« L’Olympe même de nos lumières est jaloux » Die Preisfragen der französischen Akademien (1670–1794) als Medium der Wissensreflexion
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- Deutsch ausgewählt
58,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
27.08.2025
Verlag
HarrassowitzSeitenzahl
252
Maße (B/H)
17/24 cm
Gewicht
613 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-447-12417-1
Die Preisfragen der französischen Akademien entwickelten sich im 18. Jahrhundert zu einem populären Medium der europäischen Gelehrtenrepublik. Durch die ungewöhnlich inklusiven Zugangsbedingungen mobilisierte der
concours académique
eine beträchtliche Teilnehmer*innenschaft über den herkömmlichen Gelehrtenstand hinaus. Dieses öffentlichkeitswirksame Genre erschließt die Breite des zeitgenössischen Wissenstransfers abseits der bekannten Autoren und etablierten Debattenforen.
Martin Urmann geht in seiner Studie der Frühgeschichte des
concours académique
seit 1670 nach und rekonstruiert die wissens- und mediengeschichtlichen Voraussetzungen dieser vielbeachteten, aber noch immer wenig erforschten Gattung. Die Preisfragenpraxis gründet tief in den Langfristtraditionen von Dialektik und Rhetorik und verbindet die frühneuzeitlichen Akademien entgegen deren historischer Selbstdarstellung mit den scholastischen Wissenstechniken an den Universitäten. Der
concours académique
wirft somit ein anderes Licht auf die Gelehrtenkultur der Sozietätsbewegung und legt deren agonale Wurzeln frei. Vor diesem Hintergrund wird sodann der sich wandelnde Geltungsanspruch greifbar, den die Preisfragenliteratur im Laufe des 18. Jahrhunderts bekundet. Nun werden speziell die
prix d’éloquence
zu einem Reflexionsmedium der prägenden epistemischen Verschiebungen innerhalb der Gelehrtenrepublik seit dem 17. Jahrhundert. Sie gehen den tiefgreifenden Veränderungen, die mit der Umstellung auf Distanzkommunikation im Medium der Schrift und mit dem Wissensmodus der Akkumulation von Fakten verbunden sind, kritisch auf den Grund.
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