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  • Produktbild: Hitlers Gefolgsmann
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Hitlers Gefolgsmann Robert Ley – mein Großvater, der Kriegsverbrecher | Eine Biografie eines der mächtigsten Nationalsozialisten – erzählt von seinem Enkel

7

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30457

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Abbildungen

8, 14 s/w-Fotos

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,3 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01249-1

Beschreibung

Rezension

»Spilcker recherchiert schonungslos. Sein Buch ist Erinnerungskultur. Dort, wo sie weh tut und wirkt: in der Familie.« ("WDR Westart")
»[Spilcker] zeigt, wie man, ohne Schuld zu sein, in eine Geschichte verstrickt bleibt. Und er zeigt, was solche Verstrickung mit einer Familie macht.« ("Kölner Stadtanzeiger")
»Spilcker schreibt nicht im Ton akademischer Distanz, sondern als jemand, der sich durch ein Dickicht aus Dokumenten und Gefühlen arbeitet. (...) Die Botschaft ist unmissverständlich: Erinnerung ist keine Option, sondern Verpflichtung.« ("Rheinische Post")
»Das Buch liest sich wie ein Roman, beruht aber auf Tatsachen.« ("WDR")

Produktdetails

Verkaufsrang

30457

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.05.2026

Abbildungen

8, 14 s/w-Fotos

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,8/13,4/3,3 cm

Gewicht

415 g

Farbe

Mokka / Seidengrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01249-1

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Lust_auf_literatur

    5/5

    05.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bedeutsamer als jemals zuvor

    Und wieder steht nach Bettina Görings Biografie ein Buch auf meiner Leseliste, das vom Nachkommen eines NS-Paladins geschrieben wurde. Muss das denn sein? Warum will ich sowas überhaupt lesen? Genau das Gleiche fragt sich Axel Spilcker in dem Kapitel, in dem er über seine großen Zweifel und Schwierigkeiten spricht, dieses Buch überhaupt zu schreiben. „Häufig habe ich mir gesagt: Wer will das heute überhaupt noch wissen?“ Also ja: Ich. Ich will das alles wissen. Ich will wissen, was es mit einem Menschen macht, der mit diesem Erbe und dem Wissen groß wird, der Nachkomme eines NS-Verbrechers und Mörders zu sein? Es ist auch meine eigene Frage und die Frage von Millionen anderen Deutschen. Spilckers Großvaters Robert Ley war im NS-Staat Reichsorganisationsleiter sowie Chef der „Deutschen Arbeitsfront“ (DAF) und einer der mächtigsten Männer im „Dritten Reich“. Er kontrollierte das gesamte Arbeitswesen und organisierte über die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) die staatlich gelenkten Freizeit- und Urlaubsangebote. Nach dem Krieg wurde er als Hauptkriegsverbrecher angeklagt, entging dem Nürnberger Prozess jedoch durch Suizid. Suizid beging auch Leys zweite Frau Inga Ley und Spilckers Großmutter 1942 mit nur 26 Jahren. Auch auf dieses Ereignis schaut Spilcker näher. Doch Spilcker erzählt nicht nur den Lebensweg seines Großvaters nach, sondern auch den seiner Familie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er berichtet von der sowohl von der anhaltenden Verehrung Leys in engsten Familienkreisen, wie von der Weigerung vieler, sich mit den Verbrechen der Nazizeit auseinanderzusetzen. “Plötzlich will niemand mitgemacht haben, hat nie Heil Hitler gebrüllt und den rechten Arm zum Führergruß erhoben. Alles, was zählt, ist der Wiederaufbau. Ein Leben in Ruhe und Frieden; und nur ja nicht an der Vergangenheit rütteln.” Mich entsetzt besonders, wie schamlos sich Leys Familie noch viele Jahre nach dem Krieg an dem unrechtmäßigen NS-Erbe Robert Leys zu bereichern versucht, was ihr auch gelingt. Anders als Bettina Göring in ihrer sehr umfangreichen Biografie hält sich Spilcker mit seiner persönlichen Geschichte sehr zurück. Nur im letzten Teil gibt er kleine, aber bewegende Einblicke in seine eigenen Schwierigkeiten mit der Geschichte seiner Familie. Spilckers Vater, Robert Leys einziger ehelich geborener Sohn und ehemaliger Kronprinz von Leys Erbe, fand letztendlich als Geschädigter der menschenfeindlichen Nazi-Ideologei ein trauriges Ende. Deswegen nochmal ja, ich will mich weiter mit diesem Erbe beschäftigen, und ich finde Axel Spilcker findet die absolut passenden Worte: Als Historiker habe ich mir einen wichtigen Leitsatz eingeprägt: »Aus der Vergangenheit lernen, um die heutige Zeit zu verstehen.« Daher sollten wir nie vergessen, dass die Deutschen unter dem NS-Regime Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, polnische, russische und politische Gefangene sowie Zwangsarbeiter ermordet haben und im Krieg Millionen Europäer getötet haben. In diesen Zeiten, in denen rechtspopulistische Geschichtsrevisionisten auf dem Vormarsch sind, ist die Erinnerungskultur vielleicht bedeutsamer als jemals zuvor.“

