Produktbild: Hungergesang

Hungergesang

5

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Kul-ja! publishing

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

20,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

368 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949260-46-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Kul-ja! publishing

Seitenzahl

228

Maße (L/B/H)

20,3/13,4/2,2 cm

Gewicht

368 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949260-46-9

Herstelleradresse

kul-ja! publishing
Auestraße 1
99887 Georgenthal
DE

Email: mail@kul-ja.com

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    04.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn emotionale Kälte das Leben bestimmen

    In ihrem Debütroman „Hungergesang“ erzählt die Autorin Nicola Quaß, eine poetische und atmosphärische Geschichte über Isolation, Zusammenhalt und die Suche nach dem eigenen Ich in einer Welt voller unausgesprochener Wahrheiten. Im Mittelpunkt stehen die dreizehnjährigen Drillinge Mara, Lara und Sara, die auf sich allein gestellt sind, nachdem ihre Eltern einfach spurlos verschwunden sind. Was anfangs wie grenzenlose Freiheit scheint, wird schnell zu einem Abenteuer voller magischer Entdeckungen und düsterer Enthüllungen. Bald schon werden sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert. Mara, die entschlossene Anführerin, Lara, die verträumte Seherin, und Sara, die besonnene Beobachterin – jede trägt ein einzigartiges Geheimnis in sich. Die Familienstrukturen sind hier sehr gut beschrieben. Ich konnte die Ängste und Zwänge der Drillinge gut nachvollziehen und spüren. Von der Mutter kennen die Drillinge nur Strenge, Kälte und eine unglaubliche emotionale Vernachlässigung während der Vater der Schweigende, in sich gekehrt sein eigenes Leben lebt. Alleine gelassen geraten die Drillinge immer mehr in Isolation, emotionaler Vernachlässigung und existenzieller Not. Hunger, Kälte und Krankheit machen sich breit, denn es fehlt überall an Geld um den Hunger zu stillen. Ihr Zusammenhalt wird auf eine harte Probe gestellt und so erschaffen sie sich ihre eigene Welt um zu überleben. Besonders gelungen finde ich die Entwicklung der Drillinge, wie sie ihren Hunger, mit Nähe, Zusammenhalt und Erinnerungen zwischen Realität und Fantasie, miteinander verschmelzen lassen. Das Ende ist überraschend aber tröstlich und für mich absolut nachvollziehbar. Fazit: „Hungergesang“ war für mich eine dieser Geschichten, die sich leise ins Herz schleichen. Ein lesenswertes Debüt voller Andeutungen, Wendungen, Aufbegehren, innerer Zerrissenheit und Geheimnissen, die auf jeden Fall viel Interpretationsspielraum zulassen. In ihrer klaren, poetischen Sprache geprägt mit einer dichten Atmosphäre, ist der Autorin ein lesenswertes Debüt gelungen, das ich sehr gerne weiterempfehle.

  • Bewertung

    5/5

    31.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein tiefgründiger Roman, der lange nachhallt

    Das Buch Hungergesang ist für mich ein absolut großartiger Roman und eines der Bücher, die man nicht einfach nur liest, sondern erlebt. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Im Mittelpunkt stehen Drillinge, die von ihren Eltern verlassen werden und plötzlich auf sich allein gestellt sind. Es ist ein psychologisch tiefgründiger Roman, der die Leserinnen und Leser ganz nah an das emotionale, physische und psychische Erleben der Geschwister heranführt. Der Erzählstil hat mich sehr eingefangen – er ist bildgewaltig, atmosphärisch und stellenweise poetisch. Damit schafft es die Autorin, eine intensive Welt und Atmosphäre entstehen zu lassen, in die ich vollständig eingetaucht bin. Besonders beeindruckt hat mich die außergewöhnliche Beziehung der Drillinge zueinander. Sie ist intensiv, komplex und von einer ganz eigenen Dynamik geprägt. Dabei kreist die Geschichte immer wieder um die großen Themen Beziehung, Abhängigkeit und Freiheit – und um die Frage, wie viel Nähe Menschen brauchen. Während des Lesens war ich emotional vollkommen gefesselt. Die intensive Stimmung zieht sich durch den gesamten Roman und macht ihn zu einer Lektüre, die lange nachhallt. "Hungergesang" ist ein bewegender, tiefgründiger und literarisch beeindruckender Roman, der unter die Haut geht. Ein Buch, das berührt, nachdenklich macht und noch lange nach dem Zuklappen im Kopf und Herzen bleibt. Nach diesem beeindruckenden Leseerlebnis steht für mich fest: Von dieser Autorin möchte ich unbedingt mehr lesen. Wenn ihre weiteren Werke dieselbe sprachliche Kraft und emotionale Tiefe besitzen, warten dort sicherlich noch viele außergewöhnliche Geschichten.

