Produktbild: Das Gleichgewicht der Welt
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Das Gleichgewicht der Welt Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

85048

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.12.1999

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

864

Maße (L/B/H)

11,9/18,8/4 cm

Gewicht

510 g

Auflage

17. Auflage

Originaltitel

A Fine Balance

Übersetzt von

Matthias Müller

Sprache

Deutsch

EAN

2710000922537

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

"Ein Kosmos, in den man sich nächtelang versenken kann ..." (Brigitte)

Produktdetails

Zustand

Gut

Verkaufsrang

85048

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.12.1999

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

864

Maße (L/B/H)

11,9/18,8/4 cm

Gewicht

510 g

Auflage

17. Auflage

Originaltitel

A Fine Balance

Übersetzt von

Matthias Müller

Sprache

Deutsch

EAN

2710000922537

Herstelleradresse

S. Fischer Verlag GmbH
Hedderichstraße 114|60596|Frankfurt am Main|DE
produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Bewertung

    5/5

    09.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das beste Buch, dass ich bisher gelesen habe

    Es ist schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Vom ersten Moment an hatte ich das Gefühl, ganz in der Geschichte zu sein. Dieses Buch gibt einem nicht nur eine Vorstellung davon, wie das Leben in Indien war/ist, sondern lehrt einen den Kreislauf des Lebens. Ich konnte lernen, wie der Kreislauf des Lebens funktioniert und wie man trotz allem glücklich sein kann. Ein Roman, den man nicht aus der Hand legen kann.

  • Katjuschka

    5/5

    05.06.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Beeindruckend

    Das Buch erzählt die Geschichten von mehreren Menschen, die, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten, vom Schicksal zusammengeführt werden und in einem Staat leben, in dem Willkür und Brutalität an der Tagesordnung sind. Vor dem realen Hintergrund des Ausnahmezustandes unter Indira Gandhi erfahren die Leser(innen) über die Einzelschicksale der Protagonist(inn)en hinweg vieles über das Gesamtbild Indiens zwischen Unabhängigkeit, Teilung (in Indien, Pakistan und Bangladesh) und seinem Weg ins 21. Jahrhundert. Die Unmenschlichkeit der Ereignisse hat mich an mancher Stelle sprachlos gemacht. Der Staat demonstriert seine Macht ohne nachhaltige Wirkung und seine Maßnahmen zur Bekämpfung des Elends sind unfassbar würdelos. Das Elend, das dort beschrieben wird, ist für uns Westeuropäer(innen) unvorstellbar. Mistry beschreibt einen Alltag, den ich in einer Demokratie (und das war Indien - zumindest offiziell - zu dieser Zeit bereits) bisher nicht für möglich gehalten habe. Für mich handelte es sich um mehr oder weniger offen gelebte Anarchie unter einem dünnen Deckmäntelchen der Demokratie! Interessant waren für mich die ganz unterschiedlichen Lebensunterschiede, welche allein durch die unterschiedlichen Glaubensrichtungen oder die Kastenzugehörigkeit entstandenen sind. Jede in dem Buch auftauchende Person hatte eine eigene individuelle Vorstellung von persönlichem Glück, so einfach und bescheiden diese Vorstellung auch immer gewesen sein mag. Und doch ist jede(r) am Ende irgendwo gescheitert und das "persönliche" Gleichgewicht der Welt wurde eben aus dem Gleichgewicht gebracht. Das Ende des Buches ist deprimierend. Das Dina sich mit Nusswan arrangieren musste fand ich sehr traurig. Nur die heimliche Freundschaft zwischen ihr und den Schneidern war irgendwie ein kleiner Trost. Rohinton Mistry aber ist ein wunderbarer Erzähler. Er erzählt sehr sachlich und leise - und ohne offen politisch Stellung zu beziehen - in einem Buch, in dem es nicht nur um Menschen und ihr Leben, sondern eben auch, oder sogar vor allem, um Politik geht. Es gibt keinen wirklichen Höhepunkt, auf den die Handlung zustrebt. Viel eher ist es so, dass sehr ruhig eine Geschichte erzählt wird, bei der man ein Stück aus dem Leben einiger Menschen Indiens mitlebt. Indien mit seiner Kultur und seinen Menschen, die in einem für mich nicht nachvollziehbaren Kastensystem leben, war mir immer fremd und ein wenig suspekt. Ich hatte noch nie das Bedürfnis das Land zu besuchen, ein Buch über Indien zu lesen oder gar einen dieser unsäglichen Bollywood-Schmachtfetzen anzuschauen. Fremd ist mir Indien noch immer. Und wenn ich ehrlich bin - noch suspekter als vorher! Denn es hat sich nichts geändert. Noch immer leben mehrere Millionen Menschen in Indien in den Slums. Viele davon als "Gehsteigbewohner". Die hygienischen und sozialen Bedingungen der indischen Slums gelten als die furchtbarsten weltweit. Und das, obwohl Indien heute zu den 10 größten Volkswirtschaften weltweit zählt. Dieses Buch, diese Geschichte wird mich sicher länger beschäftigen...