  • sleepwalker

    5/5

    02.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ehrliche Aufarbeitung der Familiengeschichte

    „Die Wahrheit muss ans Licht. Der Gedanke daran wird mich nicht mehr loslassen“ – so schließt der Historiker und Journalist Axel Spilcker sein Buch „Hitlers Gefolgsmann“ über seinen Großvater Robert Ley. Das Buch ist ein äußerst interessantes und informatives Werk über den Reichsleiter der NSDAP und Leiter des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront, die Biografie des geistigen Vaters der Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, von Projekten wie dem Volkswagenwerk in Wolfsburg, Prora auf Rügen und den Ordensburgen Vogelsang und Sonthofen. Axel Spilcker nähert sich seinem Großvater und dem Rest der Familie kritisch. Das Konstrukt der Sippenhaft ist mir fremd, Fakt ist aber, dass Robert Ley als einer der führenden Nationalsozialisten einer der der 24 Hauptkriegsverbrecher war, die im Nürnberger Prozess angeklagt waren. Einer „der einflussreichsten Agitatoren der Zeit des Nationalsozialismus“ entzog sich der Verurteilung schon vor Prozessbeginn durch Suizid. Spilckers Buch beschreibt sowohl die politische Person Robert Ley als auch den Privatmann. Zugegeben, sympathisch sind sie beide nicht. Der politische Emporkömmling schaffte es, als Bauernsohn aus dem Nichts zu kommen und Karriere zu machen. Protegiert von seinem großen Idol Adolf Hitler konnte der promovierte Chemiker zeitweise seinen Hang zum Größenwahn ausleben. Der Ausbau seines Musterguts Rottland im Bergischen Land wurde beispielsweise von der Reichskanzlei mit gut einer Million Reichsmark bezuschusst. „Endlich kann er [Ley] in seiner Heimat den Menschen zeigen, dass er es ganz nach oben geschafft hat.“ Was vermutlich keiner wusste: Leys Aufstieg wurde zum Teil durch Intrigen und Korruption ermöglicht. Dabei war der Politiker auch in der eigenen Partei umstritten. Propagandaminister Joseph Goebbels bezeichnete seine Reden als „Dilettantismus, der zum Himmel schreit“. Weggefährten bezeichneten ihn als „Ochsenfrosch der Partei“ (Lutz Graf Schwerin von Krosigk), als „lächerlichen Kobold“ (Walter Darré) und auch seine Alkoholsucht sorgte für Spott und Häme, wobei Worte wie „Reichstrunkenbold“ und „Immerblau“ fielen. „Eine innere Zerrissenheit zieht sich durch die Linien der Angehörigen. Ich habe miterlebt, wie etliche Verwandte Robert Ley noch in den 70er- und 80er-Jahren verehrten.“ So zum Beispiel Spilckers Tante Renate, die älteste Tochter Robert Leys aus seiner ersten Ehe (insgesamt hatte Ley vier eheliche Kinder und einen unehelichen Sohn). Wie auch Ley selbst, sah sie ihn als unschuldig an („Robert Ley hingegen, einer der Architekten des deutschen Gewaltregimes, wähnt sich unschuldig. »Von alledem was ich bisher gefragt worden bin über: deutsche Arbeitsfront, meine Tätigkeit als Reichsorganisationsleiter – ist nichts enthalten, was irgendwie den Menschen Schaden gebracht hätte, sondern Deutschen wie Fremdvölkischen ungeheuren Nutzen und Segen.«“) Dabei hatte er bis zu seinem Tod weder den Antisemitismus noch seine Loyalität zu Adolf Hitler abgelegt. „Eine Schlussfolgerung, die deutlich belegt, dass da einer gar nichts begriffen hat.“ – so lautet ein Fazit, das Axel Spilcker zieht. Nach Robert Leys Tod legten die Nachfahren gegen seinen ausdrücklichen Wunsch den Namen „Ley“ ab („Ich habe eine Bitte, meine Kinder sollen nicht ihren Namen ablegen. Er wird wieder vom Volk geehrt und geliebt werden, ich kenne mein deutsches Volk. Die Kinder werden einmal stolz sein, meine Kinder zu sein.“) Auch schaffte die Familie es, sich Besitztümer zurückzuholen. „Ein skandalöses Urteil zugunsten meiner Familie“ nennt Spilcker das Ganze. Man klagt sich nämlich nicht nur Gut Rottland ein. „Selbst kleinere Hinterlassenschaften werden ein Fall für die Justiz“. Das schlechte Gewissen hält sich bei meinen Verwandten in Grenzen. „Wir hatten immer das Gefühl, das gehört uns. Und uns steht das zu“, führt man im Rückblick aus. Noch heute tut sich die Familie schwer, zwischen Gut und Böse bei Robert Ley zu trennen. »Als Politiker, das hat man natürlich nie gutgeheißen. Das wäre ja absurd. Aber wo es um die wirtschaftlichen Vorteile ging, dann schon.« Das Buch liest sich wie ein spannender Roman. Sprachlich ist es flüssig zu lesen, unterfüttert mit vielen Fußnoten und Verweisen. Leider hat es auch einige sehr ärgerliche Schreibfehler. Aber die störten berufsbedingt vermutlich nur mich. Das Buch ist ein wichtiges Werk, heute vielleicht wichtiger denn je. Es zeigt nicht nur den kometenhaften Aufstieg eines vormals unpolitischen einfachen Bauernsohn. Es zeigt auch den Umgang der Nachwelt mit diesem. Eine Familie, die ihn einerseits teilweise noch als Helden verehrt, auf der anderen Seite aber den verräterischen Nachnamen abgelegt hat. Eine Regierung, die nur halbherzig entnazifiziert und den Nachkommen aus Bequemlichkeit die Besitztümer zurückgibt. Und einen Enkel, der Schuldgefühle für etwas hat, für das er nichts kann. Da die Zeitzeugen immer weniger werden, sind Bücher wie dieses noch wichtiger geworden. Ich empfehle es jedem, der der Meinung ist: „Nie wieder ist jetzt!“

