1643: Zwei Jahre sind vergangen, seit Georg nach Nermberg zurückgekehrt ist. Entschlossen ringt der feinfühlige Mann mit einem Leben, das ihm weiterhin fremd ist. Einzig die Liebe zu Ianthe und die Hoffnung, seine rätselhafte Schwester zu finden, geben ihm die nötige Kraft, sein Schicksal zu einer Zeit in die Hand zu nehmen, da
Menschlichkeit als Schwäche angesehen wird.
Währenddessen ist Pascale erwachsen geworden. Sie folgt ihrem ungestümen Lebenspfad und verbringt einige Zeit unerkannt bei den Kaiserlichen. Auf der Suche nach ihrem Bruder Georg trifft sie auf Jan von Graalfs. Die beiden illegitimen Nachfahren der verfeindeten Adelsgeschlechter finden zueinander, doch ihre Zuneigung steht unter einem unglücklichen Stern. Das dunkle Erbe des Hieronymus von Graalfs bedroht die herzoglichen Geschwister und ihre Weggefährten noch immer.
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Nach „Liontu“ und „Orioni“ legt Anne Bernhardi mit „Opalus“ den dritten und letzten Band der Nermberg-Saga vor.
Georg ist seit zwei Jahren zurück in Nermberg und mit Ianthe verheiratet. Er gibt die Hoffnung nicht auf, seine Schwester Pascale zu finden. Sie ist inzwischen erwachsen geworden und verbringt einige Zeit bei den Kaiserlichen, bevor sie sich ihrerseits auf die Suche nach ihrem Bruder macht.3
Die 500 Seiten dieses wunderbaren historischen Romans sind viel zu schnell gelesen. Anne Bernhardi beschreibt die Schrecken des 30jährigen Krieges mit seinen Folgen, die auch Pascale zu spüren bekommt. Ihre abenteuerliche Suche wird ebenfalls gut beschrieben, sowohl die Unterstützung, die sie erfährt als auch die Ablehnung, die ihr entgegen schlägt. Ihr Bruder Georg indes schlägt sich mit einem Amt herum, für das er nicht gemacht ist, jedenfalls nicht in diesen kriegerischen Zeiten.
Nicht nur diese beiden Protagonisten, auch alle anderen sind lebendig und authentisch dargestellt, allen voran Reisinger, der Schreckliches erleben musste, letztendlich sein gutes Herz auf Dauer nicht verleugnen kann. Auch Charaktere, die aus den Vorgängerbänden bekannt sind, spielen eine mehr oder weniger große Rolle. Wichtig für Pascale wird ihre Begegnung mit Jan von Graalfs, der Gegenspieler der Geschwister, der – wie Georg – in seiner Familiengeschichte gebunden ist.
Anne Bernhardi hat ihren Roman mit wunderschönen Zeichnungen versehen. Auch das Cover, das hervorragend zu den beiden bereits erschienenen Bänden passt, stammt von ihr.
Fazit: eine Leseempfehlung für einen spannenden historischen Roman
Martinchen
aus Magdeburg
5/5
30.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Gelungener Abschluss der…
Gelungener Abschluss der Trilogie Nach „Liontu“ und „Orioni“ legt Anne Bernhardi mit „Opalus“ den dritten und letzten Band der Nermberg-Saga vor. Georg ist seit zwei Jahren zurück in Nermberg und mit Ianthe verheiratet. Er gibt die Hoffnung nicht auf, seine Schwester Pascale zu finden. Sie ist inzwischen erwachsen geworden und verbringt einige Zeit bei den Kaiserlichen, bevor sie sich ihrerseits auf die Suche nach ihrem Bruder macht. Die 500 Seiten dieses wunderbaren historischen Romans sind viel zu schnell gelesen. Anne Bernhardi beschreibt die Schrecken des 30jährigen Krieges mit seinen Folgen, die auch Pascale zu spüren bekommt. Ihre abenteuerliche Suche wird ebenfalls gut beschrieben, sowohl die Unterstützung, die sie erfährt als auch die Ablehnung, die ihr entgegen schlägt. Ihr Bruder Georg indes schlägt sich mit einem Amt herum, für das er nicht gemacht ist, jedenfalls nicht in diesen kriegerischen Zeiten. Nicht nur diese beiden Protagonisten, auch alle anderen sind lebendig und authentisch dargestellt, allen voran Reisinger, der Schreckliches erleben musste, letztendlich sein gutes Herz auf Dauer nicht verleugnen kann. Auch Charaktere, die aus den Vorgängerbänden bekannt sind, spielen eine mehr oder weniger große Rolle. Wichtig für Pascale wird ihre Begegnung mit Jan von Graalfs, der Gegenspieler der Geschwister, der – wie Georg – in seiner Familiengeschichte gebunden ist. Anne Bernhardi hat ihren Roman mit wunderschönen Zeichnungen versehen. Auch das Cover, das hervorragend zu den beiden bereits erschienenen Bänden passt, stammt von ihr. Fazit: eine Leseempfehlung für einen spannenden historischen Roman