  • Venenorojo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    28.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poetisch gestrickte Erzählung, die auf vielen Ebenen berührt

    Eine Rezension über dieses Buch zu schreiben gleicht einer kleinen Herausforderung, denn das Gelesene ist schwer in Worte zu fassen. Die Geschichte handelt von den dreizehnjährigen Drillingen Lara, Mara und Sara, die einander absolut gleichen, aber unterschiedliche Haarfarben haben. Sie handelt von der seltsamen und innigen Einheit zwischen den drei Mädchen, von der Grausamkeit der fehlenden Liebe und Wärme in einer Kindheit. Von Eltern, die besser keine sein sollten. Mit vielen ausschmückenden Beschreibungen, poetisch angehaucht, mal bis ins Mark erschütternd, mal wie aus anderen Welten beschreibt Nicola Quaß das Leben aus der Sicht der Drillinge. Sie erzählt davon, wie die Mädchen sich gegenseitig unterstützen und wie ein einziges Wesen gemeinsam handeln, denken, atmen, träumen, leben. Einige Szenen scheinen der puren Fantasie zu entspringen. “Hungergesang” lässt sich wahrlich nicht in eine bestimmte Kategorie oder gar eine Schublade stecken - es ist eine poetische Erzählung, nahezu gemalt, die berührt. Sie berührt. Sie schürt Ängste, hinterlässt Kälte und Fassungslosigkeit, gleichzeitig geht sie nahe, die uneingeschränkte Ganzheit unter den Mädchen ist von Harmonie geprägt und schlicht ergreifend. Es ist ein Werk, das ich aufgeschlossenen Lesern sehr ans Herz legen möchte.

