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Stell dir vor, du kommst nach Hause, und da wohnt eine andere Familie. Der Albtraum beginnt...
Es ist ein sonniger Tag in einem Londoner Vorort. Als Fiona Lawson nach Hause kommt und feststellt, dass Fremde in ihr Haus eingezogen sind, stürzt sie in Angst und Verwirrung. Sie und ihr Ehemann Bram besitzen das Haus schon seit Jahren und hatten nicht die Absicht, es zu verkaufen. Wie kann es also sein, dass eine andere Familie glaubt, das Haus gehöre ihnen? Und wo ist eigentlich Bram, als Fiona ihn am meisten braucht?
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"Die Fremden in meinem Haus" von Louise Candlish ist für mich ein rundum gelungener, spannender, interessanter und abgründiger Roman, von dem ich mich sehr gut unterhalten fühlte. Aber als Thriller würde ich das Werk nicht bezeichnen, sondern eher als Krimi oder Spannungsroman.
Recensio
aus Datteln
4/5
20.09.2023
Buch (Taschenbuch)
Mit einem Unterton von Unbehagen
Das Erste, was ich mich gefragt habe, als ich den Klappentext las, war: Wie kann es sein, dass man abends nach Hause kommt und eine fremde Familie im eigenen Haus wohnt? Die Antwort ergibt sich schnell, denn Fiona und Bram sind getrennte Eltern, die das Nestmodell leben. Sprich: Die Kinder wohnen fest im Haus, die Eltern wechseln sich dort ab und leben abwechselnd dort und in einer kleinen Wohnung. Dadurch erschien mir der Knackpunkt schon mal nicht allzu konstruiert.
Die Story selbst wird abwechselnd aus der Perspektive der Beiden geschrieben. Fionas Sicht der Dinge erfahren wir durch eine True-Crime-Podcast-Aufnahme. Sie muss ihre Worte weise wählen, denn jeder könnte sie hören und sie muss ihr Image aufrechterhalten. Lieber würde sie so sprechen, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, das ist aber nur eingeschränkt möglich. Bram hingegen kann frei von der Leber weg erzählen - und der Grund hierfür stimmt ein wenig traurig.
Dieser Sichtwechsel war erfrischend und die doch sehr unterschiedlichen Stile haben enorm dazu beigetragen, die Charaktere mehrdimensional zu gestalten. Dennoch fand ich insgesamt, dass Fiona viel zu leichtgläubig dargestellt wurde, fast schon unrealistisch für ihren Charakter. Und Bram – sollte ich mit ihm mitfühlen wegen seines Schicksals? Ihn für seine Handlungen gedanklich ohrfeigen? Ist er hier eher der Antagonist? Spannend!
Zwar konnte ich mir relativ schnell zusammenreimen, was geschehen ist, und meine Vermutung hat sich am Ende auch bestätigt. Dennoch hatte ich durchgehend Spaß am Lesen und habe die Geschichte sehr genossen.
Fazit: Klug konstruiert, fesselnd, mit einem Unterton von Unbehagen und Nervenkitzel - ein blutdrucksteigernder Thriller mit kleineren Schwächen, über die man ruhigen Gewissens hinwegsehen kann, weil alles andere passt.
Bewertung
aus Illschwang
3/5
14.11.2023
Buch (Taschenbuch)
nette Geschichte, aber nicht so wie erwartet
Stell dir vor, du kommst nach Hause, und da wohnt eine andere Familie. Der Albtraum beginnt...
Es ist ein sonniger Tag in einem Londoner Vorort. Als Fiona Lawson nach Hause kommt und feststellt, dass Fremde in ihr Haus eingezogen sind, stürzt sie in Angst und Verwirrung. Sie und ihr Ehemann Bram besitzen das Haus schon seit Jahren und hatten nicht die Absicht, es zu verkaufen. Wie kann es also sein, dass eine andere Familie glaubt, das Haus gehöre ihnen? Und wo ist eigentlich Bram, als Fiona ihn am meisten braucht?
Vielen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Random House Verlag für dieses Buch.
Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen, sehr interesant und passend zum Titel.
Die Autorin Louise Candlish ist mir auch bekannt, sie hat einen tollen flüssigen Schreibstil.
Aber ich muss ehrlich sagen mich hat das Buch etwas enttläuscht, meine Erwartungen waren doch etwas hoch.
Und mich hat das Buch nicht so gepackt, irgendwie gefühlt hat sich das Buch nur um den Unfall von Bram gedreht.
Die Stimmung in den Buch war etwas bedrückend, aber der Titel ging für mich persönlich etwas unter.