  • Bewertung

    aus Essen

    5/5

    03.11.2021

    Hörbuch-Download (MP3)

    Tolle Geschichte!

    Sehr gute, bewegende Geschichte über das Schicksal ineinander verstrickter Charktere. Man wird mitgenommen in eine unvorstellbar harte Weld Indiens während der Zeit politischer Unruhen etc.

  • Mikka Liest

    aus Hilter am Teutoburger Wald

    5/5

    02.10.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Das ureigenste Wesen des Menschen

    Zitat: »Man muss ein feines Gleichgewicht zwischen Hoffnung und Verzweiflung einhalten.« Er hielt inne und dachte darüber nach, was er gerade gesagt hatte. »Ja«, wiederholte er, »letztendlich ist alles eine Frage des Gleichgewichts.« Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich in meiner Rezension zu diesem Buch schreiben könnte - diesem monumentalen Epos, das seine enorme emotionale Wucht gerade dadurch entfaltet, dass es den Blick nicht nur auf die dramatischen Ereignisse, sondern auch auf die kleinsten Dinge richtet. Die feinen Nuancen. Das Nichtgesagte. Die Zwischentöne. Mal ist das Buch ein farbenfrohes Spektakel, dann wieder eine zarte Szenerie leiser Philosophie. Manchmal war ich schockiert von der gnadenlos geschilderten Gewalt und dem Elend, dann wieder musste ich lachen, und mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen. Sei gewarnt, Leser: dies ist kein Buch, das beschönigt, und es ist auch kein Buch für erzwungene Happy Ends. Und dennoch ist es ein Buch, das verzaubert und bereichert. Das Indien, dass Rohinton Mistry hier zum Leben erweckt, wirkte auch mich oft wie eine gänzlich fremde Welt, manchmal fast schon bizarr in ihrer Andersartigkeit. Aber dann stutzt man und erkennt sich auf einmal wieder in den Menschen, die diese Welt bevölkern. Denn deren Wünsche, Träume und Hoffnungen mögen zwar herzzerreißend bescheiden sein, aber dennoch vertraut. In meinen Augen ist dem Autor nichts Geringeres gelungen, als das ureigenste Wesen des Menschen auf Papier zu bannen. Was ist Schmerz? Was ist Trauer? Was ist Ungerechtigkeit? Gerade wenn man als Leser glaubt, man könnte nicht mehr ertragen, stellen sich neue Fragen. Was ist Glück? Was ist Freundschaft? Was ist Hilfsbereitschaft? Das Gleichgewicht der Welt. Der Autor belehrt den Leser nicht, sondern lässt ihn die Antworten selber entdecken. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen vier Charaktere an der unsicheren Grenze zwischen Armut und vollkommener Verelendung. Die Augen der Witwe Dina Dalal werden langsam zu schwach zum Nähen, aber ihr Stolz erlaubt es ihr nicht, ihren wohlhabenden Bruder um Hilfe zu bitten. Daher bringt sie in ihrer winzigen Wohnung nicht nur den jungen Studenten Maneck als zahlenden Gast unter, sondern richtet auch eine Werkstatt für zwei Schneider ein, die in ihrem Auftrag nähen - den optimistischen Ishvar und seinen wütenden Neffen Om. Herrscht am Anfang noch gegenseitiges