  • rewareni

    aus wien

    5/5

    15.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotionaler Hunger

    In dem Debütroman ,, Hungergesang“ entführt die Autorin Nicola Quaß den Leser in eine Welt der märchenhaften Fantasie, die schon so nahe an der Wirklichkeit nagt, dass es einem beim Lesen oftmals seelische Schmerzen bereitet. Die Geschichte erzählt von den dreizehnjährigen Drillingen Mara, Lara und Sara deren Eltern von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwinden. Von diesem Moment an beginnt das Buch des Lebens für die Mädchen eine neue Geschichte zu schreiben. In ihrer heruntergekommenen Villa entdecken sie jeden Tag etwas Neues und sie dringen an Orte vor, die ihnen zuvor verschlossen geblieben sind. Dazu gehört das Zimmer ihrer Mutter, das sie nie betreten durften. Die Autorin schafft es dabei in nahezu jeder Szene eine Symbolkraft hinein zubringen, die sie bewusst in bildhaften Beschreibungen ausdrückt und dem Leser im Gedächtnis bleiben. Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nie gesehen wird, wenn die emotionale Kälte der Mutter in jedem Satz und in jedem Blick zu spüren ist? Die Drillinge verspüren einen ,,Hunger“ der nie gestillt wird und so können sie nur überleben, wenn sie als Symbiose auftreten, wo sie sich Liebe, Wärme und Geborgenheit gegenseitig geben, damit sie spüren, dass sie noch am Leben sind. Ihr Mangel an Zuwendung und beachtet werden lässt sie Dinge tun, die für andere ,,verrückt“ erscheinen. So entwickeln sie eine eigene Geheimsprache, wo sich die Mutter ausgeschlossen fühlt und wütend darüber ist, aber wenigstens eine Reaktion zeigt, wenn auch eine negative. Ihre Einsamkeit zeigt sich auch nach dem Wunsch immer wieder ihre Streifzüge durch den Friedhof zu machen, wo scheinbar das Leben ausgelöscht ist und nicht mehr existiert, für sie aber ein Ort ist wo man soviel noch sehen, hören und spüren kann. Ihr Vater ist zwar körperlich anwesend, lebt aber in seiner eigenen Traumwelt wo er immer wieder versucht für sich etwas zu finden, was ihn glücklich macht, auch wenn er am Ende wieder merkt, dass es ihn nicht erfüllt oder er wieder gescheitert ist. Seine unsichtbare Grenze für eine Veränderung hindert ihn immer wieder einen Schritt aus seiner selbstgewählten Isolation heraus zu machen, wo es für ihn leichter ist immer wieder weg zu sehen als hinzusehen und bewusst zu erkennen, dass gerade seine Mädchen Hilfe brauchen. Im übertragenen Sinne ist sogar auch die Mutter ein Opfer, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat. Überfordert mit drei Mädchen, wo sie eigentlich nur ein Kind wollte, im Dorf nie wirklich akzeptiert worden, wo sie immer eine von Außerhalb geblieben ist und so ist ihre Stimmung stets ,, Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Da sie selbst nie wirklich zufrieden und glücklich war, konnte sie schöne Gefühle und emotionale Nähe auch nie ihren Mädchen vermitteln So bleibt den Drillingen nichts anderes übrig als eine Überlebensstrategie zu entwickeln, die sie oft an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. Ihre Erinnerungen an ihre frühe Jugend, wo sie sogar mediale Aufmerksamkeit erfahren haben und ihre ehemalige Haushälterin, die durch ihre Güte und Wärme gezeigt was, wie eine Mutter sein sollte, helfen ihnen schließlich zu erkennen, dass sich ihre Eltern wohl nie ändern werden. Da sie in ihren Fantasien, wo sie sogar in einem Buch mit leeren Seiten plötzlich ihre Lebensgeschichte lesen können, ihre Eltern und ihr Verhalten nicht ändern können wissen sie am Ende, dass die Vergangenheit für immer vorbei ist, dass die Gegenwart gezeigt hat, dass nun der richtige Moment ist für die Zukunft zu leben und so sein zu dürfen, wie sie sind. Selbst wenn es mit radikalen Mitteln passiert die teilweise erschüttern, aber zeigen wie verzweifelt die Drillinge sind. Ab nun sind sie keine Opfer mehr, da sie ein selbst bestimmtes Leben führen wollen. ,,Hungergesang“ ist ein literarisches Kleinod, wo man als Leser tief in die menschliche Seele eintauchen kann. Wo sich Fantasie und Realität gespenstisch miteinander verbinden und kafkaeske Züge den Roman noch lesenswerter und spannender machen.

  • Katrin Wegner

    5/5

    14.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende, poetische Geschichte über Isolation, Überlebensstrategien und Zusammenhalt

    Hungergesang erzählt die Geschichte dreizehnjähriger Drillinge, die in radikaler emotionaler Vernachlässigung aufwachsen und sich eine eigene innere Welt erschaffen, um zu überleben. Der Roman verbindet realistische Verwahrlosung mit märchenhaften Motiven wie Spiegel, Prophezeiungen, geheime Sprachen ohne je ins Fantastische zu fliehen. Diese Bilder sind keine Magie, sondern Ausdruck kindlicher Selbstrettung. Im Zentrum steht nicht das Verschwinden der Eltern, sondern ihre innere Abwesenheit. Der schweigende Vater und die sich zurückziehende Mutter verkörpern zwei Formen der Verweigerung von Beziehung. Besonders die Mutter wirkt kalt, narzisstisch, die Nähe nicht zulässt und Zugehörigkeit als Bedrohung erlebt. Der Elfenbeinturm ist ihr Schutzraum und ihr Gefängnis. Dann aber entwickelt sich der Roman von einer Geschichte des Mangels zu einer Geschichte der Befreiung. Das vermeintliche Zauberbuch erweist sich als leer, bis die Drillinge lernen, lange genug hinzusehen: Dann erzählt es ihre eigene Geschichte. Das Ende ist konsequent und befreiend. Indem die Drillinge die Mutter dem Spiegel überlassen, entziehen sie sich ihrer Macht. Sie schließen eine Geschichte, die von Abhängigkeit geprägt war, und treten als handelnde Individuen hervor. Hungergesang endet nicht tröstlich, aber selbstbestimmt, als leise, radikale Erzählung über das Erwachsenwerden ohne Eltern und über die Möglichkeit, sich aus emotionaler Gefangenschaft zu lösen. Ich habe das Buch verschlungen und bin fasziniert von der Sprache und der Art und Weise, wie dieses Thema erzählt wird. Ein ganz tolles Buch, das hoffentlich noch viele, viele Leser findet!

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