Fiona muss durch die Hölle gehen, aber das hat mich nicht so gepackt wie er hofft.
Es ist kein schlechtes Buch, ich finde es ist eher ein Roman oder ein leichter Thriller.
Der Spannungsbogen ist eher flach aber es ist ein netter Zeitvertreib.
Viel Spass beim Lesen.
Bewertung
2/5
01.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Nach knapp einem Drittel abgebrochen
Stell dir vor, du kommst von einem Kurztrip zurück und findest heraus, dass dein Exmann Abraham ohne dein Einverständnis euer Haus verkauft hat. Während du noch mit den neuen Eigentümern Lucy & David Vaughan diskutierst, werden schon ihre Möbel in deine vier Wände getragen. Von deinem Ex, euren zwei Söhnen oder dem Erlös aus dem Verkauf fehlt jede Spur…
Die Geschichte unterteilt sich in mehrere Erzahlstränge. Zum einen Fiona Lawsons Sicht aus der Vergangenheit rund um den 13.01.2017, als sie von einer Dienstreise kommt und direkt damit konfrontiert ist, dass andere Menschen in ihr Haus ziehen. Außerdem Transkripte aus dem Podcast “Opfer Fiona”, wo noch weiter in die Vergangenheit gegangen wird, um beispielsweise zu erfähren was zu der Trennung zwischen Fiona und Bram (Abraham) Lawson geführt hat und wie sie danach den Umgang mit den Kindern geregelt haben. Außerdem kommt Brams Sicht durch ein Word-Dokuments zu Wort, was ebenfalls die Vergangenheit aufarbeitet, aber primär rund um den Hausverkauf und danach angesiedelt ist.
Die Idee, Fionas Sicht in Form eines True Crime-Podcasts zu erzählen, war nett gedacht, aber außer den Überschriften (Opfer Fiona als Titel des Podcasts inkl. Zeitstempel) hatte ich keinerlei Podcast-Feeling. Es gibt keine Interaktion mit dem Host des Podcasts, kein Nachhaken oder sanftes Lenken in eine Richtung. Es ist bloß Fiona, die ihre Geschichte runterrattert. Da helfen auch die zwei, drei Twitter-Kommentare am Ende jeder Folge nicht, um das Ganze realistischer wirken zu lassen.
Das mit dem Podcast habe ich in ‘Der Countdown-Killer’ von Amy Suiter Clarke auf jeden Fall schon deutlich besser gelesen. Dort waren die einzelnen Folgen als Transkript abgedruckt und man konnte erahnen, wie es sich angehört hätte.
Nach etwa einem Drittel habe ich erstmal eine Pause eingelegt, weil mich die Geschichte überhaupt nicht packen konnte. Das Tempo war mir viel zu langsam und als Thriller würde ich die Geschichte auch nicht bezeichnen; dafür gab es zu wenig Spannungsmomente. Einige Teile der Geschichte, wie beispielsweise Erklärungen zur Umsetzung des Nestmodells, wurden immer und immer wieder durchgekaut, sodass ich zwischenzeitlich sogar dachte, ich würde einen Elternratgeber lesen.
Nach dem Klappentext hatte ich einfach komplett andere Erwartungen an die Geschichte, vielleicht dass die Familie durch Intrigen um ihr Haus gebracht wurde oder sogar paranormale Ereignisse, die zum Hausverlust geführt haben, aber was ich zu lesen bekam, war über weite Strecken einfach bloß öde. Vom vollmundigen Versprechen der Rückseite („mit jedem Schritt, den [Fiona] unternimmt, versinkt sie tiefer in einen Alptraum aus Verrat, Verbrechen und Lebenslügen.“) keine Spur, da man parallel dazu bereits über alle Lügen und Fehltritte von Bram Bescheid weiß.
Da ich auch Wochen später keine Lust hatte, die Geschichte weiter zu verfolgen, habe ich mich zum Abbruch entschieden. Für die bereits gelesenen Seiten vergebe ich 2 Sterne und probiere es irgendwann nochmal mit einem anderen Buch der Autorin.
Bewertung
aus Oberursel
2/5
09.10.2023
Buch (Taschenbuch)
ich fands langatmig
Hier klang der Klappentext echt verheißungsvoll: „Stell dir vor, du kommst nach Hause, und da wohnt eine andere Familie.“ – das ist das, was Fiona in London in einem gutsituierten Viertel passiert. Sie kommt nach einer Dienstreise heim, und da stehen die Umzugswagen vor ihrer Tür. Ein fremdes Ehepaar zieht gerade ein, und behauptet, das Haus gekauft zu haben. Von Fionas ganzem Hausrat keine Spur mehr, und auch Bram, ihr Ex, mit dem sie aber noch abwechselnd das Haus bewohnt, ist nicht auffindbar. Fiona steht kurz vorm Herzinfarkt, und, ich zitiere noch mal kurz die Buchrückseite, „mit jedem Schritt, den sie unternimmt, versinkt sie tiefer in einen Alptraum aus Verrat, Verbrechen und Lebenslügen.“.