Misstrauen, wächst die ungleiche Zweckgemeinschaft doch schnell zusammen zu einer Art Familie, die gemeinsam den turbulenten Zeiten trotzt. Der Autor beschreibt seine Charaktere so lebendig und glaubhaft, dass man einfach mit ihnen mithoffen und mitleiden muss. Er zeigt an ihnen das ganze Elend der niederen Kasten, aber sie verkommen dabei nicht zu Stereotypen. Kein Charakter ist nur böse oder nur gut, egal wie extrem manche auf den ersten Blick erscheinen. Mitgefühl und Hilfe kommen oft aus der unerwartetsten Ecke, und manchmal stellt man fest, dass schreckliche Dinge nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Hilflosigkeit oder Angst geschehen. Ich war sehr beeindruckt davon, was für ein lebendiges Bild vom Indien dieser Zeit das Buch zeichnet, von seiner Politik und seinen gesellschaftlichen Umstürzen. Man kann viel daraus lernen, und dennoch ist es kein trockenes Geschichtsbuch, sondern eine originelle, mitreißende Geschichte, deren Sog ich mich nicht entziehen konnte. Für mich ist es allerdings kein Buch, das man schnell nebenher lesen kann! Man muss jedem Kapitel genug Zeit geben, man muss mitdenken und mitfühlen, sonst betrügt man sich selbst um ein Leseerlebnis, das lange nachhallt. Außerdem braucht man ab und zu einfach eine Verschnaufpause, denn immer wenn man denkt, jetzt kann es für unsere Helden doch unmöglich noch schlimmer kommen, kommt es schlimmer. Und dennoch will man weiterlesen, weiterlesen, weiterlesen... Zumindest ging es mir so. Der Schreibstil strotzt nur so vor Atmosphäre und ist mal wortgewaltig, mal leise. Er beherrscht die volle Bandbreite der Emotionen, von schwärzester Verzweiflung bis hin zu augenzwinkerndem Humor. Einfach wunderbar, und auch die Übersetzung erschien mir sehr gelungen. Fazit: Was für ein unglaubliches Epos... Auf 864 Seiten beschwört Rohinton Mistry das Bild einer Welt herauf, die uns gänzlich fremd ist und uns dennoch den Spiegel vorhält: Indien im Jahr 1975, mit all seinen Unruhen und Umstürzen. Zwei Schneider aus der niedersten Kaste, ein junger Student und eine verzweifelte Witwe werden von ihrer jeweiligen Notsituation zu einer widerwilligen Wohn- und Arbeitsgemeinschaft gemacht, und der Leser verfolgt mit angehaltenem Atem, wie sie in den darauffolgenden Jahren vom Schicksal gebeutelt werden. Das Buch macht es einem nicht leicht. Meines Erachtens sollte man mit der Erwartung an die Geschichte herangehen, dass sie einem immer mal wieder auf grausamste Weise das Leserherz brechen wird, denn der Autor ist gnadenlos gegenüber seinen Charakteren. Aber es ist dennoch ein lohnendes Leseerlebnis, das ich kein bisschen bereue und das ich auch weiterempfehlen würde! Manchmal sind die bewegendsten Bücher die, die auch ein bisschen wehtun.

  • Mikka Liest

    aus Zwischen den Seiten

    5/5

    02.10.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Ich habe lange darüber…

    Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich in meiner Rezension zu diesem Buch schreiben könnte - diesem monumentalen Epos, das seine enorme emotionale Wucht gerade dadurch entfaltet, dass es den Blick nicht nur auf die dramatischen Ereignisse, sondern auch auf die kleinsten Dinge richtet. Die feinen Nuancen. Das Nichtgesagte. Die Zwischentöne. Mal ist das Buch ein farbenfrohes Spektakel, dann wieder eine zarte Szenerie leiser Philosophie. Manchmal war ich schockiert von der gnadenlos geschilderten Gewalt und dem Elend, dann wieder musste ich lachen, und mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen. Sei gewarnt, Leser: dies ist kein Buch, das beschönigt, und es ist auch kein Buch für erzwungene Happy Ends. Und dennoch ist es ein Buch, das verzaubert und bereichert. Das Indien, dass Rohinton Mistry hier zum Leben erweckt, wirkte auch mich oft wie eine gänzlich fremde Welt, manchmal fast schon bizarr in ihrer Andersartigkeit. Aber dann stutzt man und erkennt sich auf einmal wieder in den Menschen, die diese Welt bevölkern. Denn deren Wünsche, Träume und Hoffnungen mögen zwar herzzerreißend bescheiden sein, aber dennoch vertraut. In meinen Augen ist dem Autor nichts Geringeres gelungen, als das ureigenste Wesen des Menschen auf Papier zu bannen. Was ist Schmerz? Was ist Trauer? Was ist Ungerechtigkeit? Gerade wenn man als Leser glaubt, man könnte nicht mehr ertragen, stellen sich neue Fragen. Was ist Glück? Was ist Freundschaft? Was ist Hilfsbereitschaft? Das Gleichgewicht der Welt. Der Autor belehrt den Leser nicht, sondern lässt ihn die Antworten selber entdecken. Im Mittelpunkt der Geschichten stehen vier Charaktere an der unsicheren Grenze zwischen Armut und vollkommener Verelendung. Die Augen der Witwe Dina Dalal werden langsam zu schwach zum Nähen, aber ihr Stolz erlaubt es ihr nicht, ihren wohlhabenden Bruder um Hilfe zu bitten. Daher bringt sie in ihrer winzigen Wohnung nicht nur den jungen Studenten Maneck als zahlenden Gast unter, sondern richtet auch eine Werkstatt für zwei Schneider ein, die in ihrem Auftrag nähen - den optimistischen Ishvar und seinen wütenden Neffen Om. Herrscht am Anfang noch gegenseitiges Misstrauen, wächst die ungleiche Zweckgemeinschaft doch schnell zusammen zu einer Art Familie, die gemeinsam den turbulenten Zeiten trotzt. Der Autor beschreibt seine Charaktere so lebendig und glaubhaft, dass man einfach mit ihnen mithoffen und mitleiden muss. Er zeigt an ihnen das ganze Elend der niederen Kasten, aber sie verkommen dabei nicht zu Stereotypen. Kein Charakter ist nur böse oder nur gut, egal wie extrem manche auf den ersten Blick erscheinen. Mitgefühl und Hilfe kommen oft aus der unerwartetsten Ecke, und manchmal stellt man fest, dass schreckliche Dinge nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Hilflosigkeit oder Angst geschehen. Ich war sehr beeindruckt davon, was für ein lebendiges Bild vom Indien dieser Zeit das Buch zeichnet, von seiner Politik und seinen gesellschaftlichen Umstürzen. Man kann viel daraus lernen, und dennoch ist es kein trockenes Geschichtsbuch, sondern eine originelle, mitreißende Geschichte, deren Sog ich mich nicht entziehen konnte. Für mich ist es allerdings kein Buch, das man schnell nebenher lesen kann! Man muss jedem Kapitel genug Zeit geben, man muss mitdenken und mitfühlen, sonst betrügt man sich selbst um ein Leseerlebnis, das lange nachhallt. Außerdem braucht man ab und zu einfach eine Verschnaufpause, denn immer wenn man denkt, jetzt kann es für unsere Helden doch unmöglich noch schlimmer kommen, kommt es schlimmer. Und dennoch will man weiterlesen, weiterlesen, weiterlesen... Zumindest ging es mir so. Der Schreibstil strotzt nur so vor Atmosphäre und ist mal wortgewaltig, mal leise. Er beherrscht die volle Bandbreite der Emotionen, von schwärzester Verzweiflung bis hin zu augenzwinkerndem Humor. Einfach wunderbar, und auch die Übersetzung erschien mir sehr gelungen.

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