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Familiengeschichte plötzlich weh tut

    Manchmal liegt ein Buch vor einem und man weiß schon nach wenigen Seiten: Das wird kein gemütlicher Lesesessel mit Keks und Tee. Das wird eher ein Stuhl im Verhörraum. Hell ausgeleuchtet, unbequem, aber verdammt wichtig. Hitlers Gefolgsmann von Axel Spilcker ist genau so ein Buch. Keine trockene Geschichtsstunde, bei der man nach drei Seiten innerlich abschaltet. Hier geht es um Robert Ley, einen der mächtigsten Männer im NS-System, aber eben auch um Familie, Schweigen, Schuld und dieses bittere Erbe, das nicht einfach verschwindet, nur weil man den Namen ändert oder den Blick senkt. Besonders stark ist für mich der persönliche Zugang. Spilcker schreibt nicht aus sicherer Entfernung, sondern aus einer Familiengeschichte heraus, die wehtut. Man spürt diese Mischung aus Recherche, Wut, Fassungslosigkeit und dem Wunsch, endlich hinzuschauen. Da sitzt man als Leser da und denkt: Uff, wie trägt man so etwas eigentlich? Das Buch zeigt nicht nur den fanatischen Nazi-Funktionär Ley, sondern auch die kaputten Kreise, die so ein Mensch hinterlässt. Frauen, Kinder, Nachkommen, Schweigen, Verehrung, Flucht. Geschichte wird hier nicht als staubiges Archiv erzählt, sondern als etwas, das noch immer nachhallt. Leicht ist das alles nicht. An manchen Stellen musste ich das Buch kurz weglegen, weil es einfach schwer im Kopf bleibt. Aber genau deshalb funktioniert es. Es ist unbequem, klug und erschreckend aktuell. Für mich ein starkes, wichtiges und sehr persönliches Buch über Schuld, Erinnerung und die Frage, wie ehrlich eine Familie mit ihrer eigenen Vergangenheit sein kann.