Also, klang gut. Ist laut Ankündigung auch ein Bestseller aus England und wurde gerade als ITV-Serie verfilmt. Und jetzt komm ich: das war nix. Zumindest nicht für mich.
Ich hole mal etwas weiter aus. Die Geschichte wird aus diversen Perspektiven erzählt und peu a peu wird die Vorgeschichte dazu aufgerollt. Und wie das gemacht ist, ist eigentlich ganz schick: wir haben einen auktorialen Erzähler, der mit der Berichterstattung am Freitag, den 13. (sic!) Januar 2017 um 12:30 anfängt, just als Fiona meint, nach Hause zu kommen; dann gibt es die Berichterstattung aus Fionas Ich-Perspektive, die ihre Story im Nachhinein in einem True-Crime-Podcast minutiös erzählt, dann haben wir ein paar Twitter-Kommentare zu den jeweiligen Podcastfolgen (und das fand ich echt witzig), und dann erzählt Bram tagebuchmässig ebenfalls seine Geschichte und seine Beweggründe. Ach ja, und dann gibt’s immer mal wieder eingestreut kurze Presseberichte. Also, diese Art zu erzählen fand ich irgendwie clever, und ich bemühe mich, möglichst auch alles, was ich positiv fand, aufzuzählen.
Tja, aber die Story, die sich dann entfaltet hat, hat mich nach relativ kurzer Zeit überhaupt nicht mehr gepackt. Es wurde durchgängig wirklich minutiös, detailgetreu und jeden Pups analysierend erzählt. Das war echt, wie sagt man so schön, TMI – too much information. Vor allem, weil eigentlich gar nicht so viel passiert ist. Der Knaller-Betrug, der Fiona um ihr Haus gebracht hat, war meines Erachtens der einzige Knaller, und ich dachte, da würde noch viel mehr kommen. Wie sag ich es jetzt, ohne zu spoilern? Göttergatte Bram war halt nicht wirklich, was Fiona so dachte. Der gute Mann hat sich von einer Sch**** in die nächste geritten, und irgendwann sah er keinen anderen Ausweg, als seine geliebte Frau zu hintergehen. Hm. Irgendwie bedauerlich, aber nicht so der „Alptraum aus Verrat und Verbrechen“, den ich erwartet hatte. Der gute Bram ging mir relativ bald relativ extrem auf die Nerven und hat mich nicht mehr so wirklich interessiert. Und Fiona? Lebte in ihrer Traumwelt. Kann ich nicht anders sagen. Und somit hat sie mich irgendwann auch nicht mehr interessiert.
Der Roman ist knappe 500 Seiten lang, und man hat tatsächlich bei einer Verfilmung eine ganze Serie draus gemacht. Das ist so typisch für die heutige Art und Weise, Serien zu produzieren. Es wird in Echtzeit erzählt, alles überdramatisiert, und jede Nichtigkeit verdient epische Aufmerksamkeit. Ich habe die Verfilmung nicht gesehen, aber ich kann es mir gut vorstellen. Ich habe es schon oft genug entnervt bemängelt, wenn aus einer einzigen Romanvorlage 5 Staffeln Endlos-Tralala werden. Leider gehöre ich noch zur Generation Spielfilm: ich will Anfang, Handlung, abgeschlossenes Ende, und bitte in 90 Minuten. Bezogen auf dieses Buch hier: 250 Seiten hätten gereicht, dann wäre es auch spannend geblieben.
Der Schreibstil war flüssig und das Ganze lies sich flott weg lesen – das hat es mir erleichtert, die zweite Hälfte nur noch zu überfliegen, ohne wirklich etwas zu verpassen. Zum Ende hin gibt’s tatsächlich noch mal einen Plot-Twist, der hat mich kurzfristig doch noch mal interessiert, aber irgendwie war ich schon mental weg.
Sorry. Ich verteile 2 von 5 Sternen. War nicht meins.
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5/5
03.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Klug konstruiert, fesselnd, und...
Klug konstruiert, fesselnd, und mit einem Unterton von Unbehagen und Nervenkitzel. Ein spannender Thriller für zwischendurch.
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