Jojo
5/5
18.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein kraftvolles Finale voller Gefühl, Geschichte und Menschlichkeit
Mit Opalus ist es Anne Bernhardi eindrucksvoll gelungen, ihre Nermberg-Saga abzuschließen. Sie hat mich sofort in die düstere, aber faszinierende Zeit des Dreißigjährigen Krieges hineingezogen. Besonders gut hat mir Georgs innerer Konflikt zwischen Pflicht, Vergangenheit und Liebe gefallen, der unglaublich feinfühlig dargestellt wurde. Seine Suche nach einem Platz im Leben – in einer Welt, in der Empathie als Schwäche gilt – hat mich besonders berührt.
Auch Pascale wächst über sich hinaus. Ihr ungestümer Weg, ihre Stärke und ihre Begegnung mit Jan von Graalfs sorgen für Spannung, Emotionen und einige dramatische Wendungen. Die Verbindung der beiden verfeindeten Adelsgeschlechter verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe und verknüpft die Erzählstränge auf gekonnte Weise miteinander.
Anne Bernhardi verbindet historische Details mit einer lebendigen, bildhaften Sprache, die ohne unnötige Brutalität auskommt, aber dennoch die Härte dieser Epoche spürbar macht. Besonders gelungen finde ich, wie sie Liebe, Loyalität und Hoffnung als leise, aber starke Kräfte durch die Geschichte hindurchwirken lässt. Die Illustrationen, die die Autorin selbst geschaffen hat, runden das Leseerlebnis perfekt ab und geben der Welt von Nermberg einen ganz eigenen Charakter.
Für mich ist „Opalus” ein mitreißendes, emotionales und atmosphärisch starkes Finale, das alle Fäden zusammenführt und die Figuren würdevoll abschließt. Eine klare Empfehlung für alle, die historische Romane mit Tiefe, Gefühl und kraftvollen Charakteren lieben – und ein schönes Beispiel dafür, wie beeindruckend Selfpublishing sein kann.
Bewertung
5/5
14.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Überzeugend gutes Historiendra…
Überzeugend gutes Historiendrama! Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen. Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten. Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg. Als Fahnenflüchtiger sucht er Zuflucht bei einem Arzt, erlernt dessen Beruf und hilft jahrelang den Kranken um und im Ort Steinlingen. Sein Exil wird jedoch entdeckt und er von seinem Widersacher und unrechtmäßigen Herzog von Nermberg gefangen und inhaftiert. Ianthe, seine erste und einzige große Liebe schafft es ihn zu befreien. Aber wird es den Beiden auch gelingen den Widersacher nieder zu kämpfen und ihre Liebe zu leben? Allein schon die Heimkehr ins Georgs Vaterstadt hat kaum überwindbare Hindernisse. Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt. Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend. Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen. Im zweiten Band Orioni, entführt uns die Autorin nach Frankreich in den Ort La Roque Gageac, wo Heinrich Orioni sich vor Verfolgern, Nermberger Soldaten, in Sicherheit bringen will, die ihn zu seiner Verurteilung nach Nermberg schaffen sollen. Was nur er weiß, hier lebt Pascale, eine uneheliche Zeugung Wilhelm von Wichtern, Georgs Vaters. Diese Schwester des Helden aus dem Band Liontu hat Orioni mehr oder weniger dazu gebracht verkleidet ihm und den Nermberger Soldaten zu folgen. Zahlreiche Abenteuer warten auf sie und ein Wunsch wächst in ihr, der Wunsch ihren Vater kennen zu lernen. Orioni wird jedoch kurz Nermberg von den Soldaten gefasst. Pascale trifft auf ihren schwerkranken Vater Wilhelm von Wichtern, den sie an seinen in den Kriegswirren verschollenen Sohn Georg erinnert. Sein Gegenspieler Hieronymus von Graalfs sieht in Pascale eine Gefahr, da er die Herrschaft des von Wichtern an sich reißen will. Reisinger einer der Landsknechte die Pascale ermorden sollen steht vor einem großen Dilemma. Soll er wirklich dem Befehl folgen und das Mädchen töten? Und Pascale, falls sie es überlebt, wird sie noch die Zeit haben sich mit ihrem Vater gut zu stellen. Was bringt ihre Zukunft? Hat sie überhaupt noch eine Zukunft? Und nun, mit dem dritten Buch, Opalus, soll sich der Kreis schließen. Wird es ihr gelingen endlich eine sichere Zukunft in den Wirren des großen Krieges aufzubauen, oder gar ihren verschwundenen Bruder zu finden und ihm zu helfen sein Erbe anzutreten? Die Vorgeschichte verspricht einen ganzen Strauß weiterer Abenteuer und hochkarätige Spannung. Was gibt es noch zu einem Buch zu sagen? Vieles! Und darum möchte ich hier auch einen Kompetenteren zitieren, mit einem Auszug aus dem ‚Stern der Ungeborenen‘ von Franz Ferfel, einem ausgewiesenen Kenner historischer Romane. Hier seine Worte, dem die Nermberg Trilogie in jeder Hinsicht gerecht wird: „Leser sind nicht gutmütig. Sie sind und sollen sein höchst unerbittliche Gläubiger ihres Autors. Sie haben auf Treu und Glauben für ein Buch ebensoviel Geld aufgebracht wie für eine mäßige Mahlzeit in einem mäßigen Restaurant, die Flasche Wein nicht mit eingerechnet. Sie haben damit das volle Recht erworben, von ihrem geistigen Traiteur, dem Autor, das Voll-Entsprechende auf seinem Gebiet zu fordern. Da das Geistig-Nährende in unserer Welt einen weit billigeren Marktpreis besitzt als das physische Nahrungsmittel, so haben die Leser vom Autor zu fordern: Mehrere Tages- oder Abendstunden intensiver Spannung, Unterhaltung feinster Art, deren man sich nachher nicht zu schämen braucht, echte seelische Erschütterungen, lautes und leises Lachen, dann und wann auch durch Tränen gewürzt, leichteste Verständlichkeit, die gute Möglichkeit, sich in die geschilderten Gestalten ohne Mühe einzufühlen, rasches Tempo der dargestellten Geschehnisse und vor allem möglichst wenig Beschreibungen.“
Bewertung
5/5
12.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Höhepunkt einer spannenden Abenteuergeschichte
Wer das Buch: ‚Wallenstein; Sein Leben erzählt von Golo Mann‘ schon in der Hand hatte, hat sich vielleicht gefragt, war der 30jährige Krieg wirklich so? Zumindest taugt es nichts die Lebenssorgen der Adligen, Bürger, Bauern und Leibeigenen der damaligen Epoche kennen zu lernen. Und Grimmelshausens Janco, zwar auch ein weiblicher Landsknecht wie Pascale im Roman Opalus der Autorin Anne Bernhardi, aber doch unendlich schwerer zu lesen. Kurz um gesagt, wer einen Blick in den 30jährigen Krieg werfen möchte, der ist mit dem Nermberger Zyklus aus Liontu, Orioni und Opalus von Bernhardi nicht schlecht beraten.
Im ersten Buch Liontu wird die Geschichte Georgs erzählt, des jungen Herzogs von Wichtern und Anwärters auf die Herrschaft Nermberg. Als Fahnenflüchtiger sucht er Zuflucht bei einem Arzt, erlernt dessen Beruf und hilft jahrelang den Kranken um und im Ort Steinlingen. Sein Exil wird jedoch entdeckt und er von seinem Widersacher und unrechtmäßigen Herzog von Nermberg gefangen und inhaftiert. Ianthe, seine erste und einzige große Liebe schafft es ihn zu befreien. Aber wird es den Beiden auch gelingen den Widersacher nieder zu kämpfen und ihre Liebe zu leben?