  • Bewertung

    aus Oranienburg

    5/5

    05.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie gespalten - bis heute

    Mich hat die Kurzbeschreibung des Buchs neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie geht der Autor mit seiner Familiengeschichte um. Übt er rigoros Kritik an seinem Großvater oder sucht er für dessen NS-Kariere, Erklärungen. Wie Axel Spilcker es im Buch letztendlich dargestellt hat, fand ich richtig gut. Die ersten Kapitel befassen sich mit dem Lebensweg von Robert Ley, seiner Kindheit, seinem Aufstieg als Hitlers Ratgeber, wie auch seinen Beziehungen zu den anderen NS-Größen. Dabei habe ich die Ausführungen mehr aus der Sicht eines Dritten erzählt empfunden, ohne große Emotionen und Rechtfertigungen.  Natürlich konnte ich mir die darin aufgeführten Personen und dessen Machtbereiche unter der NS-Herrschaft gar nicht alle merken. Hier war der Autor mehr als gründlich. Eines wurde aber deutlich: der ehemalige Reichsorganisationsleiter war ein Lebemann. Seine Macht hat er nicht nur Umsetzung seiner Visionen und der NS-Doktrin genutzt. Er hat sich im gleichen Zuge auch bereichert und ein luxuriöses Leben geführt, bei der jüngere Frauen eine große Rolle gespielt haben. Er hat die Frauen benutzt und hatte Kinder mit 3 verschiedenen Frauen. Auch heute noch spaltet sich die Familie bei Bewertung seines politischen und menschlichen Verhaltens. Seine älteste Tochter Renate aus erster Ehe, dessen Mutter er die Scheidung aufgezwungen hat, konnte ich nicht verstehen. Für mich ist sie bis zum Ende des Buchs ein Widerspruch geblieben. Auf der einen Seite anerkannte Professorin für Sozialwissenschaften, hat sie meiner Meinung nach noch immer eine verklärte Sicht auf ihren Vater und seine Taten. Die Gefühle der liebenden Tochter überdecken ihr sonstiges Rechtsempfinden. Einige der Nachkommen von Robert Ley scheuen sich ihr Verwandtschaftsverhältnis zur ehemaligen NS-Größe offenzulegen, befürchten Anfeindungen. Heute noch. Ich finde dieses Buch sehr lesenswert, es hat mich gut unterhalten und somit sind 5 Lese-Sterne durchaus verdient.

  • Bewertung

    5/5

    18.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Das emotionale NS-Erbe

    Axel Spickler ist der Sohn des einzigen ehelichen Sohnes von Robert Ley. Robert Ley - ein Name, den ich zuvor noch nie gehört habe. Aber er war einer der 24 Hauptangeklagten der Nürnberger Prozesse! Wer war Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront. Wie stieg er in eine so machtvolle Position auf, an der Spitze des NS-Staates? Axel Spickler gibt in diesem Buch die Biografie und den Werdegang seines Großvaters wieder. Dabei setzt er die Informationen in den historischen Kontext. Auch das Privatleben, Leys Kinder und Partnerinnen und ihre Geschichten bekommen Raum. Während Ley sich noch vor Prozessbeginn der Gerichtbarkeit entzogen hat, mussten seine Kinder und seine Partnerin einen Platz in der sich neu ordnenden Welt finden. Spickler verfolgt auch ihre Lebenswege. Dabei geht er auch auf die Beziehung der Hinterbliebenen zu Ley ein, wie sie zu ihm stehen. Es wird gezeigt, wie das emotionale Erbe noch die Enkel-Generation prägt. Und auch der Umgang der jungen Bundesrepublik mit den NS-Verbrechen wird beleuchtet. Was vielleicht der größte Schock für mich in diesem ganzen Buch war... Dieses Buch behandelt ein sensibles und auch persönliches Thema. Der Autor lässt uns eine Perspektive einnehmen, die bisher unterrepräsentiert ist. Und er hat das ganze stark umgesetzt.

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    S. H.

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    5/5

    27.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie sucht man sich nicht aus

    Axel Spilker erzählt hier seine Familiengeschichte und es liest sich so spannend wie ein Roman. Robert Ley war sein Großvater und einer der wichtigsten Männer um Hitler. Er kam aus einfachen Verhältnissen und hatte einen großen Geltungsdrang. Spilcker recherchiert akribisch und zeigt welchen Einfluss die Familie auf die folgenden Generationen hat. Seine Tante z. B. war Wissenschaftlerin und trotzdem setzte beim eigenen Vater das Urteilsvermögen aus. Sie verklärte ihn. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig die Erinnerung zu pflegen und auch als unschuldige Generation das Bewusstsein für die politische Lage zu schärfen. Ley entzog sich durch Selbstmord der gerechten Strafe bei den Nürnberger Prozessen und war sich bis zum Schluss keiner Schuld bewusst. Das macht den Enkel und den Leser fassungslos. Gut recherchiert und sehr bewegend! Ein Buch, dass gerade in unsere Zeiten viele Leser verdient, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

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