfarbe wirkt harmonisch. Ich durfte das Buch mit einem Farbschnitt lesen, der einfarbige Farbschnitt ist sehr auffällig und gefällt mir gut. Die Haptik des Hardcover Buches finde ich sehr hochwertig. Der Roman wird in der "Ich-Perspektive" erzählt, drei Generationen von Frauen, durch Krankheit, Geburten und Medical Gaslightin gezeichnet. Das Familiengeflecht wird zum zentralen Punkt in der Geschichte. Wie kann man sich als Frau auch in der Medizinwelt führen? Gibt es Möglichkeiten? Die Autorin Michèle Yves Pauty hat ein emotionales und einfühlsames Werk geschaffen, mich hat es oft zum Nachdenken angeregt. Der Schreibstil war wundervoll und ich habe neue Eindrücke in verschiedene Themen erhalten. Ein wirklich tolles Buch, ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

  • Bewertung

    aus Claußnitz

    5/5

    23.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauen und Krankheiten über Generationen

    Das traurige Buch erzählt poetisch und schmerzhaft über das Geflecht einer Familie, drei Generationen von Frauen, Medical Gaslighting und Gender Medizin. Großmutter, Mutter, Schwestern Krankheit trifft sie alle. Nieren, Schilddrüse, Allergien, Erschöpfung, jede Geburt eine Opfergabe, Gebärmutterentfernung, beinahe Tradition in der Familie. Die Ärzt*innen wiegeln immer ab. Was macht das mit den Frauen? Einfühlsam erzählt von Michèle Yves Pauty. Sie schreibt von den wichtigen Zusammenhängen zwischen Geschlecht, Herkunft, Klasse, Bildung und Gesundheit. Außerdem regt die berührende Geschichte zum Nachdenken an. Glossar, Quellen und Literatur sowie das Rezept Zillertaler Krapfen komplettieren das wunderbare Buch. Ich hätte mir vielleicht noch einen Familienstammbaum gewünscht.

  • Bewertung

    aus Schönebeck

    5/5

    20.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienkörper

    Michèle Yves Pauty legt mit Familienkörper ein bemerkenswertes Debüt vor, das sich mit eindringlicher Sprache und erzählerischer Tiefe den Themen Familie, Krankheit und weiblicher Körperlichkeit widmet. In einer Mischung aus Erinnerung, Reflexion und subtiler Gesellschaftskritik entfaltet sich die Geschichte einer Frau, die sich aus einem Geflecht familiärer Belastungen zu befreien versucht, während sie gleichzeitig die Zusammenhänge zwischen Geschlecht, Gesundheit und sozialer Herkunft begreift. Besonders beeindruckend ist die atmosphärische Dichte des Romans: Pauty zeichnet das Tirol der 80er-Jahre mit schneebedeckten Bergen, dem schlammgrünen Fluss und den starren Strukturen der Medizin als Kulisse für eine Geschichte, die zugleich persönlich und universell wirkt. Die Protagonistin wächst in einer Familie auf, in der Krankheit zum Alltag gehört, und erlebt das Phänomen des Medical Gaslighting, bei dem Ärzte weibliche Symptome oft herunterspielen oder fehlinterpretieren. Die sprachliche Präzision und poetische Kraft des Romans machen ihn zu einem eindrucksvollen Leseerlebnis. Trotz der ernsten Themen wirkt Familienkörper nicht erdrückend, sondern von einer sanften Melancholie durchzogen. Es ist ein kluger, berührender und relevanter Roman über das Frausein, über Erschöpfung und Resilienz – und über die Frage, wie wir unsere Körper und unser Erbe annehmen oder hinter uns lassen können. Fazit: Ein eindringliches Debüt, das mit erzählerischer Wucht und Feingefühl komplexe Themen behandelt. Empfehlenswert für alle, die sich für Familiengeschichten mit gesellschaftlicher Relevanz interessieren.

  • Bewertung

    aus Kindberg

    5/5

    15.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein sehr wahres Buch

    Dass es den Ausdruck „Medical Gaslighting“ gibt, wusste ich vor der Lektüre von „Familienkörper“ von Michèle Yves Pauty nicht – aber was er bedeutet, ist einem auch aus eigener Erfahrung sofort klar. Alle Frauen der Familie der Erzählerin schaffen es - aus Bescheidenheit oder aus dem Bedürfnis keinem zur Last fallen zu wollen - nicht, sich gegen die Fehldiagnosen, gegen die vorschnelle Abfertigung bei gewissen Ärzten oder auch die Schlampereien im Spital zur Wehr zu setzen. Dort, wo sie selbst etwas ändern können, indem sie sich zum Beispiel von ihren Ehemännern trennen, oder sich minderjährig gegen ein Kind zu entschieden, tun sie es hingegen recht unerschrocken. Viele andere schwierige Themen - weltweit aber auch im Allerkleinsten - werden in ganz lapidarer Form und mit sehr klaren Worten angerissen: Das Leben auf sehr kleinem Fuß, Czernobyl, Missbrauch, Alkoholsucht des Partners, schwere Erkrankungen und vieles andere wird von den Frauen erlebt oder besser ertragen – und es wird nie darüber gejammert. Michèle Yves Pauty fügt Erinnerungen der Großmutter, der Mutter, der Schwestern und der Erzählerin aus den letzten fünfzig Jahren und darüber hinaus in einer ganz losen und dennoch sehr stimmigen Weise aneinander. Ganz Persönliches steht oft abwechselnd zu sehr kurzen „Einordnungen“ aus den Nachrichten. Manchmal wird auch von der Autorin bei den anderen Frauen direkt nachgefragt, und nicht nur die hier folgenden Antworten wirken äußerst authentisch. Fazit: Mir hat es gerade wegen seiner schönen klaren Sprache und seines absolut realistischen Inhalts ausgesprochen gut gefallen.

  • yellowdog

    4/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Verletzung aus dem Familienkörper schreiben

    Familienkörper von Michèle Yves Pauty ist ein Familienroman mit Schwerpunkt Krankheitsgeschichte, die sich durch die Familie zieht. Auch bei der Mutter, der Erzählerin, die zu Beginn des Romans noch ein kleines Kind war. Es wird über viele Jahre erzählt, bis sie Teenager und Erwachsene ist. Es beginnt Anfang der Achtziger Jahre. Der Unfall bei Tschernobyl erschüttert alle. Weitere geschichtliche Ereignisse werden immer mal wieder eingeflochten. Die Krankheiten bestimmen das Leben in der Familie mit, auch die junge Protagonistin wird nicht verschont. Sie berichtet vom Medical Gaslightning, wenn die Ärzte nicht an die Krankheiten ihrer Patienten glauben, nur weil sie nicht auf Anhieb eine Diagnose haben. Das Krankheitsthema ist interessant, aber vielleicht ein wenig zu viel. Manche Leser könnten sich davon getriggert fühlen. Dem Gegenüber steht die große Sensibilität der Autorin.

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