Allein schon die Heimkehr ins Georgs Vaterstadt hat kaum überwindbare Hindernisse.
Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an soviel Interesse zu wecken, dass man gerne dem Weg Georgs durch die turbulente Zeit des 30jährigen Krieges folgt und sich auf diesen gelungenen Einstieg in die Nermberg Trilogie einlässt.
Nicht nur die menschlichen Figuren sind mit einem gezielten Pinsel gekonnter Sprache gezeichnet, sondern auch die Pferde und weitere Tiere. Das gilt ebenso und erstaunlicherweise auch für die Bebilderung der Bücher, die ebenfalls von der Autorin stammt. Insbesondere die Pferdestudien sind beeindruckend.
Die Sprache ist temporeich und treffend, die Geschehnisse voller überraschender Wendungen und guter Ideen.
Im zweiten Band Orioni, entführt uns die Autorin nach Frankreich in den Ort La Roque Gageac, wo Heinrich Orioni sich vor Verfolgern, Nermberger Soldaten, in Sicherheit bringen will, die ihn zu seiner Verurteilung nach Nermberg schaffen sollen. Was nur er weiß, hier lebt Pascale, eine uneheliche Zeugung Wilhelm von Wichtern, Georgs Vaters. Diese Schwester des Helden aus dem Band Liontu hat Orioni mehr oder weniger dazu gebracht verkleidet ihm und den Nermberger Soldaten zu folgen. Zahlreiche Abenteuer warten auf sie und ein Wunsch wächst in ihr, der Wunsch ihren Vater kennen zu lernen. Orioni wird jedoch kurz Nermberg von den Soldaten gefasst. Pascale trifft auf ihren schwerkranken Vater Wilhelm von Wichtern, den sie an seinen in den Kriegswirren verschollenen Sohn Georg erinnert. Sein Gegenspieler Hieronymus von Graalfs sieht in Pascale eine Gefahr, da er die Herrschaft des von Wichtern an sich reißen will. Reisinger einer der Landsknechte die Pascale ermorden sollen steht vor einem großen Dilemma. Soll er wirklich dem Befehl folgen und das Mädchen töten? Und Pascale, falls sie es überlebt, wird sie noch die Zeit haben sich mit ihrem Vater gut zu stellen. Was bringt ihre Zukunft? Hat sie überhaupt noch eine Zukunft?
Und nun, mit dem dritten Buch, Opalus, soll sich der Kreis schließen. Wird es ihr gelingen endlich eine sichere Zukunft in den Wirren des großen Krieges aufzubauen, oder gar ihren verschwundenen Bruder zu finden und ihm zu helfen sein Erbe anzutreten?
Die Vorgeschichte verspricht einen ganzen Strauß weiterer Abenteuer und hochkarätige Spannung.
Was gibt es noch zu einem Buch zu sagen? Vieles! Und darum möchte ich hier auch einen Kompetenteren zitieren, mit einem Auszug aus dem ‚Stern der Ungeborenen‘ von Franz Ferfel, einem ausgewiesenen Kenner historischer Romane. Hier seine Worte, dem die Nermberg Trilogie in jeder Hinsicht gerecht wird:
Leser sind nicht gutmütig. Sie sind und sollen sein höchst unerbittliche Gläubiger ihres Autors. Sie haben auf Treu und Glauben für ein Buch ebensoviel Geld aufgebracht wie für eine mäßige Mahlzeit in einem mäßigen Restaurant, die Flasche Wein nicht mit eingerechnet. Sie haben damit das volle Recht erworben, von ihrem geistigen Traiteur, dem Autor, das Voll-Entsprechende auf seinem Gebiet zu fordern. Da das Geistig-Nährende in unserer Welt einen weit billigeren Marktpreis besitzt als das physische Nahrungsmittel, so haben die Leser vom Autor zu fordern: Mehrere Tages- oder Abendstunden intensiver Spannung, Unterhaltung feinster Art, deren man sich nachher nicht zu schämen braucht, echte seelische Erschütterungen, lautes und leises Lachen, dann und wann auch durch Tränen gewürzt, leichteste Verständlichkeit, die gute Möglichkeit, sich in die geschilderten Gestalten ohne Mühe einzufühlen, rasches Tempo der dargestellten Geschehnisse und vor allem möglichst wenig Beschreibungen.
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